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 Regelfrage  - #1


21.09.2019 17:30


Hans-Gerd


VfB Stuttgart-FanVfB Stuttgart-Fan


Mitglied seit: 13.02.2011

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Beiträge: 615

In fast jedem Thread zu Elfmeterszenen kommen so oder ähnlich geäußerte "Argumente":
- Der Angreifer fällt schon vor dem Kontakt.
- Kontakt nicht ursächlich dafür, dass der Angreifer fällt.

Zum ersten Punkt:
Ich kenne keinen Regelausschnitt der den Zeitpunkt eines Fouls und den des Hinfallens, Beine hochziehens nennt und damit ein Foulspiel (Treten, Schubsen) erlaubt.
Darf ich packen/treten/schubsen, wenn der Gegenspieler bereits fällt oder die Bein hochzieht?
Grobe oder überharte Foulspiele ausgenommen.

Zum zweiten Punkt:
Ich kenne auch keine Regel die besagt, dass ein Spieler hinfallen muss damit der Schiedsrichter auf Foulspiel entscheiden darf.
Daher meine Frage:
Darf der Verteidiger alles, solange der Angreifer dadurch nicht zu Fall kommt?
Tätlichkeiten nehme ich hier aus.

 



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 Regelfrage  - #2


21.09.2019 18:02


Lieberwolf


Bayern München-FanBayern München-Fan


Mitglied seit: 24.11.2018

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Beiträge: 108

1. Nein. Packen/treten/schubsen ist ein Foul, völlig egal ob der Gegner steht, am fallen ist oder am Boden liegt.
2. Nein. Auch hier gilt Packen/treten/schubsen ist ein Foul, völlig egal ob der Gegner dadurch fällt oder nicht. 



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 Regelfrage  - #3


21.09.2019 18:51


Esox


Bor. Dortmund-FanBor. Dortmund-Fan


Mitglied seit: 20.11.2010

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Beiträge: 2061

Zum ersten Punkt, ohne Bezug auf irgendeine Szene, sondern rein grundsätzlich:
darf ich ein Foul vortäuschen, das erst vlt noch folgen könnte? 
Beim Fußball spielt die Reihenfolge einen Unterschied. Du kannst vor Anpfiff kein Tor erzielen. Wenn du erst im abseits stehst und dann regelwidrig am Abschluss gehindert wird, ist es trotzdem abseits. Wenn du ohne Foul fällst, um ein Foulspiel vorzutäuschen, und dann kurz danach tatsächlich gefoult wirst, findet erst die Schwalbe statt, dann das Foul, die Schwalbe ist zu ahnden, für das Foul ist eine mögliche persönliche Strafe auszusprechen, Ballbesitz verteidigende Mannschaft



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 Regelfrage  - #4


21.09.2019 20:40


Hans-Gerd


VfB Stuttgart-FanVfB Stuttgart-Fan


Mitglied seit: 13.02.2011

Aktivität:
Beiträge: 615

Guter Punkt.
Bei zeitnahen/zeitgleichen Vergehen wird das Schwerwiegendere geahndet oder?
Ist es schlimmer hinzufallen ohne den Gegenspieler zu berühren oder ist es schlimmer den Gegenspieler zu schlagen/treten/schubsen?
Und ist es eine Schwalbe, wenn ich getreten werde oder ist es gut antizipiert?

Da gilt es wohl die Szene zu bewerten. Eine generelle schwarz/weiß bewertung vorab fällt schwer.
Danke für den Einwand ein wirklich guter Punkt.
 



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 Regelfrage  - #5


21.09.2019 22:06


Funkemariesche


1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 18.08.2013

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Beiträge: 340

Menschen reagieren institnktiv auf ein Fallen, weil wir evolutionär darauf ausgerichtet sind, kausale Zusammenhänge zu unterstellen: Wo etwas passiert, muss es eine Ursache geben, sagt uns unser Gehirn. Wenn jemand fällt, interpretiert es das, was wir vorher gesehen haben, in diesem Lichte. Das heißt nicht, dass man vollkommen phantasiert, aber z.B. die Härte des Körpereinsatzes des Abwehrspielers wird nach einem Fallen des Angreifers anders eingeschätzt. Man muss es sich schon sehr bewusst machen, um dieser Sinnestäuschung nicht auf den Leim zu gehen, vollkommen ausschalten kann man es aber kaum. Deshalb hat sich das bereitwillige Fallen bei geringster Berührung (vor allem rund um den gegnerischen Strafraum) im Fußball so verbreitet.

Wenn bei der Bewertung einer Szene versucht wird, den Zusammenhang zwischen Fallen und körperlicher Einwirkung durch den Gegenspieler kritisch zu betrachten, wird die Internsität des Körpereinsatzes eingeschätzt. Diese Intensität ist bei der Bewertung auf Foul oder Weiterspielen immer wichtig.

Derzeit ist es jedoch so, dass ein Spieler, der gefoult wird, der sich aber auf den Beinen hält, in der Regel benachteiligt wird. Diejenigen, die leicht fallen, haben eigentlich nur Vorteile - sie müssen allein darauf achten, dass es Körperkontakt gibt. Die Intensität des Körperkontakts des Gegenspielers wird dann (wie gesagt) höher eingeschätzt und selbst wenn klar erkennbar ist, dass Auslöser und Reaktion nicht wirklich zusammenpassen, muss der Simulant keine Strafe für eine Schwalbe fürchten, wenn er zumindest Körperkontakt mit dem Gegenspieler hatte.



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 Regelfrage  - #6


22.09.2019 02:15


CM_Punk
CM_Punk

Bor. Dortmund-FanBor. Dortmund-Fan


Mitglied seit: 17.09.2011

Aktivität:
Beiträge: 2235

@Funkemariesche @Hans-Gerd

Zitat von Funkemariesche
Menschen reagieren institnktiv auf ein Fallen, weil wir evolutionär darauf ausgerichtet sind, kausale Zusammenhänge zu unterstellen: Wo etwas passiert, muss es eine Ursache geben, sagt uns unser Gehirn. Wenn jemand fällt, interpretiert es das, was wir vorher gesehen haben, in diesem Lichte. Das heißt nicht, dass man vollkommen phantasiert, aber z.B. die Härte des Körpereinsatzes des Abwehrspielers wird nach einem Fallen des Angreifers anders eingeschätzt. Man muss es sich schon sehr bewusst machen, um dieser Sinnestäuschung nicht auf den Leim zu gehen, vollkommen ausschalten kann man es aber kaum. Deshalb hat sich das bereitwillige Fallen bei geringster Berührung (vor allem rund um den gegnerischen Strafraum) im Fußball so verbreitet.

Wenn bei der Bewertung einer Szene versucht wird, den Zusammenhang zwischen Fallen und körperlicher Einwirkung durch den Gegenspieler kritisch zu betrachten, wird die Internsität des Körpereinsatzes eingeschätzt. Diese Intensität ist bei der Bewertung auf Foul oder Weiterspielen immer wichtig.

Derzeit ist es jedoch so, dass ein Spieler, der gefoult wird, der sich aber auf den Beinen hält, in der Regel benachteiligt wird. Diejenigen, die leicht fallen, haben eigentlich nur Vorteile - sie müssen allein darauf achten, dass es Körperkontakt gibt. Die Intensität des Körperkontakts des Gegenspielers wird dann (wie gesagt) höher eingeschätzt und selbst wenn klar erkennbar ist, dass Auslöser und Reaktion nicht wirklich zusammenpassen, muss der Simulant keine Strafe für eine Schwalbe fürchten, wenn er zumindest Körperkontakt mit dem Gegenspieler hatte.

Anhand dieser Erklärung fällt der Satz "Das Fallen passt nicht zum Vergehen". Wenn du Wrestling schaust, ist dir der Begriff "Overselling" sicher ein Begriff. Für alle anderen:
"Selling" im Wrestling ist eine Aktion, bei dem man den vorgetäuschten Angriff glaubhaft verkauft. "Overselling" in diesem Zusammenhang ist verpönt, da man einen Angriff übertrieben verkauft. Hier sei das Match zwischen Hulk Hogan und Shawn Michaels zu nennen, wo Shawn Michaels jeden Angriff von Hogan "overselled" hat.



"I'm the best in the world" - CM Punk


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 Regelfrage  - #7


23.09.2019 19:31


Funkemariesche


1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 18.08.2013

Aktivität:
Beiträge: 340

Ein Vergleich zwischen Wrestling und Fußball bei der Betrachtung der Performance "gefoulter" Spieler ist keineswegs abwegig. Das sagt leider viel aus über den modernen Fußball. Da ist es fast nachvollziehbar, dass in den USA (einem klassischen Wrestling-Land) mit einer gewissen Geringschätzung auf den Fußball geschaut wird.



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 Regelfrage  - #8


27.09.2019 11:33


Exilbock_13
Exilbock_13

1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 03.09.2019

Aktivität:
Beiträge: 8

Zum 1. Punkt:
Meiner Meinung nach grundsätzlich nicht, man könnte hier sogar im Extremfall von einer Tätlichkeit sprechen, wenn klar zu erkennen ist, das der Gegner bereits im Fallen ist und man trotzdem durchzieht.
Grundsätzlich würde ich aber auf die einfache Kausalität verweisen. 
Spielt ein Verteidiger ein Foul, ungeachtet ob mit einem Tritt, einerm Halten, einem Schubsen oder einem Schlag ist und bleibt es eben ein Foul... und möglicherweise macht der gefoulte mehr daraus als es wahr... Siehe "Overselling".
Nimmt aber der "gefoulte" die Wirkung des Fouls vorweg, auch wenn es durch instinktiven Selbstschutz ist, so müsste man streng genommen von einer Schwalbe reden.

Hierzu habe ich leider selbst sehr oft die Erfahrung machen müssen, dass meine eigenen Gegenspieler, häufig etwas kleiner und... schmächtiger als ich selbst, schlichtweg den geringsten Körperkontakt suchen und sich wie von eimem Kriegselefanten niedergewalzt aufführen.

Zum 2. Punkt:
Nein, natürlich darf der Verteidiger nicht alles, solange der Gegenspieler nicht fällt. Ein Foul blebt ein Foul. Ich fände es allerdings sehr wünschenswert wenn alle unsere Bundesliga-Profis etwas mehr robustheit mitbringen würden und nicht bei jeder Berührung wie vom Blitz getroffen niedergehen würden... und dann wild reklamieren.
Gefoult werden, aufstehen und weitermachen. Ober der Schiri pfeift sollte erstmal zweitrangig sein... und wenn der Schiri nicht komplett imkompetent ist wird er das Foul schon erkennnen.



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Voting-Teilnehmer

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21.09.2019 15:30


3.
Lewandowski
48.
Lewandowski
60.
Coutinho
73.
Perisic

Schiedsrichter

Patrick IttrichPatrick Ittrich
Note
4,5
Bayern München 3,2   4,5  1. FC Köln 5,3
Norbert Grudzinski
Sascha Thielert
Johann Pfeifer
Robert Schröder
Holger Henschel

Statistik von Patrick Ittrich

Bayern München 1. FC Köln Spiele
4  
  6

Siege (DFL)
3  
  3
Siege (WT)
3  
  2

Unentschieden (DFL)
1  
  1
Unentschieden (WT)
1  
  2

Niederlagen (DFL)
0  
  2
Niederlagen (WT)
0  
  2

Aufstellung

Neuer
Pavard
Gelbe Karte Boateng 59.
Süle
Gelbe Karte Hernández
Kimmich 74.
Tolisso
Gnabry
Coutinho
Perisic
Lewandowski 74.
Horn 
Ehizibue  Rote Karte
Bornauw 
Czichos 
Hector 
Skhiri 
79. Höger 
Schindler 
Drexler 
65. Kainz 
72. Córdoba 
Müller  74.
Gelbe Karte Javi Martinez  59.
Gelbe Karte Cuisance  74.
65. Meré
72. Terodde
79. Bader

Alle Daten zum Spiel

Bayern München 1. FC Köln Schüsse auf das Tor
5  
  5

Torschüsse gesamt
15  
  10

Ecken
12  
  4

Abseits
2  
  1

Fouls
16  
  19

Ballbesitz
60%  
  40%




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