Newsansicht

WahreTabelle 1.Bundesliga >> WahreTabelle 2.Bundesliga >>
18.06.2017 15:12 Uhr | Quelle: dpa / WahreTabelle

Kommt die nächste Fußball-Regel-Revolution?

IFAB-Ideenpapier birgt brisante Änderungspläne.

Infantino_Gianni_FIFA
Quelle: Imago Sportfoto
Harmonie beim Confed-Cup: FIFA-Präsident Gianni Infantino (m.) scherzt mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Links: Fußballlegende Pelé.

Es war die Szene des Tages beim Eröffnungsspiel des Confederations Cup 2017 in Russland. Am Samstag sah man FIFA-Präsident Gianni Infantino (47) und Russlands Staatspräsident Wladimir Putin (64) in freundschaftlichem Talk auf der Ehrentribüne des neuen, 716 Mio. Euro teuren Krestowski-Stadions von St Petersburg. Gastgeber Russland bezwang Neuseeland zum Auftakt mit 2:0 (1:0), Schiedsrichter Wilmar Roldán (37) aus Kolumbien erlebte vor 50.151 Zuschauern ebenso einen ruhigen Nachmittag wie der als Video-Assistent eingesetzte Referee Sandro Ricci (42) aus Brasilien.

Wesentlich brisanter als die phasenweise sehr schleppende Partie in St. Petersburg mit einer strittigen Szene pro Russland aus der 17. Minute dürfte ein Ideenpapier des Fußball-Weltverbandes FIFA sein, welches am Sonntag u. a. von der Nachrichtenagentur dpa analysiert wurde. Geht es nach FIFA-Boss Infantino, so könnte dem Weltfußball bald eine neue Regel-Revolution ins Haus stehen.

„Play Fair!“ – dieser Imperativ im Titel des zwölfseitigen FIFA-Ideenpapiers könnte sich für den Fußball nachhaltig auswirken. Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) haben am Rande des Confederations Cup in Russland neue Regelmodifikationen vorgelegt, die schon jetzt für viel Gesprächsstoff sorgen.

Einige Inhalte werden bereits seit Samstag bei der „WM-Generalprobe“, dem Konföderationen-Wettbewerb, aktiv umgesetzt. Dazu gehören die von der FIFA im Vorfeld des Turniers angekündigten, längeren Nachspielzeiten und der Einsatz des Video-Assistenten. Dazu kommen weitere, tatsächlich revolutionär anmutende Ideen, die das IFAB für einen Zeitraum von 2017 bis 2022 „zur Diskussion“ gestellt hat, wie es in dem Papier heißt.

Es sind dies: Eine effektive Spielzeit von nur noch zweimal 30 Minuten, in der der Schiedsrichter die Uhr allerdings ähnlich wie beim Eishockey bei jeder Spielunterbrechung anhalten muss. Eine Rote Karte für jeden Spieler, der ein Tor vorsätzlich mit der Hand erzielt. Ein noch härteres, radikales Durchgreifen, falls der Schiedsrichter von den Spielern „gemobbt“, sprich hart bedrängt wird, wie es in dem Papier heißt. Das könnte in der realen Spielsituation dazu führen, dass in strittigen Situationen künftig nur noch der Kapitän einer Mannschaft mit dem Schiedsrichter reden darf. Oder besonders schwere Fälle des „Mobbings“ sogar mit Punktabzügen oder Geldstrafen geahndet werden.

Ziel dieser geplanten Änderungen sind laut IFAB ein „fairer und respektvoller Umgang auf dem Rasen“ und eine „deutliche Erhöhung der Netto-Spielzeit einer Partie.“

Bei dpa heißt es dazu weiterhin: „Das Play Fair!-Papier ist allerdings auch nur im Kontext des Reformprozesses bei der FIFA zu verstehen, in dem der neue Präsident Gianni Infantino den Eindruck erwecken will, alles im Fußball auf den Prüfstand stellen und neu denken zu wollen - in gewollter Abgrenzung zu seinem gestürzten Vorgänger Joseph Blatter, der gerade Regel-Reformen traditionell blockierte.“

Dazu gehört auch, dass der frühere Weltklassestürmer Marco van Basten von Infantino im September 2016 zum FIFA-Beauftragten für „Technische Entwicklungen“ ernannt wurde. Der Europameister von 1988 dachte daraufhin schon vier Monate später laut über die Abschaffung der Abseitsregel oder die Einführung von Zeitstrafen statt Gelber Karten nach. Bei einer Pressekonferenz zur Eröffnung des Confed Cups in St. Petersburg rückte van Basten von beiden Ideen aber schon wieder ab: „Das ist etwas für die Zukunft. Das ist im Moment kein Thema.“ Ein Diskussionspunkt bleiben die geplanten Änderungen dennoch.

Das vom früheren englischen Schiedsrichter David Elleray (62) vorgelegte Strategie-Papier soll nun diskutiert werden. Bei der nächsten General-Versammlung im März 2018 soll über „Play Fair!“ abgestimmt werden. Um eine Regel zu ändern, bräuchte es in dem achtköpfigen Gremium eine Mehrheit von sechs Stimmen.

Elleray: „Die Rückmeldungen aller Beteiligten in der Fußball-Gemeinschaft sind bislang wie die Unterstützung sehr positiv“. IFAB-Geschäftsführer Lukas Brud ist überzeugt: „Das Strategiepapier ist ein Meilenstein für den Fußball“. Die User von BILD.DE sehen dies jedoch – Stand: Sonntagnachmittag – komplett anders. 68 Prozent von mehr als 55.000 abstimmenden Usern lehnen allein die Verkürzung der Netto-Spielzeit ab.

Fußball-Weltmeister Deutschland greift am Montag (17 Uhr) in Sotschi gegen Australien und unter der Leitung des US-amerikanischen Referees Mark Geiger (42) aus New Jersey in das Turnier ein. (cge / Mit Material von dpa).

Mehr zum Thema:

Video-Schiedsrichter beim Länderspiel-Klassiker Italien – Deutschland

Trotz Video-Assistent: Fußball bleibt emotional

Aktuelle Umfrage: Stimmt ab! 

WahreTabelle bittet zur Abstimmung: Wählt zum Abschluss der Bundesliga-Spielzeit 2016/17 den Schiedsrichter der Saison. Wer ist euer Favorit?

Es war die Szene des Tages beim Eröffnungsspiel des Confederations Cup 2017 in Russland. Am Samstag sah man FIFA-Präsident Gianni Infantino (47) und Russlands Staatspräsident Wladimir Putin (64) in freundschaftlichem Talk auf der Ehrentribüne des neuen, 716 Mio. Euro teuren Krestowski-Stadions von St Petersburg. Gastgeber Russland bezwang Neuseeland zum Auftakt mit 2:0 (1:0), Schiedsrichter Wilmar Roldán (37) aus Kolumbien erlebte vor 50.151 Zuschauern ebenso einen ruhigen Nachmittag wie der als Video-Assistent eingesetzte Referee Sandro Ricci (42) aus Brasilien.

Wesentlich brisanter als die phasenweise sehr schleppende Partie in St. Petersburg mit einer strittigen Szene pro Russland aus der 17. Minute dürfte ein Ideenpapier des Fußball-Weltverbandes FIFA sein, welches am Sonntag u. a. von der Nachrichtenagentur dpa analysiert wurde. Geht es nach FIFA-Boss Infantino, so könnte dem Weltfußball bald eine neue Regel-Revolution ins Haus stehen.

„Play Fair!“ – dieser Imperativ im Titel des zwölfseitigen FIFA-Ideenpapiers könnte sich für den Fußball nachhaltig auswirken. Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) haben am Rande des Confederations Cup in Russland neue Regelmodifikationen vorgelegt, die schon jetzt für viel Gesprächsstoff sorgen.

Einige Inhalte werden bereits seit Samstag bei der „WM-Generalprobe“, dem Konföderationen-Wettbewerb, aktiv umgesetzt. Dazu gehören die von der FIFA im Vorfeld des Turniers angekündigten, längeren Nachspielzeiten und der Einsatz des Video-Assistenten. Dazu kommen weitere, tatsächlich revolutionär anmutende Ideen, die das IFAB für einen Zeitraum von 2017 bis 2022 „zur Diskussion“ gestellt hat, wie es in dem Papier heißt.

Es sind dies: Eine effektive Spielzeit von nur noch zweimal 30 Minuten, in der der Schiedsrichter die Uhr allerdings ähnlich wie beim Eishockey bei jeder Spielunterbrechung anhalten muss. Eine Rote Karte für jeden Spieler, der ein Tor vorsätzlich mit der Hand erzielt. Ein noch härteres, radikales Durchgreifen, falls der Schiedsrichter von den Spielern „gemobbt“, sprich hart bedrängt wird, wie es in dem Papier heißt. Das könnte in der realen Spielsituation dazu führen, dass in strittigen Situationen künftig nur noch der Kapitän einer Mannschaft mit dem Schiedsrichter reden darf. Oder besonders schwere Fälle des „Mobbings“ sogar mit Punktabzügen oder Geldstrafen geahndet werden.

Ziel dieser geplanten Änderungen sind laut IFAB ein „fairer und respektvoller Umgang auf dem Rasen“ und eine „deutliche Erhöhung der Netto-Spielzeit einer Partie.“

Bei dpa heißt es dazu weiterhin: „Das Play Fair!-Papier ist allerdings auch nur im Kontext des Reformprozesses bei der FIFA zu verstehen, in dem der neue Präsident Gianni Infantino den Eindruck erwecken will, alles im Fußball auf den Prüfstand stellen und neu denken zu wollen - in gewollter Abgrenzung zu seinem gestürzten Vorgänger Joseph Blatter, der gerade Regel-Reformen traditionell blockierte.“

Dazu gehört auch, dass der frühere Weltklassestürmer Marco van Basten von Infantino im September 2016 zum FIFA-Beauftragten für „Technische Entwicklungen“ ernannt wurde. Der Europameister von 1988 dachte daraufhin schon vier Monate später laut über die Abschaffung der Abseitsregel oder die Einführung von Zeitstrafen statt Gelber Karten nach. Bei einer Pressekonferenz zur Eröffnung des Confed Cups in St. Petersburg rückte van Basten von beiden Ideen aber schon wieder ab: „Das ist etwas für die Zukunft. Das ist im Moment kein Thema.“ Ein Diskussionspunkt bleiben die geplanten Änderungen dennoch.

Das vom früheren englischen Schiedsrichter David Elleray (62) vorgelegte Strategie-Papier soll nun diskutiert werden. Bei der nächsten General-Versammlung im März 2018 soll über „Play Fair!“ abgestimmt werden. Um eine Regel zu ändern, bräuchte es in dem achtköpfigen Gremium eine Mehrheit von sechs Stimmen.

Elleray: „Die Rückmeldungen aller Beteiligten in der Fußball-Gemeinschaft sind bislang wie die Unterstützung sehr positiv“. IFAB-Geschäftsführer Lukas Brud ist überzeugt: „Das Strategiepapier ist ein Meilenstein für den Fußball“. Die User von BILD.DE sehen dies jedoch – Stand: Sonntagnachmittag – komplett anders. 68 Prozent von mehr als 55.000 abstimmenden Usern lehnen allein die Verkürzung der Netto-Spielzeit ab.

Fußball-Weltmeister Deutschland greift am Montag (17 Uhr) in Sotschi gegen Australien und unter der Leitung des US-amerikanischen Referees Mark Geiger (42) aus New Jersey in das Turnier ein. (cge / Mit Material von dpa).

Mehr zum Thema:

Video-Schiedsrichter beim Länderspiel-Klassiker Italien – Deutschland

Trotz Video-Assistent: Fußball bleibt emotional

Aktuelle Umfrage: Stimmt ab! 

WahreTabelle bittet zur Abstimmung: Wählt zum Abschluss der Bundesliga-Spielzeit 2016/17 den Schiedsrichter der Saison. Wer ist euer Favorit?

22.10.2017 20:02 Uhr | Quelle: WahreTabelle HSV gegen FC Bayern: Hamburg hadert nach Platzverweis

Bundesliga bei WahreTabelle: Drei strittige Szenen in Frankfurt.

Jung_Gideon_HSV

Die Situation für den Hamburger SV hat sich nach dem neunten Spieltag in der Fußball-Bundesliga verschärft. Durch das 1:1 des SC Freiburg gegen 1899 Hoffenheim fielen die Hamburger nach ihrem unglücklichen 0:1 gegen den FC Bayern München im Samstagabendspiel auf den Relegationsplatz zurück. Die Heimpleite gegen den deutschen Rekordmeister war die sechste Niederlage in den letzten sieben Liga-Spielen für den HSV. Entscheidend aus Hamburger Sicht: Die Rote Karte für Gideon Jung durch Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) in der 39. Minute

20.10.2017 12:00 Uhr | Quelle: WahreTabelle Schiedsrichter Marco Fritz leitet HSV gegen FC Bayern

Referee-Ansetzungen: Freitagsspiel für Bibiana Steinhaus.

Fritz_Marco_Korb

An die letzte Partie gegen den FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga haben die Fans des Hamburger SV nur ungute Erinnerungen. Ein 0:1 in der 88. Minute durch Nationalspieler Joshua Kimmich kostete HSV-Coach Bruno Labbadia (50) einen Tag nach dem Spiel den Job. Am Samstag könnte es ab 18.30 Uhr im Abendspiel gegen die Münchner auch für den aktuelle HSV-Trainer Markus Gisdol (48) schon ein Endspiel werden. Die Hamburger verloren fünf der letzten sechs BL-Spiele. Ihre Bilanz gegen den deutschen Rekordmeister hält ligaweit einige Bestmarken – auf Seiten der Bayern! Der Branchenriese gewann 63 von 104 Duellen gegen den HSV und erzielte dabei 240 Tore, das ...

19.10.2017 15:56 Uhr | Quelle: WahreTabelle Schiedsrichterball: Das Wetter wird schlechter…

Kolumne: Johannes Gründel erklärt bei WahreTabelle das Regelwerk und strittige Szenen.

Jablonski_Sven_DresdenFCING

…so konnte man das am vergangenen Samstag in der 2. Liga zumindest vermuten, wenn man sah, wie tief eine Schwalbe in Dresden flog. Dynamos Niklas Kreuzer ging im – ach was: ohne – Zweikampf mit Ingolstadts Marcel Gaus zu Boden, ohne dass es eine Berührung zwischen den beiden Kontrahenten gab. Schiedsrichter Sven Jablonski (27, Bremen), so schreibt man gerne, „fiel drauf rein“, gab also den ungerechtfertigten Strafstoß für die SGD. Diese Formulierung legt den ...

17.10.2017 23:09 Uhr | Quelle: WahreTabelle Kieler Krimi nur 3:3!

Auch Elfmeter für Dresden im „Fokus 2. Liga“.

Wittek_Mathias_Ducksch_Marvin_FCHKiel

28:10 Torschüsse für Holstein Kiel im 5:3-Krimi beim 1. FC Heidenheim am zehnten Spieltag der 2. Liga – die Zuschauer in der Voith Arena erlebten eine Partie, in der alles möglich schien. Heidenheim kam nach der Roten Karte von FIFA-Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) für Mathias Wittek (43.) eindrucksvoll zurück. Marnon Busch (48.) und „Mister Heidenheim“, Marc Schnatterer (52.) per Freistoß drehten die Partie zwischenzeitlich auf 3:2 für den FCH. David Kinsombi (81.) und der überragende Marvin Ducksch (83.) mit seinem dritten Tor in dieser Partie sorgten für den fulminanten 5:3-Endstand. Die Partie stand bei der Fu&sz...

16.10.2017 23:24 Uhr | Quelle: WahreTabelle Kein Elfmeter für Leipzig: Remis für BVB

Bundesliga in der Auswertung: Eine entscheidende Korrektur im Spitzenspiel.

Sokratis_AugustinJeanKevin

Bei Borussia Dortmund saß der Frust nach der 2:3 (1:2)-Heimpleite gegen RB Leipzig am achten Spieltag in der Fußball-Bundesliga und der ersten Niederlage nach dem Vereinsrekord von 41 unbesiegten Partien im Signal Iduna Park tief. Die Borussia muss bei nur zwei bzw. drei Zählern Vorsprung und nun zwei anstehenden Auswärtsspielen bei Eintracht Frankfurt und Hannover 96 mit den Verfolgern FC Bayern München und RBL rechnen. Die Auswertung des achten Spieltages durch die Fußball-Community WahreTabelle zeigt am Montagabend allerdings, dass die Dortmunder ihren Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Roten Bullen gehalten hätten. Die einzige tabellenrele...