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16.12.2020 09:07 Uhr | Quelle: dpa

Kramer: „Diese unfassbare Fehlentscheidung“

Frankfurter Treffer sorgt für Gladbacher Unverständnis 

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Quelle: imago images
Redebedarf: Gladbach-Profi Christoph Kramer wollte die Entscheidung von Benjamin Cortus nicht akzeptieren.

„Der Schiedsrichter darf nie eine Ausrede sein, aber das sehe ich wirklich anders heute. Mir wurde die Szene in meiner Karriere zwei Millionen Mal abgepfiffen. Ich traue mich das gar nicht mit dem Videoassistenten, dass der Ball noch rollt“, äußerte sich ein erboster Christoph Kramer nach dem Auswärtsspiel von Borussia Mönchengladbach bei Eintracht Frankfurt am Sky-Mikro.

Was war passiert? SGE-Innenverteidiger David Abraham führte einen Freistoß vor dem eigenen Strafraum aus und passte zu Teamkollege Djibril Sow – der Ball ruhte jedoch während der Ausführung nicht. Kramer gestikulierte sofort in Richtung des Unparteiischen Benjamin Cortus, der aber weiterspielen ließ. Zwei Pässe später schoss Eintracht-Stürmer André Silva die Frankfurter in Führung.

„Bei uns hören zwei auf zu laufen. Es ist eine klare Fehlentscheidung. Ich sage es ihm noch, bitte guck es dir an, der Ball rollt. Er hat es nicht gemacht. Und ein Tor gegen diese Frankfurter Mannschaft stellt den Spielverlauf dermaßen auf den Kopf“, sagte Kramer.

Kramer: „Das Tor darf niemals zählen"

Der Videoassistent darf bekanntlich bei Regelwidrigkeiten im Vorfeld einer Torerzielung eingreifen. Bei einer inkorrekt ausgeführten Spielfortsetzung, aus der ein Tor erzielt wird, darf der VAR aber nicht intervenieren. Dazu zählen beispielsweise ein falscher Einwurf oder ein rollender Ball während einer Freistoßausführung. Die Gladbacher Proteste brachten nichts ein, der Treffer zählte.

Bei Christoph Kramer sorgte die Entscheidung für Unverständnis: „Dann diese unfassbare Fehlentscheidung, dann hast du das Gefühl, du musst. Bist ein bisschen überstürzt, machst einen katastrophalen Fehler, dann steht es hier 3:1. Im Endeffekt kannst du am Ende froh sein, dass du das Spiel unentschieden spielst. Aber für mich war das heute Wahnsinn, wie das zustande gekommen ist. Das darf nicht sein. Ich bin der Letzte, der auf dem Schiedsrichter rumhackt. Aber das Tor darf niemals zählen. Was ein Tor im Fußball verändert, muss man keinem erklären.“

Die „Fohlen“ erkämpften sich in der Nachspielzeit noch ein 3:3, Lars Stindl bescherte der Elf von Marco Rose den späten Ausgleichstreffer.  

In der WT-Community wurde diese Szene ebenfalls diskutiert, 86 Prozent der User erklärten Silvas Treffer für irregulär (zum Diskussionsforum). 

(PH)

„Der Schiedsrichter darf nie eine Ausrede sein, aber das sehe ich wirklich anders heute. Mir wurde die Szene in meiner Karriere zwei Millionen Mal abgepfiffen. Ich traue mich das gar nicht mit dem Videoassistenten, dass der Ball noch rollt“, äußerte sich ein erboster Christoph Kramer nach dem Auswärtsspiel von Borussia Mönchengladbach bei Eintracht Frankfurt am Sky-Mikro.

Was war passiert? SGE-Innenverteidiger David Abraham führte einen Freistoß vor dem eigenen Strafraum aus und passte zu Teamkollege Djibril Sow – der Ball ruhte jedoch während der Ausführung nicht. Kramer gestikulierte sofort in Richtung des Unparteiischen Benjamin Cortus, der aber weiterspielen ließ. Zwei Pässe später schoss Eintracht-Stürmer André Silva die Frankfurter in Führung.

„Bei uns hören zwei auf zu laufen. Es ist eine klare Fehlentscheidung. Ich sage es ihm noch, bitte guck es dir an, der Ball rollt. Er hat es nicht gemacht. Und ein Tor gegen diese Frankfurter Mannschaft stellt den Spielverlauf dermaßen auf den Kopf“, sagte Kramer.

Kramer: „Das Tor darf niemals zählen"

Der Videoassistent darf bekanntlich bei Regelwidrigkeiten im Vorfeld einer Torerzielung eingreifen. Bei einer inkorrekt ausgeführten Spielfortsetzung, aus der ein Tor erzielt wird, darf der VAR aber nicht intervenieren. Dazu zählen beispielsweise ein falscher Einwurf oder ein rollender Ball während einer Freistoßausführung. Die Gladbacher Proteste brachten nichts ein, der Treffer zählte.

Bei Christoph Kramer sorgte die Entscheidung für Unverständnis: „Dann diese unfassbare Fehlentscheidung, dann hast du das Gefühl, du musst. Bist ein bisschen überstürzt, machst einen katastrophalen Fehler, dann steht es hier 3:1. Im Endeffekt kannst du am Ende froh sein, dass du das Spiel unentschieden spielst. Aber für mich war das heute Wahnsinn, wie das zustande gekommen ist. Das darf nicht sein. Ich bin der Letzte, der auf dem Schiedsrichter rumhackt. Aber das Tor darf niemals zählen. Was ein Tor im Fußball verändert, muss man keinem erklären.“

Die „Fohlen“ erkämpften sich in der Nachspielzeit noch ein 3:3, Lars Stindl bescherte der Elf von Marco Rose den späten Ausgleichstreffer.  

In der WT-Community wurde diese Szene ebenfalls diskutiert, 86 Prozent der User erklärten Silvas Treffer für irregulär (zum Diskussionsforum). 

(PH)

Diese News betrifft folgende Spiele:




Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Benjamin Cortus Name : Benjamin Cortus
Geburtsdatum: 13.12.1981
Ort: Röthenbach

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Benjamin Cortus
Name : Benjamin Cortus
Geburtsdatum: 13.12.1981
Ort: Röthenbach

02.01.2021 23:40


nick_user


Eintr. Frankfurt-FanEintr. Frankfurt-Fan


Mitglied seit: 20.09.2017

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@Naynwehr

Nur um zu zeigen, wie oft das passiert.
Ein Spiel später.



(Von MKsge92 geklaut)
 


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01.01.2021 17:56


nick_user


Eintr. Frankfurt-FanEintr. Frankfurt-Fan


Mitglied seit: 20.09.2017

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@Naynwehr

Zitat von Naynwehr
(...)
Wer wie bevorteilt wird ist auch immer Auslegungssache. Ausführung mit rollendem Ball ist eben auch ein Zeitvorteil, den sich die ausführende Mannschaft erschleicht. Dir Regel gibt es ja auch nicht umsonst. Ich sehe es auch nicht im geiste des Fußballs ein Tor wegen 2mm Abseits anzuerkennen, aber irgendwo muss man Grenzen ziehen.
(...)


Das Team, welches einen Nachteil hatte, erschleicht sich einen Vorteil?
Ich weiß, was du meinst, aber hälst du das wirklich für eine gute Argumentation? (Vor allem, da ein Vorteil ja gewollt ist, sonst würde man dem Team ja nicht den Ballbesitz zusprechen.)

Der Vergleich mit dem Abseits ist in meinen Augen schwierig.
Erstens sind 2mm nicht feststellbar, aber ich gehe mal davon aus, dass das eine bewusste Überteibung ist. Aber auch wenn man 5 cm drauß macht, wird da letztlich wieder nie ein Schuh drauß.
Denn dann kannst du ebenso gut fragen, warum 5 cm nicht, aber 6 cm?
Irgendwo muss man eine Grenze ziehen (oder Abseits abschaffen), und da ist eben die aktuelle Regel am sinnvollsten, denn jeder Toleranzrahmen ist wieder willkürlich.
Mir ist klar, worauf du raus willst, aber ich bezweifele, dass das vernünftige umsetzbar ist.


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01.01.2021 12:41


Naynwehr
Naynwehr

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Mitglied seit: 15.09.2008

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@nick_user

Ich kann deine Argumentation nachvollziehen. Man kann allerdings durchaus auch für einen Moment überprüfen, ob der Ball in einer Rotation ist oder nicht. Natürlich funktioniert das nicht mit einem Standbild, sondern nur mit einem kurzen Ausschnitt von vorher. Das Vergehen selbst sehe ich dann aber im Moment der Spielfortsetzung und nicht vorher. Ein Grund, warum ich mir beim Frankfurter Tor nicht mehr sicher bin, ob ich das wirklich Abpfeifen würde ist, weil der Ball sehr schnell an Geschwindigkeit verliert und ich nicht klar sagen kann ob er nicht doch schon liegt. Das wäre dann eben das Ermessen des Schiedsrichters gewesen, allerdings lässt man sich da vom vorherigen starken Rollen sehr leicht beeinflussen.

Wer wie bevorteilt wird ist auch immer Auslegungssache. Ausführung mit rollendem Ball ist eben auch ein Zeitvorteil, den sich die ausführende Mannschaft erschleicht. Dir Regel gibt es ja auch nicht umsonst. Ich sehe es auch nicht im geiste des Fußballs ein Tor wegen 2mm Abseits anzuerkennen, aber irgendwo muss man Grenzen ziehen.

Wie gesagt ich kann deine Argumentation nachvollziehen. Ich sehe den Zeitpunkt des Vergehens beim rollenden Ball halt etwas anders als du und dadurch ergeben sich dann unterschiedliche Folgen für andere Vergehen bzw. andere Grenzen für den VAR. 


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