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19.03.2020 16:52 Uhr | Quelle: WahreTabelle/ Alemannia Aachen

Geisterspiel am Aachener Tivoli

Die Partie Aachen – Nürnberg war Deutschlands erstes Spiel ohne Zuschauer

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Quelle: imago images
Nürnbergs Lars Müller schießt einen Eckball vor leeren Tribünen

Der 26. Januar 2004 ist ein geschichtsträchtiger Tag im deutschen Fußball. An diesem Montagabend fand in Aachen das erste Geisterspiel in Deutschland statt. Eigentlich wurde die Partie gegen Nürnberg bereits rund zwei Monate zuvor am 24. November regulär vor den Fans ausgetragen. Aachen gewann das Spitzenspiel mit 1:0 und festigte seine Position in der Spitzengruppe. Nürnberg legte im Nachhinein allerdings erfolgreich Protest gegen die Spielwertung ein, da Trainer Wolfgang Wolf 19 Minuten vor dem Ende von einem Wurfgeschoss am Kopf getroffen wurde und seine Mannschaft nicht bis um Ende coachen konnte.

Das Spiel wurde dann im Januar ohne Zuschauer wiederholt, erneut ging es um die Tabellenführung. Mehr noch: Der Sieger der Partie konnte sich als nachträglicher Herbstmeister feiern lassen. Im Stadion aufhalten durften sich je 40 Offizielle beider Teams, darunter auch Trainer und Spieler, 60 Journalisten, ein Wurstverkäufer und das Schiedsrichterteam um Lutz Wagner. Aachens Ivica Grlic (9. Minute) und Emmanuel Krontiris (23.) glichen zweimal eine Nürnberger Führung durch Marek Mintal (7.) und Lawrence Aidoo (11.) aus. In der 79. Minute schoss Bachirou Salou Aachen dann doch noch zum 3:2-Sieg.

Nach dem Spiel waren sich alle einig: Ohne Fans verliert der Fußball auch seine Emotionen. Für Aachen reichte die Herbstmeisterschaft am Saisonende nicht um aufzusteigen. Durch eine 0:1-Niederlage am letzten Spieltag gegen den Karlsruher SC beendeten sie die Saison auf Platz sechs, während der „Club“ als erster Aufsteiger feststand. (yk)

Der 26. Januar 2004 ist ein geschichtsträchtiger Tag im deutschen Fußball. An diesem Montagabend fand in Aachen das erste Geisterspiel in Deutschland statt. Eigentlich wurde die Partie gegen Nürnberg bereits rund zwei Monate zuvor am 24. November regulär vor den Fans ausgetragen. Aachen gewann das Spitzenspiel mit 1:0 und festigte seine Position in der Spitzengruppe. Nürnberg legte im Nachhinein allerdings erfolgreich Protest gegen die Spielwertung ein, da Trainer Wolfgang Wolf 19 Minuten vor dem Ende von einem Wurfgeschoss am Kopf getroffen wurde und seine Mannschaft nicht bis um Ende coachen konnte.

Das Spiel wurde dann im Januar ohne Zuschauer wiederholt, erneut ging es um die Tabellenführung. Mehr noch: Der Sieger der Partie konnte sich als nachträglicher Herbstmeister feiern lassen. Im Stadion aufhalten durften sich je 40 Offizielle beider Teams, darunter auch Trainer und Spieler, 60 Journalisten, ein Wurstverkäufer und das Schiedsrichterteam um Lutz Wagner. Aachens Ivica Grlic (9. Minute) und Emmanuel Krontiris (23.) glichen zweimal eine Nürnberger Führung durch Marek Mintal (7.) und Lawrence Aidoo (11.) aus. In der 79. Minute schoss Bachirou Salou Aachen dann doch noch zum 3:2-Sieg.

Nach dem Spiel waren sich alle einig: Ohne Fans verliert der Fußball auch seine Emotionen. Für Aachen reichte die Herbstmeisterschaft am Saisonende nicht um aufzusteigen. Durch eine 0:1-Niederlage am letzten Spieltag gegen den Karlsruher SC beendeten sie die Saison auf Platz sechs, während der „Club“ als erster Aufsteiger feststand. (yk)

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Lutz Wagner Name : Lutz Wagner
Geburtsdatum: 27.05.1963
Ort: Kriftel

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Lutz Wagner
Name : Lutz Wagner
Geburtsdatum: 27.05.1963
Ort: Kriftel

31.03.2020 15:01 Uhr | Quelle: WahreTabelle Rekordschiedsrichter: Keiner war bisher jünger als Kempter

Auch Miterfinder der Karten Kreitlein hält einen Rekord in der Bundesliga

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Schiedsrichter Michael Kempter stellte am 26. August 2006 in der Partie VfL Bochum gegen Energie Cottbus einen Rekord in der Bundesliga auf. Mit 23 Jahren, 6 Monaten und 29 Tagen ist er bis heute der jüngste Schiedsrichter im deutschen Oberhaus. Im September 2004 stieg er mit 21 Jahren, 7 Monaten, und 25 Tagen bereits zum jüngsten der 2. Bundesliga auf, dieser Rekord wurde 2008 aber gebrochen. Mit 20 Jahren, 5 Monaten, und 17 Tagen war ausgerechnet Kempters Bruder Robert rund ein Jahr jünger bei seinem Debüt. Während diese Rekorde in Zukunft noch von jüngeren Schiedsrichtern gebrochen werden könnten, ist der des ehemaligen Schiedsrichters Rudolf Kreitlein bis auf weiteres in Stein gemeißelt. Als angeblicher Miterfinder der ...

30.03.2020 17:37 Uhr | Quelle: WahreTabelle Phantomtore in der Bundesliga

Økland erhielt für seine Ehrlichkeit sogar eine Fair-Play-Plakette

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In der Bundesligahistorie gab es bis heute vier Phantomtore – also Tore, die vom Schiedsrichter fälschlicherweise anerkannt wurden, obwohl der Ball nicht im Tor war. Das erste Phantomtor „erzielte“ der Dortmunder Reinhold Wosab am 27. März 1965. Im Spiel von Borussia Dortmund gegen den Karlsruher SC gelang der Ball durch das Außennetz ins Tor zum 4:1 für Dortmund. Am Ende gewann der BVB mit 5:1 und das Tor blieb bestehen, auch eine Wiederholung des Spiels gab es nicht. Ebenfalls ohne Folgen blieb das Phantomtor von Leverkusens Stefan Kießling in der Partie am 18. Oktober 2013 gegen 1899 Hoffenheim. Dabei flog ein Kopfball des Stürmers durch ein Loch in der Seite des Netzes und landete zum 2:0 im Tor. Schiedsrichter Dr. Felix...

29.03.2020 16:18 Uhr | Quelle: WahreTabelle Regelmythen: Der Torwart darf den Ball nur sechs Sekunden festhalten

Ursprünglich kommt die Bestimmung aus den 1980er-Jahren

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Im Regelwerk des International Football Association Board (IFAB) steht geschrieben, dass es einen indirekten Freistoß gibt, wenn der Torhüter den Ball „mehr als sechs Sekunden lang mit der Hand/dem Arm kontrolliert, bevor er ihn freigibt“: Aber warum hält sich kaum ein Torwart an diese Regel? Das liegt am Ursprung der Regelung. Während der Weltmeisterschaft 1982 durften die Torhüter den Ball zum Teil sehr lang in der Hand behalten und sogar ablegen, nur um ihn danach erneut in die Hand zu nehmen. Das IFAB beschloss in den Jahren darauf, das Spiel zu beschleunigen und legte dafür die Sechs-Sekunden-Regel fest. Ohne feste Zeit, hätte sich vermutlich nichts an der Spielweise geändert. Heute wird den Schiedsrichtern beig...

28.03.2020 17:09 Uhr | Quelle: WahreTabelle Regelhistorie: Gelbe und Rote Karten im Fußball

Ihren Ursprung haben die Karten bei einem WM-Spiel 1966

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Der ehemalige deutsche Schiedsrichter Rudolf Kreitlein gilt gemeinsam mit dem Engländer Ken Aston als Erfinder der Gelben und Roten Karten. Kreitlein leitete bei der Weltmeisterschaft 1966 das Viertelfinale zwischen Gastgeber England und Argentinien. Während der aggressiv geführten Partie stellte Kreitlein in der 35. Minute Argentiniens Kapitän Antonio Rattin vom Platz, dieser war ihm hinterhergelaufen und schrie ihn auf Spanisch an, was Kreitlein als Beleidigung auffasste. Tatsächlich wollte Rattin, der weder Deutsch noch Englisch sprechen konnte, lediglich einen Dolmetscher anfordern, um sich mit Kreitlein zu unterhalten. Er weigerte sich deshalb den Platz zu verlassen und sorgte damit für eine fast zehnminütige Unterbrechung. Die retten...

27.03.2020 12:47 Uhr | Quelle: WahreTabelle Regelmythen: Im Fünfmeterraum ist der Torwart geschützt

Bereits seit 2012 existiert die Regel nicht mehr

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In der Bundesliga haben die Torhüter im Fünfmeterraum lange einen Sonderstatus genossen. Rempler von Gegenspielern gegen den Torwart wurden konsequent abgepfiffen. In der Saison 2012/ 2013 wurde diese Regel allerdings geändert. Seitdem sollen Schiedsrichter Zweikämpfe zwischen Feldspielern und Torhütern im Fünfmeterraum genauso bewerten wie einen normalen Zweikampf im Mittelkreis. Das führte dazu, dass nicht mehr jeder Körperkontakt abgepfiffen wurde. Der Mythos des unantastbaren Torhüters im eigenen Fünfer hält sich bei einigen Fans und Spielern aber bis heute. Übrigens: Die Regel war ohnehin eine deutsche Sonderregel, die der DFB 2012 eigenmächtig abgeschafft hat. Im offiziellen Fußballregelw...