1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22

 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #1


22.08.2021 13:47






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Auch wurde er befragt über die wohl heißdiskutierteste Szene des möglichen Wechselfehlers im DFB-Pokal. Der DFB sieht sich in keiner Verantwortung. Wer ist aus deiner Sicht verantwortlich, Herr Gräfe?

Gräfe antwortet: Der Schiedsrichter ist verantwortlich

http://ig-schiedsrichter.de/graefe-im-zweifel-fuer-die-mildere-strafe/



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #2


22.08.2021 16:39


Jadon


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@Schlagerparty

Zitat von Schlagerparty
Auch wurde er befragt über die wohl heißdiskutierteste Szene des möglichen Wechselfehlers im DFB-Pokal. Der DFB sieht sich in keiner Verantwortung. Wer ist aus deiner Sicht verantwortlich, Herr Gräfe?

Gräfe antwortet: Der Schiedsrichter ist verantwortlich

http://ig-schiedsrichter.de/graefe-im-zweifel-fuer-die-mildere-strafe/


Gräfe ist aber Schiedsrichter und kein (Sport)jurist.
Ich hab es bereits im anderen Threads geschrieben: in Italien gab es exakt denselben Fall (unzulässiger 6. Wechsel in der Verlängerung) und auch da hat der Schiedsrichter diesen zugelassen. Zu einem Einspruch kam es nicht, da die benachteiligte Mannschaft ohnehin verlor, aber es waren sich alle Experten einig, dass das Spiel ansonsten zu Ungunsten der Mannschaft mit demm unzulässigen Wechsel gewertet worden wäre.

Natürlich wäre es besser gewesen, wenn der Schiedsrichter zumindest den Hinweis gegeben hätte, welche Folgen der unzulässige Wechsel hat, aber letztendlich ist der Verein verantwortlich.
Ich vertrete außerdem den Standpunkt, und damit bin ich nicht alleine, aber es gibt auch andere Meinungen wie z.B. Alex Feuerherdt, dass der Schiedsrichter einen unzulässigen Wechsel im Zweifel gar nicht verhindern darf (einige Ausnahme: der Spieler, der eingewechselt werden soll, hat zuvor bereits einen FaD erhalten - sollte ein solcher Spieler das Spielfeld betreten und nach Aufforderung nicht verlassen, ist das Spiel aber auch abzubrechen)



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #3


23.08.2021 17:04






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https://www.vfl-wolfsburg.de/newsdetails/news-detail/detail/news/verhandlung-vor-dfb-bundesgericht/

Am kommenden Donnerstag, 26. August, findet ab 13.30 Uhr vor dem DFB-Bundesgericht die mündliche Verhandlung über die Berufung des VfL Wolfsburg gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts statt.



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #4


23.08.2021 17:39


Spielbeobachter


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Für den Fall, dass es ein Wiederholungsspiel gibt, kann die nächste Pokalrunde noch nicht am kommenden Sonntag in der Sportschau ausgelost werden. Münster und Wolfsburg werden (analog zu Bremer SV und dessen Gegner aus der Bundesliga) in verschiedene Lostöpfe verteilt.



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #5


24.08.2021 09:13






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https://www.sportschau.de/fussball/dfbpokal/wolfsburg-muenster-berufung-dfb-pokal-donnerstag-terminnot-100.html

Die für am Sonntag 29.08.2021 Pokal-Auslosung, kann möglicherweise verschoben werden.



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #6


24.08.2021 14:20






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@Jadon

https://www.wolfs-blog.de/graefe-sicher-pokalspiel-muss-wiederholt-werden-sogar-fifa-sei-verwundert-ueber-dfb-entscheidung/#comment-303082

Gerne, kannst du da mitdiskutieren.

Zitat von Jadon
Zitat von Schlagerparty
Auch wurde er befragt über die wohl heißdiskutierteste Szene des möglichen Wechselfehlers im DFB-Pokal. Der DFB sieht sich in keiner Verantwortung. Wer ist aus deiner Sicht verantwortlich, Herr Gräfe?

Gräfe antwortet: Der Schiedsrichter ist verantwortlich

http://ig-schiedsrichter.de/graefe-im-zweifel-fuer-die-mildere-strafe/


Gräfe ist aber Schiedsrichter und kein (Sport)jurist.
Ich hab es bereits im anderen Threads geschrieben: in Italien gab es exakt denselben Fall (unzulässiger 6. Wechsel in der Verlängerung) und auch da hat der Schiedsrichter diesen zugelassen. Zu einem Einspruch kam es nicht, da die benachteiligte Mannschaft ohnehin verlor, aber es waren sich alle Experten einig, dass das Spiel ansonsten zu Ungunsten der Mannschaft mit demm unzulässigen Wechsel gewertet worden wäre.

Natürlich wäre es besser gewesen, wenn der Schiedsrichter zumindest den Hinweis gegeben hätte, welche Folgen der unzulässige Wechsel hat, aber letztendlich ist der Verein verantwortlich.
Ich vertrete außerdem den Standpunkt, und damit bin ich nicht alleine, aber es gibt auch andere Meinungen wie z.B. Alex Feuerherdt, dass der Schiedsrichter einen unzulässigen Wechsel im Zweifel gar nicht verhindern darf (einige Ausnahme: der Spieler, der eingewechselt werden soll, hat zuvor bereits einen FaD erhalten - sollte ein solcher Spieler das Spielfeld betreten und nach Aufforderung nicht verlassen, ist das Spiel aber auch abzubrechen)



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #7


24.08.2021 15:50


Spielbeobachter


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Ein der Tat ein spannender Fall. Die entscheidende Frage ist, ob es sich hier um einen nicht spiel- oder einsatzberechtigten Spieler im im Sinne von § 17 Nr. 2 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB handelt.

https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/66984-08_Rechts-Verfahrensordnung.pdf

Eigentlich ist die die Spiel- und Einsatzberechtigung in §§ 44ff. und § 53 ff.der DFB Spielordnung geregelt.

https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/239007-08_Spielordnung.pdf

Da ist aber eigentlich nur die generelle Spiel- und Einsatzberechtigung eines Spielers gemeint (Spieler registriert für den Verein, für den Wettbewerb spielberechtigt und ggf.keine Sperren) nicht das Auswechselkontigent. Der VfL argumentiert damit, dass die Einspruchsregel in der Rechts- und Verfahrensordnung daher nicht anwendbar ist.

Allerdings sind die Einspruchsgründe in § 17 Nr. 2 nicht abschließend aufgeführt sondern offen formuliert ("insbesondere"). Bei der Definition für die Spiel- und Einsatzberechtigung ist auch nicht auf die Spielordnung verwiesen, so dass man den Begriff auch weiter auslegen kann als es die Spieleordung vorsieht. Auch hier taucht das Wort "insbesondere" noch mal auf, so dass es Anhaltspunkte gibt, es weiter auszulegen. 

Für den Einsatz eines nicht spiel- oder einsatzberechtigten Spieler ist die Wertung des Spiels für den Gegner vorgesehen (§ 17 Nr. 4 der Rechts- und Verfahrensordnung).

Ansonsten wäre es wohl dann ein "Regelverstoß des Schiedsrichters" (§ 17 Nr. 2c der Rechts- und Verfahrensordnung), der üblicherweise mit einem Wiederholungsspiel bestraft .

Gut finde ich, dass es nochmal eine mündliche Verhandlung gibt und nicht nur das Urteil des Sportgerichts einfach bestätigt oder verworfen wird.

Ganz koscher war die Verhandlung vor dem Sportgericht nämlich nicht. Der Vorsitzende des Sportgerichts Lorenz, der die Verhandlung nur deshalb nicht geführt hat, da er im Urlaub war hatte vorher in der BILD schon seinen Senf dazu gegeben. Damit hat er Druck auf den stellvertretenden Vorsitzenden ausgeübt, der sich ansonsten gegen die Meinung des Sportgerichtsvorsitzenden hätte stellen müssen. 

Lorenz wird wie folgt vor der Verhandlung zitiert:

„Die Verantwortung für den Fehler liegt aus meiner Sicht unstrittig beim VfL. Die Schiedsrichter sind nicht dafür da, das Auswechselkontingent zu kontrollieren. Ihre Aufgabe ist es, einen regulären Spielablauf zu gewährleisten."

https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/wiederholung-oder-2-runde-preussen-kann-nur-gewinnen-77347036.bild.html

Ich finde Lorenz eh unsäglich, auch wenn die BILD ihn für unterhaltsamer hält. Da gab es schon einige merkwürdige Urteile.

Insofern sollte jetzt vor dem Bundesgericht ein faires Verfahren stattfinden. M.E.wäre allerdings die Spielwertung für Münster nach wie vor das korrekte Ergebnis.
 



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #8


25.08.2021 20:46


Stesspela Seminaisär
Stesspela Seminaisär

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Sane heute an jeden Tor beteiligt. 
Wird den kririkern leider egal sein. 
irgendwie hält sich ja das gerücht das Sane schlecht spielt. 



Sollte sich irgendwann auch mal fürs kt bewerben;)


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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #9


25.08.2021 21:35


Waldi87


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Musialas Spiel heute wieder der reinste Augenschmauß. Könnte man glatt im Louvre neben der Mona Lisa ausstellen!



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #10


25.08.2021 21:39


Waldi87


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Und da hat Sane sein Tor \o/



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #11


25.08.2021 21:50


Waldi87


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Sich so die rote Karte zu holen ist aber auch dämlich ...



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #12


25.08.2021 21:53






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@Waldi87

Zitat von waldi87
Sich so die rote Karte zu holen ist aber auch dämlich ...


...und sie war auch alternativlos, was Effenberg da von sich gab war totaler Schmarrn.



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #13


25.08.2021 22:06


Waldi87


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Noch schlimmer als Effenberg war aber der Höhner ... Was der da am Schluss über Lewandowski erzählt hat ...



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #14


25.08.2021 22:20


dasheavy
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@Stesspela Seminaisär

Zitat von Stesspela Seminaisär
Sane heute an jeden Tor beteiligt. 
Wird den kririkern leider egal sein. 
irgendwie hält sich ja das gerücht das Sane schlecht spielt. 

heute hat er überzeugt, aber was ist mit morgen? Leider zeigt er zu selten was er wirklich kann



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #15


25.08.2021 22:47


Waldi87


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@dasheavy

Zitat von dasheavy
heute hat er überzeugt, aber was ist mit morgen? Leider zeigt er zu selten was er wirklich kann

Man sollte ihn halt mal ein paar Spiele auf der linken Seite machen lassen, so wie heute. 
Dann wird das schon ganz anders laufen als auf der rechten Seite.



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #16


25.08.2021 23:40






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@Spielbeobachter

Zitat von Spielbeobachter
Ein der Tat ein spannender Fall. Die entscheidende Frage ist, ob es sich hier um einen nicht spiel- oder einsatzberechtigten Spieler im im Sinne von § 17 Nr. 2 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB handelt.

Eigentlich ist der Fall überhaupt nicht spannend. Ich selbst habe öfters einen solchen Fall auf dem Tisch liegen.

Ich versuche das Ganze daher kurz zu halten, möchte vorab aber darauf hinweisen, dass ich auf einer anderen Ebene tätig bin, und daher auch in anderen Regularien "unterwegs" bin, aber die Quintessenz ist dieselbe:

Als Spielrecht wird die generelle Erlaubnis bezeichnet, die der Spieler für Einsätze des Vereins benötigt. Sprich, es handelt sich um den Spielerpass.
Das ist erstmal elementar. Im Amateurbereich wird zwischen Freundschaftsspielrecht und Pflichtspielrecht unterschieden. Wie ein "Profipass" aussieht, kann ich nicht sagen - hier spielt noch der Status als Lizenzspieler mit hinein.
Aber ab dem genannten Zeitpunkt darf der Spieler eingesetzt werden.

Das Teilnahmerecht bezeichnet die Legimitität des Einsatzes im konkreten Spiel in der konkreten Mannschaft. Hat der Spieler bspw. eine aktive Sperre, so bleibt sein Spielrecht ja bestehen (da er für seinen Verein ordnungsgemäß registriert ist). Alternativ: Der Spieler hat ein Spielrecht für seinen Verein und ist teilnahmeberechtigt an den Spielen der aktiven Mannschaft, nicht jedoch an den der Jugendmannschaft.
Zitat von Spielbeobachter
Ansonsten wäre es wohl dann ein "Regelverstoß des Schiedsrichters" (§ 17 Nr. 2c der Rechts- und Verfahrensordnung), der üblicherweise mit einem Wiederholungsspiel bestraft .

Und das ist eben ein Märchen. Ein Regelverstoß ist, wenn der Schiedsrichter aufgrund einer richtigen Wahrnehmung eine falsche - regelwidrige - Entscheidung trifft.
Meistens wird das jedoch mit einer Wahrnehmungstäuschung verwechselt:

Als Beispiel dient ein Foulspiel kurz vor dem Strafraum:
Wenn der SR ein Foulspiel im Strafraum erkennt und einen Strafstoß verhängt, so wurde die Regel trotz falscher Wahrnehmung korrekt angewandt. Demnach handelt es sich hier um eine nicht anfechtbare Tatsachenentscheidung, die aus Wahrnehmungsfehler resultiert, und nicht um einen Regelverstoß.

Wenn der Schiedsrichter jetzt jedoch einen Kontakt klar auserhalb des Strafraumes erkennt und ahndet, dafür allerdings einen Strafstoß verhängen würde, wäre das eine nicht korrekte Anwendung der Regel und somit ein Regelverstoß.
(Alternativ: Für ein Vergehen, welches einen indirekten Freistoß nach sich zieht, gibt der SR einen Strafstoß...)

Und nun zum aktuellen Fall:
Zitat von Spielbeobachter
„Die Verantwortung für den Fehler liegt aus meiner Sicht unstrittig beim VfL. Die Schiedsrichter sind nicht dafür da, das Auswechselkontingent zu kontrollieren. Ihre Aufgabe ist es, einen regulären Spielablauf zu gewährleisten."

Ich finde es sehr interessant, wie hartnäckig sich der Mythos hält, dass der SR hier einen Fehler begangen hätte. Das ist schlichtweg falsch.
Der Schiedsrichter darf einem Spieler nicht die Teilnahme am Spiel verbieten (mit einer kleinen Auswahl von Ausnahmen, wie bspw. einem FaD vor Spielbeginn, mangelhafter Ausrüstung oder je nach Bestimmungen ein fehlender Identitäts- oder Spielberechtigungsnachweis).
Dies ist hier nicht der Fall.

Wenn der Verein meint, er müsste 100 mal wechseln, dann ist jedem Wechsel stattzugeben. Wenn der Verein meint, einen Aktivenspieler in der Jugend auf dem Spielbericht aufzuführen und auch einzusetzen, dann ist dem stattzugeben.
Hintergrund: Es kann div. Gründe geben, die einen Einsatz trotz offenkundigem "Verbot" erlauben (bspw. das Spielrecht ist im dfbnet nicht korrekt hinterlegt / der Spieler unterliegt einer Sperre, die nachträglich aufgehoben wurde (bspw. wegen einer Spielververwechslung oder eines System-/Eintragungsfehlers)...hierdurch hätte der SR durch eine Hinderung in das Spiel unberechtigt eingegriffen. Lässt man den jeweiligen Spieler jedoch spielen, so kann im Nachgang das Ganze geprüft und ganz einfach zulasten des einsetzenden Vereins gewertet und somit "korrigiert" werden. Denn: Jeder Spielereinsatz fällt stets in die Verantwortung des Vereins.
Der SR muss das Ganze nur korrekt berichten.

Bei uns gilt daher auch die Ansage an die SR, keinerlei Aussage zum Spiel- und Teilnahmerecht von Spielern zu tätigen. Selbst wenn dies geschieht, ist dies keine Legitimation oder Grundlage für einen Freispruch.
Zitat von Spielbeobachter
Da ist aber eigentlich nur die generelle Spiel- und Einsatzberechtigung eines Spielers gemeint (Spieler registriert für den Verein, für den Wettbewerb spielberechtigt und ggf.keine Sperren) nicht das Auswechselkontigent. Der VfL argumentiert damit, dass die Einspruchsregel in der Rechts- und Verfahrensordnung daher nicht anwendbar ist.

Allerdings sind die Einspruchsgründe in § 17 Nr. 2 nicht abschließend aufgeführt sondern offen formuliert ("insbesondere"). Bei der Definition für die Spiel- und Einsatzberechtigung ist auch nicht auf die Spielordnung verwiesen, so dass man den Begriff auch weiter auslegen kann als es die Spieleordung vorsieht. Auch hier taucht das Wort "insbesondere" noch mal auf, so dass es Anhaltspunkte gibt, es weiter auszulegen. 

Für den Einsatz eines nicht spiel- oder einsatzberechtigten Spieler ist die Wertung des Spiels für den Gegner vorgesehen (§ 17 Nr. 4 der Rechts- und Verfahrensordnung).

Die entsprechende Regelung ist in den Durchführungsbestimmungen zu finden.
§ 31 Nr. 3 der "Durchführungsbestimmungen zur Spielordnung" regelt das sehr eindeutig:
Während des Spiels dürfen fünf Spieler ausgetauscht werden. Eine darüber hinaus gehende zusätzliche Auswechslung bei Spielen mit Verlängerung ist nicht zulässig

Daraus ergibt sich, dass für jeden Spieler, der darüber hinaus eingewechselt wird, kein Teilnahmerecht besteht.
Dadurch entsteht der Anspruch auf Einspruch gem. § 17 Nr. 2 RVO.
Und entgegen anderersartiger Einsprüche hat ein fehlendes Spiel- oder Teilnahmerecht immer eine Spielwertung nach sich (ein Regelverstoß muss eine hohe Wahrscheinlichkeit besitzen, den Ausgang des Spiels hierdurch zulasten des einsprucheinlegenden Vereins beeinflusst zu haben).

Daher:
Aus sportrechtlicher Sicht ist der Fall eindeutig.
Wolfsburg versucht hier einfach nur auf Biegen und Brechen die Schuld von sich zu weisen und ein Schlupfloch zu finden - was jedoch in einem solchen Fall üblich und alternativlos ist, weil man die eigenen Interessen (insb. was die Finanzen angeht) schützen muss. Alles andere könnte die Führung auch garnicht verantworten.



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #17


26.08.2021 09:36


elf
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@Stesspela Seminaisär

Zitat von Stesspela Seminaisär
...
Wird den kririkern leider egal sein. 
irgendwie hält sich ja das gerücht das Sane schlecht spielt. 


Wenn die 5 Liga und der Bremer SV
(nicht der SV Werder Bremen zu sein Glanzzeiten)
der Maßstab ist, dann passt es - weiter so!


Meine Meinung, erst mal den Spieler aus der Schusslinie nehmen, Mental stabilisieren und wieder neu aufbauen. Solche Spiele sollten ihm helfen.



„Es war eine liebe Zeit, die gute, alte Zeit vor anno 14. In Bayern gleich gar. ... Das Bier war noch dunkel, die Menschen war’n typisch, .... Es war halt noch vieles in Ordnung damals. Denn für Ordnung und Ruhe sorgte die Wahretabelle und für die Gerechtigkeit das Kompetenzteam. ... Das Leben geht weiter, ob Freispruch oder Zuchthaus, auch in der guten, alten Zeit – und auf die Guillotin' hat unser alter Herr Rat eh' niemanden geschickt… Eine liebe Zeit, trotz der Vorkommnisse - menschlich halt. Und darum kommt es immer wieder zu diesen Szenen..."


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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #18


26.08.2021 17:22


Waldi87


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Damit ist das jetzt hoffentlich vorbei!

 



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #19


26.08.2021 17:30


SCF-Dani


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Die erwartbare und meiner Auffassung nach einzig richtige Entscheidung an dieser Stelle

Urteilsbegründung: "Die nicht erlaubte Einwechslung eines sechsten Spielers war grob fahrlässig, da dem VfL Wolfsburg alle notwendigen Informationen zum geltenden Fußballrecht zur Verfügung standen. Dass die beiden Trainer davon möglicherweise nichts wussten, beruht auf einem gravierenden Organisationsverschulden des Vereins, das kraft geltenden Fußballrechts zu der Spielumwertung führt, die das Sportgericht vorgenommen hat."



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 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2021/22   - #20


26.08.2021 17:58


bjoern


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@Mammutjäger

Zitat von Mammutjäger
Zitat von Spielbeobachter
„Die Verantwortung für den Fehler liegt aus meiner Sicht unstrittig beim VfL. Die Schiedsrichter sind nicht dafür da, das Auswechselkontingent zu kontrollieren. Ihre Aufgabe ist es, einen regulären Spielablauf zu gewährleisten."

Ich finde es sehr interessant, wie hartnäckig sich der Mythos hält, dass der SR hier einen Fehler begangen hätte. Das ist schlichtweg falsch.
Der Schiedsrichter darf einem Spieler nicht die Teilnahme am Spiel verbieten (mit einer kleinen Auswahl von Ausnahmen, wie bspw. einem FaD vor Spielbeginn, mangelhafter Ausrüstung oder je nach Bestimmungen ein fehlender Identitäts- oder Spielberechtigungsnachweis).
Dies ist hier nicht der Fall.


das mit dem Mythos könnte unter anderem an einem Artikel auf n-tv liegen.
Zitat hieraus:
"Dieser Vorgang macht die Sache kompliziert. ntv-Schiedsrichterexperte Alex Feuerherdt ("Collinas Erben") sieht das Schiedsrichterteam in der Mitverantwortung: "In den Fußballregeln ist festgelegt, dass es eine maximale Zahl an Auswechslungen gibt. Wie hoch diese Zahl ist, können die Verbände in bestimmten Wettbewerben selbst festlegen, wobei fünf das Maximum ist. Ob eine zusätzliche Auswechslung in der Verlängerung eines Pokalspiels möglich ist, können ebenfalls die nationalen Verbände entscheiden - auch das steht so im Regelwerk. Daran ist der Schiedsrichter gebunden", sagt Feuerherdt. "Er ist dafür verantwortlich, den Regeln Geltung zu verschaffen. Das heißt auch, dass er einem Wechsel nicht zustimmen darf, wenn die betreffende Mannschaft das Wechselkontingent erschöpft hat. Es erspart auch allen Beteiligten eine Menge vermeidbaren Ärger."



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