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11.01.2018 14:00 Uhr | Quelle: dpa / WahreTabelle

„Es geht nicht um detektivischen Scharfsinn!“

Bundesliga: Schiedsrichter-Boss Fröhlich verteidigt Video-Beweis.

Fröhlich
Quelle: Imago Sportfoto / Archivbild
Schiedsrichter-Kommissionschef Lutz Michael Fröhlich steht zum Videobeweis.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) haben sich kurz vor dem Beginn der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga (Freitag) noch einmal eindeutig für den umstrittenen und vieldiskutierten Videobeweis ausgesprochen. „DFB und DFL sind absolut davon überzeugt, dass der Videobeweis das Spiel gerechter macht“, sagte DFL-Direktor Ansgar Schwenken am Donnerstagvormittag bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main, „das Glas ist aus unserer Sicht zu drei Vierteln voll. Wir sind absolut davon überzeugt, dass der Videobeweis das gerechte und richtige Instrument ist, um zu den richtigen Entscheidungen zu kommen.“

Schwenken zur Frage, ob man strittige Spielszenen, wie etwa den zurückgenommenen Elfmeter in der Partie Borussia Mönchengladbach gegen FC Schalke 04 (1:1) oder das Hand-Tor von Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang im Revier-Derby gegen Schalke direkt auf den Stadion-Leinwänden zeigen sollte: „Wir sind derzeit der Ansicht, dass die Stadion-Leinwand nicht das richtige und geeignete Instrument ist, um Entscheidungen transparent zu machen und zur Auflösung zu nutzen. Die Auflösung ist in den einzelnen Stadien unterschiedlich, man kann Details nicht immer klar erkennen.“

Konkret wurden in den 153 Spielen der Bundesliga-Hinrunde 1.041 Schiedsrichter-Entscheidungen überprüft. In 50 Fällen empfahl der in der DFL-Zentrale in Köln die Partie verfolgende Videoassistent dem Referee auf dem Platz, seine Entscheidung zu korrigieren. 48 Mal wurde die Entscheidung auch tatsächlich korrigiert, 37 Mal erwies sich dieser Eingriff als richtig.

Laut DFB-Statistik wurden somit in der Hinrunde 37 Fehlentscheidungen durch den Einsatz des Videobeweises verhindert. Umgekehrt wurden aber auch elf Fehlentscheidungen auf diesem Weg erst herbeigeführt. „Diese elf Entscheidungen, die nicht korrekt waren, müssen in der Rückrunde gegen Null gehen“, forderte Schwenken, „denn sie führen zum Teil zu dem schlechten Bild, das es über den Videobeweis gibt.“

Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich (60, Berlin) dazu: „Die Zahl der falsch entschiedenen Szenen muss reduziert werden. Mönchengladbach gegen Schalke und der zurückgenommene Strafstoß, das sind Sachen, die nach Rücksprache mit dem IFAB nicht vom Video-Assistenten beeinflusst werden sollen.  Solche Fälle kann man aber letztendlich nicht ausschließen. Es geht nicht um detektivischen Scharfsinn, sondern darum: Liegt ein offensichtlicher, klarer Fehler vor?“ (cge / Mit Material von dpa).

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Schwenken zur Frage, ob man strittige Spielszenen, wie etwa den zurückgenommenen Elfmeter in der Partie Borussia Mönchengladbach gegen FC Schalke 04 (1:1) oder das Hand-Tor von Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang im Revier-Derby gegen Schalke direkt auf den Stadion-Leinwänden zeigen sollte: „Wir sind derzeit der Ansicht, dass die Stadion-Leinwand nicht das richtige und geeignete Instrument ist, um Entscheidungen transparent zu machen und zur Auflösung zu nutzen. Die Auflösung ist in den einzelnen Stadien unterschiedlich, man kann Details nicht immer klar erkennen.“

Konkret wurden in den 153 Spielen der Bundesliga-Hinrunde 1.041 Schiedsrichter-Entscheidungen überprüft. In 50 Fällen empfahl der in der DFL-Zentrale in Köln die Partie verfolgende Videoassistent dem Referee auf dem Platz, seine Entscheidung zu korrigieren. 48 Mal wurde die Entscheidung auch tatsächlich korrigiert, 37 Mal erwies sich dieser Eingriff als richtig.

Laut DFB-Statistik wurden somit in der Hinrunde 37 Fehlentscheidungen durch den Einsatz des Videobeweises verhindert. Umgekehrt wurden aber auch elf Fehlentscheidungen auf diesem Weg erst herbeigeführt. „Diese elf Entscheidungen, die nicht korrekt waren, müssen in der Rückrunde gegen Null gehen“, forderte Schwenken, „denn sie führen zum Teil zu dem schlechten Bild, das es über den Videobeweis gibt.“

Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich (60, Berlin) dazu: „Die Zahl der falsch entschiedenen Szenen muss reduziert werden. Mönchengladbach gegen Schalke und der zurückgenommene Strafstoß, das sind Sachen, die nach Rücksprache mit dem IFAB nicht vom Video-Assistenten beeinflusst werden sollen.  Solche Fälle kann man aber letztendlich nicht ausschließen. Es geht nicht um detektivischen Scharfsinn, sondern darum: Liegt ein offensichtlicher, klarer Fehler vor?“ (cge / Mit Material von dpa).

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12.01.2018 14:28


assasine94-2


Bayern München-FanBayern München-Fan


Mitglied seit: 27.04.2013

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Beiträge: 1349

@Daarin1980

Zitat von Daarin1980
Was ist denn das für eine Milchmädchenrechnung. Diese Kleinigkeiten wo man eher gegen eine Entscheidung gegangen ist weil man sie ja vom VA hätte korrigieren lassen können wenn sie doch so gewesen wäre und wo sich der halt nicht getraut hat weil er es nicht so wichtig fand lassen wir einfach mal so unter den Tisch fallen?


Mal abgesehen davon, dass ich mir nicht sicher bin ob ich dich richtig verstanden habe versuche ich dennoch deine Aussage zu dechiffrieren:

Du meinst also Entscheidungen, die ein Schiedsrichter nicht getroffen hat, weil es den VAR gibt, aber getroffen hätte, wenn es den Videoschiedsrichter nicht gäbe?

Hättest du hier ein paar Beispiele für Pfiffe, die deiner Meinung nach wegen des Videoschiedsrichters ausblieben, aber gekommen wären (aus deiner Sicht), wenn es den Videoschiedsrichter nicht gäbe?

Ich persönlich glaube nun wirklich nicht, dass sich unsere Schiedsrichter persönlich eine höhere Fehlerquote zugestehen und sich sagen: „Oh, hier pfeif ich mal nicht, der VAR wird mich schon korrigieren“, gerade weil doch die Schiedsrichter selbst genau wissen, in welchen Szenen der VAR eingreifen soll und wo nicht.


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12.01.2018 13:00


Daarin1980
Daarin1980

1. FC K´lautern-Fan1. FC K´lautern-Fan


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Was ist denn das für eine Milchmädchenrechnung. Diese Kleinigkeiten wo man eher gegen eine Entscheidung gegangen ist weil man sie ja vom VA hätte korrigieren lassen können wenn sie doch so gewesen wäre und wo sich der halt nicht getraut hat weil er es nicht so wichtig fand lassen wir einfach mal so unter den Tisch fallen?


Hmmm... Meine Lieblingsverein in der BL haben sich geändert: 1. Gegner von Rasenballsport 2. Gegner von FCB 3. Gegner von Hoffenheim 4. Falls noch nicht genannt Eintracht Frankfurt


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12.01.2018 08:32


kunzhein
kunzhein

Bayern München-FanBayern München-Fan


Mitglied seit: 16.03.2009

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Beiträge: 145

Das ist aber doch das große Probleme des Videobeweises. Das die Zuschauer vor Ort überhaupt nicht informiert werden, warum was geändert wird und das finde ich nicht richtig. 
Ich bin zwar im Grundsatz ein Gegner des Videobeweises, sollte man aber daran festhalten, finde ich es zwingend notwendig, dass auch die Zuschauer vor Ort über die Videowände die Szene nachträglich vorgespielt wird.
Mir ist es selbst schon passiert, da sitzt man im Stadion und weiß nicht warum, der Pfiff zurückgenommen wird.  


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