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06.11.2017 16:37 Uhr | Quelle: WahreTabelle / dpa

„Aus“ für Hellmut Krug: Video-Beweis kennt nur Verlierer

Bundesliga: Ex-FIFA-Schiedsrichter nicht mehr Supervisor

Krug_Hellmut_Gelsenkirchen
Quelle: Imago Sportfoto
Hellmut Krug ist nicht mehr Supervisor der Video-Assistenten der DFL.

BILD am SONNTAG hatte bereits vor dem Ende des elften Spieltages in der Fußball-Bundesliga mit einem Report über einen möglichen Manipulationsverdacht gegen DFL-Supervisor Hellmut Krug (61, Gelsenkirchen) beim Spiel FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg (1:1 / 10. Spieltag) aufgewartet – und damit den Stein ins Rollen gebracht.

Am Montag wurden beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) Fakten geschaffen. In einer Krisensitzung mit DFB-Präsident Reinhard Grindel (Hamburg) und Schiedsrichter-Kommissionschef Lutz Michael Fröhlich (Berlin) wurde entschieden, dass Krug künftig nicht mehr als Supervisor für die Video-Assistenten im DFL-Zentrum in Köln zum Einsatz kommen wird. Für ihn übernimmt Lutz Michael Fröhlich. Das berichtete das Magazin SPORT BILD am Montagnachmittag.

Beim VfL Wolfsburg hatte sich Geschäftsführer Olaf Rebbe unmittelbar vor der Begegnung mit Hertha BSC (3:3) am Sonntag im Gespräch mit Sky noch bedeckt gehalten: „BILD am Sonntag ist mit diesem Bericht an uns herangetreten, aber wir können dazu nur sagen, dass wir vollstes Vertrauen in die Schiedsrichter haben.“ Der in dem Blatt erhobene Vorwurf: Krug soll den Video-Assistenten im Spiel der Wolfsburger beim FC Schalke – exakt dem Verein, den der gebürtige Gelsenkirchener als Schiedsrichter nie leiten durfte – angewiesen haben, bei zwei Entscheidungen zugunsten der Schalker einzugreifen. Eine dieser Szenen, ein nicht geahndetes Handspiel von Schalkes Thilo Kehrer im Strafraum, wurde auch bei WahreTabelle in der Spieltag-Auswertung thematisiert. Die Partie in der Veltins Arena wäre 0:2 aus Sicht der Gastgeber ausgegangen…

Am Freitag hatte die DFB-Ethik-Kommission im Vorfeld der Bundesliga-Partie Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen (2:1) ein Kontaktverbot für den früheren DFB-Schiedsrichterboss Herbert Fandel (53 / Kyllburg) verhängt. Gleichzeitig flog der bereits angezählte Hellmut Krug aus der DFB-Schiedsrichterkommission. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) hatte in einem Interview mit der Zeitung Tagesspiegel schwere Vorwürfe gegen die beiden Funktionäre erhoben, warf ihnen Vetternwirtschaft und Mobbing vor.

Das Kicker-Sportmagazin berichtet in seiner Montagsausgabe darüberhinaus von „internen Querelen“ und spricht von einem „äußerst unglücklichen Bild“, welches Deutschlands Schiedsrichter derzeit abgeben. Hintergrund: Ein DFB-Schreiben von Donnerstag, in dem der Verband die Bundesliga-Vereine viel zu spät über gravierende Änderungen zum Einsatz des Video-Beweises informierte. Fröhlich legte am Freitag in einem zweiten Brief nach. „Wir haben einige Fragen aufgeworfen, insbesondere missverständliche Formulierungen im zweiten Teil des Schreibens“, erklärte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter. „Die Kommunikation beim DFB ist katastrophal“, wird Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl in dem Bericht zitiert. Zudem forderten in einer Kicker-Umfrage 55,2 Prozent der mehr als 45.000 Teilnehmer die Abschaffung des erst zu Saisonbeginn eingeführten Video-Schiedsrichters.

Fest steht: Mit der Absetzung von Hellmut Krug hat das Theater um den Video-Beweis seinen (vorläufigen) Tiefpunkt erreicht. (cge / Mit Material von dpa).

Mehr zum Thema:

Video-Beweis: Probleme in den Stadien

Video-Beweis. Die Liga schäumt vor Wut

BILD am SONNTAG hatte bereits vor dem Ende des elften Spieltages in der Fußball-Bundesliga mit einem Report über einen möglichen Manipulationsverdacht gegen DFL-Supervisor Hellmut Krug (61, Gelsenkirchen) beim Spiel FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg (1:1 / 10. Spieltag) aufgewartet – und damit den Stein ins Rollen gebracht.

Am Montag wurden beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) Fakten geschaffen. In einer Krisensitzung mit DFB-Präsident Reinhard Grindel (Hamburg) und Schiedsrichter-Kommissionschef Lutz Michael Fröhlich (Berlin) wurde entschieden, dass Krug künftig nicht mehr als Supervisor für die Video-Assistenten im DFL-Zentrum in Köln zum Einsatz kommen wird. Für ihn übernimmt Lutz Michael Fröhlich. Das berichtete das Magazin SPORT BILD am Montagnachmittag.

Beim VfL Wolfsburg hatte sich Geschäftsführer Olaf Rebbe unmittelbar vor der Begegnung mit Hertha BSC (3:3) am Sonntag im Gespräch mit Sky noch bedeckt gehalten: „BILD am Sonntag ist mit diesem Bericht an uns herangetreten, aber wir können dazu nur sagen, dass wir vollstes Vertrauen in die Schiedsrichter haben.“ Der in dem Blatt erhobene Vorwurf: Krug soll den Video-Assistenten im Spiel der Wolfsburger beim FC Schalke – exakt dem Verein, den der gebürtige Gelsenkirchener als Schiedsrichter nie leiten durfte – angewiesen haben, bei zwei Entscheidungen zugunsten der Schalker einzugreifen. Eine dieser Szenen, ein nicht geahndetes Handspiel von Schalkes Thilo Kehrer im Strafraum, wurde auch bei WahreTabelle in der Spieltag-Auswertung thematisiert. Die Partie in der Veltins Arena wäre 0:2 aus Sicht der Gastgeber ausgegangen…

Am Freitag hatte die DFB-Ethik-Kommission im Vorfeld der Bundesliga-Partie Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen (2:1) ein Kontaktverbot für den früheren DFB-Schiedsrichterboss Herbert Fandel (53 / Kyllburg) verhängt. Gleichzeitig flog der bereits angezählte Hellmut Krug aus der DFB-Schiedsrichterkommission. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) hatte in einem Interview mit der Zeitung Tagesspiegel schwere Vorwürfe gegen die beiden Funktionäre erhoben, warf ihnen Vetternwirtschaft und Mobbing vor.

Das Kicker-Sportmagazin berichtet in seiner Montagsausgabe darüberhinaus von „internen Querelen“ und spricht von einem „äußerst unglücklichen Bild“, welches Deutschlands Schiedsrichter derzeit abgeben. Hintergrund: Ein DFB-Schreiben von Donnerstag, in dem der Verband die Bundesliga-Vereine viel zu spät über gravierende Änderungen zum Einsatz des Video-Beweises informierte. Fröhlich legte am Freitag in einem zweiten Brief nach. „Wir haben einige Fragen aufgeworfen, insbesondere missverständliche Formulierungen im zweiten Teil des Schreibens“, erklärte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter. „Die Kommunikation beim DFB ist katastrophal“, wird Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl in dem Bericht zitiert. Zudem forderten in einer Kicker-Umfrage 55,2 Prozent der mehr als 45.000 Teilnehmer die Abschaffung des erst zu Saisonbeginn eingeführten Video-Schiedsrichters.

Fest steht: Mit der Absetzung von Hellmut Krug hat das Theater um den Video-Beweis seinen (vorläufigen) Tiefpunkt erreicht. (cge / Mit Material von dpa).

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Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Herbert Fandel Name : Herbert Fandel
Geburtsdatum: 09.03.1964
Ort: Kyllburg
Manuel Gräfe Name : Manuel Gräfe
Geburtsdatum: 21.09.1973
Ort: Berlin

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Herbert Fandel
Name : Herbert Fandel
Geburtsdatum: 09.03.1964
Ort: Kyllburg
Manuel Gräfe
Name : Manuel Gräfe
Geburtsdatum: 21.09.1973
Ort: Berlin

06.11.2017 19:29


adlerherz
adlerherz

Eintr. Frankfurt-FanEintr. Frankfurt-Fan

adlerherz
Mitglied seit: 07.12.2014

Aktivität:
Beiträge: 4013

Zumindest laut der News vom DFB ist das hier eine Fehlinformation.
Fröhlich wird Projektleiter (vorher Krug), Krug bleibt aber Supervisor.
Schiedsrichter-Manager Hellmut Krug bleibt in dem Projekt engagiert und wird sich auf die inhaltliche Analyse und die fachliche Dokumentation konzentrieren sowie wie bisher die Berichterstattung an das internationale Regelboard IFAB leisten. Für ihn gilt ebenso wie für die anderen Supervisoren, dass sie künftig während der Spiele keine direkte Kommunikation mehr mit den Video-Assistenten haben werden. Der Video-Assistent entscheidet vollkommen eigenständig, welche Einschätzung er dem verantwortlichen Schiedsrichter auf dem Rasen zukommen lässt.
DFB.de - Fröhlich leitet Projekt Video-Assistent




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06.11.2017 18:58


tdrr12


Bor. Dortmund-FanBor. Dortmund-Fan


Mitglied seit: 20.09.2014

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Beiträge: 328

Was muss Hellmut Krug eigentlich noch alles verzapfen bevor der DFB finale Konsequenzen zieht? Rafati, genereller Niveauverlust der SR, katastrophale Einführung des Videobeweises, usw. Der Mann scheint mehr Leben als eine Katze zu haben.

Bez. Videobeweises sollte langsam aber die "challenge" Alternative erwogen werden. Hiermit würde die endlose Diskussion, was genau nun eine "klare" Fehlentscheidung ist, abgewürgt werden, da einzig und allein die Trainer hier die Verantwortung zu tragen haben.


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06.11.2017 17:59


Funkemariesche
Funkemariesche

1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 18.08.2013

Aktivität:
Beiträge: 157

Im Stern habe ich gerade gelesen, dass der DFB bereits vorher wusste, dass Krug vorgeworfen wurde, sich in Entscheidungen der Videoschiris eingemischt zu haben. Das soll Felix Brych bei der Befragung durch die Ethik-Kommission ausgesagt haben. Der Kommission ging es aber sichtbar nur darum, die Diskussion irgendwie abzuwürgen. Da muss sich der DFB nicht wundern, wenn sie den Ruf der Verfilzung nicht los wird.

Dann noch ein Brief, dass man die Regeln schon Wochen zuvor geändert habe, ohne das den Vereinen mitgeteilt zu haben. Da haben sich so viele Betroffene aufgeregt über ein Eingreifen des Videoschiris bei Kann-Entscheidungen, und man ließ sie uninformiert ins Leere laufen. Man hat wirklich fast das Gefühl, der VAR soll absichtlich vor die Wand gefahren werden.


 


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