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27.03.2016 13:36 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Das erste Mal in der Bundesliga: Gelb für Oben-ohne-Jubel

WahreTabelle-Serie: Seit 1996 gibt es diese Regel im Fußball-Oberhaus.

Huszti
Quelle: Imago Sportfoto
Szabolcs Huszti als „Zaunkönig“, diese Jubelszene sorgte für einen der verrücktesten Platzverweise der Bundesliga-Geschichte.

Am 30. Dezember 2015 kam Szabolcs Huszti (32) nach etwas mehr als einjähriger Abstinenz bei Changchun Yatai in China ein zweites Mal in die Fußball-Bundesliga zurück. Der Ungar spielt seit 2016 für Eintracht Frankfurt, machte zuvor zwischen 2006 und 2009 sowie 2012 bis 2014 insgesamt 132 BL-Spiele für Hannover 96.

Doch der Mittelfeldspieler steht nicht nur für Hannovers Höhenflug mit den Europa-League-Teilnahmen von 2012 und 2013, sondern auch für einen der kuriosesten Platzverweise der Liga-Historie.

Am 15. September 2012 schoss Huszti die Niedersachsen in der 93. Minute des Nord-Derbys gegen Werder Bremen per Fallrückzieher zum 3:2-Erfolg und war danach nicht mehr zu bremsen. Er riss sich das Helden-Trikot vom Leib und rannte jubelnd auf den Zaun der 96-Fankurve. Für Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) sicher nicht zu viel Emotion, aber im Sinne der 1996 erstmal in der Bundesliga angewandten Regel, wonach bestraft wird, wer beim Torjubel sein Trikot auszieht oder den Stadionzaun erklettert, musste der Referee konsequent Gelb zeigen. Für Huszti ergab dies in der Summe Gelb-Rot. „Das ist der wohl sinnloseste Platzverweis aller Zeiten. Natürlich ist die Regel so auslegbar, das Doppel-Gelb zu rechtfertigen“, kommentierte Lars Wallrodt die Szene anschließend in der Zeitung Die Welt, „doch wenn schon darüber diskutiert wird, warum eine Jubelgeste wie das Trikotausziehen überhaupt bestraft werden muss, ist nun die Frage, wie in einer Szene gleich zweimal auf Gelb entschieden werden kann. Warum müssen positive Emotionen im Sport überhaupt bestraft werden, wo sie doch letztlich der Kern alles Strebens sind?“ Weltmeister Thomas Berthold kritisierte die strenge Regelauslegung Aytekins ebenfalls: „Eine Gelbe Karte für Trikotausziehen und auf den Zaun klettern hätte gereicht. Da hätte der Schiedsrichter Fingerspitzengefühl zeigen müssen.“

Ganz anders Vize-Weltmeister Klaus Fischer. Er zeigte in einem Gespräch mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann 2013 kein Verständnis für die „Nackt-Jubler“. Der ehemalige Schalker: „Trikotausziehen und so einen Quatsch, das gab es zu unserer Zeit noch gar nicht.“ (cge).

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Doch der Mittelfeldspieler steht nicht nur für Hannovers Höhenflug mit den Europa-League-Teilnahmen von 2012 und 2013, sondern auch für einen der kuriosesten Platzverweise der Liga-Historie.

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Ganz anders Vize-Weltmeister Klaus Fischer. Er zeigte in einem Gespräch mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann 2013 kein Verständnis für die „Nackt-Jubler“. Der ehemalige Schalker: „Trikotausziehen und so einen Quatsch, das gab es zu unserer Zeit noch gar nicht.“ (cge).

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28.03.2016 17:56


assasine94-2


Bayern München-FanBayern München-Fan


Mitglied seit: 27.04.2013

Aktivität:
Beiträge: 1715

@m3atman

Zitat von m3atman
Die Überschrift stimmt so nicht ganz. Gelb fürs Trikot ausziehen gab es selbstverständlich schon öfter... Ich denke mal, es soll gelb-rot heißen?


Naja, wenn wir so anfangen, dann wäre auch das falsch. Gelb-Rot gab es für den Jubel am Zaun. Für das Trikot ausziehen gab es die erste gelbe Karte. 

Man müsste wohl "Das erste Mal in der Bundesliga: Platzverweis nach Oben-ohne-Jubel" nehmen. 

Oder: "Das erste Mal in der Bundesliga: Doppelgelb für Torjubel" oder so ähnlich. 


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27.03.2016 17:05


m3atman


Bor. Dortmund-FanBor. Dortmund-Fan


Mitglied seit: 23.12.2009

Aktivität:
Beiträge: 996

Die Überschrift stimmt so nicht ganz. Gelb fürs Trikot ausziehen gab es selbstverständlich schon öfter... Ich denke mal, es soll gelb-rot heißen?


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