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23.01.2020 14:01 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Schiedsrichterball: Durchgegriffen

Warum das härtere Durchgreifen gegen Unsportlichkeiten sinnvoll ist

Johannes Gründel
Johannes Gründel
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Quelle: imago images
Aytekin verwarnt Gladbachs Lars Stindl nach einer Rudelbildung

Johannes Gründel
Johannes Gründel

Die Schiedsrichter haben sich für das Jahr 2020 einiges vorgenommen: Sie wollen Unsportlichkeiten stärker ahnden. Denn die Bundesliga steht im Rampenlicht der Medien und strahlt in ihrer Wirkkraft massiv auf die Amateurligen aus. Indem die Unsportlichkeiten im Profibereich streng geahndet werden und infolgedessen zurückgehen, sinken sie auch im Amateurbereich und der Respekt vor den Schiedsrichtern steigt dort – so ist zumindest der Plan. Ob man damit Gewaltexzesse ganz verhindern kann, lässt sich sicherlich gut bezweifeln, aber jeder verhinderte Ausbruch ist ein Gewinn. Schon vor diesem Hintergrund ist der Plan ein guter.

Positiver Nebeneffekt: Je weniger Unsportlichkeiten es gibt, umso attraktiver wird das Spiel. Man kann getrost davon ausgehen, dass nur ein geringer Bruchteil der Zuschauer Fußball gerade deshalb sehen wollen, weil Schiedsrichter nach umstrittenen oder selbst nach klaren, aber schwerwiegenden Entscheidungen von einem Mob aus Spielern umringt und angeschrien werden. Oder weil Spieler nach einem Pfiff den Ball hochnehmen, wegtragen und dadurch eine schnelle Spielfortsetzung unterbinden. Nein, der überwiegenden Mehrheit von Zuschauern ist dieses Verhalten ein Dorn im Auge. Kurz: „Wir wollen Euch Fußball spielen sehen!“ Deshalb wurde die Vorgabe, Unsportlichkeiten strenger zu ahnden, mehrheitlich positiv aufgefasst.

Schalkes Schöpf wird als Erster bestraft

Am Wochenende war es so weit: Der erste Spieltag 2020 stand an. Und schon im ersten Spiel zeigte Deniz Aytekin, dass die strengere Ahndung nicht bedeutet, dass jedes Husten gegen den Schiedsrichter mit einer Verwarnung geahndet wird. Aufkommende Kritik löste er mit Persönlichkeit. Zugleich signalisierte er aber, dass die Grenze enger gezogen wird: Alessandro Schöpf kickte den Ball weg, um die schnelle Spielfortsetzung zu unterbinden und sah dafür den Gelben Karton. Der Grundstein wurde also gelegt. Auch in den Samstagsspielen kam es zu Aktionen, bei denen eine Verwarnung für unsportliches Verhalten gezogen wurde. Dabei wurde deutlich, dass auch hier nicht jede Kritik sanktioniert wird, sondern vor allem deutlich nach außen sichtbare Proteste und die vermeintlichen Opfer von Tarantelstichen Gelb sahen, so beispielsweise Benedikt Hübner von der TSG Hoffenheim.

Gleich zwei Gelbe für Werder Bremens Moisander

Die größte Aufmerksamkeit erfuhr aber Werder Bremens Niklas Moisander, der in der Nachspielzeit beim Spiel gegen Fortuna Düsseldorf für Unsportliches Betragen die Ampelkarte erhielt. Nach einem ruppigen Foul an seinem Torhüter hüpfte Werders Kapitän erst, inkl. Körperkontakt, zu Düsseldorfs Ampomah und anschließend wild gestikulierend vor Schiedsrichter Dr. Felix Brych herum und schrie ihn aus kurzer Distanz an. Dadurch löste er auch eine kleine Rudelbildung aus.

Da Moisander bereits in der 72. Minute – wegen der Beteiligung an einer Rudelbildung – verwarnt wurde, musste er deshalb einige Sekunden früher duschen. Nach dem Spiel sprach Werders Trainer Florian Kohfeldt durchaus bemerkenswert den Unparteiischen von jedem Vorwurf frei, kritisierte aber zugleich die dahinterstehende Regel, da Moisanders Aktion angesichts zweier verletzter Mitspieler verständlich gewesen sei.

Emotionen dürfen keine Entschuldigung sein

Es mag sein, dass man als Kapitän zweier verletzter Mitspieler in der hitzigen Schlussphase einer knappen Partie eine kurze Zündschnur hat und gewisses emotionales Verhalten dabei durchaus nachvollziehbar ist. Allerdings macht der Ton die Musik bzw. in diesem Fall die Außenwirkung die Sanktion. Deshalb ist es egal, ob die kritisierte Entscheidung falsch war bzw. sein wird oder gar nach Intervention des Videoassistenten wieder aufgehoben wird, wie Herthas Rune Jarstein oder ManUniteds David de Gea am Sonntag erfahren durften.

Auch die Emotionalität entschuldigt nicht, dass man eine Rudelbildung auslöst und wie wild geworden rumhüpft und den Schiedsrichter anschreit. Gerade für solche Situationen ist die neue Anweisung wichtig, weil das Denken „Das sind halt Emotionen“ aufgebrochen werden muss. Mit dem pauschalen Schlagwort der Emotionen kann man alles rechtfertigen, im Extremfall sogar Gewalt. Emotionen dürfen aber nicht dahin umschlagen, dass man den Respekt und die Disziplin verliert. Moisanders Verhalten ist ein Paradebeispiel für die Aktionen, die unterbunden werden müssen, schon allein wegen der Auswirkungen bis in die Amateurklassen und um der Attraktivität des Spiels Willen.

Der Profifußball muss sich der Verantwortung bewusst werden, die er für 60.000 Amateurschiedsrichter, denen in aller Regel kein geschulter Ordnungsdienst mit Regenschirmen zur Verfügung steht, wenn es hart auf hart kommt, trägt. Davon abgesehen erhöht so ein Verhalten in der konkreten Partie die Spieltemperatur und trägt damit zu einem Teufelskreis bei, an dessen Ende die Gefahr brutaler Foulspiele oder Tätlichkeiten steht. Ein Stück weit kann man sich hier also auch selbst schützen.

Schiedsrichter in Bayern haben es vorgemacht

Dass eine Verhaltensänderung bei konsequenter Ahndung von Unsportlichkeiten schon binnen kurzer Zeit eintreten kann, zeigt eine entsprechende Anweisung des Bayerischen Fußballverbands, die man möglicherweise als eine Art „Pilotprojekt“ gegen Unsportlichkeiten bezeichnen kann. Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, wurden Bayerns Schiedsrichter im Sommer angewiesen, bei Spielverzögerungen und Disziplinlosigkeiten strikt durchzugreifen. Schon nach drei, vier Wochen stellte sich eine wesentlich höhere Disziplin ein. Spieler lassen seitdem nach Entscheidungen den Ball liegen oder werfen ihn direkt dem Gegenspieler zu. Spielverzögerungen durch das Wegtragen des Balles sieht man kaum mehr. Auch außenwirksame Proteste sind deutlich zurückgegangen.

Und kommen solche Verhaltensweisen doch einmal vor, erwartet jeder vom Schiedsrichter die Verwarnung, selbst die Mitspieler des Sünders. Der Zorn der Mitspieler richtet sich dann gegen den eigenen Mann und nicht mehr gegen den Unparteiischen – und da man seinem eigenen Mitspieler nie besonders lange böse ist, wird dadurch einiges an Temperatur aus den Spielen genommen. Ist man durch diese Anweisung sozialisiert, sieht man Bundesliga-Spiele mit ganz anderen Augen und merkt erst so richtig, wie häufig diese Aktionen im Profibereich vorkommen und wie sehr die Attraktivität des Spiels darunter leidet. Ein passendes Zitat eines Kollegen: „Das kannst Du Dir ja nicht mehr anschauen!“

Schon daher wäre es wünschenswert, dass die Schiedsrichter die eingeschlagene Linie konsequent verfolgen und die Profis sich nicht in die Opferrolle einer vermeintlich praxisfernen Anweisung begeben, sondern ihr eigenes Verhalten kritisch hinterfragen und im Sinne eines attraktiven Spiels ändern. Das Beispiel aus Bayern zeigt, dass das gut und schnell möglich ist. Und von einem attraktiven Spiel ohne Eskalationen profitieren ja wohl alle.

Die Schiedsrichter haben sich für das Jahr 2020 einiges vorgenommen: Sie wollen Unsportlichkeiten stärker ahnden. Denn die Bundesliga steht im Rampenlicht der Medien und strahlt in ihrer Wirkkraft massiv auf die Amateurligen aus. Indem die Unsportlichkeiten im Profibereich streng geahndet werden und infolgedessen zurückgehen, sinken sie auch im Amateurbereich und der Respekt vor den Schiedsrichtern steigt dort – so ist zumindest der Plan. Ob man damit Gewaltexzesse ganz verhindern kann, lässt sich sicherlich gut bezweifeln, aber jeder verhinderte Ausbruch ist ein Gewinn. Schon vor diesem Hintergrund ist der Plan ein guter.

Positiver Nebeneffekt: Je weniger Unsportlichkeiten es gibt, umso attraktiver wird das Spiel. Man kann getrost davon ausgehen, dass nur ein geringer Bruchteil der Zuschauer Fußball gerade deshalb sehen wollen, weil Schiedsrichter nach umstrittenen oder selbst nach klaren, aber schwerwiegenden Entscheidungen von einem Mob aus Spielern umringt und angeschrien werden. Oder weil Spieler nach einem Pfiff den Ball hochnehmen, wegtragen und dadurch eine schnelle Spielfortsetzung unterbinden. Nein, der überwiegenden Mehrheit von Zuschauern ist dieses Verhalten ein Dorn im Auge. Kurz: „Wir wollen Euch Fußball spielen sehen!“ Deshalb wurde die Vorgabe, Unsportlichkeiten strenger zu ahnden, mehrheitlich positiv aufgefasst.

Schalkes Schöpf wird als Erster bestraft

Am Wochenende war es so weit: Der erste Spieltag 2020 stand an. Und schon im ersten Spiel zeigte Deniz Aytekin, dass die strengere Ahndung nicht bedeutet, dass jedes Husten gegen den Schiedsrichter mit einer Verwarnung geahndet wird. Aufkommende Kritik löste er mit Persönlichkeit. Zugleich signalisierte er aber, dass die Grenze enger gezogen wird: Alessandro Schöpf kickte den Ball weg, um die schnelle Spielfortsetzung zu unterbinden und sah dafür den Gelben Karton. Der Grundstein wurde also gelegt. Auch in den Samstagsspielen kam es zu Aktionen, bei denen eine Verwarnung für unsportliches Verhalten gezogen wurde. Dabei wurde deutlich, dass auch hier nicht jede Kritik sanktioniert wird, sondern vor allem deutlich nach außen sichtbare Proteste und die vermeintlichen Opfer von Tarantelstichen Gelb sahen, so beispielsweise Benedikt Hübner von der TSG Hoffenheim.

Gleich zwei Gelbe für Werder Bremens Moisander

Die größte Aufmerksamkeit erfuhr aber Werder Bremens Niklas Moisander, der in der Nachspielzeit beim Spiel gegen Fortuna Düsseldorf für Unsportliches Betragen die Ampelkarte erhielt. Nach einem ruppigen Foul an seinem Torhüter hüpfte Werders Kapitän erst, inkl. Körperkontakt, zu Düsseldorfs Ampomah und anschließend wild gestikulierend vor Schiedsrichter Dr. Felix Brych herum und schrie ihn aus kurzer Distanz an. Dadurch löste er auch eine kleine Rudelbildung aus.

Da Moisander bereits in der 72. Minute – wegen der Beteiligung an einer Rudelbildung – verwarnt wurde, musste er deshalb einige Sekunden früher duschen. Nach dem Spiel sprach Werders Trainer Florian Kohfeldt durchaus bemerkenswert den Unparteiischen von jedem Vorwurf frei, kritisierte aber zugleich die dahinterstehende Regel, da Moisanders Aktion angesichts zweier verletzter Mitspieler verständlich gewesen sei.

Emotionen dürfen keine Entschuldigung sein

Es mag sein, dass man als Kapitän zweier verletzter Mitspieler in der hitzigen Schlussphase einer knappen Partie eine kurze Zündschnur hat und gewisses emotionales Verhalten dabei durchaus nachvollziehbar ist. Allerdings macht der Ton die Musik bzw. in diesem Fall die Außenwirkung die Sanktion. Deshalb ist es egal, ob die kritisierte Entscheidung falsch war bzw. sein wird oder gar nach Intervention des Videoassistenten wieder aufgehoben wird, wie Herthas Rune Jarstein oder ManUniteds David de Gea am Sonntag erfahren durften.

Auch die Emotionalität entschuldigt nicht, dass man eine Rudelbildung auslöst und wie wild geworden rumhüpft und den Schiedsrichter anschreit. Gerade für solche Situationen ist die neue Anweisung wichtig, weil das Denken „Das sind halt Emotionen“ aufgebrochen werden muss. Mit dem pauschalen Schlagwort der Emotionen kann man alles rechtfertigen, im Extremfall sogar Gewalt. Emotionen dürfen aber nicht dahin umschlagen, dass man den Respekt und die Disziplin verliert. Moisanders Verhalten ist ein Paradebeispiel für die Aktionen, die unterbunden werden müssen, schon allein wegen der Auswirkungen bis in die Amateurklassen und um der Attraktivität des Spiels Willen.

Der Profifußball muss sich der Verantwortung bewusst werden, die er für 60.000 Amateurschiedsrichter, denen in aller Regel kein geschulter Ordnungsdienst mit Regenschirmen zur Verfügung steht, wenn es hart auf hart kommt, trägt. Davon abgesehen erhöht so ein Verhalten in der konkreten Partie die Spieltemperatur und trägt damit zu einem Teufelskreis bei, an dessen Ende die Gefahr brutaler Foulspiele oder Tätlichkeiten steht. Ein Stück weit kann man sich hier also auch selbst schützen.

Schiedsrichter in Bayern haben es vorgemacht

Dass eine Verhaltensänderung bei konsequenter Ahndung von Unsportlichkeiten schon binnen kurzer Zeit eintreten kann, zeigt eine entsprechende Anweisung des Bayerischen Fußballverbands, die man möglicherweise als eine Art „Pilotprojekt“ gegen Unsportlichkeiten bezeichnen kann. Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, wurden Bayerns Schiedsrichter im Sommer angewiesen, bei Spielverzögerungen und Disziplinlosigkeiten strikt durchzugreifen. Schon nach drei, vier Wochen stellte sich eine wesentlich höhere Disziplin ein. Spieler lassen seitdem nach Entscheidungen den Ball liegen oder werfen ihn direkt dem Gegenspieler zu. Spielverzögerungen durch das Wegtragen des Balles sieht man kaum mehr. Auch außenwirksame Proteste sind deutlich zurückgegangen.

Und kommen solche Verhaltensweisen doch einmal vor, erwartet jeder vom Schiedsrichter die Verwarnung, selbst die Mitspieler des Sünders. Der Zorn der Mitspieler richtet sich dann gegen den eigenen Mann und nicht mehr gegen den Unparteiischen – und da man seinem eigenen Mitspieler nie besonders lange böse ist, wird dadurch einiges an Temperatur aus den Spielen genommen. Ist man durch diese Anweisung sozialisiert, sieht man Bundesliga-Spiele mit ganz anderen Augen und merkt erst so richtig, wie häufig diese Aktionen im Profibereich vorkommen und wie sehr die Attraktivität des Spiels darunter leidet. Ein passendes Zitat eines Kollegen: „Das kannst Du Dir ja nicht mehr anschauen!“

Schon daher wäre es wünschenswert, dass die Schiedsrichter die eingeschlagene Linie konsequent verfolgen und die Profis sich nicht in die Opferrolle einer vermeintlich praxisfernen Anweisung begeben, sondern ihr eigenes Verhalten kritisch hinterfragen und im Sinne eines attraktiven Spiels ändern. Das Beispiel aus Bayern zeigt, dass das gut und schnell möglich ist. Und von einem attraktiven Spiel ohne Eskalationen profitieren ja wohl alle.

24.01.2020 12:39


Esox


Bor. Dortmund-FanBor. Dortmund-Fan


Mitglied seit: 20.11.2010

Aktivität:
Beiträge: 2242

Es muss ja nicht so vorbildlich enden wie beim Rugby
(Anschauungsmaterial: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://m.youtube.com/watch%3Fv%3DGTaMYh1czgM&ved=2ahUKEwipnovIkZznAhVFzKQKHU3FCpwQo7QBMAB6BAgAEAI&usg=AOvVaw3TyE2TOjkMtP8q9_eKCzuK )
so wie Nigel Owens wirst du beim Fußball nicht respektiert, er sagt es sogar einmal selbst zu einen Spieler, "this is not soccer", aber es geht doch. 
Zumal, auch wenn es vor dem VAR schon sinnlos war, wieso muss ich den SR nun anbrüllen, das es abseits war? Der Treffer wird eh überprüft! Entweder es war abseits, dann wird es auch ohne mein Gebrüll korrigiert, oder ich hatte eben doch nicht recht, mein Gebrüll macht es dann aber nicht richtig. 

Der Ton macht die Musik, da kann gerne durchgegriffen werden. 
genau wie beim blockieren des Balls, mittlerweile ist es ja schon nicht mehr nur so, dass sich die Spieler beim zurückgehen vor den Ball stellen, mittlerweile sprinten sie ja sogar teilweise nach vorne zum Ball hin und knieen sich derart davor, das kein Freistoß ausgeführt werden kann. Da Bedarf es auch klare gelbe Karten.


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24.01.2020 03:56


Jadon


Bayern München-FanBayern München-Fan


Mitglied seit: 19.12.2019

Aktivität:
Beiträge: 245

@AllesZufall

Zitat von AllesZufall
Von Zeitspiel und Schwalben habe ich nichts geschrieben. Das kommt ja noch on top.

Ganz genau, man darf dann nichts mehr sagen. Was genau soll das einem auch bringen? Wie oft revidiert ein SR seine Entscheidung nach diesen "Gesprächen"? Dass überhaupt so viel mit dem SR gesprochen wird, hat der Fußball wie so viele andere Unarten ziemlich exklusiv.


Das stimmt dann aber auch nicht. Im Basketball oder Handball gibt es durchaus auch viel Kommunikation zwischen Spielern und Schiedsrichtern und natürlich wird auch da mal nachgefragt, warum eine Entscheidung so gefällt wurde. Es kommt aber vor allem auf die Art und Weise und den Ton an.
​Es macht einen Unterschied, ob ein Spieler mal freundlich nachfragt, was geahndet wurde, oder ob er wie ein Rumpelstilzchen wild gestikulierend vor ihm herumspringt.

Ich behaupte mal, Boyata hätte keine Verwarnung bekommen, wenn er nur die Hand als Abseitszeichen gehoben hätte oder den Assistenten in normalen Ton gefragt hätte, ob das nicht Abseits war.
 


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24.01.2020 00:46


AllesZufall


Eintr. Frankfurt-FanEintr. Frankfurt-Fan


Mitglied seit: 17.02.2019

Aktivität:
Beiträge: 933

Von Zeitspiel und Schwalben habe ich nichts geschrieben. Das kommt ja noch on top.

Ganz genau, man darf dann nichts mehr sagen. Was genau soll das einem auch bringen? Wie oft revidiert ein SR seine Entscheidung nach diesen "Gesprächen"? Dass überhaupt so viel mit dem SR gesprochen wird, hat der Fußball wie so viele andere Unarten ziemlich exklusiv.


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