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Der Liga-Blog


Auswechselspieler
Posts: 179
 
von rhay

Der Meister der Schmerzen

17.05.2009

Man darf dem VFL Wolfsburg wohl zum Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft überhaupt gratulieren. Obwohl? Bei dieser Saison kann man sich sogar noch vorstellen, dass Werder Bremen, die eigentlich für sich selbst auch einen Platz in der Championsleague in Anspruch nehmen, den Wolfsburgern am letzten Spieltag die Suppe noch versalzen und damit den FC Bayern oder den VFB Stuttgart zum Meister macht.

Doch der Höhepunkt der Lächerlichkeit wäre dann erreicht, wenn dieses direkte Duell um Platz 2 Unentschieden endet und damit noch die alte Dame aus Berlin die direkte Championsleague Qualifikation erreicht und Wolfsburg trotz Niederlage am letzten Spieltag meister wird. Das Schlimme dabei: Dieses Szenario scheint durchaus realistisch!

Das Problem an der Geschichte ist, dass sich die Qualität der höchsten Deutschen Spielklasse dabei nicht verbessert hat, sondern gnadenlos eingebrochen ist! So genügen in dem oben geschilderten Fall Wolfsburg 66 Punkte zum Gewinn der Meisterschaft. Im Vergleich dazu haben die Meister der letzen Jahre 76 (2007/2008), 70, 75, 77, 74 und 75 (2002/2003) Punkte erzielt. Wolfsburg hätte 8 Niederlagen auf dem Konto (jetzt bereits 7). Zuletzt mehr als 6 Niederlagen hatte ein deutscher Meister in der Saison 2000 / 2001 als Patrik Anderson Schalke 04 zum Meister der Herzen machte, ebenfalls eine so knappe Saison.

Doch das Horrorszenario geht weiter: Bei Wolfsburg sind neben Trainer Magath auch Leistungsträger wir Dzeko an einem Abgang interessiert. Beim FC Bayern droht der Weggang eines Frank Ribéry, sollte man sich nicht direkt für die Königsklasse qualifizieren. Die ewige klamme Hertha kann einen Voronin nicht halten und bei Stuttgart schießt sich Gomez mit jedem Tor ein Stück weiter in die Bücher der internationalen Scouts. Qualität, die unwiderruflich verloren geht, die die Bundesliga im internationalen Vergleich noch einen weiteren Schritt ins Hintertreffen geraten lässt.

Allein, dass ein FC Bayern nach einer solch grauenhaften Saison inklusive riesigem Trainer(lehrlings)missverständnis noch um die Championsleage mitspielen kann (oder besser DARF), und theoretisch sogar noch Meister werden kann, ist für die Konkurrenz ein Armutszeugnis. Sicherlich ist diese Spannung zum Saisonende schön. Doch leider existiert diese Spannung nicht, weil einige Teams überragenden Fußball spielen und sich damit den Platz an der Sonne verdient haben, sondern viel mehr, da alle Teams regelmäßig patzen und sich blamieren.

Eigentlich hat dieses Jahr kein Team den Titel verdient! Dann am ehesten noch Wolfsburg, da man es ihnen am wenigsten zugetraut hätte und sie somit für ihre Verhältnisse auf Top-Niveau spielen. Dennoch haben wir heuer keinen Meister der Herzen, der überragenden Fußball gespielt hätte (das hätte Hoffenheim werden können, wären diese nicht so eingebrochen), sonder leider nur einen Meister der Schmerzen. Arme Bundesliga!
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Kommentare

mic1

 


Leistungsträger
Posts: 902

17.05.2009, 15:50
@rhay


Zitat von Rhay:
Doch der Höhepunkt der Lächerlichkeit wäre dann erreicht, wenn dieses direkte Duell um Platz 2 Unentschieden endet und damit noch die alte Dame aus Berlin die direkte Championsleague Qualifikation erreicht und Wolfsburg trotz Niederlage am letzten Spieltag meister wird. Das Schlimme dabei: Dieses Szenario scheint durchaus realistisch!

Warum wäre das schlimm bzw. lächerlich?
 
rhay

 


Auswechselspieler
Posts: 179

17.05.2009, 16:04
@ mic1

genau darum worum es in dem Blog geht. Wie oft hatte Bayern die Chance nach vorne zu kommen? wie oft hätte Wolfsburg alles klar machen können? Wie lange sah Berlin bereits als Meister aus?

Es hat keiner verdient. Und sollte Wolfsburg wirklich verlieren (wovon ich nicht ausgehe) und es kann keiner der anderen 2 nutzen, dann hat es wirklich niemand verdient Meister zu werden...

Alles andere --> siehe Beitrag
 
mic1

 


Leistungsträger
Posts: 902

18.05.2009, 09:34
@rhay


Das habe ich schon verstanden, jedoch mal aus Sicht der Berliner und Wolfsburer gesehen, wäre es nicht lächerlich und schlimm, sondern bemerkenswert und toll. Deine Sicht ist sehr einseitig.
 
Stumpenrudi

 


Stammspieler
Posts: 275

18.05.2009, 10:18
Gegenthese

Sehr interessanter Beitrag. Was die Qualität der Liga angeht, kann man aber auch anderes sehen: Letztendlich geht es dir ja um die Qualtität der Spitzenmannschaften, die sich in den letzten Jahren deutlicher abgesetzt haben. Dass das in dieser Saison nicht so war könnte auch den einfachen Grund haben, daß z.B. Mannschaften wie Hoffenheim (Vorrunde) und Wolfsburg und andere ordentlich mitgemischt haben. Das würde aber bedeuten, dass die Bundesliga insgesamt an Qualität zugenommen hat...
 
ckwon

 


Stammspieler
Posts: 136

18.05.2009, 12:01
Qualität?

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Das Problem an der Geschichte ist, dass sich die Qualität der höchsten Deutschen Spielklasse dabei nicht verbessert hat, sondern gnadenlos eingebrochen ist! So genügen in dem oben geschilderten Fall Wolfsburg 66 Punkte zum Gewinn der Meisterschaft. Im Vergleich dazu haben die Meister der letzen Jahre 76 (2007/2008), 70, 75, 77, 74 und 75 (2002/2003) Punkte erzielt. Wolfsburg hätte 8 Niederlagen auf dem Konto (jetzt bereits 7). Zuletzt mehr als 6 Niederlagen hatte ein deutscher Meister in der Saison 2000 / 2001 als Patrik Anderson Schalke 04 zum Meister der Herzen machte, ebenfalls eine so knappe Saison.
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Die von dir angeführten Zahlen sagen doch überhaupt ncihts über die Qualität der Liga aus, weder in die eine noch in die andere Richtung.

Das heißt nur, dass die Top-Teams dem Rest der Liga nicht so weit überlegen waren wie in den Jahren davor. Auf welchem Qualitätsniveau das passiert, kann man aus diesen Zahlen überhaupt nicht ableiten.


 
IceCapSVW

 


Mannschaftskapitän
Posts: 2712

25.05.2009, 21:52
Die Qualität der Liga

lässt sich doch weniger im inneren Vergleich messen als im europäischen Vergleich. Und da fällt auf, dass doch eher ein leichtes AUf denn ein AB zu erkennen ist. Bangte man vor zwei, drei Jahren noch um Platz fünf scheint jetzt sogar das erreichen von Platz 3 nicht mehr unmöglich. Fakt ist allerdings auch, dass man mit der Spitze dort wenig (Bayern) bis nichts (der Rest) zu tun hat.

Für antikas: Zumindest für die sportliche Leistung und die Ergebnisse auf dem Platz, muss man das so deutlich sagen :-)
 
antikas

 


Mannschaftskapitän
Posts: 6242

26.05.2009, 09:58
@icecapsvw

Bayern hat es diese Saison unter die 8 besten Mannschaften Europas geschafft . Das ist nicht so unrespektabel, vor allem wenn man das finanzielle Ungleichgewicht sieht.
Barca bekommt allein an Fernsehgeldern in einer Saison das , was der FCB in 4 Jahren bekommt. Vorausgesetzt er wird jedes Jahr Meister.
Vom Schuldenberg der englischen Mannschaften will ich mal gar nicht anfangen.
Mir ist ein wirtschaftlich seriöses Viertelfinalausscheiden lieber, als ein kamikazemässig verschuldeter CL-Sieg.
 
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