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07.07.2013 13:25 Uhr | Quelle: WahreTabelle.de WahreTabelle-Special: Wahrheiten über Elfmeter

Torwart oder Schütze: Wer hat wirklich Angst beim Kick vom Punkt? - Studien liefern neue Aspekte.

Jerzy Dudek
Quelle: GettyImages
Die Angst des Torwarts vom Elfmeter? Andrea Pirlo vom AC Mailand gegen Liverpools Jerzy Dudek im CL-Finale 2005.

Welt- und Europameister Spanien firmiert unter dem Spitznamen ,,La Furia Roja" (,,Die rote Furie"). Rote Trikots also mit psychologischer Tiefenwirkung und als ein Zeichen für Aggressivität und Sicherheit? Geht es nach den jüngsten Studien des Instituts für Kognitions- und Sportspielforschung an der Sporthochschule Köln, so hilft das rote Trikot sogar beim Verwandeln von Elfmetern. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der insgesamt 80 durch das Institut ausgewerteten und zusammengefassten Arbeiten.

Jüngstes Beispiel: Im Halbfinale des Confederations-Cup in Brasilien setzte sich Spanien in rot im Elfmeterschießen gegen Italien durch. Kein Zufall, wie Professor Daniel Memmert, Leiter des Instituts für Kognitions- und Sportspielforschung in SPORT BILD (Heft 27/2013) verriet. Memmert: ,,Ein Torhüter hat eher das Gefühl, dass er einen Elfmeter nicht hält, weil das rote Trikot Aggressivität und Selbstsicherheit ausstrahlt."

Doch Memmert und sein Team haben noch mehr ,,Wahrheiten" über Elfmeter zu Tage gefördert. Je länger der Schütze den Elfmeter hinauszögert, umso höher ist die Chance, dass er trifft. ,,Der Torhüter befindet sich in einer sehr belastenden Situation", erklärt Memmert in SPORT BILD, ,,der Schütze zwar auch, aber er hat es selbst in der Hand, wo er hinschießt. Also: erst bis drei zählen und dann anlaufen."

Torhüter, so ein weiteres Ergebnis aus Köln, bleiben beim Elfer ungern in der Mitte stehen. Daher ist hier die Wahrscheinlichkeit eines Elfmeter-Treffers besonders hoch. Das historisch gesehen beste Beispiel ist der Elfmeter von Hollands Johan Neeskens im WM-Finale 1974 gegen Deutschland zum 0:1 vor exakt 39 Jahren. Der Niederländer jagte den Ball wuchtig und unhaltbar für Sepp Maier in die Tormitte. Fußballkommentatoren sprechen gern auch von der ,,Neeskens-Variante".

Gibt es den ,,idealen" Elfmeterschützen? Auch dieser Frage sind Professor Memmert und sein Team nachgegangen. Ergebnis: Es treffen eher die Spieler, die pflichtbewusst sind bzw. die die Situation als Pflichtaufgabe ansehen. Von daher wundert es nur wenig, dass in 50 Jahren Fußball-Bundesliga die großen Routiniers auch die besten Elfmeterschützen ihrer Klubs waren. HSV-Legende Manfred Kaltz verwandelte 53 von 60 Elfmetern, Bayern-Bomber Gerd Müller war bei 63 Anläufen 51 Mal vom Punkt erfolgreich, Michael Zorc von Borussia Dortmund verwertete 49 von 57 Strafstößen.

Aber welche Tricks haben die Torhüter drauf, um einen Elfmeter zu halten? ,,Versuche haben gezeigt, dass Menschen ihre motorische Bewegung unbewusst auf sich bewegende Objekte ausrichten", so Professor Memmert. Will sagen: Ein Torwart hält einen Elfmeter eher, wenn er die Aufmerksamkeit des Schützen auf sich lenkt, beispielsweise durch wildes Gestikulieren. Bayer Leverkusens Torhüter Rüdiger Vollborn brachte durch Bewegungen auf der Torlinie im UEFA-Cup-Finalrückspiel 1988 gegen Espanyol Barcelona die Kontrahenten erfolgreich aus dem Konzept und trug so zum größten internationalen Erfolg der Leverkusener bei. Liverpool-Keeper Bruce Grobbelaar wurde mit seinen ,,Spaghetti Legs"-Tänzeleien auf der Linie beim Elfmeterschießen im Landesmeister-Finale 1984 in Rom zur Legende, sein Nachfolger Jerzy Dudek machte es 2005 im Champions-League-Finalkrimi in Istanbul gegen den AC Mailand ähnlich. Grobbelaar gegenüber WahreTabelle.de: ,,Vor dem Elfmeterschießen in Istanbul soll Jamie Carragher zu ihm gesagt haben: ,Mach es wie Brucie', aber ich bin nicht sicher, ob Dudek überhaupt gewusst hat, wer ich bin... Jedenfalls hat er seinen eigenen Stil gehabt. 1984 war Wahnsinn und es war alles regelkonform..." (cge)

Welt- und Europameister Spanien firmiert unter dem Spitznamen ,,La Furia Roja" (,,Die rote Furie"). Rote Trikots also mit psychologischer Tiefenwirkung und als ein Zeichen für Aggressivität und Sicherheit? Geht es nach den jüngsten Studien des Instituts für Kognitions- und Sportspielforschung an der Sporthochschule Köln, so hilft das rote Trikot sogar beim Verwandeln von Elfmetern. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der insgesamt 80 durch das Institut ausgewerteten und zusammengefassten Arbeiten.

Jüngstes Beispiel: Im Halbfinale des Confederations-Cup in Brasilien setzte sich Spanien in rot im Elfmeterschießen gegen Italien durch. Kein Zufall, wie Professor Daniel Memmert, Leiter des Instituts für Kognitions- und Sportspielforschung in SPORT BILD (Heft 27/2013) verriet. Memmert: ,,Ein Torhüter hat eher das Gefühl, dass er einen Elfmeter nicht hält, weil das rote Trikot Aggressivität und Selbstsicherheit ausstrahlt."

Doch Memmert und sein Team haben noch mehr ,,Wahrheiten" über Elfmeter zu Tage gefördert. Je länger der Schütze den Elfmeter hinauszögert, umso höher ist die Chance, dass er trifft. ,,Der Torhüter befindet sich in einer sehr belastenden Situation", erklärt Memmert in SPORT BILD, ,,der Schütze zwar auch, aber er hat es selbst in der Hand, wo er hinschießt. Also: erst bis drei zählen und dann anlaufen."

Torhüter, so ein weiteres Ergebnis aus Köln, bleiben beim Elfer ungern in der Mitte stehen. Daher ist hier die Wahrscheinlichkeit eines Elfmeter-Treffers besonders hoch. Das historisch gesehen beste Beispiel ist der Elfmeter von Hollands Johan Neeskens im WM-Finale 1974 gegen Deutschland zum 0:1 vor exakt 39 Jahren. Der Niederländer jagte den Ball wuchtig und unhaltbar für Sepp Maier in die Tormitte. Fußballkommentatoren sprechen gern auch von der ,,Neeskens-Variante".

Gibt es den ,,idealen" Elfmeterschützen? Auch dieser Frage sind Professor Memmert und sein Team nachgegangen. Ergebnis: Es treffen eher die Spieler, die pflichtbewusst sind bzw. die die Situation als Pflichtaufgabe ansehen. Von daher wundert es nur wenig, dass in 50 Jahren Fußball-Bundesliga die großen Routiniers auch die besten Elfmeterschützen ihrer Klubs waren. HSV-Legende Manfred Kaltz verwandelte 53 von 60 Elfmetern, Bayern-Bomber Gerd Müller war bei 63 Anläufen 51 Mal vom Punkt erfolgreich, Michael Zorc von Borussia Dortmund verwertete 49 von 57 Strafstößen.

Aber welche Tricks haben die Torhüter drauf, um einen Elfmeter zu halten? ,,Versuche haben gezeigt, dass Menschen ihre motorische Bewegung unbewusst auf sich bewegende Objekte ausrichten", so Professor Memmert. Will sagen: Ein Torwart hält einen Elfmeter eher, wenn er die Aufmerksamkeit des Schützen auf sich lenkt, beispielsweise durch wildes Gestikulieren. Bayer Leverkusens Torhüter Rüdiger Vollborn brachte durch Bewegungen auf der Torlinie im UEFA-Cup-Finalrückspiel 1988 gegen Espanyol Barcelona die Kontrahenten erfolgreich aus dem Konzept und trug so zum größten internationalen Erfolg der Leverkusener bei. Liverpool-Keeper Bruce Grobbelaar wurde mit seinen ,,Spaghetti Legs"-Tänzeleien auf der Linie beim Elfmeterschießen im Landesmeister-Finale 1984 in Rom zur Legende, sein Nachfolger Jerzy Dudek machte es 2005 im Champions-League-Finalkrimi in Istanbul gegen den AC Mailand ähnlich. Grobbelaar gegenüber WahreTabelle.de: ,,Vor dem Elfmeterschießen in Istanbul soll Jamie Carragher zu ihm gesagt haben: ,Mach es wie Brucie', aber ich bin nicht sicher, ob Dudek überhaupt gewusst hat, wer ich bin... Jedenfalls hat er seinen eigenen Stil gehabt. 1984 war Wahnsinn und es war alles regelkonform..." (cge)

30.09.2016 12:46 Uhr | Quelle: WahreTabelle Spitzenspiel FC Bayern – Köln mit Schiedsrichter Siebert

Bundesliga-Referees: Bayer 04 – BVB für Gräfe – Osmers in Leipzig.

Siebert / FC Bayern

Dass der FC Bayern München nach fünf Spieltagen in der Fußball-Bundesliga an der Spitze stehen würde, dürfte die wenigsten Fans überrascht haben. Nicht unbedingt in der Spitzengruppe zu vermuten war hingegen der 1. FC Köln. Die „Geißböcke“ rangieren mit elf Zählern auf Platz drei und reisen nun ungeschlagen zum Spitzenspiel am Samstag (15.30 Uhr) nach München. „Ich glaube kaum, dass der 1. FC Köln auf einmal die Hoffnung aller ist, den FC Bayern zu schlagen“, dämpfte FC-Sportdirektor Jörg Schmadtke im Kölner Stadt-Anzeiger (Freitagsausgabe) die Euphorie in der Domstadt. Die Statistik gibt dem 52-...

29.09.2016 16:44 Uhr | Quelle: WahreTabelle Schiedsrichterball: Grob eingestiegen?

Kolumne: Johannes Gründel erklärt bei WahreTabelle das Regelwerk und strittige Fußball-Szenen. 

Bicakcic / Goretzka SRB

Am vergangenen Wochenende gab es drei potenzielle Platzverweise in der Fußball-Bundesliga. Am präsentesten war medial natürlich der Gesichtszwicker von Franck Ribéry. Auch der höhnische Applaus von Ousmane Dembélé nach seiner Gelben Karte wurde beachtet. Etwas unter dem Radar hingegen flog eine Situation beim Sonntagsspiel zwischen der TSG 1899 Hoff...

29.09.2016 00:16 Uhr | Quelle: WahreTabelle „Marciniak bei Atlético – FC Bayern weniger überzeugend“

„Königsklasse Late Night“: Übersehener Handelfmeter in Gladbach.

Martinez / Marciniak

Der FC Bayern München kann bei Atlético Madrid offenbar nicht gewinnen. Am Mittwochabend verlor der fünffache Champions-League-Sieger das Spitzenspiel in Gruppe D beim Vorjahresfinalisten mit 0:1 (0:1). Ebenfalls bitter aus deutscher Sicht: Borussia Mönchengladbach unterlag dem FC Barcelona in Gruppe C mit 1:2 (1:0). Im #schiriticker von WahreTabelle bei Twitter standen die Leistungen der Schiedsrichter bei den Spielen mit deutscher Beteiligung im Mittelpunkt. In Madrid leitete Szymon Marciniak (35) die Partie, in Gladbach hieß der Referee Damir Skomina (40/ Slowenien). „Marciniak gilt als unauffällig mit teilweise ungewöhnlichen Laufwegen“, charakterisierte

28.09.2016 17:30 Uhr | Quelle: WahreTabelle Pro und Contra: Rot und ein Exempel gegen Franck Ribéry?

WahreTabelle-User zum Verhalten des Bayern-Stars.

Ribery / Müller

Beim FC Bayern ist die Causa Franck Ribéry (33) inzwischen Pro Chefsache. „Wenn ich Franck das nächste Mal sehe, werde ich ihm als alter Freund raten, sich etwas mehr zurückzuhalten“, erklärte der designierte Präsident Uli Hoeneß (64) bei SPORT 1. Er räumte in Bezug auf die vielen Ausraster des Franzosen innerhalb der letzten Monate aber auch ein: „Man merkt aber auch, dass die Gegner eine Rote Karte für ihn provozieren wollen. Es ist aber nicht immer einfach, er wird immer unglaublich hart und brutal attackiert und er ist ein sehr emotionaler Mensch“. Am 21. Mai 2016 hatte Ribéry im DFB-Pokalfinale ...

28.09.2016 11:15 Uhr | Quelle: WahreTabelle FC Bayern und Schiedsrichter Marciniak im #schiriticker

Champions League: Neuauflage des Halbfinal-Hits.

Schiriticker

München, 5. Mai 2016. Ein bitterer 2:1-Sieg gegen Atlético Madrid zerstörte den Traum des FC Bayern vom großen Finale in der Champions League in Mailand, die Spanier zogen trotz der knappen Niederlage und nach 1:0 im Hinspiel ins Endspiel gegen den Stadt-Rivalen Real ein. Am Mittwoch (20.45 Uhr) kommt es im Estadio Vicente Caldéron in Madrid zur Neuauflage, dieses Mal im Spitzenspiel der Vorrundengruppe D. Schiedsrichter der Partie ist Szymon Marciniak aus Polen. Der 35 Jahre alte Referee gab 2014 sein Champions-League-Debüt bei der Partie Juventus Turin – Malmö FF und kennt viele Spieler beim FC Bayern noch von der EURO 20...