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06.02.2020 19:22 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Schiedsrichterball: Ach, hör doch auf!

Erster Teil: Spieler vs. Referee – Der Kampf um die Macht auf dem Platz

Johannes Gründel
Johannes Gründel
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Quelle: imago images
Stieler zeigt Plea wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte

Johannes Gründel
Johannes Gründel

Es gibt Szenen, über die die komplette Fußballwelt diskutiert und die auch einen Schiedsrichterkolumnist nicht kalt lassen. Deshalb ist die heutige Kolumne auch deutlich umfangreicher und emotionaler als sonst üblich. Zu solchen Szenen gehört der Platzverweis gegen Mönchengladbachs Alassane Pléa am vergangenen Samstag im Topspiel gegen RB Leipzig. Dabei kam einiges zusammen: Der sympathische Traditionsverein spielt als Underdog beim vermeintlichen Retortenclub, macht ein gutes Spiel, führt etwas überraschend mit 2:1 und dann fliegt einer der besten Spieler aufgrund zweier Vergehen gegen den Schiedsrichter, der bis dato eine großzügige Linie fuhr, vom Platz. Ein Pulverfass, das spätestens in dem Moment explodiert, in dem Leipzig den Ausgleich erzielt – kurz vor Schluss.

Stieler hat mit dem Platzverweis richtig gehandelt

Dabei hat Stieler mit dem Platzverweis alles richtig gemacht. Man kann darüber diskutieren, ob die erste Gelbe Karte notwendig gewesen wäre, falsch war sie aber auf keinen Fall. Und anschließend hat Pléa außenwirksam protestiert, indem er deutlich erkennbar abgewunken hat. Die Aussage dieser Aktion ist klar: „Ach, hör doch auf! Das war niemals Gelb!“ – garniert mit der ausdrücklichen Aussage „Pourquoi?“ („Warum?“). Hier wird nach außen die Botschaft gesendet, die Entscheidung und die Autorität des Schiedsrichters nicht ernst zu nehmen.

Was sind Emotionen?

Immer wieder hört man als Entschuldigung, es seien Emotionen im Spiel gewesen. Dieses Wort wird in der aktuellen Fußballdiskussion derart inflationär verwendet, dass es für mich jetzt schon ein heißer Kandidat für das „Fußballunwort des Jahres“ ist. Man kann alles mit Emotionen entschuldigen: Ein Spieler meckert? Emotionen! Ein Trainer flippt völlig aus? Emotionen! Rudelbildung? Emotionen! Ein (Amateur-)Kicker schlägt den Schiedsrichter k.o.? Naja, der hatte seine Emotionen halt nicht mehr im Griff. So etwas sind keine Emotionen, so etwas sind Unsportlichkeiten und Anstandslosigkeiten. Emotionen sind die pure Freude, wenn die eigene Mannschaft kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielt, die tiefe Trauer, wenn der Herzensclub in der Relegation absteigt, das Zittern bei einem engen Spiel zwischen der Hoffnung bei jedem eigenen Angriff und der Angst bei jedem gegnerischen Angriff. Das sind echte Emotionen, dafür lieben wir den Fußball!

Keine Emotionen – Choreografien!

Die meisten Meckereien dagegen sind kein Ausdruck von Emotionen, sondern choreografiertes Verhalten. Deutschlands Nummer 1 Manuel Neuer hebt bei nahezu jedem Gegentor vorsorglich den „Reklamierarm“. Etliche Spieler winken bei jedem Konflikt mit dem Schiedsrichter ab. Bei knappen Abseitssituationen gehen in einer Viererkette vier Arme hoch. Das allerschönste Beispiel für eine solche Choreografie lieferte aber José Mourinho am vergangenen Wochenende beim Spiel seiner Spurs gegen Manchester City: Zunächst feiert „The Special One“ den gehaltenen Strafstoß von Lloris und protestiert dabei zusammen mit seinem (mehrfach abwinkenden) Co-Trainer gegen die Entscheidung des Schiedsrichters, in der direkt folgenden Situation keine Schwalbe zu geben. Anschließend setzt er sich entspannt auf seinen Trainerstuhl, um einen Schluck zu trinken, sichtlich zufrieden mit seiner eigenen Show. Doch auf einmal – es geht immer noch um dieselbe Szene, nämlich eine vermeintliche Schwalbe – hat sein Co-Trainer offenbar auf dem nebenstehenden Tablet gesehen, dass der Sünder schon Gelb gesehen hatte, fordert Gelb-Rot und macht Mourinho auf die Situation aufmerksam. Dieser schließt noch in Ruhe seine Flasche, um dann zu „The Hulked One“ zu werden: Beide stürmen mit einem Antritt, auf den selbst David Odonkor in seinen besten Zeiten neidisch gewesen wäre, auf den Vierten Offiziellen zu, der die beiden gar nicht kommen sieh. Mourinho baut sich vor ihm auf und reklamiert so heftig, dass der bemitleidenswerte Mann erst einmal mit großen Schritten zurückweichen muss.

Spieler wollen als Sieger aus Konfrontationen hervorgehen

Solche Choreografien gibt es im Fußball zuhauf. Dazu gehört das Abwinken, das höhnische Lachen, das wilde Gestikulieren, das Umringen des Schiedsrichters (Fachbegriff: „Mobbing“, weil ein Mob um den Schiedsrichter gebildet wird), aber auch subtilere Aktionen wie das Weglaufen während einer Ermahnung oder das Richten der Stutzen oder Binden der Schuhe während einer Ansprache. All diese einstudierten Automatismen haben ein gemeinsames Ziel: Die Spieler wollen als Sieger aus der Konfrontation mit dem Schiedsrichter hervorgehen – oder zumindest nicht als Verlierer. Es soll nach außen kommuniziert werden: „Ich nehme Dich nicht ernst“ oder „Du liegst falsch“. Gerade beim Abwinken im Weggehen geht es darum, das letzte Wort zu haben. Auch die Frage „Warum?“ soll nur nach außen signalisieren, dass die Spieler Unverständnis für die Entscheidung haben oder das zumindest vortäuschen. Die meisten Spieler wissen ganz genau, was sie gemacht haben. Ihr Handeln danach ist nur Show.

Schiedsrichter muss der Sieger bleiben

Dabei muss der Schiedsrichter der Sieger des Konflikts bleiben. Zeigt er nämlich eine Schwäche zu viel, ist das eine Einladung an alle 22 Spieler auf dem Feld, bis zu 18 Spieler auf der Bank und diverse Teamoffizielle. Ich habe es auch noch nie erlebt, dass ein Schiedsrichter aufgrund von Protesten des Sünders gesagt hat: „Stimmt, Du hast Recht. Ich nehme die Rote Karte hiermit zurück.“ Für die Rücknahme einer Entscheidung gibt es eigentlich nur zwei Anlässe: Entweder ein Mitglied des Gespanns weist den Schiedsrichter auf eine Fehlentscheidung hin (ggf. mit Videobildern, wenn es sich um den VAR handelt) oder der Spieler, der von der Entscheidung profitiert hat. In beiden Fällen lässt sich der Schiedsrichter aber nicht vom Meckern beeinflussen, sondern aufgrund eines glaubwürdigen Anstoßes von neutraler oder gar bevorteilter Seite. Man muss sich nur bei jedem der Beteiligten fragen: „Warum sollte er lügen?“ Während die Frage bei einem benachteiligten Spieler relativ leicht zu beantworten ist („Um einen Vorteil zu erzielen“), kommt man bei Mitgliedern des Gespanns oder beim Gegenspieler in der Regel nur zu der Antwort: „Weil es tatsächlich so war.“ In solchen Situationen leidet aber auch die Autorität des Schiedsrichters nicht, Im Gegenteil: Es wird dann meist als sympathisch wahrgenommen, dass der Schiedsrichter sich nicht für Gott auf dem Platz hält, sondern eigene Fehler eingesteht und korrigiert. Erfolgt eine Korrektur dagegen infolge einer Konfrontation mit dem benachteiligten Spieler, ist der Schiedsrichter vor dem Meckern eingeknickt und wird die restliche Spielzeit bei jeder Entscheidung von Spielern umgeben sein.

Neue Anweisung als Kampf gegen teilweise selbstverschuldete Meckerkultur

Um diese Konfliktsituationen gerade im Amateurbereich zu verringern, wurde im Winter eine neue Anweisung vorgegeben: Schiedsrichter können bei Unsportlichkeiten deutlich schneller persönliche Strafen verhängen. Dazu gehören insbesondere außenwirksame Proteste, Aggressionen, das bereits angesprochene Mobbing, Verhindern der schnellen Spielfortsetzung und das Auslösen einer Rudelbildung. Auslöser war die Erkenntnis, dass der deutsche Fußball sowohl im internationalen als auch im Sportartenvergleich an einem Respektproblem leidet. Es ist eine überfällige Reaktion. In den letzten Jahr(zehnt)en nahmen Meckereien und Unsportlichkeiten immer stärker zu und wurden von den Schiedsrichtern toleriert. Dadurch entstand schrittweise eine „Meckerkultur“, die man den Spielern bzw. Trainern aufgrund ihres eigenen unmittelbaren Verhaltens, aber auch den Schiedsrichtern aufgrund ihrer Untätigkeit vorwerfen muss. Hierin steckte ein systemisches Problem: Hat ein Schiedsrichter mehrere persönliche Strafen wegen Unsportlichkeiten in einem Spiel verhängt, wurde (und wird es teilweise immer noch) dies als Beleg für eine schwache Persönlichkeit und fehlende Wirkung gesehen. Das ist vom Grundansatz sicherlich auch ein Stück weit richtig, führte dann aber dazu, dass sich Schiedsrichter teilweise lieber anmeckern ließen, statt die Unsportlichkeiten konsequent zu ahnden. Hier ist ein Umdenken erforderlich, insbesondere bei der Frage danach, wer der eigentliche Täter ist.

Es gibt Szenen, über die die komplette Fußballwelt diskutiert und die auch einen Schiedsrichterkolumnist nicht kalt lassen. Deshalb ist die heutige Kolumne auch deutlich umfangreicher und emotionaler als sonst üblich. Zu solchen Szenen gehört der Platzverweis gegen Mönchengladbachs Alassane Pléa am vergangenen Samstag im Topspiel gegen RB Leipzig. Dabei kam einiges zusammen: Der sympathische Traditionsverein spielt als Underdog beim vermeintlichen Retortenclub, macht ein gutes Spiel, führt etwas überraschend mit 2:1 und dann fliegt einer der besten Spieler aufgrund zweier Vergehen gegen den Schiedsrichter, der bis dato eine großzügige Linie fuhr, vom Platz. Ein Pulverfass, das spätestens in dem Moment explodiert, in dem Leipzig den Ausgleich erzielt – kurz vor Schluss.

Stieler hat mit dem Platzverweis richtig gehandelt

Dabei hat Stieler mit dem Platzverweis alles richtig gemacht. Man kann darüber diskutieren, ob die erste Gelbe Karte notwendig gewesen wäre, falsch war sie aber auf keinen Fall. Und anschließend hat Pléa außenwirksam protestiert, indem er deutlich erkennbar abgewunken hat. Die Aussage dieser Aktion ist klar: „Ach, hör doch auf! Das war niemals Gelb!“ – garniert mit der ausdrücklichen Aussage „Pourquoi?“ („Warum?“). Hier wird nach außen die Botschaft gesendet, die Entscheidung und die Autorität des Schiedsrichters nicht ernst zu nehmen.

Was sind Emotionen?

Immer wieder hört man als Entschuldigung, es seien Emotionen im Spiel gewesen. Dieses Wort wird in der aktuellen Fußballdiskussion derart inflationär verwendet, dass es für mich jetzt schon ein heißer Kandidat für das „Fußballunwort des Jahres“ ist. Man kann alles mit Emotionen entschuldigen: Ein Spieler meckert? Emotionen! Ein Trainer flippt völlig aus? Emotionen! Rudelbildung? Emotionen! Ein (Amateur-)Kicker schlägt den Schiedsrichter k.o.? Naja, der hatte seine Emotionen halt nicht mehr im Griff. So etwas sind keine Emotionen, so etwas sind Unsportlichkeiten und Anstandslosigkeiten. Emotionen sind die pure Freude, wenn die eigene Mannschaft kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielt, die tiefe Trauer, wenn der Herzensclub in der Relegation absteigt, das Zittern bei einem engen Spiel zwischen der Hoffnung bei jedem eigenen Angriff und der Angst bei jedem gegnerischen Angriff. Das sind echte Emotionen, dafür lieben wir den Fußball!

Keine Emotionen – Choreografien!

Die meisten Meckereien dagegen sind kein Ausdruck von Emotionen, sondern choreografiertes Verhalten. Deutschlands Nummer 1 Manuel Neuer hebt bei nahezu jedem Gegentor vorsorglich den „Reklamierarm“. Etliche Spieler winken bei jedem Konflikt mit dem Schiedsrichter ab. Bei knappen Abseitssituationen gehen in einer Viererkette vier Arme hoch. Das allerschönste Beispiel für eine solche Choreografie lieferte aber José Mourinho am vergangenen Wochenende beim Spiel seiner Spurs gegen Manchester City: Zunächst feiert „The Special One“ den gehaltenen Strafstoß von Lloris und protestiert dabei zusammen mit seinem (mehrfach abwinkenden) Co-Trainer gegen die Entscheidung des Schiedsrichters, in der direkt folgenden Situation keine Schwalbe zu geben. Anschließend setzt er sich entspannt auf seinen Trainerstuhl, um einen Schluck zu trinken, sichtlich zufrieden mit seiner eigenen Show. Doch auf einmal – es geht immer noch um dieselbe Szene, nämlich eine vermeintliche Schwalbe – hat sein Co-Trainer offenbar auf dem nebenstehenden Tablet gesehen, dass der Sünder schon Gelb gesehen hatte, fordert Gelb-Rot und macht Mourinho auf die Situation aufmerksam. Dieser schließt noch in Ruhe seine Flasche, um dann zu „The Hulked One“ zu werden: Beide stürmen mit einem Antritt, auf den selbst David Odonkor in seinen besten Zeiten neidisch gewesen wäre, auf den Vierten Offiziellen zu, der die beiden gar nicht kommen sieh. Mourinho baut sich vor ihm auf und reklamiert so heftig, dass der bemitleidenswerte Mann erst einmal mit großen Schritten zurückweichen muss.

Spieler wollen als Sieger aus Konfrontationen hervorgehen

Solche Choreografien gibt es im Fußball zuhauf. Dazu gehört das Abwinken, das höhnische Lachen, das wilde Gestikulieren, das Umringen des Schiedsrichters (Fachbegriff: „Mobbing“, weil ein Mob um den Schiedsrichter gebildet wird), aber auch subtilere Aktionen wie das Weglaufen während einer Ermahnung oder das Richten der Stutzen oder Binden der Schuhe während einer Ansprache. All diese einstudierten Automatismen haben ein gemeinsames Ziel: Die Spieler wollen als Sieger aus der Konfrontation mit dem Schiedsrichter hervorgehen – oder zumindest nicht als Verlierer. Es soll nach außen kommuniziert werden: „Ich nehme Dich nicht ernst“ oder „Du liegst falsch“. Gerade beim Abwinken im Weggehen geht es darum, das letzte Wort zu haben. Auch die Frage „Warum?“ soll nur nach außen signalisieren, dass die Spieler Unverständnis für die Entscheidung haben oder das zumindest vortäuschen. Die meisten Spieler wissen ganz genau, was sie gemacht haben. Ihr Handeln danach ist nur Show.

Schiedsrichter muss der Sieger bleiben

Dabei muss der Schiedsrichter der Sieger des Konflikts bleiben. Zeigt er nämlich eine Schwäche zu viel, ist das eine Einladung an alle 22 Spieler auf dem Feld, bis zu 18 Spieler auf der Bank und diverse Teamoffizielle. Ich habe es auch noch nie erlebt, dass ein Schiedsrichter aufgrund von Protesten des Sünders gesagt hat: „Stimmt, Du hast Recht. Ich nehme die Rote Karte hiermit zurück.“ Für die Rücknahme einer Entscheidung gibt es eigentlich nur zwei Anlässe: Entweder ein Mitglied des Gespanns weist den Schiedsrichter auf eine Fehlentscheidung hin (ggf. mit Videobildern, wenn es sich um den VAR handelt) oder der Spieler, der von der Entscheidung profitiert hat. In beiden Fällen lässt sich der Schiedsrichter aber nicht vom Meckern beeinflussen, sondern aufgrund eines glaubwürdigen Anstoßes von neutraler oder gar bevorteilter Seite. Man muss sich nur bei jedem der Beteiligten fragen: „Warum sollte er lügen?“ Während die Frage bei einem benachteiligten Spieler relativ leicht zu beantworten ist („Um einen Vorteil zu erzielen“), kommt man bei Mitgliedern des Gespanns oder beim Gegenspieler in der Regel nur zu der Antwort: „Weil es tatsächlich so war.“ In solchen Situationen leidet aber auch die Autorität des Schiedsrichters nicht, Im Gegenteil: Es wird dann meist als sympathisch wahrgenommen, dass der Schiedsrichter sich nicht für Gott auf dem Platz hält, sondern eigene Fehler eingesteht und korrigiert. Erfolgt eine Korrektur dagegen infolge einer Konfrontation mit dem benachteiligten Spieler, ist der Schiedsrichter vor dem Meckern eingeknickt und wird die restliche Spielzeit bei jeder Entscheidung von Spielern umgeben sein.

Neue Anweisung als Kampf gegen teilweise selbstverschuldete Meckerkultur

Um diese Konfliktsituationen gerade im Amateurbereich zu verringern, wurde im Winter eine neue Anweisung vorgegeben: Schiedsrichter können bei Unsportlichkeiten deutlich schneller persönliche Strafen verhängen. Dazu gehören insbesondere außenwirksame Proteste, Aggressionen, das bereits angesprochene Mobbing, Verhindern der schnellen Spielfortsetzung und das Auslösen einer Rudelbildung. Auslöser war die Erkenntnis, dass der deutsche Fußball sowohl im internationalen als auch im Sportartenvergleich an einem Respektproblem leidet. Es ist eine überfällige Reaktion. In den letzten Jahr(zehnt)en nahmen Meckereien und Unsportlichkeiten immer stärker zu und wurden von den Schiedsrichtern toleriert. Dadurch entstand schrittweise eine „Meckerkultur“, die man den Spielern bzw. Trainern aufgrund ihres eigenen unmittelbaren Verhaltens, aber auch den Schiedsrichtern aufgrund ihrer Untätigkeit vorwerfen muss. Hierin steckte ein systemisches Problem: Hat ein Schiedsrichter mehrere persönliche Strafen wegen Unsportlichkeiten in einem Spiel verhängt, wurde (und wird es teilweise immer noch) dies als Beleg für eine schwache Persönlichkeit und fehlende Wirkung gesehen. Das ist vom Grundansatz sicherlich auch ein Stück weit richtig, führte dann aber dazu, dass sich Schiedsrichter teilweise lieber anmeckern ließen, statt die Unsportlichkeiten konsequent zu ahnden. Hier ist ein Umdenken erforderlich, insbesondere bei der Frage danach, wer der eigentliche Täter ist.

Diese News betrifft folgende Spiele:




Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Tobias Stieler Name : Tobias Stieler
Geburtsdatum: 02.07.1981
Ort: Hamburg

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Tobias Stieler
Name : Tobias Stieler
Geburtsdatum: 02.07.1981
Ort: Hamburg

08.02.2020 17:58


Funkemariesche


1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 18.08.2013

Aktivität:
Beiträge: 431

Wenn man Stielers Entscheidung hier beurteilen will, sollte man sehen:

- Eine Ermahnung oder eine Karte kann problemlos warten; das laufende Spiel geht vor. Spiel-Unterbrechungen durch den Schiedsrichter müssen zwingend sein, ansonsten sind sie falsch. Stielers Unterbrechung des Spiels war falsch.

- Schiedsrichter sollen Situationen nicht eskalieren, sondern durch ihr Einwirken möglichst beruhigen. Einen abseits des Geschehen meckernden, aufgebrachten Spieler durch Spiel-Unterbrechung und gelbe Karte in den Mittelpunkt zu rücken, birgt Eskaltionsgefahren. Dann ist das Mindeste, was ein Schiedsrichter tun muss: beruhigend auftreten. Stielers Auftreten war das komplette Gegenteil.

- Schiedsrichter sollen eine Linie für die Spieler nachvollziehbar durchziehen und sie nur dann verändern, wenn Entwicklungen im Spiel das geboten erscheinen lassen . Das war hier nicht zu erkennen. Gelb und Gelb-Rot kamen aus heiterem Himmel. Es gab bis da keine unangenehmen Tendenzen im Spiel, die eine verschäfte Linie erforderlich machten. Eskaliert ist es nach Stielers spielentscheidendem Eingreifen: Rudelbildung, Bestürmen des Schiedsrichters, lautstarke Proteste. Darauf hat Stieler aber nicht reagiert ... Kann man noch deutlicher zweierlei Maß anlegen?

- Anlass für die Verschärfung durch den DFB war, dass Bundesligaschiedsrichter durch ihre Spielleitung dazu beitragen sollen, dass Schiris in den Amateurligen besser geschützt sind - denn man befürchtet Unsportlichkeiten in der BL als falsches Vorbild für die Amateure. Stieler hat blöderweise den protestierenden Plea erst in den Mittelpunkt gerückt (das Spiel lief ja weiter) und damit auch die absehbar empörte Reaktion auf die gelbe Karte. Somit hat er dazu beigetragen, dass beim vielgesehenen Topspiel genau die Bilder, die man verhindern will, im Zentrum standen. Und womit werden sich Amateurspieler hier wohl eher identifizieren? Dem Spieler, der sich ungerecht behandelt fühlt, oder dem verkniffen auftretendem Schiedsrichter? 

Was hätte man hier von einem souveränen Schiedsrichter wie Gräfe oder Aytekin erwarten können? Man kann man davon ausgehen, dass diese das laufende Spiel sicher nicht unterbrochen hätten, um den Spieler wegen Meckerns zu verwarnen (gerade, wenn der Spieler das aus einiger Entfernung macht). Spiel weiterlaufen lassen und dem meckernden Spieler in der nächsten Pause klar machen, dass eine gelbe Karte droht: Das hätte die Autorität des Schiedsrichters gestärkt. Meinetwegen hätte man auch eine gelbe Karte geben können, mit entsprechender vorheriger Ansprache (am besten in einem möglichst freundlichen Ton, das gehört auch zur Souveränität). Da hat man direkt Manuel Gräfe vor Augen, der die Frage nach dem Warum freundlich und deeskalierend beantwortet hätte.

Auch, wenn es gerne lächerlich gemacht wird: Jeder, der mit Menschen arbeitet, braucht Fingerspitzengefühl im sozialen Umgang. Die Schiedsrichter, die das besitzen, leiten Profispiele so, dass sie gute Beispiele für die Amateute sind. Und ehrlich gesagt: Meckerei aus einiger Entfernung zum Schiedsrichter, Abwinken und die Frage "Warum?" sind nicht das Problem auf Amateurplätzen (solch ein Gelb-Rot wird man auf Amateurplätzen auch in Zukunft nicht sehen). Das Bestürmen des Schiedsrichters ist hingegen ein Problem. Das hat Stieler aber nicht nur selber ausgelöst, sondern dann auch laufen lassen. Was die Vorbildfunktion betrifft, war das ein einziges Desaster.


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07.02.2020 21:57


John Doe


FC St. Pauli-FanFC St. Pauli-Fan


Mitglied seit: 26.02.2013

Aktivität:
Beiträge: 573

@toni21

Zitat von toni21
Zitat von Baerchen

Bisher war ich immer der Meinung, dass Schiris ein Spiel (welches auch immer) möglichst unauffällig so leiten sollen, dass es nach den für das Spiel vorgesehenen Regeln abläuft.

Dies bringt mich zurück zur Plea Szene. Wenn ich Sätze wie diese lese „ Dabei hat Stieler mit dem Platzverweis alles richtig gemacht. Man kann darüber diskutieren, ob die erste Gelbe Karte notwendig gewesen wäre, falsch war sie aber auf keinen Fall.“ (Zitat aus dem obig verlinkten Artikel), kommt mir das Kotzen!
Man könne also darüber diskutieren aber die Entscheidung sei nicht falsch?
Eine Regel hat nicht so begründbar zu sein! Das ist doch wischi-waschi, was auch vergleichbare Szenen ohne Karten in den Spielen nach der Plea-G/R gezeigt haben!
Man kann einen Spieler nicht „einfach so nach Gefühl“ vom Platz stellen dürfen, so wie man auf Verdacht keinen 11m pfeifen sollte!
Und wenn, dann soll man sich danach wie ein Mann hinstellen und wenigstens sagen: „Ich muss zugeben, dass der Spieler mit seiner Beschwerde recht hatte, da er gefoult wurde und ich es übersehen habe. Aber im Spiel kann er sich dennoch nicht so* aufregen, da ich eben dafür verantwortlich bin, dass die Regeln eingehalten werden und nicht jede Entscheidung diskutieren kann. Die G/R war in dem Zusammenhang vllt. zu hart, aber im Zuge der neuen Direktive sollen wir Szenen härter bewerten in denen Spieler unsere Entscheidungsautorität untergraben, daher die 2. Karte.“
<- DAS wäre eine Art der Entschuldigung + Begründung für sein Handeln, dass nicht wie das echte Zitat jeglichen Respekt von dieser Witzfigur beseitigt hat.


Ich habe dein Zitat etwas gekürzt.

Selbsverständlich soll ein SR ein Spiel möglichst unauffällig leiten. Das  wäre die Idealvorstellung. Ich denke jeder SR hätte gerne Spiele, in der er nie eingreifen müsste. Allerdings gehören dann auch die Spieler dazu. Wenn diese halt reklamieren oder auf den SR zustürmen stellen diese den SR in den Mittelpunkt. Und genau dass soll unterbleiben. Unterbleibt es nicht, so hat der SR Erziehungsmaßnahmen in Form von gelben und roten Karten einzusetzen.

Womit wir bei der Plea Szene sind. Nach dem was Du schreibst, hast Du nicht verstanden, wie die Regeln im Fußball angewendet werden. Es gibt wenige Fälle, die nach den Regeln schwarz/weiss sind. Dazu gehören Ball im Aus, Ball im Tor oder in vielen Fällen das Abseits.
Bei den meisten Regeln gibt es zwischen schwarz und weiss ganz viel grau. Dazu dein Beispiel mit dem 11m auf verdacht: Ein Spieler wird im Strafraum von einem anderen im Kampf um den Ball gerempelt. Für den einen SR ist es ein Zweikampf im Rahmen des Erlaubten und für den anderen ein zu ahndendes Vergehen. Sieht man ja auch immer wieder an den Abstimmungen hier im Forum, obwohl ja alle die gleichen Bilder zur Verrfügung haben.
Für Plea war es ein Foul. Für den SR war es im Rahmen des Erlaubten. Andere hätten vielleicht anders entschieden, aber auch das wäre durch den Graubereich der Regeln abgedeckt. Daher nicht zwingend, aber in keinem Fall falsch. Und das ist auch kein "wischi-waschi".
Das zweite mal grau gibt es beim Reklamieren von Plea. Manche SR hätten hier Gelb gegeben, andere nicht. Daher ebenfalls nicht zwingend, aber in keinem Fall falsch. Und auch das ist kein "wischi-waschi".
Was danach kommt ist einfach dämlich von Plea. Er hat gerade gesehen, dass der SR ihm Gelb für etwas gegeben hat, was andere vielleicht hätten durchgehen lassen. Dann soll er sich einfach weggehen und weiterspielen. Stattdessen erweist er sich dem SR gegenüber respektlos, indem er durch Gesten und Worte sinngemäss ausdrückt, das der SR keine Ahnung hat und er im Recht ist. Dafür gibt es dann völlig zu Recht die zweite gelbe Karte.
Ich habe mal aus dem Spiel heraus den Ball ziemlich weit in Aus geschlagen. Der SR kam daraufhin zu mir, das ich, wenn ich den Ball noch mal so weit wegschlagen würde Gelb bekommen würde. Ich habe daraufhin meiner Verwunderung Ausdruck verliehen, weil ich aus dem Spiel heraus den Ball ja auch (zumindest theoretisch) bis zum Mond schießen dürfte. Allerdings habe ich dann meine Klappe gehalten, als ich merkte, der SR meint das Ernst. Das war sogar eine schwarz/weiss Situation und nicht wie bei Plea eine Graue. Ich durfte das Spiel ohne Gelbe zu Ende spielen und wir haben sogar gewonnen. Das wäre für Plea auch die bessere Variante gewesen. In seinem Fall habe ich aber die Hoffnung, dass er daraus gelernt hat und ihm sowas nicht noch mal passiert.


Natürlich hat Stieler regeltechnisch gesehen die Möglichkeit so zu verfahren. Er hat es allerdings vorgezogen, das laufende Spiel zu unterbrechen, um einen Spieler, der bis zu diesem Moment weder durch reklamieren noch durch Foulspiel aufgefallen war, in einer Art und Weise zu bestrafen, die jedes Verständnis für die Situation vermissen läßt.

Plea ist im Gegensatz zu anderen Spielern an diesem Spieltag weder aufdringlich geworden, noch hat er Stieler in irgendeiner Art und Weise bedrängt. Die Unterstellung, er habe durch seine Handlungen bzw. Worte Stieler den Respekt verweigert bzw. dessen Entscheidung infrage stellen wollen, ist doch lediglich graue Theorie. Im Gegensatz, nach der gelben Karte entfernt zu Plea von Stieler, richtet sein Augenmerk auf andere Dinge.

Damit nicht genug, nach dem Spiel beleidigt Stieler Plea indem er die Verwarnung für Rose polemisch mit der Feststellung kommentiert, dieser habe die gelbe Karte wie ein Mann akzeptiert.

Lieber Herr Gründel, wie stehen sie denn zu solchen Unverschämtheiten?


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07.02.2020 13:30


toni21


Eintr. Frankfurt-FanEintr. Frankfurt-Fan


Mitglied seit: 14.12.2009

Aktivität:
Beiträge: 928

@Baerchen

Zitat von Baerchen

Bisher war ich immer der Meinung, dass Schiris ein Spiel (welches auch immer) möglichst unauffällig so leiten sollen, dass es nach den für das Spiel vorgesehenen Regeln abläuft.

Dies bringt mich zurück zur Plea Szene. Wenn ich Sätze wie diese lese „ Dabei hat Stieler mit dem Platzverweis alles richtig gemacht. Man kann darüber diskutieren, ob die erste Gelbe Karte notwendig gewesen wäre, falsch war sie aber auf keinen Fall.“ (Zitat aus dem obig verlinkten Artikel), kommt mir das Kotzen!
Man könne also darüber diskutieren aber die Entscheidung sei nicht falsch?
Eine Regel hat nicht so begründbar zu sein! Das ist doch wischi-waschi, was auch vergleichbare Szenen ohne Karten in den Spielen nach der Plea-G/R gezeigt haben!
Man kann einen Spieler nicht „einfach so nach Gefühl“ vom Platz stellen dürfen, so wie man auf Verdacht keinen 11m pfeifen sollte!
Und wenn, dann soll man sich danach wie ein Mann hinstellen und wenigstens sagen: „Ich muss zugeben, dass der Spieler mit seiner Beschwerde recht hatte, da er gefoult wurde und ich es übersehen habe. Aber im Spiel kann er sich dennoch nicht so* aufregen, da ich eben dafür verantwortlich bin, dass die Regeln eingehalten werden und nicht jede Entscheidung diskutieren kann. Die G/R war in dem Zusammenhang vllt. zu hart, aber im Zuge der neuen Direktive sollen wir Szenen härter bewerten in denen Spieler unsere Entscheidungsautorität untergraben, daher die 2. Karte.“
<- DAS wäre eine Art der Entschuldigung + Begründung für sein Handeln, dass nicht wie das echte Zitat jeglichen Respekt von dieser Witzfigur beseitigt hat.


Ich habe dein Zitat etwas gekürzt.

Selbsverständlich soll ein SR ein Spiel möglichst unauffällig leiten. Das  wäre die Idealvorstellung. Ich denke jeder SR hätte gerne Spiele, in der er nie eingreifen müsste. Allerdings gehören dann auch die Spieler dazu. Wenn diese halt reklamieren oder auf den SR zustürmen stellen diese den SR in den Mittelpunkt. Und genau dass soll unterbleiben. Unterbleibt es nicht, so hat der SR Erziehungsmaßnahmen in Form von gelben und roten Karten einzusetzen.

Womit wir bei der Plea Szene sind. Nach dem was Du schreibst, hast Du nicht verstanden, wie die Regeln im Fußball angewendet werden. Es gibt wenige Fälle, die nach den Regeln schwarz/weiss sind. Dazu gehören Ball im Aus, Ball im Tor oder in vielen Fällen das Abseits.
Bei den meisten Regeln gibt es zwischen schwarz und weiss ganz viel grau. Dazu dein Beispiel mit dem 11m auf verdacht: Ein Spieler wird im Strafraum von einem anderen im Kampf um den Ball gerempelt. Für den einen SR ist es ein Zweikampf im Rahmen des Erlaubten und für den anderen ein zu ahndendes Vergehen. Sieht man ja auch immer wieder an den Abstimmungen hier im Forum, obwohl ja alle die gleichen Bilder zur Verrfügung haben.
Für Plea war es ein Foul. Für den SR war es im Rahmen des Erlaubten. Andere hätten vielleicht anders entschieden, aber auch das wäre durch den Graubereich der Regeln abgedeckt. Daher nicht zwingend, aber in keinem Fall falsch. Und das ist auch kein "wischi-waschi".
Das zweite mal grau gibt es beim Reklamieren von Plea. Manche SR hätten hier Gelb gegeben, andere nicht. Daher ebenfalls nicht zwingend, aber in keinem Fall falsch. Und auch das ist kein "wischi-waschi".
Was danach kommt ist einfach dämlich von Plea. Er hat gerade gesehen, dass der SR ihm Gelb für etwas gegeben hat, was andere vielleicht hätten durchgehen lassen. Dann soll er sich einfach weggehen und weiterspielen. Stattdessen erweist er sich dem SR gegenüber respektlos, indem er durch Gesten und Worte sinngemäss ausdrückt, das der SR keine Ahnung hat und er im Recht ist. Dafür gibt es dann völlig zu Recht die zweite gelbe Karte.
Ich habe mal aus dem Spiel heraus den Ball ziemlich weit in Aus geschlagen. Der SR kam daraufhin zu mir, das ich, wenn ich den Ball noch mal so weit wegschlagen würde Gelb bekommen würde. Ich habe daraufhin meiner Verwunderung Ausdruck verliehen, weil ich aus dem Spiel heraus den Ball ja auch (zumindest theoretisch) bis zum Mond schießen dürfte. Allerdings habe ich dann meine Klappe gehalten, als ich merkte, der SR meint das Ernst. Das war sogar eine schwarz/weiss Situation und nicht wie bei Plea eine Graue. Ich durfte das Spiel ohne Gelbe zu Ende spielen und wir haben sogar gewonnen. Das wäre für Plea auch die bessere Variante gewesen. In seinem Fall habe ich aber die Hoffnung, dass er daraus gelernt hat und ihm sowas nicht noch mal passiert.


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Der WM-Held musste das Feld wegen einer Tätlichkeit verlassen

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Das erste Tor ließ nicht lange auf sich warten: 58 Sekunden war die Bundesliga-Saison 1963/64 alt, bis Timo Konietzka von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen der Premierentreffer im deutschen Oberhaus gelang. Da die Partie eine Minute zu früh angepfiffen wurde und die einzige TV-Kamera zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingeschaltet war, gibt es keine Bewegtbilder von Konietzkas Treffer. Es dauerte bis zum 4. Spieltag, bis sich ein anderer Profi einen weniger rühmlichen Eintrag in die Geschichtsbücher der Bundesliga verdiente. Am 14. September 1963 war es ausgerechnet Helmut Rahn vom Meidericher SV, der den ersten Platzverweis erhielt. In der Partie gegen Hertha BSC (1:3) verweigerte Rahn seinem Gegenspieler Harald Beyer den Handschlag und erwischte ihn ...