Zuschauerausschluss notwendig?

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 Zuschauerausschluss notwendig?  - #1


20.09.2020 19:02


Funkemariesche


1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 18.08.2013

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Beim Zuschauerausschluss in Köln muss man einige Fragen stellen.

Die kurzfristige Kommunikation ist ja schon von Alex Wehrle kritisiert worden. Die FC-Führung ist am Freitag "nach der Tagesschau" informiert worden; Spielbeginn Samstag, 15:30 Uhr. Markus Gisdol hat auf der PK erklärt, dass er davon aus dem Fernsehen erfahren hat (ab min 10:19). Also ist die Presse noch vor dem FC (immerhin der Veranstalter des Ganzen) informiert worden. Anreisende Fans zu benachrichtigen war entsprechend schwierig.

Noch schlimmer hat es übrigens Fortuna Köln getroffen. Die wurden sage und schreibe knapp zwei Stunden vor Stadionöffnung davon informiert, dass sie ohne Zuschauer spielen müssen. Um 12.30 Uhr sollte Stadionöffnung sein für 1000 Zuschauer. Der schriftliche Widerruf kam letztlich um 12.45 Uhr. Wären sie am Freitag informiert worden, hätte man einiges evtl. noch abbestellen können (Sanitäts- und Ordnungsdienst, Catering). So muss die Fortuna schauen, wie sie die Kosten wieder reinkriegt. Fortuna-Präsident Westendorf: 
„Dr. Johannes Nießen vom Gesundheitsamt hat mich am Samstagmorgen um 10.15 Uhr angerufen und hat mir mitgeteilt, dass keine Fans ins Stadion dürfen. Es war ihm hochnotpeinlich. Die Entscheidung war ja schon fast 24 Stunden bekannt, aber es wurde vergessen, Fortuna Köln zu informieren."

Wenn am Samstag um 10:15 die Entscheidung schon fast 24 Stunden bekannt war und der FC wurde samstags nach der Tagesschau informiert, heißt das auch: Man hat sich beim FC annähernd 10 Stunden Zeit gelassen, bevor man den Veranstalter informiert hat.

Schließlich die Frage, ob der Zuschauerausschluss notwendig bzw. zwingend war. Vor dem Spiel lagen der Wert der 7-Tage-Inzidenz in Köln (und auch in den umliegenden Kreisen) zu keinem Zeitpunkt über dem festgelegten Wert von 35, ab dem Zuschauer bei BL-Spielen ausgeschlossen werden sollten. Die Stadt hatte die Absage in ihrer Pressemeldung mit den „typischen Nachmeldungen“ begründet, die den Wert in Köln auf über 35 drücken würde. Es war also eine Vermutung, dass im Nachhinein Fälle gemeldet würden, durch die der Wert auf 35,2 steigen werde. 

Um es mal umzusetzen: 0,2 bzw. 0,3 über dem Grenzwert bei einer Infektionszahl gerechnet auf 100.000 Einwohner bedeutet im Fall von Köln: Es geht um 2 bis 3 (prognostizierte) Infizierte. Bei einer "Feier" in einem Burger-Restaurant in der Kölner Innenstadt haben sich in der letzten Woche bis zu 50 Leute angesteckt. Name des Restaurants bleibt geheim, also musste man wohl nicht nach unbekannte Besuchern fahnden - anscheinend der klassische Fall eines begrenzten Clusters, das relativ gut kontrollierbar ist. Der Laden, bei dem sich Mitarbeiter und Gäste infiziert hatten, musste übrigens nur kurz schließen. Spätestens am Freitag war er wieder geöffnet. FC und Fortuna mussten ohne Zuschauer spielen.

Und der bittere Clou des Ganzen: Mit ihrer Prognose, dass die Zahlen noch steigen würden, lag die Stadt Köln falsch. Weder zu irgendeinem Zeitpunkt vor dem Spiel, noch am Spieltag selber, selbst am Tag danach lag die 7-Tage-Inzidenz über dem Grenzwert. Die unterstellten Nachmeldefälle gab es nicht. Zudem wäre noch eine andere Herangehensweise möglich gewesen
Ein Wert von 35 war zuvor als Grenze für das Zulassen von Zuschauern festgelegt worden. Eine Möglichkeit wäre gewesen, die Inzidenzwerte der angrenzenden Kreise in die Bewertung einzubeziehen, weil viele Fans von dort anreisen. Dann wären die Durchschnittswerte deutlich niedriger.

Auf diese Möglichkeit hat man selbst angesichts der nur vermuteten Überschreitung des Grenzwertes im Nach-Komma-Bereich auch verzichtet. 

Natürlich ist es wichtig, den Infektionsschutz ernst zu nehmen. So, wie es die Stadt Köln gemacht hat, hat sie der Akzeptanz der Maßnahmen aber Schaden zugefügt. FC-Geschäftsführer Alex Wehrle:
„Wir müssen die Prozesse hinterfragen und die Verhältnismäßigkeit. 20 Kilometer entfernt ist ein Freizeitpark, da sind jetzt 10 000 Besucher. Wir brauchen Planungssicherheit, sonst wird es schwierig."

Der üble Beigeschmack: Der FC hat schon einmal erlebt, dass es bei der OB angesichts herannahender Wahlen eine öffentlichkeitswirksame Positionierung gegen FC-Interessen gab. Lange hatte sie sich ganz klar für den Ausbau des Trainungsgeländes am Geißbockheim ausgesprochen. Als klar wurde, dass sie bei den Wahlen die Stimmen der Grünen brauchen würde, gab es den 180°-Turn. Jetzt naht der 2. Wahlgang bei der OB-Wahl. Vielleicht erhofft man sich da mit harten Entscheidungen einen Push.
 



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 Zuschauerausschluss notwendig?  - #2


21.09.2020 05:46


Mastet
Mastet

1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 30.08.2015

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Ich bin gespannt, ob der Effzeh Schadensersatz prüft. Es wurde ja nur aufgrund einer Prognose abgesagt. 

Ich denke es wäre wichtig, dass es eine Deadline gibt, bis wann dieser Inzidenzwert überschritten sein muss, um ein Spiel absagen zu dürfen. 



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 Zuschauerausschluss notwendig?  - #3


21.09.2020 09:15


Fussballvonderstrasse


Bayer Leverkusen-FanBayer Leverkusen-Fan


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Beiträge: 487

Ja 24 Std. Davor

Und Plötzlich wird dann nicht mehr getestet.

Städt wie Köln München Düsseldorf etc werden es immer schwer haben die C19 und er gewünscht zahlt zu bekommen. 

Und es gäbe 50 Fälle durch den Burgerladen.

Also 15 zuviel.

Das die klar Absage nicht früher gekommen ist kann man nicht verstehen.

Dann hätten beide Clubs es besser planen können. 



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 Zuschauerausschluss notwendig?  - #4


21.09.2020 09:42


rausgeholt


1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 29.09.2019

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Ehrlich gesagt kann ich Aufgeregtheit, wie sie vorallem bei Sky bei den Interviews gesäht wurde, im Bezug auf die kurzfristige Absage, nicht ganz nachvollziehen. (Mal davon abgesehen wie es möglicherweisegelaufen ist, die Presse sollte natürlich nicht vor dem Veranstalter informiert werden.)

Aus meiner Sicht hinkt der Vergleich. Man vergleicht hier die kurzfristige Absage mit der Möglichkeit vor 9.000 Zuschauern zu spielen. Aber diese Möglichkeit ist schon ein Vertrauensvorschuss der Politik. Dieser Vertrauensvorschuss ist eben an bestimmte Bedingungen geknüpft. In der aktuellen Zeit bin ich da eher froh drum, wenn diese
defensiv ausgelegt werden und im Zweifel ein Fussballspiel "zu viel" ohne Zuschauer stattfindet. "Den Superspreader" bei einem Fussballspiel braucht keiner von uns.
Die korrekte Alternative zur aktuellen Vorgehensweise, zumindest zum aktuellen Stand, wäre es wohl die Spiele bis Ende des Jahres ohne Zuschauer stattfinden zu lassen. Das scheint mir, zumindest bei Verantwortlichen und Medien(Sky) schon vergessen. Und wenn ich mir die Reaktionen der Verantwortlichen anschaue, ist dies nicht unbedingt die Alternative die man haben will. 

Natürlich kann ich die Verärgerung und gerade im Falle der Fortuna auch die "unnötigen" Kosten nachvollziehen. Man sollte allerdings auch den Menschen der Gesundheitsämter menschliches handeln erlauben. 

Entschuldigung für den platten Vergleich, aber er kommt mir gerade beim Schreiben in den Sinn.
Wenn Hector und Horn in der 3. Minute sich amateurhaft, mit einem Millionengehalt, den Ball hin und her spielen, wird es kurz als Fehler erwähnt. Der vermeintliche "Fehler" der Gesundheitsbehörden wird dagegen mit Wut ausgeschlachtet.



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 Zuschauerausschluss notwendig?  - #5


21.09.2020 10:04


Gimlin
Gimlin

1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan

Gimlin
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@rausgeholt

Zitat von rausgeholt

Natürlich kann ich die Verärgerung und gerade im Falle der Fortuna auch die "unnötigen" Kosten nachvollziehen. Man sollte allerdings auch den Menschen der Gesundheitsämter menschliches handeln erlauben. 


Es mussten 2 Vereine informiert werden. Die Entscheidung fiel ja nicht in den Gesundheitsämtern, sondern wurde von der Stadtverwaltung allen vorran Frau Reker persönlich entschieden. Da kann man doch wohl erwarten, die 2 davon betroffenen Vereine halbwegs zeitnah zu informieren. 



Berti Vogts : >> Die Kroaten sollen ja auf alles treten, was sich bewegt - da hat unser Mittelfeld ja nichts zu befürchten.


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 Zuschauerausschluss notwendig?  - #6


21.09.2020 13:20


Okudera


1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


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Wenn Frau Reker sonst ähnlich konsequent gewesen wäre, würden wir hier nicht diskutieren

Sie hat die letzten Wochen und Monate die lange Leine geführt.
Keine Konsequenzen für Kneipen und Openair-Parties.
Da hätte es ja Sympathien gekostet
Jetzt kann sie klare Kante zeigen



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 Zuschauerausschluss notwendig?  - #7


21.09.2020 16:11


Litti


1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


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@Funkemariesche

Zitat von Funkemariesche
Und der bittere Clou des Ganzen: Mit ihrer Prognose, dass die Zahlen noch steigen würden, lag die Stadt Köln falsch. Weder zu irgendeinem Zeitpunkt vor dem Spiel, noch am Spieltag selber, selbst am Tag danach lag die 7-Tage-Inzidenz über dem Grenzwert. Die unterstellten Nachmeldefälle gab es nicht.

Zum Zeitpunkt, als du diesen Beitrag eröffnet hast, waren laut Internetseite der Stadt 40/100.000 Menschen in Köln infiziert und die 7-Tage-Inzidenzzahl lag am Freitag wohl bei 36,75/100.000. So schlecht war die Prognose also nicht.



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 Zuschauerausschluss notwendig?  - #8


21.09.2020 19:27


Funkemariesche


1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 18.08.2013

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Beiträge: 525

@Litti

Zitat von Litti
Zum Zeitpunkt, als du diesen Beitrag eröffnet hast, waren laut Internetseite der Stadt 40/100.000 Menschen in Köln infiziert und die 7-Tage-Inzidenzzahl lag am Freitag wohl bei 36,75/100.000. So schlecht war die Prognose also nicht.

Das sind interessanterweise von der Stadt Köln "bereinigte Zahlen", die von denen des RKI entscheidend abweichen:
Die Stadt hatte die Absage in ihrer Pressemeldung mit den „typischen Nachmeldungen“ begründet, die die Fallzahlen (Freitag war der Stand 34,8 ) auf über 35 drücken würden. Am Sonntag teilte die Stadt dann auch mit: Die finalisierte Inzidenzzahl für Freitag, 18. September, betrage 36,75. Insgesamt gebe es in Köln, Stand Sonntag, aktuell 4.472 nachgewiesene Covid19-Fälle. Am Samstag habe sie dann immer noch leicht über 35 gelegen, erst am Sonntag sank sie unter die neuralgische Grenze.
Das RKI meldete wiederum am Sonntag, dass es im Stadtgebiet Köln insgesamt 4.473 Infizierte gebe – also einen Fall mehr, die Inzidenzzahl lag aber für den Samstagabend 0 Uhr bei 34,2. Somit hätte gespielt werden können. Viele FC-Fans sind nun verwirrt. Wie die Abweichung zustande gekommen ist, ist unklar.

Das Robert-Koch-Institut, das die eigentlich maßgebliche Instanz in dieser Frage ist, hat also sogar einen Kölner Fall mehr verzeichnet, kommt aber trotzdem auf eine 7-Tage-Inzidenz, die unter dem Grenzwert von 35 liegt. 

Ich will jetzt gar nicht spekulieren, ob die Stadt oder das Robert-Koch-Institut falsch liegen, ob die Stadt Köln in Erklärungsnot vielleicht bei bestehenden unterschiedlichen rechnerischen Ansätzen zu der Variante gegriffen haben sollte, mit der sie die Absage am besten rechtfertigen kann. Spannend ist ja schon allein die Frage: Wem rechnet man die Infizierten zu, die nicht in Köln leben, die sich im Rahmen der Burgerladen-"Feier" entwerder in Köln angesteckt haben - die aber auch evtl. die Infektion nach Köln reingetragen haben könnten und dann andere infiziert haben, Die Tiefen der Statistik bieten oftmals eine Menge Möglichkeiten.

Was aber aus den Aussagen der Stadt zum Zeitpunkt der Spielabsage klar hervorgeht: Zu diesem Zeitpunkt hätte das Spiel nach den vorliegenden Daten in vollkommener Übereinstimmung mit allen Vorgaben und Regularien mit Zuschauern stattfinden können. Selbst mit den prognostizierten Fälle, die man dann zusätzlich herangezogen hat, lag man so hauchdünn über dem Grenzwert (+0,2), dass auch das kein zwingender Grund war, Zuschauer auszuschließen. Schließlich kommen nicht wenige Fans aus dem Umlang, das geringere Infektionsraten hat. Das hätte man mit einrechnen dürfen, hat es aber nicht getan - obwohl es seinerzeit nach Berechnungen der Stadt Köln um 2 möglicherweise Infizierte zu viel unter einer Millionen Einwohnern ging. Wobei der Anstieg durch den Clusterausbruch im Burgerladen zu den eher kontrollierbaren Fällen zählen sollte. Zahlen, die durch so etwas ansteigen, sind weniger gefährlich als die gleiche Zahl von Infektionen, die dezentral in der Stadt entdeckt werden.

Ich sehe es ähnlich wie Okudera: Wenn Rekers Vorgehen gegen Covid-19 einer stringenten Linie folgen würde, könnte ich es eher nachvollziehen. In Köln ist in dieser Hinsicht aber eine Menge Laissez-faire zu beobachten gewesen. Nur nicht zu streng vorgehen, nur nicht zu hart eingreifen. Genehmigen wir doch einen schönen Pop-up-Biergarten an der Rheinpromenade, der die Wege so verengt, dass die Passanten nur noch durchs dichte Gedränge kommen. Der Burgerladen, in dem sich wahrschlich Dutzende Menschen angesteckt haben, kann auch ganz fix wieder aufmachen. ... Aber jetzt plötzlich übervorsichtig: Nehmen wir nicht die bestehenden Daten, sondern rechnen noch mal hoch, um dann lieber zu verbieten, ... Dass einem da der nahende Termin für die OB-Stichwahl in den Sinn kommt, ist nicht abwegig.



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 Zuschauerausschluss notwendig?  - #9


22.09.2020 07:33


Exilbock_13
Exilbock_13

1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 03.09.2019

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Beiträge: 70

@Mastet

Zitat von mastet
Ich bin gespannt, ob der Effzeh Schadensersatz prüft. Es wurde ja nur aufgrund einer Prognose abgesagt. 

Ich denke es wäre wichtig, dass es eine Deadline gibt, bis wann dieser Inzidenzwert überschritten sein muss, um ein Spiel absagen zu dürfen. 


Jawohl, das wäre sehr wünschenswert.
Für mich persönlich war es dieses Wochenende die reinste Freude, ich reise zu jedem Heimspiel aus dem beruflich bedingten Exil in Bayern an.
Als ich losgefahren bin hab ich noch die letzte Mail vom FC mit den Infors zu den Einlasszeiten gesehen...
Dann kommt man 670 km, eine komplette Tankfüllung und dank Stau 8 Stunden später bei der Familie an und kriegt als erstes so um 23.:20 zu hören das man sich den ganzen Weg umsonst gemacht hat...

Da hab ich noch nicht mal den Elfmeter gegen uns abwarten müssen um schon das erste Mal diese Saison volll aus dem Sattel zu gehen und einen dicken Hals zu schieben...



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 Zuschauerausschluss notwendig?  - #10


22.09.2020 18:45


Funkemariesche


1. FC Köln-Fan1. FC Köln-Fan


Mitglied seit: 18.08.2013

Aktivität:
Beiträge: 525

Nach einer Anreise aus Bayern wegen dieses Chaos vor geschlossenen Stadiontüren zu stehen, ist echt bitter, @Exilbock_13

Der Stadt-Anzeiger berichtet heute, Dienstag den 22.9.(16.30 Uhr), dass die Stadt sich hier aber etwas vorgenommen hat: 
Außerdem soll die neue „Steuerungsgruppe Veranstaltungen“ künftig  Empfehlungen und Regeln für Veranstalter aktualisieren und diese auch beraten. Die Leitung übernimmt Gesundheitsdezernent Harald Rau. Für den Fall, dass die Stadt Köln wegen steigender Infektionszahlen eine Genehmigung für eine Veranstaltung widerrufen muss, soll der Veranstalter darüber grundsätzlich 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn informiert werden.

Es gibt jetzt also eine Stelle in der Stadtverwaltung, die Ansprechpartner für Veranstalter sein soll. Und es gibt einen Zeitplan für mögliche Absagen.

In derselben Meldung schreibt der KStA zu den Covid-19-Werten für Köln:
Die Inzidenzzahl beträgt derzeit 34,4, am Vortag lag sie bei 34,73. Sollte sie an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 35 liegen, hat die Stadt Konsequenzen angekündigt. 

Der für den Zuschauerausschluss relevante Wert vom Freitag, der von der Stadt Köln Tage danach auf 36,75 bereinigt wurde, scheint ein singulärer Ausreißer zu sein. Davor und danach lag der Wert unter der Grenze von 35. Dieser Ausnahmewert für den Freitag wirkt fast wie bestellt für eine Bürgermeisterin, deren Wahlkampagne im Moment von unangenehmen Fragen zum Zuschauer-Ausschluss und zur missglückten Informationspolitik gestört wird.

Ob man sich zukünftig auf den Grenzwert als wirklichen Grenzwert verlassen kann, ist wohl auch fraglich. NRW-Gesundheitsminister Laumann wurde in der Lokalzeit dazu befragt, weshalb Zuschauer ausgeschlossen wurden, obwohl der Grenzwert nicht erreicht worden ist. Laumann: "Ob man 34,3 oder 35 hat in der 7-Tages-Inzidenz, das ist ein Streit - finde ich - um Kaisers Bart."(ca. Min. 2:18)

Allein die harten Fakten und Werte scheinen auch in Zukunft nicht ausschlaggebend zu sein. Grenzwert als Empfehlungswert. Wie bei den Stickoxid-Grenzwerten in den Städten - nur andersrum.



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Voting-Teilnehmer

Daumen hoch richtig entschieden
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Daumen runter Veto
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19.09.2020 15:30


3.
Kramaric
22.
Andersson
45+3.
(11er)
Kramaric
86.
Drexler
90+2.
Kramaric

Schiedsrichter

Daniel SiebertDaniel Siebert
Note
4,2
1. FC Köln 5,1   4,0  1899 Hoffenheim 3,0
Christian Dietz
Marcel Pelgrim
Sören Storks
Frank Willenborg
Jan Seidel

Statistik von Daniel Siebert

1. FC Köln 1899 Hoffenheim Spiele
14  
  22

Siege (DFL)
4  
  6
Siege (WT)
4  
  6

Unentschieden (DFL)
4  
  5
Unentschieden (WT)
5  
  5

Niederlagen (DFL)
6  
  11
Niederlagen (WT)
5  
  11

Aufstellung

Andersson
Horn
Horn
Skhiri 86.
Gelbe Karte Duda 89.
Gelbe Karte Bornauw
Gelbe Karte Hector
Thielmann 71.
Czichos
Höger 46.
Rexhbecaj 71.
Vogt 
76. Geiger 
Kramaric 
Bicakcic  Gelbe Karte
76. Samassékou 
Kaderábek  Gelbe Karte
62. Dabbur 
Baumann  Gelbe Karte
Adams 
95. Akpoguma 
Baumgartner 
Ehizibue  46.
Sörensen  86.
Özcan  71.
Drexler  71.
Katterbach  89.
76. Belfodil
62. Bebou Gelbe Karte
95. Brenet
76. Gacinovic

Alle Daten zum Spiel

1. FC Köln 1899 Hoffenheim Schüsse auf das Tor
18  
  19

Torschüsse gesamt
13  
  13

Ecken
6  
  1

Abseits
2  
  0

Fouls
13  
  11

Ballbesitz
50%  
  50%




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