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24.08.2016 15:23 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Das erste Mal in der Bundesliga (9): Rot vor der 2. Minute

WahreTabelle-Serie: Schiedsrichter Brych mit schnellstem Platzverweis.

Mohamad / 2010
Quelle: Imago Sportfoto
Das schnellste Rot der Bundesliga-Geschichte im laufenden Spiel: Youssef Mohamad vom 1. FC Köln bringt Lauterns Erwin Hoffer (vorn) aus dem Tritt – nach 87 gespielten Sekunden.

Der Countdown zur 54. Saison in der Fußball-Bundesliga läuft – WahreTabelle erinnert in der Serie „Das erste Mal in der Bundesliga“ an denkwürdige Entscheidungen und erste Anwendungen neuer Fußball-Regeln und Einsatz von Hilfsmitteln wie dem Freistoßspray. In dieser Episode steht der schnellste Platzverweis der Liga-Geschichte im Fokus.

Es dauerte am 21. August 2010 im RheinEnergie-Stadion in Köln exakt 87 Sekunden, ehe Schiedsrichter Dr. Felix Brych (40) aus München, 2014 und 2016 deutscher WM- und EM-Referee, die Rote Karte zückte. Im Spiel 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern war der österreichische FCK-Stürmer Erwin „Jimmy“ Hoffer dem libanesischen Abwehrspieler Youssef Mohamad nach einem Stellungsfehler enteilt, die Laufwege beider Spieler kreuzten sich, Mohamad traf Hoffer mit seinem rechten Fuß am linken Fuß, der Angreifer kam halblinks vor der Strafraummarke zu Fall – und Dr. Brych schritt zur Tat, zeigte Rot!

„Es war eine Notbremse“, räumte der Refreee in einem Kicker-Rückblick (22. August 2016) ein, „wenn ich Foul pfeife, muss ich Rot geben. Da bliebt mir keine andere Wahl.“

Die Kölner sahen dies anders. FC-Manager Michael Meier sprach von einer „strittigen Entscheidung“, Rot-Sünder Mohamad gab sich uneinsichtig. „Die Jungs haben nur wegen dieser Entscheidung das Spiel verloren“, schimpfte er nach der 1:3-Pleite am ersten Spieltag gegen Lautern, „ich berühre den Stürmer doch kaum, das war nie ein Foul, das eine Rote Karte rechtfertigt.“ Auch Kölns Trainer Zvonimir Soldo zeigte für das Blitz-Rot kein Verständnis: „Wenn er Rot gibt, muss er diese Linie auch weiter beibehalten.“ 

Das Blitz-Rot gegen Mohamad – es war die früheste Rote Karte in einem Bundesliga-Spiel. Die Saison 2010/2011 sah aber noch einen weiteren Rot-Rekord. Der Frankfurter Marcel Titsch-Rivero sah am 34. Spieltag beim 1:3 bei Meister Borussia Dortmund als Einwechselspieler schon nach 43 Sekunden Rot von Referee Peter Gagelmann aus Bremen – ebenfalls nach einer Notbremse. Rein nach der individuellen Spielzeit gerechnet wurde Titsch-Rivero zum Rekordhalter. Leverkusens Simon Rolfes wurde 2012/2013 gegen Fortuna Düsseldorf (3:2) exakt 75 Sekunden nach seiner Hereinnahme vom Platz gestellt, ebenfalls von Dr. Felix Brych ... (cge).

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Vier neue Schiedsrichter wurden in dieser Saison für die erste Bundesliga, die seit September 2007 in der 2. Bundesliga eingesetzte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus (37) aus Hannover blieb jedoch außen vor. Ist diese Nicht-Nominierung gerechtfertigt? Stimmt ab!

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Es dauerte am 21. August 2010 im RheinEnergie-Stadion in Köln exakt 87 Sekunden, ehe Schiedsrichter Dr. Felix Brych (40) aus München, 2014 und 2016 deutscher WM- und EM-Referee, die Rote Karte zückte. Im Spiel 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern war der österreichische FCK-Stürmer Erwin „Jimmy“ Hoffer dem libanesischen Abwehrspieler Youssef Mohamad nach einem Stellungsfehler enteilt, die Laufwege beider Spieler kreuzten sich, Mohamad traf Hoffer mit seinem rechten Fuß am linken Fuß, der Angreifer kam halblinks vor der Strafraummarke zu Fall – und Dr. Brych schritt zur Tat, zeigte Rot!

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