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28.05.2019 12:15 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Aktives Abseits – Eine „Dummheit“ kostet den VfB die Bundesliga

Relegations-Rückspiel bei Union Berlin: Harte Entscheidung gegen die Schwaben

Aogo_Dennis_FCUVfB
Quelle: Imago Sportfoto
Die Szene, die den VfB Stuttgart wahrscheinlich die Bundesliga kostete: Dennis Aogo (r.) trifft zum 0:1 bei Union Berlin im Relegationsspiel, doch dieses Tor zählt nicht...

„Unfassbar, unfassbar“, schnaubte Nico Willig (38) nach der Entscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) in der neunten Minute des Relegations-Rückspiels 1. FC Union Berlin gegen VfB Stuttgart (0:0). Der VfB-Interimstrainer wollte sich auch nach dem Spiel nicht auf die Rechtmäßigkeit des aberkannten Freistoßtreffers für seine Mannschaft einlassen. „Ich werde mir diese Video-Szenen glaub ich niemals in meinem Leben angucken“, sagte der Schwabe in der Pressekonferenz in Berlin-Köpenick.

Was war passiert? Dennis Aogo hatte einen Freistoß für die Gäste zur vermeintlichen 1:0-Führung ins Tordreieck gejagt –ein Tor mit Ansage und ein haltbarer Ball für FCU-Keeper Rafal Gikiewicz. Mit einem Schönheitsfehler. Der argentinische VfB-Stürmer Nicolas Gonzalez hatte dem polnischen Torhüter die Sicht versperrt, indem er sich hinter die Berliner Abwehr-Mauer gestellt hatte. So wurde aus einer passiven eine aktive Abseitsstellung, die Video-Assistent Guido Winkmann im Van vor dem Stadion an der Alten Försterei völlig zu Recht anmahnte und die von Dingert korrekterweise geahndet wurde.

„Diese Dummheit geht in die Geschichte des VfB Stuttgart ein“, schrieb DIE WELT am Dienstag. Mit dem Freistoßtreffer des ehemaligen Nationalspielers Aogo aus 18 Metern hätten die Stuttgarter das nach dem 2:2 im Hinspiel so dringend benötigte Auswärtstor erzielt – in den folgenden 81 Minuten rannten sie vergeblich gegen das Abwehrbollwerk der ,,Eisernen“ an.

Auch in der 56. Minute reklamierte der Deutsche Meister von 2007 zu Unrecht Handelfmeter, nachdem Grischa Prömel der Ball an die Hand gespritzt war. Dingert ließ auch diese Szene überprüfen, signalisierte den Stuttgartern jedoch schon nach wenigen Augenblicken, dass das Spiel weiterlaufen würde. „Ich bin ja irgendwie froh dass der nicht gepfiffen wurde, weil ich die Auslegung die gesamte Saison kritisiert habe“, schrieb VfB-Fan satomi bei WahreTabelle, „finde aber das Relegations-Rückspiel den denkbar schlechtesten Zeitpunkt, die Auslegung der Saison zu ändern.“ Aspengler, Anhänger von Eintracht Frankfurt: „Der Berliner springt hoch und bekommt den Ball von hinten an den Arm. Der sieht ihn nicht mal - und die Armbewegung ist wohl dem Umstand geschuldet, dass er aus dem Gleichgewicht kommt...“

Kein Elfer also und damit auch keine Rettung für die Schwaben, die mit 28 Punkten ihre schlechteste Bundesliga-Saison aller Zeiten spielten und zum dritten Mal nach 1975 und 2016 in die 2. Liga absteigen müssen. Union Berlin bejubelte den Aufstieg am Ende ekstatisch und wird ab Sommer der 56. Verein in der deutschen Fußball-Eliteliga seit 1963. (cge)

Mehr zum Thema:

Union muss ohne Kroos und Trimmel aufsteigen

„Unfassbar, unfassbar“, schnaubte Nico Willig (38) nach der Entscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) in der neunten Minute des Relegations-Rückspiels 1. FC Union Berlin gegen VfB Stuttgart (0:0). Der VfB-Interimstrainer wollte sich auch nach dem Spiel nicht auf die Rechtmäßigkeit des aberkannten Freistoßtreffers für seine Mannschaft einlassen. „Ich werde mir diese Video-Szenen glaub ich niemals in meinem Leben angucken“, sagte der Schwabe in der Pressekonferenz in Berlin-Köpenick.

Was war passiert? Dennis Aogo hatte einen Freistoß für die Gäste zur vermeintlichen 1:0-Führung ins Tordreieck gejagt –ein Tor mit Ansage und ein haltbarer Ball für FCU-Keeper Rafal Gikiewicz. Mit einem Schönheitsfehler. Der argentinische VfB-Stürmer Nicolas Gonzalez hatte dem polnischen Torhüter die Sicht versperrt, indem er sich hinter die Berliner Abwehr-Mauer gestellt hatte. So wurde aus einer passiven eine aktive Abseitsstellung, die Video-Assistent Guido Winkmann im Van vor dem Stadion an der Alten Försterei völlig zu Recht anmahnte und die von Dingert korrekterweise geahndet wurde.

„Diese Dummheit geht in die Geschichte des VfB Stuttgart ein“, schrieb DIE WELT am Dienstag. Mit dem Freistoßtreffer des ehemaligen Nationalspielers Aogo aus 18 Metern hätten die Stuttgarter das nach dem 2:2 im Hinspiel so dringend benötigte Auswärtstor erzielt – in den folgenden 81 Minuten rannten sie vergeblich gegen das Abwehrbollwerk der ,,Eisernen“ an.

Auch in der 56. Minute reklamierte der Deutsche Meister von 2007 zu Unrecht Handelfmeter, nachdem Grischa Prömel der Ball an die Hand gespritzt war. Dingert ließ auch diese Szene überprüfen, signalisierte den Stuttgartern jedoch schon nach wenigen Augenblicken, dass das Spiel weiterlaufen würde. „Ich bin ja irgendwie froh dass der nicht gepfiffen wurde, weil ich die Auslegung die gesamte Saison kritisiert habe“, schrieb VfB-Fan satomi bei WahreTabelle, „finde aber das Relegations-Rückspiel den denkbar schlechtesten Zeitpunkt, die Auslegung der Saison zu ändern.“ Aspengler, Anhänger von Eintracht Frankfurt: „Der Berliner springt hoch und bekommt den Ball von hinten an den Arm. Der sieht ihn nicht mal - und die Armbewegung ist wohl dem Umstand geschuldet, dass er aus dem Gleichgewicht kommt...“

Kein Elfer also und damit auch keine Rettung für die Schwaben, die mit 28 Punkten ihre schlechteste Bundesliga-Saison aller Zeiten spielten und zum dritten Mal nach 1975 und 2016 in die 2. Liga absteigen müssen. Union Berlin bejubelte den Aufstieg am Ende ekstatisch und wird ab Sommer der 56. Verein in der deutschen Fußball-Eliteliga seit 1963. (cge)

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Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Christian Dingert Name : Christian Dingert
Geburtsdatum: 14.07.1980
Ort: Lebecksmühle

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