Newsansicht

WahreTabelle 1.Bundesliga >> WahreTabelle 2.Bundesliga >>
12.04.2019 13:22 Uhr | Quelle: dpa / WahreTabelle

Ein Blick in den „Kölner Keller“…

Bundesliga: Feature zum Video-Assistenten

Stegemann_Sascha_VAR
Quelle: Imago Sportfoto / Archivfoto
Schiedsrichter Sascha Stegemann erklärt im Juli 2017 vor dem Start im ,,Kölner Keller" das Procedere beim Video-Beweis in der Fußball-Bundesliga.

Seit der Spielzeit 2017/2018 ist der Video-Assistent bei den Spielen der Fußball-Bundesliga im Einsatz. An sechs Arbeitsstationen verfolgen Referees in einem Kölner Keller seitdem die Begegnungen, um dem Schiedsrichter auf dem Platz im Zweifelsfall zu helfen. Nicht ohne Kontroversen, aber mittlerweile mit immer mehr Routine.

Ansgar Schwenken bezeichnet einen der wichtigsten Arbeitslätze des deutschen Profifußballs - fast ein wenig despektierlich – als „Kölner Keller“. In der Tat: Es ist ein Raum im Untergeschoss des Cologne Broadcasting Centers am Rheinufer im Stadtteil Deutz, auf der anderen Rheinseite. Aber Schwenken, Direktor für Fußball-Angelegenheiten und Fans der Deutschen Fußball Liga, kennt auch die korrekte Bezeichnung des fensterlosen Areals: „Video Assist Center.“ Und bittet höflich darum, diesen Terminus zu verwenden.

Woche für Woche gibt es bei Fans und Vereinen Diskussionen um die Zusammenarbeit zwischen jenem VAC und den Schiedsrichtern in den Stadien. Der „Kölner Keller“ oder „Was macht Köln?“ sind inzwischen zu geflügelten Worten bei Fans und Reportern geworden. Am vergangenen Wochenende zum Beispiel beim entscheidenden Strafstoß für Eintracht Frankfurt beim FC Schalke (1:2) in der neunten Minute der Nachspielzeit (WahreTabelle berichtete).

Was in Deutz geschieht, ist eindrucksvoll, wie die Nachrichten-Agentur dpa nun in einem Feature beobachtet hat. An sechs Arbeitsstationen können ein Video-Assistent, ein weiterer Assistent und zwei Operatoren verfolgen, was sich auf dem Rasen der Bundesliga-Stadien tut. Dort sind 19 bis 21 Kameras im Einsatz, die alles einfangen, vom kleinsten Foul bis zum klaren Elfmeter. Und es gibt auch ein Technik-Tool, das bei Zweifelsfällen immer bedeutender wird: Die kalibrierte Abseitslinie.

Bildschirme, Kabel, Mikrofone - das Sammelsurium an Hightech ist immens. 300 Bilder pro Sekunde können geliefert werden, Frame für Frame kann geprüft werden, es wird vor- und zurückgespult, wenn sich der Video-Assistent zum Eingreifen entschließt. Diese Fälle sind klar definiert: bei einem Tor (Foul, Handspiel, Abseits und andere Regelwidrigkeiten), bei einem Elfmeter (nicht oder falsch geahndete Vergehen), bei einer Roten Karte (nicht oder falsch geahndete Vergehen) und bei Verwechslung eines Spielers (bei Roter, Gelb-Roter oder Gelber Karte).

Eines ist vorausgesetzt: Der intensiv geschulte Video-Assistent greift ein, wenn seiner Meinung nach eine klare und offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters auf dem Platz vorliegt. „Das wird eigentlich jede Woche trainiert“, sagte Jochen Drees, fachlicher Projektleiter für den Bereich Video-Assistent beim Deutschen Fußball-Bund.

Drees sagt aber auch deutlich: „Die Entscheidung kann nur der Schiedsrichter auf dem Platz treffen.“ Deswegen heißt der Keller-Mann auch Video-Assistent und nicht Video-Schiedsrichter. Die Kommunikation zwischen den Kölnern und dem Unparteiischen im Stadion läuft über Funkkontakt. Das Gerät eines Wuppertaler Herstellers heißt Bolero S und blendet nahezu jedes Hintergrundgeräusch aus. Wenn Kommunikationsbedarf besteht, können sowohl der Video-Assistent als auch der Platz-Schiedsrichter aktiv werden.

Was DFL und DFB äußerst wichtig ist: die größtmögliche Transparenz für die Stadionbesucher, wenn es zum Eingreifen des Video-Assistenten kommt, auch mit klaren grafischen Botschaften. Und mit der gebotenen Geschwindigkeit. Dazu stellen Schwenken und Drees mit berechtigtem Stolz fest: Die durchschnittliche Zeit der Entscheidungsfindung beträgt aktuell 57 Sekunden. (cge / Mit Material von dpa).

Mehr zum Thema:

So funken Video-Assistent und Schiedsrichter

Bundesliga: Was nützt der Video-Beweis beim Abseits?

Seit der Spielzeit 2017/2018 ist der Video-Assistent bei den Spielen der Fußball-Bundesliga im Einsatz. An sechs Arbeitsstationen verfolgen Referees in einem Kölner Keller seitdem die Begegnungen, um dem Schiedsrichter auf dem Platz im Zweifelsfall zu helfen. Nicht ohne Kontroversen, aber mittlerweile mit immer mehr Routine.

Ansgar Schwenken bezeichnet einen der wichtigsten Arbeitslätze des deutschen Profifußballs - fast ein wenig despektierlich – als „Kölner Keller“. In der Tat: Es ist ein Raum im Untergeschoss des Cologne Broadcasting Centers am Rheinufer im Stadtteil Deutz, auf der anderen Rheinseite. Aber Schwenken, Direktor für Fußball-Angelegenheiten und Fans der Deutschen Fußball Liga, kennt auch die korrekte Bezeichnung des fensterlosen Areals: „Video Assist Center.“ Und bittet höflich darum, diesen Terminus zu verwenden.

Woche für Woche gibt es bei Fans und Vereinen Diskussionen um die Zusammenarbeit zwischen jenem VAC und den Schiedsrichtern in den Stadien. Der „Kölner Keller“ oder „Was macht Köln?“ sind inzwischen zu geflügelten Worten bei Fans und Reportern geworden. Am vergangenen Wochenende zum Beispiel beim entscheidenden Strafstoß für Eintracht Frankfurt beim FC Schalke (1:2) in der neunten Minute der Nachspielzeit (WahreTabelle berichtete).

Was in Deutz geschieht, ist eindrucksvoll, wie die Nachrichten-Agentur dpa nun in einem Feature beobachtet hat. An sechs Arbeitsstationen können ein Video-Assistent, ein weiterer Assistent und zwei Operatoren verfolgen, was sich auf dem Rasen der Bundesliga-Stadien tut. Dort sind 19 bis 21 Kameras im Einsatz, die alles einfangen, vom kleinsten Foul bis zum klaren Elfmeter. Und es gibt auch ein Technik-Tool, das bei Zweifelsfällen immer bedeutender wird: Die kalibrierte Abseitslinie.

Bildschirme, Kabel, Mikrofone - das Sammelsurium an Hightech ist immens. 300 Bilder pro Sekunde können geliefert werden, Frame für Frame kann geprüft werden, es wird vor- und zurückgespult, wenn sich der Video-Assistent zum Eingreifen entschließt. Diese Fälle sind klar definiert: bei einem Tor (Foul, Handspiel, Abseits und andere Regelwidrigkeiten), bei einem Elfmeter (nicht oder falsch geahndete Vergehen), bei einer Roten Karte (nicht oder falsch geahndete Vergehen) und bei Verwechslung eines Spielers (bei Roter, Gelb-Roter oder Gelber Karte).

Eines ist vorausgesetzt: Der intensiv geschulte Video-Assistent greift ein, wenn seiner Meinung nach eine klare und offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters auf dem Platz vorliegt. „Das wird eigentlich jede Woche trainiert“, sagte Jochen Drees, fachlicher Projektleiter für den Bereich Video-Assistent beim Deutschen Fußball-Bund.

Drees sagt aber auch deutlich: „Die Entscheidung kann nur der Schiedsrichter auf dem Platz treffen.“ Deswegen heißt der Keller-Mann auch Video-Assistent und nicht Video-Schiedsrichter. Die Kommunikation zwischen den Kölnern und dem Unparteiischen im Stadion läuft über Funkkontakt. Das Gerät eines Wuppertaler Herstellers heißt Bolero S und blendet nahezu jedes Hintergrundgeräusch aus. Wenn Kommunikationsbedarf besteht, können sowohl der Video-Assistent als auch der Platz-Schiedsrichter aktiv werden.

Was DFL und DFB äußerst wichtig ist: die größtmögliche Transparenz für die Stadionbesucher, wenn es zum Eingreifen des Video-Assistenten kommt, auch mit klaren grafischen Botschaften. Und mit der gebotenen Geschwindigkeit. Dazu stellen Schwenken und Drees mit berechtigtem Stolz fest: Die durchschnittliche Zeit der Entscheidungsfindung beträgt aktuell 57 Sekunden. (cge / Mit Material von dpa).

Mehr zum Thema:

So funken Video-Assistent und Schiedsrichter

Bundesliga: Was nützt der Video-Beweis beim Abseits?

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Sascha Stegemann Name : Sascha Stegemann
Geburtsdatum: 06.12.1984
Ort: Niederkassel

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Sascha Stegemann
Name : Sascha Stegemann
Geburtsdatum: 06.12.1984
Ort: Niederkassel

21.02.2020 12:02 Uhr | Quelle: dpa Ifab-Geschäftsführer Brud: «Im Zweifel für den Angreifer!»

Keine Veränderungen bei der Abseitsregel geplant

E3E7C2C0-1426-4287-9A4A-9F994E1E438A_1582283106.jpeg

Der Fußball-Weltverband FIFA wird an der aktuell gültigen Abseitsregel festhalten. An der Bewertung der Wiederholungen durch den Video-Assistenten soll aber gearbeitet werden. «Auch wenn es nur um einen Zentimeter Abseits geht, dann ist es eben Abseits», sagte Lukas Brud, Geschäftsführer des regelgebenden International Football Association Boards, dem «11Freunde»-Magazin. «Daran wird sich auch entgegen mancher Berichte nichts ändern.» Wenn der Schiedsrichter aber «nach weiteren Bildern suchen muss, wenn Zeit dafür geopfert wird, die Linie noch mal anders anzulegen, dann liegt wohl keine klare Fehlentscheidung vor», sagte Brud mit Blick auf den Ablauf beim Videobeweis. «Wenn i...

20.02.2020 11:30 Uhr | Quelle: dpa Ex-Trainer Wenger mit Vorschlag für Änderung der Abseitsregel

Denkanstöße für «potenzielle Verbesserungen der Abseitsregel»

0F0954F5-7B33-48BA-8D77-B6462B7F3755_1582195007.jpeg

Ex-Trainer Arsene Wenger hat in seiner neuen Funktion beim Fußball-Weltverband FIFA eine Änderung der Abseitsregel angeregt. Demzufolge solle sich ein Spieler nicht im Abseits befinden, solange sich noch ein Körperteil, mit dem ein Tor erzielt werden kann, auf gleicher Höhe mit dem vorletzten gegnerischen Spieler befindet. Bislang steht ein Spieler im Abseits, wenn nur eines dieser Körperteile näher am Tor ist als der vorletzte Gegner. «Das würde es klären und man hätte nicht länger Millimeter-Entscheidungen, wenn nur ein Bruchteil eines Angreifers vor der Verteidigungslinie ist», sagte Wenger der englischen Zeitung «The Sun». Am Mittwochabend stellte der 70 Jahre alte Franzose in einer F...

19.02.2020 18:52 Uhr | Quelle: dpa 2. Liga: Nürnberg siegt bei Wahre Tabelle – Unentschieden für Kiel

„Eine Freistoßsituation, wie man sie 20-mal pro Wochenende sieht“

3E70AE1B-CE18-43A2-906B-1ABF3261D587_1582135261.jpeg

Am 22. Spieltag der 2. Bundesliga hätte der 1. FC Nürnbergeigentlich einen Sieg gegen den 1. FC Heidenheim gefeiert (2:2). Holstein Kiel muss bei Wahre Tabelle dagegen mit einem Unentschieden bei Erzgebirge Aue leben (1:2).  Nürnbergs Michael Frey erzielte in der 71. Minute das vermeintliche 3:1 für den Club. Schiedsrichter Timo Gerachnahm den Treffer mit Hilfe des Videoassistenten wieder zurück. Wahre Tabelle-Nutzer „xxandl“ schrieb: „Eine Freistoßsituation, wie man sie 20-mal pro Wochenende sieht. Warum ausgerechnet hier das Tor zurückgenommen wird, lässt sich für mich nicht beantworten.“ Die Community stimmte mit 100 Prozent für ein ...

18.02.2020 20:03 Uhr | Quelle: dpa 1. Liga: Unentschieden für Leverkusen und Wolfsburg in der Wahren Tabelle

Drei Korrekturen am 22. Spieltag

E336ACF7-4C7B-4690-A8D0-EB113841D6E9_1582053038.jpeg

  Der VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen müssen sich am 22. Spieltag mit einem Unentschieden begnügen. Auch RB Leipzig profitierte beim 3:0-Erfolg gegen Werder Bremen von einer Fehlentscheidung. Die „Wölfe“ konnten gegen die TSG Hoffenheim einen 3:2-Sieg feiern, erhielten in der 49. Minute aber mit Hilfe des Videoassistenten von Schiedsrichter Sören Storks einen ungerechtfertigten Elfmeter. Kevin Mbabu kam nach einer Grätsche von Hoffenheims Benjamin Hübner zu Fall. In der Zeitlupe war allerdings zu erkennen, dass Mbabu bereits zuvor zu fallen begann. Wahre Tabelle-User „mazah“ schrieb: „Natürlich...

17.02.2020 15:24 Uhr | Quelle: dpa Südamerikanische Schiedsrichter könnten bei EM pfeifen

Auch interkontinentale Spiele stehen zur Diskussion

EE49AD0A-1DF3-4089-BF25-A1039F94FD3B_1581949698.jpeg

Die UEFA und der südamerikanische Fußballverband COMNEBOL wollen ihre Zusammenarbeit verstärken. Das gaben die beiden Verbände in einer gemeinsamen Erklärung bekannt. So sei es vorstellbar, dass bei der Europameisterschaft in diesem Jahr ein Schiedsrichtergespann aus Südamerika ein Vorrundenspiel leite. Auch Einsätze in der Champions League könnte es geben. Ebenso könnten europäische Unparteiische bei der Südamerika-Meisterschaft und im Club-Wettbewerb Copa Libertadores pfeifen. Weiter wurde nach Angaben der Verbände auch darüber diskutiert, in Zukunft wieder interkontinentale Spiele austragen zu lassen. Bereits zwischen 1960 und 2004 spielten die Gewinner von Champions League un...