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01.05.2020 16:37 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Das Elfmeterschießen: Eine deutsche Erfindung gegen den Losentscheid

Schiedsrichter Karl Wald entwickelte 1970 die Idee des Elfmeterschießens

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Quelle: imago images
Wolfsburgs Kapitän Dieter Thun (rechts) und Schalkes Stan Libuda begrüßen sich im ersten Spiel Anfang Dezember

Im Jahr 1970 war der damalige Schiedsrichter Karl Wald verärgert darüber, dass immer noch Spiele per Losentscheid entschieden wurden, wenn nach einem Wiederholungsspiel kein Sieger feststand. Bei der Schiedsrichtertagung des bayrischen Fußballverbandes stellte er daher seine Idee des modernen Elfmeterschießens vor.

Je fünf Schützen beider Teams sollten vom Elfmeterpunkt eine Entscheidung herbeiführen. Trotz einigen Widerstandes nahm der Verband die Idee ins Regelwerk auf. Kurze Zeit später schloss sich auch der DFB dem Vorschlag an und bereits in der Saison 1970/ 71 gab es das Elfmeterschießen im DFB-Pokal. Anders als heute allerdings erst dann, wenn auch das Wiederholungsspiel nach 120 Minuten noch keinen Sieger hervorgebracht hatte.

Zum ersten Showdown vom Punkt kam es in direkt in der ersten Runde zwischen dem damaligen Regionalligisten VfL Wolfsburg und Bundesligist Schalke 04. Nachdem das erste Spiel am 13. Dezember 2:2 n.V. ausging, endete auch das Widerholungsspiel am 23. Dezember 1:1 n.V. Der Wolfsburger Kapitän Dieter Thun trat als erster an und verwandelte als einziger Wolfsburger seinen Elfmeter. Klaus Fichtel und Klaus Beverungen trafen, wodurch sich S04 im Elfmeterschießen mit 2:1 durchsetzen konnte. Besonders kurios: Nachdem sich zu Beginn des Elfmeterschießens einige Fans direkt hinter dem Tor versammelten, kamen nach und nach immer mehr Zuschauer auf den Platz und bildeten eine enge Traube um das Geschehen, was allerdings niemanden störte. Genauso wenig störte es die Fans, dass Wolfsburgs Wolfgang Matz noch zu seinem Versuch antrat, obwohl das Spiel schon entschieden war. (yk)

Im Jahr 1970 war der damalige Schiedsrichter Karl Wald verärgert darüber, dass immer noch Spiele per Losentscheid entschieden wurden, wenn nach einem Wiederholungsspiel kein Sieger feststand. Bei der Schiedsrichtertagung des bayrischen Fußballverbandes stellte er daher seine Idee des modernen Elfmeterschießens vor.

Je fünf Schützen beider Teams sollten vom Elfmeterpunkt eine Entscheidung herbeiführen. Trotz einigen Widerstandes nahm der Verband die Idee ins Regelwerk auf. Kurze Zeit später schloss sich auch der DFB dem Vorschlag an und bereits in der Saison 1970/ 71 gab es das Elfmeterschießen im DFB-Pokal. Anders als heute allerdings erst dann, wenn auch das Wiederholungsspiel nach 120 Minuten noch keinen Sieger hervorgebracht hatte.

Zum ersten Showdown vom Punkt kam es in direkt in der ersten Runde zwischen dem damaligen Regionalligisten VfL Wolfsburg und Bundesligist Schalke 04. Nachdem das erste Spiel am 13. Dezember 2:2 n.V. ausging, endete auch das Widerholungsspiel am 23. Dezember 1:1 n.V. Der Wolfsburger Kapitän Dieter Thun trat als erster an und verwandelte als einziger Wolfsburger seinen Elfmeter. Klaus Fichtel und Klaus Beverungen trafen, wodurch sich S04 im Elfmeterschießen mit 2:1 durchsetzen konnte. Besonders kurios: Nachdem sich zu Beginn des Elfmeterschießens einige Fans direkt hinter dem Tor versammelten, kamen nach und nach immer mehr Zuschauer auf den Platz und bildeten eine enge Traube um das Geschehen, was allerdings niemanden störte. Genauso wenig störte es die Fans, dass Wolfsburgs Wolfgang Matz noch zu seinem Versuch antrat, obwohl das Spiel schon entschieden war. (yk)

12.05.2020 10:45


BVBHattrick2019


Bor. Dortmund-FanBor. Dortmund-Fan


Mitglied seit: 18.08.2019

Aktivität:
Beiträge: 102

@nvs83:
Danke für deinen Hinweis - ich wusste nichts von dem Spiel, habe aber das Drama nachgelesen und kann dir nur zustimmen.
Unfassbar was in den drei Partien - allen voran im Entscheidungsspiel - für dramatische Entscheidungen gefallen sind.
Megapech für Köln schon während des Spies - und dann noch ein Spiel durch Münzwurf zu entscheiden !? das hat mit Sport nichts zu tun.
Dann doch lieber Elfmeterschießen. Ebenfalls dramatisch und sicherlich ebenfalls viel mit Glück/Pech verbunden, aber doch wenigstens sportlich.
Skandalös obendrein noch dazu diverse Schiedsrichterentscheidungen im damaligen Entscheidungsspiel - alle zugunsten von Liverpool.


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10.05.2020 12:32


nvs83


1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 08.02.2015

Aktivität:
Beiträge: 47

Ich glaube der schlimmste "Losentscheid" war das Drama von Rotterdam. Nachdem sich Köln und Liverpool im Halbfinale des Pokal der Landesmeister 1965 mit 0:0 und 0:0 trennten und das Entscheidungsspiel in Rotterdam stattfand. Außenseiter Köln war bereits zu Halbzeit mit 2:0 hinten und Weber hatte sich das Wadenbein gebrochen! Damals gab es auch keine Auswechslungen, sodass er mit gebrochenem Bei weiterspielte. In einem wahrlichen Kampf spielte Köln noch 2:2. Losentscheid per Münzwurf war angesagt, doch die erste Münze blieb senkrecht im Boden stecken und musste erneut geworfen werden. Undenkbar, in einem Championsleague Halbfinale!https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnzwurf_von_Rotterdam


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