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10.01.2014 09:43 Uhr | Quelle: Footballrefereeing.blogspot.com / WT

UEFA kippt ,,Dreifachbestrafung" mit sofortiger Wirkung

Überraschende Regeländerung - Verbindliche Änderung wohl ab der kommenden Saison.

Michel Platini
Quelle: GettyImages
Seit 2007 im Amt: UEFA-Präsident Michel Platini, im Bild bei der WM-Gruppenauslosung im Dezember 2013 in Brasilien.

Die UEFA hat die Dreifachbestrafung gekippt: Die internationalen Top-Schiedsrichter wurden angewiesen, ab der Rückrunde in Champions- und in der Europa League bei einer Notbremse im eigenen Strafraum nur noch Rot zu ziehen, wenn das Foul als solches rotwürdig war. Das berichtet footballrefereeing.blogspot.com.

Nach WahreTabelle.de-Informationen hat besonders UEFA-Präsident Michel Platini (58) dieses Vorhaben angetrieben. Der DFB hatte schon vor drei Jahren einen Antrag auf eine dahingehende Regeländerung gestellt.

Die Dreifachbestrafung zeichnet sich dadurch aus, dass neben dem Elfmeter auch noch eine Rote Karte und eine nachfolgende Sperre verhängt werden. Dies wurde von einigen Experten, darunter auch Ex-FIFA-Schiedsrichter Bernd Heynemann (59), kritisiert. Frankfurts Trainer Armin Veh (52) äußerte sich dazu im Okotober 2013 auf Sport 1: „Das Spiel geht so kaputt. Diese Regelung muss weg - und fertig.“ Auch Thomas Berthold (49), Weltmeister von 1990, merkte an, dass die Zuschauer nicht sehen wollten, wenn ein Team achtzig Minuten lang in Unterzahl spiele. (WahreTabelle.de berichtete). Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sprach sich gegen die Regelung aus: ,,Diese Dreifachbestrafung ist eine der größten Ungerechtigkeiten des Regelwerks." Gleichzeitig kündigte der DFB-Boss im vergangenen Herbst an, ,,nicht aufzugeben" und ,,an diesem Thema dran zu bleiben."

Bislang scheiterte eine Regeländerung allerdings immer am Widerstand des International Football Association Board (IFAB). Das IFAB ist das für Regeländerungen zuständige Gremium der FIFA und besteht aus vier FIFA-Verantwortlichen, die en bloc abstimmen müssen, und je einem Vertreter aus England, Schottland, Wales und Nordirland. Nun setzt sich die UEFA bisweilen über dieses Board hinweg und verabschiedete diese eigene Anweisung an ihre Schiedsrichter. Es wird erwartet, dass das IFAB bei seinem 128. Treffen in Zürich (28. Februar bis 2. März 2014) diese Regeländerung übernimmt, sodass sie zur nächsten Saison überall verbindlich ist.

In der Fußball-Bundesliga wird sich dies aber nicht zwingend ändern: Solange DFB und DFL diese Anweisung nicht übernehmen, bleibt in Deutschland alles beim Alten. Hierzulande war man in der Vergangenheit schon öfter skeptischer, was die Übernahme von UEFA-Anweisungen angeht. Jüngste Beispiele sind die Zusätzlichen Schiedsrichterassistenten („Torrichter“) und die Torlinientechnologie.  (jgr / cge).

Die UEFA hat die Dreifachbestrafung gekippt: Die internationalen Top-Schiedsrichter wurden angewiesen, ab der Rückrunde in Champions- und in der Europa League bei einer Notbremse im eigenen Strafraum nur noch Rot zu ziehen, wenn das Foul als solches rotwürdig war. Das berichtet footballrefereeing.blogspot.com.

Nach WahreTabelle.de-Informationen hat besonders UEFA-Präsident Michel Platini (58) dieses Vorhaben angetrieben. Der DFB hatte schon vor drei Jahren einen Antrag auf eine dahingehende Regeländerung gestellt.

Die Dreifachbestrafung zeichnet sich dadurch aus, dass neben dem Elfmeter auch noch eine Rote Karte und eine nachfolgende Sperre verhängt werden. Dies wurde von einigen Experten, darunter auch Ex-FIFA-Schiedsrichter Bernd Heynemann (59), kritisiert. Frankfurts Trainer Armin Veh (52) äußerte sich dazu im Okotober 2013 auf Sport 1: „Das Spiel geht so kaputt. Diese Regelung muss weg - und fertig.“ Auch Thomas Berthold (49), Weltmeister von 1990, merkte an, dass die Zuschauer nicht sehen wollten, wenn ein Team achtzig Minuten lang in Unterzahl spiele. (WahreTabelle.de berichtete). Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sprach sich gegen die Regelung aus: ,,Diese Dreifachbestrafung ist eine der größten Ungerechtigkeiten des Regelwerks." Gleichzeitig kündigte der DFB-Boss im vergangenen Herbst an, ,,nicht aufzugeben" und ,,an diesem Thema dran zu bleiben."

Bislang scheiterte eine Regeländerung allerdings immer am Widerstand des International Football Association Board (IFAB). Das IFAB ist das für Regeländerungen zuständige Gremium der FIFA und besteht aus vier FIFA-Verantwortlichen, die en bloc abstimmen müssen, und je einem Vertreter aus England, Schottland, Wales und Nordirland. Nun setzt sich die UEFA bisweilen über dieses Board hinweg und verabschiedete diese eigene Anweisung an ihre Schiedsrichter. Es wird erwartet, dass das IFAB bei seinem 128. Treffen in Zürich (28. Februar bis 2. März 2014) diese Regeländerung übernimmt, sodass sie zur nächsten Saison überall verbindlich ist.

In der Fußball-Bundesliga wird sich dies aber nicht zwingend ändern: Solange DFB und DFL diese Anweisung nicht übernehmen, bleibt in Deutschland alles beim Alten. Hierzulande war man in der Vergangenheit schon öfter skeptischer, was die Übernahme von UEFA-Anweisungen angeht. Jüngste Beispiele sind die Zusätzlichen Schiedsrichterassistenten („Torrichter“) und die Torlinientechnologie.  (jgr / cge).

24.01.2014 15:47


rb71


VfB Stuttgart-FanVfB Stuttgart-Fan


Mitglied seit: 17.05.2013

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Beiträge: 1393

@ LordHorst

Zitat von LordHorst
Die Frage danach, was die größere Torgelegenheit darstellt. Der Freistoß vor dem Strafraum oder der Elfmeter.

Bei Ronny dürfte es Jacke wie Hose sein... ;-)

Solche Fragen sind also gar nicht so einfach zu beantworten...^^


Aber die Frage stellt sich speziell bei dieser Regeländerung doch gar nicht. Da es auch wieder auf alle Stafraumaktionen zutrifft und nicht nur bei einer "Notbremse". Wenn man so will, ist ja auch die Torchance bei einer Notbremse im Strafraum höher als außerhalb, da näher am Tor. Da könnte ich dich jetzt auch fragen, ob ein taktisches Foul in der eigenen Hälfte oder kurz vorm Strafraum eine größere Torgelegenheit (unter gleichen Bedingungen) darstellt. Beides gibt, vorausgesetzt der SR pfeift richtig, die gleiche Karte, oder?
Bei Wikipedia würde man deine Aussage also als [citation needed] kennzeichnen.

;-)

Naja, ist halt geschätzt. MMn aber eine absolut realistische Schätzung. Du kannst schon mal alle Torhüter, die wegen einer Notbremse vom Platz geflogen sind, in die Statistik mit aufnehmen. Plus ein paar mehr, da hier (leider) nicht immer Rot gezeigt wurde (manche haben ja beim Torhüter im Strafraum von einer Sonderregelung gesprochen, aber genau weiß ich das jetzt nicht mehr). Plus ein paar Spieler, die für ihren Torhüter "sich opferten" oder wie beim WM-Beispiel gar auf der Linie mit der Hand klärten. Also einige Prozent sind das dann schon.
Es ist natürlich etwas unglücklich, dass der Artikel hier von "Notbremse" schreibt, also einen Begriff verwendet, der im Regelwerk gar nicht vorkommt.

Halt ich nicht für schlimm, da der Fußballfan etwas mit anfangen kann (vielleicht sogar mehr als mit dem Begriff "klare Torchance", wobei dies in der Regel auch anders erwähnt wird) und jeder weiß, was gemeint ist. Aber ein Handspiel kann auch eine "Notbremse" sein nach dem Motto "Ich bremse mal den Ball notgedrungen mit der Hand". Mann, habe ich das jetzt gut erklärt...^^

So weit ich weiß, steht im Regelwerk zum Beispiel auch nichts vom passiven und aktiven Abseits, oder? Ich meine, da ist nur vom "strafbaren Abseits" die Rede. Aber jeder redet von passiv und aktiv. Ist ja auch ziemlich egal...


"Barca ist kein Fußballverein. Barca ist auch keine Religion. Nein, Barca ist ein Lebensgefühl, welches man nur erfahren wird, wenn man als Katalane im Camp Nou diese Mannschaft hat zaubern sehen."


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24.01.2014 13:29


LordHorst
LordHorst

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@ rb71

Zitat von rb71
Im Übrigen hast du die Frage nicht beantwortet

Kannst du diese nochmal wiederholen. Weiß gerade nicht, welche du meinst...


Die Frage danach, was die größere Torgelegenheit darstellt. Der Freistoß vor dem Strafraum oder der Elfmeter.

Quelle?

Quelle ist rb71... ;-)


Bei Wikipedia würde man deine Aussage also als [citation needed] kennzeichnen.

Ist ein Handspiel denn eine "Notbremse"?

Ja, laut den Regeln wird zwischen Foul und Hand da nicht unterschieden. Babbel hat so mal den schnellsten Platzverweis der BL-Geschichte bekommen. War zufällig gegen den VfB in den 90ern. Sein Handspiel verhinderte den tödlichen Pass zum freistehenden Mann.


Es ist natürlich etwas unglücklich, dass der Artikel hier von "Notbremse" schreibt, also einen Begriff verwendet, der im Regelwerk gar nicht vorkommt.

Also freue dich doch über die tolle Steilvorlage, die ich dir gemacht habe.

Besten Dank auch ;-)
Bist dann eher der Ribery als Ronaldo und siehst den freien Mann...^^





Scheint die Sonne auch für Nazis? Ich könnt's nicht verstehen. Dürfen Faschos auch verreisen? Das wäre ungerecht. Können Rassisten etwa auch den blauen Himmel sehen? Scheint die Sonne auch für Nazis? Wenn's nach mir geht, tut sie es nicht.


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23.01.2014 20:59


augschburger
augschburger

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Mitglied seit: 11.08.2013

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Beiträge: 791

Ich finde die Regeländerung überfällig.

Eine rote Karte sollte es IMHO im Strafraum bei "normalen" Fouls aus dem Zweikampf heraus  oder bei harmloseren "Notbremsen" nicht geben.
Elfmeter + gelbe Karte reichen als Bestrafung völlig, in 80% der Fälle ist das dann eh ein Gegentor und der Spieler muss ab sofort höllisch aufpassen, was er anstellt.

Nur wenn es ein sowieso - wie überall auf dem Feld - rotwürdiges Vergehen ist, gehört die rote Karte dazu.


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