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25.06.2017 19:16 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Confed Cup: Nur eine kleine Verwechslung…

Video-Beweis und Rot für Kameruns Mabouka sorgen für Wirbel.  

Roldan_Wilmar_Kolumbien
Quelle: Imago Sportfoto
Wer muss eigentlich runter? Schiedsrichter Wilmar Roldan im kontroversen Talk mit Kameruns Nationalspielern...

Weltmeister Deutschland geht als Sieger der Gruppe B in die Halbfinal-Spiele beim Confederations Cup in Russland. „Die Mannschaft“ schlug am Sonntagabend Afrika-Meister Kamerun mit 3:1 (0:0) und trifft in der Vorschlussrunde am Donnerstag (20 Uhr) auf CONCACAF-Titelträger Mexiko. Damit kann die DFB-Auswahl im Spielort Sotschi verbleiben. Der von Bundestrainer Joachim Löw (57) im Vorfeld der Partie befürchtete Trip („Jede Reise strengt an“) vom Schwarzen Meer ins 1.400 Kilometer entfernte Kasan blieb somit aus. Das Finale steigt am kommenden Sonntag in St. Petersburg.

Für Löw war es der 100. Sieg im 150. Länderspiel in Trainer-Verantwortung. Die jüngste deutsche Turnier-Mannschaft seit der WM-Premiere von 1934 mit ihrem Durchschnittsalter von 24 Jahren brauchte gegen die kompakten „unbezähmbaren Löwen“ aus Westafrika mehr als 45 Minuten Anlaufzeit. In einer langweiligen ersten Hälfte blieben Torszenen Mangelware. Erst Kerem Demirbay (48.) erlöste die DFB-Auswahl mit seinem ersten Pflichtspiel-Tor im zweiten Einsatz. Der Hoffenheimer traf nach Zuspiel von Julian Draxler zum 1:0.

Den größten Aufreger dieser einseitigen Partie gab es nach 62 Minuten. Schiedsrichter Wilmar Roldan (37) aus Kolumbien forderte nach einem Foul an Emre Can den Video-Beweis an. Der Referee gab erst Gelb und in der Folge Gelb-Rot für den in dieser Szene gar nicht beteiligten Kameruner Sebastien Siani. Roldan nahm diese Entscheidung dann wohl auf Anraten des eingesetzten Video-Assistenten Artur Soares aus Portugal zurück. Die Folge: Rot für den tatsächlichen Übeltäter Ernest Mabouka – und eine Blamage für die Offiziellen. Bis zur richtigen Entscheidung vergingen fast fünf Minuten.

Nur 60 Sekunden später köpfte Timo Werner mit einem sehenswerten Flugball nach Vorarbeit von Joshua Kimmich zum 2:0 ein (66.). Kameruns Vincent Aboubakar (78.) brachte die Afrikaner mit einem Kopfball, bei dem DFB-Keeper Marc-André ter Stegen nicht gut aussah, wieder ins Spiel. Kurios: Die FIFA-Offiziellen korrigierten auch hier die Entscheidung „Eigentor“ von ter Stegen Minuten später – und sprachen Aboubakar (16. Länderspiel-Tor) den Treffer zu.

Timo Werner stellte mit dem 3:1 (81.) den alten Abstand wieder her. Vorlagengeber für den Leipziger war der eingewechselte Leverkusener Benjamin Henrichs. Amin Younes (90.) vergab einen noch höheren deutschen Erfolg gegen den insgesamt enttäuschenden WM-Viertelfinalisten von 1990.

„Egal ob Rot oder nicht, das Theater davor, wer jetzt vom Platz fliegen soll, war mehr als peinlich“, schrieb der User creative, Fan des VfB Stuttgart, im Confederations-Cup-Forum der Fußball-Community WahreTabelle zu dieser Szene, „da ist der Video-Beweis noch mehr als ausbaufähig.“ MKsge92 sah es ähnlich: „VAR natürlich weiterhin der Treppenwitz schlechthin! Erstmal dem Falschen ne Rote Karte zeigen…“ Vize-Weltmeister Sebastian Kehl nach der Partie im ZDF: „In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft richtig Gas gegeben, richtig Zug zum Tor entwickelt und individuell durch Werner den Unterschied ausgemacht. Die Mannschaft hat nun den Anspruch, dieses Turnier zu gewinnen.“ (cge)

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Für Löw war es der 100. Sieg im 150. Länderspiel in Trainer-Verantwortung. Die jüngste deutsche Turnier-Mannschaft seit der WM-Premiere von 1934 mit ihrem Durchschnittsalter von 24 Jahren brauchte gegen die kompakten „unbezähmbaren Löwen“ aus Westafrika mehr als 45 Minuten Anlaufzeit. In einer langweiligen ersten Hälfte blieben Torszenen Mangelware. Erst Kerem Demirbay (48.) erlöste die DFB-Auswahl mit seinem ersten Pflichtspiel-Tor im zweiten Einsatz. Der Hoffenheimer traf nach Zuspiel von Julian Draxler zum 1:0.

Den größten Aufreger dieser einseitigen Partie gab es nach 62 Minuten. Schiedsrichter Wilmar Roldan (37) aus Kolumbien forderte nach einem Foul an Emre Can den Video-Beweis an. Der Referee gab erst Gelb und in der Folge Gelb-Rot für den in dieser Szene gar nicht beteiligten Kameruner Sebastien Siani. Roldan nahm diese Entscheidung dann wohl auf Anraten des eingesetzten Video-Assistenten Artur Soares aus Portugal zurück. Die Folge: Rot für den tatsächlichen Übeltäter Ernest Mabouka – und eine Blamage für die Offiziellen. Bis zur richtigen Entscheidung vergingen fast fünf Minuten.

Nur 60 Sekunden später köpfte Timo Werner mit einem sehenswerten Flugball nach Vorarbeit von Joshua Kimmich zum 2:0 ein (66.). Kameruns Vincent Aboubakar (78.) brachte die Afrikaner mit einem Kopfball, bei dem DFB-Keeper Marc-André ter Stegen nicht gut aussah, wieder ins Spiel. Kurios: Die FIFA-Offiziellen korrigierten auch hier die Entscheidung „Eigentor“ von ter Stegen Minuten später – und sprachen Aboubakar (16. Länderspiel-Tor) den Treffer zu.

Timo Werner stellte mit dem 3:1 (81.) den alten Abstand wieder her. Vorlagengeber für den Leipziger war der eingewechselte Leverkusener Benjamin Henrichs. Amin Younes (90.) vergab einen noch höheren deutschen Erfolg gegen den insgesamt enttäuschenden WM-Viertelfinalisten von 1990.

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02.04.2024 11:19 Uhr | Quelle: WahreTabelle Auswertung 27. Spieltag: Leipzig und Augsburg um Sieg gebracht – Rot für Ryerson

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Julian Ryerson im Zweikampf mit Jamal Musiala

Am 27. Bundesliga-Spieltag gab es einige strittige Szenen, die zu insgesamt vier Korrekturen in vier Partien geführt haben. In zwei Begegnungen sorgte dies für einem anderen Ausgang. Sowohl RB Leipzig als auch der FC Augsburg hätten in ihren Heimspielen anstelle eines Unentschiedens einen Sieg eingefahren. Glück hatte zudem Borussia Dortmund im Topspiel gegen den FC Bayern. 27. Spieltag: Alle Korrekturen und strittigen Szenen im Überblick Leipzig mühte sich am Samstagnachmittag zu einem 0:0 gegen Mainz 05, dabei hätte es nach Ansicht der WahreTabelle-Community in der 61. Minute einen Elfmeter für die Sachsen geben müss...

21.03.2024 12:31 Uhr | Quelle: dpa Siebert über VAR: „Weniger Tätlichkeiten und Schwalben im Strafraum“

Schiedsrichter mit klarer Meinung

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Nach Meinung von Schiedsrichter Daniel Siebert wird der Video-Assistent nie 100-prozentige Gerechtigkeit bringen. „Das war vielleicht die zu hohe Erwartung. Das aber kann er nicht leisten. Weil die Vereine, Spieler und Fans die meisten Szenen, die im Graubereich liegen, zu ihren Gunsten auslegen werden. So haben wir immer zwei Parteien und ein Ungleichgewicht in der Beurteilung“, sagte Siebert der „Berliner Zeitung“. In der Bundesliga wurde der VAR in der Saison 2017/2018 eingeführt. In der 2. Bundesliga etablierte er sich zwei Jahre später. Insgesamt habe der Videobeweis den Fußball fairer gemacht, befand Siebert vor allem mit Blick auf „faktische Situationen“ wie Abseits. „Es gibt kein Tor mehr ...

14.02.2024 08:35 Uhr | Quelle: dpa Wirbel um aberkanntes Leipzig-Tor gegen Real Madrid: „Es war kein Abseits, es war kein Foul“

Sesko traf nach 97 Sekunden 

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Ein Tor nach 97 Sekunden im Achtelfinale der Champions League, Traumstart gegen Real Madrid – doch der Treffer von Benjamin Sesko für RB Leipzig zählte nicht. Zum großen Unverständnis von Sportdirektor Rouven Schröder. „Ich weiß nicht, was wir verbrochen haben, dass wir das Tor nicht bekommen, das war eine Fehlentscheidung. Es wäre mit dem 1:0 ein ganz anderes Spiel geworden“, schimpfte der 48-Jährige.  Community: Im Forum über Schiedsrichter-Themen mitdiskutieren Das Schiedsrichter-Gespann aus Bosnien-Herzegowina um Irfan Peljto entschied in der Szene auf Abseits und wurde auch von Video-Schiedsrichter Pol van Boekel aus den N...