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25.10.2017 15:28 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Ex-Schiedsrichter Rafati: „Ich würde gerne helfen“

Ehemaliger FIFA-Referee attackiert DFB.

Rafati_Babak_Hannover
Quelle: Imago Sportfoto
Übt Kritik am Schiedsrichter-System des DFB: Ex-Referee Babak Rafati, hier bei der WDR-Sendung ,,Kölner Treff", 2013.

Dem DFB droht ein neues „Schiedsrichtergate“, eine weitere Affäre rund um die führenden Schiedsrichter-Funktionäre um Herbert Fandel (53, Kyllburg) und Hellmut Krug (61, Gelsenkirchen).

Seit Wochen attackieren Schiedsrichter den früheren Vorsitzenden des DFB-Schiedsrichterausschusses aus Rheinland-Pfalz und den DFB-Schiedsrichtermanager Krug. Medienberichten zufolge soll es auf Lehrgängen vorgekommen sein, dass Referees regelrecht gemobbt wurden. Zuletzt hatten die Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) und Dr. Felix Brych (München), beide auch Sprecher der DFB-Schiedsrichter, Krug und Fandel „Vetternwirtschaft“ und „fehlende Transparenz“ vorgeworfen. „Das, was Manuel Gräfe berichtet hat, ist ein Teil dessen, was ich selbst erlebt habe. Und deshalb kann ich das bestätigen, was dort passiert“, bestätigte nun der frühere FIFA-Schiedsrichter Babak Rafati (47, Hannover) beim „Sportbuzzer Fantalk 3.0“ des RedaktionsNetzwerkDeutschland (RND) am Dienstagabend. Er frage sich selbst: „Warum beim DFB keiner aufgewacht ist. Es kann nicht sein, dass solche Dinge beim DFB einfach weiter laufen.“

Rafati sucht nach nun Lösungen. „Herr Fandel und Herr Krug müssen nicht unbedingt weg. Man muss nicht draufhauen, sondern reden. Das System ist das Problem“, sagte der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter. Er schlägt deshalb vor, Pressekonferenzen mit Schiedsrichtern einzuführen. Das Ziel: Transparenz schaffen. „Ich will meine Erfahrung weitergeben. Ich würde gerne helfen“, sagte Rafati.

Der Hannoveraner selbst hatte im November 2011 versucht, sich unmittelbar vor dem Bundesliga-Spiel 1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05 das Leben zu nehmen. Als Auslöser für seinen Selbsttötungsversuch gab er Depressionen an. „Ich habe es erlebt, ich habe es überlebt“, sagte er im „Sportbuzzer Fantalk 3.0“. Doch die Schuld dafür will er nicht allein auf andere abladen. „Ich habe selbst viele Fehler gemacht“, so Rafati, „vor allem im mentalen Bereich.“ (cge / Mit Material von RND).

Mehr zum Thema:

Babak Rafati: „Will meinen Frieden mit dem DFB“

Schiedsrichterball Spezial: Babak Rafati: Ich pfeife auf den Tod – Wie mich der Fußball fast das Leben kostete

 

Dem DFB droht ein neues „Schiedsrichtergate“, eine weitere Affäre rund um die führenden Schiedsrichter-Funktionäre um Herbert Fandel (53, Kyllburg) und Hellmut Krug (61, Gelsenkirchen).

Seit Wochen attackieren Schiedsrichter den früheren Vorsitzenden des DFB-Schiedsrichterausschusses aus Rheinland-Pfalz und den DFB-Schiedsrichtermanager Krug. Medienberichten zufolge soll es auf Lehrgängen vorgekommen sein, dass Referees regelrecht gemobbt wurden. Zuletzt hatten die Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) und Dr. Felix Brych (München), beide auch Sprecher der DFB-Schiedsrichter, Krug und Fandel „Vetternwirtschaft“ und „fehlende Transparenz“ vorgeworfen. „Das, was Manuel Gräfe berichtet hat, ist ein Teil dessen, was ich selbst erlebt habe. Und deshalb kann ich das bestätigen, was dort passiert“, bestätigte nun der frühere FIFA-Schiedsrichter Babak Rafati (47, Hannover) beim „Sportbuzzer Fantalk 3.0“ des RedaktionsNetzwerkDeutschland (RND) am Dienstagabend. Er frage sich selbst: „Warum beim DFB keiner aufgewacht ist. Es kann nicht sein, dass solche Dinge beim DFB einfach weiter laufen.“

Rafati sucht nach nun Lösungen. „Herr Fandel und Herr Krug müssen nicht unbedingt weg. Man muss nicht draufhauen, sondern reden. Das System ist das Problem“, sagte der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter. Er schlägt deshalb vor, Pressekonferenzen mit Schiedsrichtern einzuführen. Das Ziel: Transparenz schaffen. „Ich will meine Erfahrung weitergeben. Ich würde gerne helfen“, sagte Rafati.

Der Hannoveraner selbst hatte im November 2011 versucht, sich unmittelbar vor dem Bundesliga-Spiel 1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05 das Leben zu nehmen. Als Auslöser für seinen Selbsttötungsversuch gab er Depressionen an. „Ich habe es erlebt, ich habe es überlebt“, sagte er im „Sportbuzzer Fantalk 3.0“. Doch die Schuld dafür will er nicht allein auf andere abladen. „Ich habe selbst viele Fehler gemacht“, so Rafati, „vor allem im mentalen Bereich.“ (cge / Mit Material von RND).

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Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Dr. Felix Brych Name : Dr. Felix Brych
Geburtsdatum: 03.08.1975
Ort: München
Herbert Fandel Name : Herbert Fandel
Geburtsdatum: 09.03.1964
Ort: Kyllburg
Manuel Gräfe Name : Manuel Gräfe
Geburtsdatum: 21.09.1973
Ort: Berlin
Babak Rafati Name : Babak Rafati
Geburtsdatum: 28.05.1970
Ort: Hannover

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Dr. Felix Brych
Name : Dr. Felix Brych
Geburtsdatum: 03.08.1975
Ort: München
Herbert Fandel
Name : Herbert Fandel
Geburtsdatum: 09.03.1964
Ort: Kyllburg
Manuel Gräfe
Name : Manuel Gräfe
Geburtsdatum: 21.09.1973
Ort: Berlin
Babak Rafati
Name : Babak Rafati
Geburtsdatum: 28.05.1970
Ort: Hannover

04.11.2017 11:41


laxus


Bor. Dortmund-FanBor. Dortmund-Fan


Mitglied seit: 09.02.2013

Aktivität:
Beiträge: 1383

"DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann sagt: "Es ist seit Jahren unser ausdrücklicher Wunsch, dass uns die Unparteiischen umgehend mitteilen, wenn sie mit etwas nicht einverstanden sind, Probleme oder Verbesserungspotenziale sehen. Jedoch ist es im Sinne aller Beteiligten, dass diese Kritikpunkte intern vorgebracht werden..."

Ähm, hab ich was verpasst, oder ist Gräfe nicht eigentlich nur an die Öffentlichkeit getreten, weil nach interner Kritik nichts passiert ist?
 


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04.11.2017 09:19


Hagi01
Hagi01

1. FC Nürnberg-Fan1. FC Nürnberg-Fan

Hagi01
Mitglied seit: 24.09.2012

Aktivität:
Beiträge: 6305

@Naynwehr

Zitat von Naynwehr
Interessant sind für mich eher die anderen Entscheidungen. Krug ist zwar nichtmehr in der Kommission, aber weiter für den Videoschiedsrichter verantwortlich. Und Fandel bleibt zwar Schiedsrichter-Chef, aber darf mit den Schiedsrichtern nicht mehr kommunizieren (laut Bild) und nicht an Lehrgängen teilnehmen. Wie auch immer Fandel dann ansatzweise seinen Job machen soll.

Fandel ist schon seit einem Jahr nicht mehr Schiedsrichter-Chef, sondern Fröhlich Er ist jetzt nur noch Coach für Schiedsrichter, also eine Art Beobachter und Ansprechpartner/Mentor für einzelne Jung-SR. Das ist schon ein gewaltiger Schnitt, dagegen ist der medial oft zitierte Maulkorb für Gräfe nichts. Wenn man so möchte, hat Gräfe durch den Kompromiss am ehesten gewonnen. 


Ceterum censeo bellum esse finiendum ☮️


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03.11.2017 19:11


Naynwehr
Naynwehr

Bor. M'Gladbach-FanBor. M'Gladbach-Fan


Mitglied seit: 15.09.2008

Aktivität:
Beiträge: 2000

Interessant sind für mich eher die anderen Entscheidungen. Krug ist zwar nichtmehr in der Kommission, aber weiter für den Videoschiedsrichter verantwortlich. Und Fandel bleibt zwar Schiedsrichter-Chef, aber darf mit den Schiedsrichtern nicht mehr kommunizieren (laut Bild) und nicht an Lehrgängen teilnehmen. Wie auch immer Fandel dann ansatzweise seinen Job machen soll.


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