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28.03.2020 17:09 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Regelhistorie: Gelbe und Rote Karten im Fußball

Ihren Ursprung haben die Karten bei einem WM-Spiel 1966

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Quelle: imago images
Kurt Tschenscher zeigt Kachi Assatiani die erste Gelbe Karte der Fußballgeschichte

Der ehemalige deutsche Schiedsrichter Rudolf Kreitlein gilt gemeinsam mit dem Engländer Ken Aston als Erfinder der Gelben und Roten Karten. Kreitlein leitete bei der Weltmeisterschaft 1966 das Viertelfinale zwischen Gastgeber England und Argentinien.

Während der aggressiv geführten Partie stellte Kreitlein in der 35. Minute Argentiniens Kapitän Antonio Rattin vom Platz, dieser war ihm hinterhergelaufen und schrie ihn auf Spanisch an, was Kreitlein als Beleidigung auffasste. Tatsächlich wollte Rattin, der weder Deutsch noch Englisch sprechen konnte, lediglich einen Dolmetscher anfordern, um sich mit Kreitlein zu unterhalten. Er weigerte sich deshalb den Platz zu verlassen und sorgte damit für eine fast zehnminütige Unterbrechung. Die rettende Idee kam Kreitlein und dem englischen Schiedsrichterbetreuer Ken Aston angeblich auf der Autofahrt in ihr Londoner Hotel. Von den Verkehrsampeln inspiriert, kam den beiden die Idee, Gelbe und Rote Karten als internationale Symbole für Fehlverhalten auf dem Platz einzuführen. Das Zeigen der Karten war auch für die Zuschauer im Stadion und vor dem Fernseher sofort verständlich. Vorher sprach der Schiedsrichter Platzverweise und Verwarnungen mündlich und nur für die Spieler hörbar aus.

Belegt wurde die Geschichte bis heute nicht. Aston erzählte später lediglich von einem Anruf des englischen Nationalspielers Jack Charlton am Tag nach dem Spiel. Dieser las in der Zeitung von einer Verwarnung, die er von Kreitlein während des Spiels erhielt, von der er aber nichts mitbekommen hatte. Welche Rolle der deutsche Schiedsrichter in der Geschichte hat ist unklar.

Ein weiterer deutscher Schiedsrichter konnte sich dann aber doch noch in die Geschichtsbücher eintragen: Kurt Tschenscher. Zur WM 1970 in Mexiko wurden die Gelben und Roten Karten schließlich eingeführt und Tschenscher leitete das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und der Sowjetunion. Der sowjetische Mittelfeldspieler Kachi Assatiani sah in der 30. Minute die Gelbe Karte von Tschenscher und war damit der erste Spieler in der Fußballgeschichte, dem diese „Ehre“ zu Teil wurde. (yk)

Der ehemalige deutsche Schiedsrichter Rudolf Kreitlein gilt gemeinsam mit dem Engländer Ken Aston als Erfinder der Gelben und Roten Karten. Kreitlein leitete bei der Weltmeisterschaft 1966 das Viertelfinale zwischen Gastgeber England und Argentinien.

Während der aggressiv geführten Partie stellte Kreitlein in der 35. Minute Argentiniens Kapitän Antonio Rattin vom Platz, dieser war ihm hinterhergelaufen und schrie ihn auf Spanisch an, was Kreitlein als Beleidigung auffasste. Tatsächlich wollte Rattin, der weder Deutsch noch Englisch sprechen konnte, lediglich einen Dolmetscher anfordern, um sich mit Kreitlein zu unterhalten. Er weigerte sich deshalb den Platz zu verlassen und sorgte damit für eine fast zehnminütige Unterbrechung. Die rettende Idee kam Kreitlein und dem englischen Schiedsrichterbetreuer Ken Aston angeblich auf der Autofahrt in ihr Londoner Hotel. Von den Verkehrsampeln inspiriert, kam den beiden die Idee, Gelbe und Rote Karten als internationale Symbole für Fehlverhalten auf dem Platz einzuführen. Das Zeigen der Karten war auch für die Zuschauer im Stadion und vor dem Fernseher sofort verständlich. Vorher sprach der Schiedsrichter Platzverweise und Verwarnungen mündlich und nur für die Spieler hörbar aus.

Belegt wurde die Geschichte bis heute nicht. Aston erzählte später lediglich von einem Anruf des englischen Nationalspielers Jack Charlton am Tag nach dem Spiel. Dieser las in der Zeitung von einer Verwarnung, die er von Kreitlein während des Spiels erhielt, von der er aber nichts mitbekommen hatte. Welche Rolle der deutsche Schiedsrichter in der Geschichte hat ist unklar.

Ein weiterer deutscher Schiedsrichter konnte sich dann aber doch noch in die Geschichtsbücher eintragen: Kurt Tschenscher. Zur WM 1970 in Mexiko wurden die Gelben und Roten Karten schließlich eingeführt und Tschenscher leitete das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und der Sowjetunion. Der sowjetische Mittelfeldspieler Kachi Assatiani sah in der 30. Minute die Gelbe Karte von Tschenscher und war damit der erste Spieler in der Fußballgeschichte, dem diese „Ehre“ zu Teil wurde. (yk)

16.04.2024 13:06 Uhr | Quelle: WahreTabelle Auswertung 29. Spieltag: Diskussionen um zwei Leverkusen-Tore und mögliche Rote Karten

Mehrere strittige Szenen im Fokus

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Erstmals seit dem 17. Spieltag hat es nach einem Bundesliga-Wochenende keine Ergebniskorrektur durch die WT-Community gegeben. Dennoch wurden vier strittige Szenen diskutiert, von denen zwei beim Duell zwischen Bayer Leverkusen und Werder Bremen (5:0) stattgefunden haben. 29. Spieltag: Alle strittigen Szenen im Überblick In beiden Fällen waren sich die Mitglieder des Kompetenzteams sowie die WT-User uneins. Jeweils mit einer knappen Mehrheit hätten die User den Elfmeter, der zum 1:0 führte, nicht gepfiffen und das 2:0, bei dem eine Abseitsstellung thematisiert wurde, nicht zählen lassen. Die KT-Mitglieder stärkten jedoch S...

09.04.2024 16:46 Uhr | Quelle: WahreTabelle Auswertung 28. Spieltag: Platzverweise für Unions Trimmel und Frankfurts Dina Ebimbe

Zwei Fehlentscheidungen im Fokus

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Am 28. Bundesliga-Spieltag haben strittige Szenen zu insgesamt zwei Korrekturen in zwei Partien geführt – in beiden Fällen handelte es sich um einen nicht gegebenen Platzverweis. Christopher Trimmel vom 1. FC Union Berlin hätte für ein Handspiel die Rote und Eintracht Frankfurts Junior Dina Ebimbe für ein Foul die Gelb-Rote Karte sehen müssen. 28. Spieltag: Alle Korrekturen und strittigen Szenen im Überblick Trimmel lenkte gegen Leverkusen (0:1) den Ball mit dem Arm an den Pfosten, woraufhin Schiedsrichter Benjamin Brand auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Berliner Verteidiger wurde nicht bestraft, was auf Unv...

02.04.2024 11:19 Uhr | Quelle: WahreTabelle Auswertung 27. Spieltag: Leipzig und Augsburg um Sieg gebracht – Rot für Ryerson

Vier Fehlentscheidungen im Fokus

Julian Ryerson im Zweikampf mit Jamal Musiala

Am 27. Bundesliga-Spieltag gab es einige strittige Szenen, die zu insgesamt vier Korrekturen in vier Partien geführt haben. In zwei Begegnungen sorgte dies für einem anderen Ausgang. Sowohl RB Leipzig als auch der FC Augsburg hätten in ihren Heimspielen anstelle eines Unentschiedens einen Sieg eingefahren. Glück hatte zudem Borussia Dortmund im Topspiel gegen den FC Bayern. 27. Spieltag: Alle Korrekturen und strittigen Szenen im Überblick Leipzig mühte sich am Samstagnachmittag zu einem 0:0 gegen Mainz 05, dabei hätte es nach Ansicht der WahreTabelle-Community in der 61. Minute einen Elfmeter für die Sachsen geben müss...

21.03.2024 12:31 Uhr | Quelle: dpa Siebert über VAR: „Weniger Tätlichkeiten und Schwalben im Strafraum“

Schiedsrichter mit klarer Meinung

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Nach Meinung von Schiedsrichter Daniel Siebert wird der Video-Assistent nie 100-prozentige Gerechtigkeit bringen. „Das war vielleicht die zu hohe Erwartung. Das aber kann er nicht leisten. Weil die Vereine, Spieler und Fans die meisten Szenen, die im Graubereich liegen, zu ihren Gunsten auslegen werden. So haben wir immer zwei Parteien und ein Ungleichgewicht in der Beurteilung“, sagte Siebert der „Berliner Zeitung“. In der Bundesliga wurde der VAR in der Saison 2017/2018 eingeführt. In der 2. Bundesliga etablierte er sich zwei Jahre später. Insgesamt habe der Videobeweis den Fußball fairer gemacht, befand Siebert vor allem mit Blick auf „faktische Situationen“ wie Abseits. „Es gibt kein Tor mehr ...

14.02.2024 08:35 Uhr | Quelle: dpa Wirbel um aberkanntes Leipzig-Tor gegen Real Madrid: „Es war kein Abseits, es war kein Foul“

Sesko traf nach 97 Sekunden 

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Ein Tor nach 97 Sekunden im Achtelfinale der Champions League, Traumstart gegen Real Madrid – doch der Treffer von Benjamin Sesko für RB Leipzig zählte nicht. Zum großen Unverständnis von Sportdirektor Rouven Schröder. „Ich weiß nicht, was wir verbrochen haben, dass wir das Tor nicht bekommen, das war eine Fehlentscheidung. Es wäre mit dem 1:0 ein ganz anderes Spiel geworden“, schimpfte der 48-Jährige.  Community: Im Forum über Schiedsrichter-Themen mitdiskutieren Das Schiedsrichter-Gespann aus Bosnien-Herzegowina um Irfan Peljto entschied in der Szene auf Abseits und wurde auch von Video-Schiedsrichter Pol van Boekel aus den N...