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12.08.2022 15:50 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Schiedsrichterball: Zentimeterarbeit

Hradecky-Handspiel in Dortmund im Fokus

Johannes Gründel
Johannes Gründel
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Quelle: imago images
Lukas Hradecky (r:) mit Felix Brych.

Johannes Gründel
Johannes Gründel

Es war bereits die Nachspielzeit im Dortmunder Westfalenstadion, als Felix Brych in die „Review Area“ ging und mit einem „Geschenk“ in Form der Roten Karte für Leverkusens Torhüter Lukas Hradecky zurückkam. Was war passiert? Der Finne in den Diensten der „Werkself“ beging ein Vergehen, das verkürzt gerne als „Handspiel außerhalb des Strafraums“ bezeichnet wird und bei dem man instinktiv auch schon an eine Rote Karte denkt. Dabei war die Entstehung allerdings äußerst kurios: Ein langer Schlag auf Marco Reus geriet zu weit und war eigentlich leichte Beute für Hradecky. Doch dieser verschätzte sich etwas und fing den Ball vor dem durchgelaufenen Reus – zwar mit den Füßen innerhalb des Strafraums, mit den Händen allerdings in der verbotenen Zone.

1. Spieltag: Alle strittigen Szenen und Korrekturen im Überblick

Der von Brych verhängte Freistoß war ebenso korrekt wie die Rote Karte. Zunächst zum Freistoß: Dieser setzt ein strafbares, also in der Regel absichtliches Handspiel außerhalb des Strafraums voraus. Daran, dass Hradecky den Ball absichtlich fing (und damit mit der Hand spielte), besteht kein Zweifel, gerade das ist ja seine Aufgabe als Torhüter in dieser Szene. Für mehr Verwirrung sorgte – auch beim Übeltäter selbst – die Frage, ob das Handspiel im Strafraum oder außerhalb dessen erfolgt war. Maßgeblich ist hierfür nicht etwa die Position der Füße, sondern die des Kontakts zwischen Ball und Hand. Im umgekehrten Fall ist es deshalb auch kein strafbares Handspiel, wenn der Torhüter die Strafraumlinie (beispielsweise an der seitlichen Begrenzung) übertritt, solange sich der Ball noch verständlich innerhalb des Strafraums bzw. auf der Strafraumlinie befindet. Das war am Samstag in Leverkusen allerdings nicht so, sondern Hradecky reichte mit den Händen über die Strafraumlinie und berührte den Ball außerhalb des Strafraums. Damit war das Handspiel strafbar.

Als Nächstes stellt sich aber noch die Frage nach der richtigen persönlichen Strafe. Hier ist zunächst mit einem Mythos aufzuräumen: Nicht jedes Handspiel eines Torhüters außerhalb des Strafraums führt zu einer Roten Karte. Der Torhüter ist außerhalb des Strafraums wie jeder andere Spieler auch zu behandeln. Das heißt, er wird für ein Handspiel außerhalb des Strafraums nur des Feldes verwiesen, wenn er dadurch eine offensichtliche Torchance vereitelt. Die klassische Lehrbuchszene dafür ist das Abwehren eines Schusses, der wahrscheinlich ohne das Handspiel auf das (vom Torhüter ja verlassene) Tor gegangen wäre. Aber auch andere Situationen fallen hierunter, so auch die Aktion in Dortmund.

Denn bei der Frage, ob eine offensichtliche Torchance vorliegt, muss man sich in der Regel den Spieler, der das Vergehen begeht, wegdenken. Nicht tragfähig wäre auf jeden Fall die Behauptung, Hradecky hätte den Ball ja auch innerhalb des Strafraums fangen oder außerhalb des Strafraums wegköpfen können. Denn beides hat er nicht getan. Bei einer Notbremse durch ein Foul führt man ja auch nicht an, dass der foulende Spieler den Ball auch fair hätte klären können. Die Logik hinter dieser Vorgehensweise (inkl. den Wegdenken des Übeltäters) ist eine relativ simple: Durch die Regelübertretung bringt der Spieler zum Ausdruck, dass er in dieser Situation keine Möglichkeit mehr sieht, die Chance auf regelkonforme Weise zu verhindern. Also bleiben sämtliche Möglichkeiten, die Gelegenheit zumindest in dieser Aktion fair zu vereiteln, bei der Bewertung der Szene außer Betracht. Das bedeutet für das Handspiel Hradeckys, dass man davon ausgehen muss, dass dieser den Ball nicht mehr hätte klären können. Dann wäre der Ball für Reus erreichbar gewesen. Und nachdem das Tor leer ist, kommt der Ballkontrolle kein so großes Gewicht mehr zu, wie es ihr in andere Notbremsenszenen tut. Denn das Erlangen der Ballkontrolle ist mangels Eingriffsmöglichkeiten irgendwelche Verteidiger quasi mit einem sicheren Tor gleichzusetzen, sodass die offensichtliche Torchance bereits dann besteht, wenn Reus eine offensichtliche Chance, die Ballkontrolle (in einem Winkel, aus dem ein Tor nicht so gut wie unmöglich ist) zu erreichen. Das ist hier der Fall, sodass die Rote Karte ebenfalls berechtigt war.

Gleichzeitig fühlt sich dieser Platzverweis irgendwie ungerecht an. Denn Hradecky handelt hier nicht mit der unsportlichen Absicht, eine klare Torchance durch ein regelwidriges Handspiel zu verhindern, sondern hat sich einfach verschätzt bzw. das Regelwerk nicht richtig im Kopf gehabt. Dass er den Ball nicht auf regelkonforme Weise, also durch Köpfen außerhalb des Strafraums oder Handspiel innerhalb des Strafraums, geklärt hat, liegt nicht an vermeintlich technischen Unvermögen, sondern eben an diesem Einschätzungsfehler. Dass dies ihn aber nicht vor der Roten Karte schützt, ist Folge einer Grundsatzentscheidung der Regelhüter, nach der außerhalb des Strafraums die Frage der Notbremse rein objektiv und ohne Rücksicht auf die unsportliche Absicht des Verteidigers bestimmt wird. Das persönliche Gerechtigkeitsempfinden wird in solchen Szenen, die mehr Unglück als Unsportlichkeit sind, allerdings zugegeben auf die Probe gestellt.

Es war bereits die Nachspielzeit im Dortmunder Westfalenstadion, als Felix Brych in die „Review Area“ ging und mit einem „Geschenk“ in Form der Roten Karte für Leverkusens Torhüter Lukas Hradecky zurückkam. Was war passiert? Der Finne in den Diensten der „Werkself“ beging ein Vergehen, das verkürzt gerne als „Handspiel außerhalb des Strafraums“ bezeichnet wird und bei dem man instinktiv auch schon an eine Rote Karte denkt. Dabei war die Entstehung allerdings äußerst kurios: Ein langer Schlag auf Marco Reus geriet zu weit und war eigentlich leichte Beute für Hradecky. Doch dieser verschätzte sich etwas und fing den Ball vor dem durchgelaufenen Reus – zwar mit den Füßen innerhalb des Strafraums, mit den Händen allerdings in der verbotenen Zone.

1. Spieltag: Alle strittigen Szenen und Korrekturen im Überblick

Der von Brych verhängte Freistoß war ebenso korrekt wie die Rote Karte. Zunächst zum Freistoß: Dieser setzt ein strafbares, also in der Regel absichtliches Handspiel außerhalb des Strafraums voraus. Daran, dass Hradecky den Ball absichtlich fing (und damit mit der Hand spielte), besteht kein Zweifel, gerade das ist ja seine Aufgabe als Torhüter in dieser Szene. Für mehr Verwirrung sorgte – auch beim Übeltäter selbst – die Frage, ob das Handspiel im Strafraum oder außerhalb dessen erfolgt war. Maßgeblich ist hierfür nicht etwa die Position der Füße, sondern die des Kontakts zwischen Ball und Hand. Im umgekehrten Fall ist es deshalb auch kein strafbares Handspiel, wenn der Torhüter die Strafraumlinie (beispielsweise an der seitlichen Begrenzung) übertritt, solange sich der Ball noch verständlich innerhalb des Strafraums bzw. auf der Strafraumlinie befindet. Das war am Samstag in Leverkusen allerdings nicht so, sondern Hradecky reichte mit den Händen über die Strafraumlinie und berührte den Ball außerhalb des Strafraums. Damit war das Handspiel strafbar.

Als Nächstes stellt sich aber noch die Frage nach der richtigen persönlichen Strafe. Hier ist zunächst mit einem Mythos aufzuräumen: Nicht jedes Handspiel eines Torhüters außerhalb des Strafraums führt zu einer Roten Karte. Der Torhüter ist außerhalb des Strafraums wie jeder andere Spieler auch zu behandeln. Das heißt, er wird für ein Handspiel außerhalb des Strafraums nur des Feldes verwiesen, wenn er dadurch eine offensichtliche Torchance vereitelt. Die klassische Lehrbuchszene dafür ist das Abwehren eines Schusses, der wahrscheinlich ohne das Handspiel auf das (vom Torhüter ja verlassene) Tor gegangen wäre. Aber auch andere Situationen fallen hierunter, so auch die Aktion in Dortmund.

Denn bei der Frage, ob eine offensichtliche Torchance vorliegt, muss man sich in der Regel den Spieler, der das Vergehen begeht, wegdenken. Nicht tragfähig wäre auf jeden Fall die Behauptung, Hradecky hätte den Ball ja auch innerhalb des Strafraums fangen oder außerhalb des Strafraums wegköpfen können. Denn beides hat er nicht getan. Bei einer Notbremse durch ein Foul führt man ja auch nicht an, dass der foulende Spieler den Ball auch fair hätte klären können. Die Logik hinter dieser Vorgehensweise (inkl. den Wegdenken des Übeltäters) ist eine relativ simple: Durch die Regelübertretung bringt der Spieler zum Ausdruck, dass er in dieser Situation keine Möglichkeit mehr sieht, die Chance auf regelkonforme Weise zu verhindern. Also bleiben sämtliche Möglichkeiten, die Gelegenheit zumindest in dieser Aktion fair zu vereiteln, bei der Bewertung der Szene außer Betracht. Das bedeutet für das Handspiel Hradeckys, dass man davon ausgehen muss, dass dieser den Ball nicht mehr hätte klären können. Dann wäre der Ball für Reus erreichbar gewesen. Und nachdem das Tor leer ist, kommt der Ballkontrolle kein so großes Gewicht mehr zu, wie es ihr in andere Notbremsenszenen tut. Denn das Erlangen der Ballkontrolle ist mangels Eingriffsmöglichkeiten irgendwelche Verteidiger quasi mit einem sicheren Tor gleichzusetzen, sodass die offensichtliche Torchance bereits dann besteht, wenn Reus eine offensichtliche Chance, die Ballkontrolle (in einem Winkel, aus dem ein Tor nicht so gut wie unmöglich ist) zu erreichen. Das ist hier der Fall, sodass die Rote Karte ebenfalls berechtigt war.

Gleichzeitig fühlt sich dieser Platzverweis irgendwie ungerecht an. Denn Hradecky handelt hier nicht mit der unsportlichen Absicht, eine klare Torchance durch ein regelwidriges Handspiel zu verhindern, sondern hat sich einfach verschätzt bzw. das Regelwerk nicht richtig im Kopf gehabt. Dass er den Ball nicht auf regelkonforme Weise, also durch Köpfen außerhalb des Strafraums oder Handspiel innerhalb des Strafraums, geklärt hat, liegt nicht an vermeintlich technischen Unvermögen, sondern eben an diesem Einschätzungsfehler. Dass dies ihn aber nicht vor der Roten Karte schützt, ist Folge einer Grundsatzentscheidung der Regelhüter, nach der außerhalb des Strafraums die Frage der Notbremse rein objektiv und ohne Rücksicht auf die unsportliche Absicht des Verteidigers bestimmt wird. Das persönliche Gerechtigkeitsempfinden wird in solchen Szenen, die mehr Unglück als Unsportlichkeit sind, allerdings zugegeben auf die Probe gestellt.

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Dr. Felix Brych Name : Dr. Felix Brych
Geburtsdatum: 03.08.1975
Ort: München

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Dr. Felix Brych
Name : Dr. Felix Brych
Geburtsdatum: 03.08.1975
Ort: München

15.08.2022 16:12


Hagi01
Hagi01

1. FC Nürnberg-Fan1. FC Nürnberg-Fan

Hagi01
Mitglied seit: 24.09.2012

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Beiträge: 6135

@PepDSC

Zitat von PepDSC
Hallo,

ich habe weiterhin große Bedenken, die geschilderte Szene als DOGSO zu bewerten.  Ich habe schon im Spieltagsthread versucht darzulegen, dass das "Wegdenken" des Foulenden in vielen Szenen (und eben auch in dieser) nicht den Regelvorgaben entspricht. Die Resonanz ist gleich Null.

Daher hier nur eine kurze Frage. Felix Brych sieht bei 5 Meter Entfernung kein DOGSO: Zitat "Ja, wenn der Reus 5 Meter weg gewesen wäre, dann wäre es auch keine klare Torchance gewesen".

Wie siehts du das? Ist es nicht nach deiner Regelinterpretation die gleich Vereitelung einer klaren Torchance solange Reus des kürzesten Weg zum Ball hat?

Ich hatte die Beiträge mit Interesse gelesen und danke Dir für den Gedankenanstoß. Gerade Dein Argumentum ad adsurdum (Die Beispielszene mit dem Angreifer auf Höhe der Mittellinie) hat mich bewogen, das zumindest etwas deutlicher zu formulieren ("zumindest in dieser Aktion"). Dieses Wegdenken ist seinerseits natürlich auch nur eine Schablone. Wäre Reus fünf Meter weggewesen, käme es meines Erachtens auf die weitere Flugbahn des Balles an: Bleibt der Ball nahezu statisch, hat der Keeper u.U. noch die Gelegenheit, den Ball in der nächsten Aktion zu klären, bevor Reus nahe genug ist. Geht der Ball dagegen "zu weit", würde der Winkel für Reus u.U. zu spitz werden, um von einer offensichtlichen Torchance zu sprechen. Dafür habe ich die Szene leider gerade nicht mehr gut genug im Kopf und ich weiß natürlich auch nicht, wie sich Brych die abgewandelte Szene vorstellt (wie schnell ist Reus, was ist seine Bewegungsrichtung, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er in Ballbesitz gelangt etc.). In der konkreten Szene, wie sie stattgefunden hat, habe ich aber keinerlei Bedenken, das als DOGSO zu bewerten, und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es da vom DFB eine andere Einschätzung gibt.


Ceterum censeo bellum esse finiendum ☮️


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15.08.2022 11:13


PepDSC


Arminia Bielefeld-FanArminia Bielefeld-Fan


Mitglied seit: 04.11.2021

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Beiträge: 53

@Hagi01

Hallo,

ich habe weiterhin große Bedenken, die geschilderte Szene als DOGSO zu bewerten.  Ich habe schon im Spieltagsthread versucht darzulegen, dass das "Wegdenken" des Foulenden in vielen Szenen (und eben auch in dieser) nicht den Regelvorgaben entspricht. Die Resonanz ist gleich Null.

Daher hier nur eine kurze Frage. Felix Brych sieht bei 5 Meter Entfernung kein DOGSO: Zitat "Ja, wenn der Reus 5 Meter weg gewesen wäre, dann wäre es auch keine klare Torchance gewesen".

Wie siehts du das? Ist es nicht nach deiner Regelinterpretation die gleich Vereitelung einer klaren Torchance solange Reus des kürzesten Weg zum Ball hat?


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