Newsarchiv - Die Schiedsrichter und ich

12.07.2016 11:44 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Die Schiedsrichter und ich (10)…Hansi Müller

Europameister exklusiv: Geburtstagsparty mit WM-Referee.

Hansi Müller
Quelle: Imago Sportfoto

42 Länderspiele für Deutschland, Europameister 1980, Vize-Weltmeister 1982 und Idol des VfB Stuttgart mit 65 Toren in 165 Liga-Spielen: Hans-Peter „Hansi“ Müller (58) gehört zu den profiliertesten deutschen Fußballern der Achtzigerjahre. Mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann sprach der frühere Mittelfeldspieler, der 1982 zu Inter Mailand in die italienische Serie A wechselte und später als Marketingdirektor, WM-Botschafter Stuttgarts 2006 sowie bis 2015 als Aufsichtsratsmitglied beim VfB tätig war, über seine Zeit als Profi – und über die ...

weiterlesen ...
06.06.2016 17:30 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Die Schiedsrichter und ich (9) … Jean-Marie Pfaff

Vize-Europameister von 1980 schätzt deutsche Referees bis heute.

Pfaff / Pauly
Quelle: Imago Sportfoto

Welttorhüter des Jahres 1987, drei Mal Deutscher Meister mit dem FC Bayern München, 64 Länderspiele und Vize-Europameister 1980 mit Belgien – Jean-Marie Pfaff (62) gehörte zu den erfolgreichsten Torhütern der Achtzigerjahre. Der Belgier absolvierte 156 Bundesliga-Spiele für die Münchner und wurde durch sein sympathisches Auftreten, sein exzellentes Torwartspiel und durch seine Entertainer-Qualitäten (u. a. Gastauftritt in der Komödie Zärtliche Chaoten mit Thomas Gottschalk, 1987) zu einem der großen Publikumslieblinge der Liga. Mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann sprach Jean-Marie Pfaff, der nach seinem ...

weiterlesen ...
29.03.2016 12:21 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Die Schiedsrichter und ich (8)…Stefan Schnoor

Ex-HSV-Profi: „Referees waren früher kommunikativer“.

Schnoor / WOB
Quelle: Imago Sportfoto

Er absolvierte als Abwehrspieler zwischen 1991 und 2006 insgesamt 277 Spiele in der Fußball-Bundesliga für den Hamburger SV und den VfL Wolfsburg, schnupperte ab 1988 zudem bei Derby County Premier-League-Luft: Stefan Schnoor (44) galt als umgänglicher, integrer Profi und harter, ehrlicher Fußball-Arbeiter. In seiner Laufbahn, die er 2011 beim Hamburger Stadtteilklub Germania Schnelsen ausklingen ließ, sah Schnoor wettbewerbsübergreifend 88 Gelbe, fünf Gelb-Rote und drei Rote Karten. Mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann sprach er über die Schiedsrichter in der Bundesliga – und in England. Sein Verhältnis zu den ...

weiterlesen ...
15.01.2016 13:02 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Die Schiedsrichter und ich (7): Benedikt Höwedes

Exklusiv: Weltmeister hat „größten Respekt“ vor Referees.

Höwedes / Hannover
Quelle: Imago Sportfoto

Nur 31 Gelbe Karten in 206 Bundesliga-Spielen (Stand: Januar 2016) und lediglich vier Platzverweise – Benedikt Höwedes (27) gehört zu den fairsten Spielern der Liga. Der Weltmeister vom FC Schalke 04 setzt als Kapitän von „Königsblau“ vor allem auf das „Wir“, auf Kommunikation. „Es ist ein Miteinander: Trainer, Manager, Team, wir müssen alle und stetig kommunizieren, analysieren und auch im Erfolgsfall ansprechen, was nicht so gut läuft“, erklärte er in einem längeren Interview mit dem Schalker Klubmagazin Kreisel. WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann hatte Ende 2015 am Rande eines ...

weiterlesen ...
04.01.2016 18:06 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Die Schiedsrichter und ich (6): Horst Hrubesch

Europameister exklusiv: „Brauche kein Gemecker mit den Referees“.

Hrubesch / Schiedsrichter
Quelle: Imago Sportfoto

Am 23. November 2015 erschien seine viel beachtete Biografie. Der Hamburger Andreas Schier liefert darin viele lesenswerte Anekdoten, aber auch private Geschichten der Bundesliga-Legende Horst Hrubesch (64). Mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann sprach der Europameister von 1980 über Horst Hrubesch – Die Biografie (Gütersloher Verlagshaus, 304 Seiten), auch über die unvergessenen Episoden mit den Schiedsrichtern. Dazu gehört eine Begebenheit aus der für Fußballfans bis heute unvergessenen „Nacht von Sevilla“, dem WM-Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich (8:7 n. E.) am 8. Juli 1982. Im packenden ...

weiterlesen ...
16.11.2015 15:13 Uhr | Quelle: WahreTabelle

„Die Schiedsrichter und ich“ (5): Olaf Thon

Der Weltmeister exklusiv bei WahreTabelle

Thon / Hamburg
Quelle: Imago Sportfoto

Weltmeister 1990, UEFA-Pokal-Sieger 1997 und zwei Mal DFB-Pokal-Gewinner mit dem FC Schalke 04, drei Mal Deutscher Meister mit dem FC Bayern München – Olaf Thon gehört zu den erfolgreichsten deutschen Profis der Neunzigerjahre. Mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann sprach der 49-Jährige über seine Erlebnisse mit den Schiedsrichtern – und erklärte, warum man auch nach bitteren Niederlagen nicht beim Referee „nachkarten“ sollte. 2. Mai 1984. Parkstadion Gelsenkirchen, DFB-Pokal-Halbfinale des FC Schalke 04 gegen den FC Bayern München. In einem unvergessenen Pokalspiel lief bereits die letzte Minute der Verlängerung. Beim Stand von ...

weiterlesen ...
22.07.2015 10:15 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Jürgen Mohr und die Tücken eines Testspiels …

„Die Schiedsrichter und ich“ (4): Ex-Profi über Referee-Tausch mit der Schweiz.

Mohr / Röthlisberger
Quelle: Imago Sportfoto

Sein Wechsel von Hertha BSC zu Eintracht Frankfurt 1983 war einer der ersten Millionen-Transfers der Bundesliga-Geschichte. Der technisch versierte Mittelfeldspieler Jürgen Mohr (56) bestritt für die Hessen die meisten seiner insgesamt 101 Bundesliga-Einsätze (35 Tore). Mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann sprach der ehemalige Olympia-Auswahlspieler, der 1978 beim amtierenden Deutschen Meister 1. FC Köln seinen ersten Profivertrag unterschrieb, über ein ruppiges Freundschaftsspiel, Schwalben und Schiedsrichter aus der Schweiz. „Wenn ich an meine Erlebnisse mit den Schiedsrichtern denke, fällt mir vor allem eine Episode ein“, erzählt Jürgen Mohr, der heute ...

weiterlesen ...
13.07.2015 12:16 Uhr | Quelle: WahreTabelle

„Bei Rafati war ich in großer Sorge“

„Die Schiedsrichter und ich“ (3): Reporter Rolf Fuhrmann und der traurige November 2011.

Fuhrmann
Quelle: Imago Sportfoto

Seine Interviews vom Spielfeldrand sind Kult: Reporter Rolf „Rollo“ Fuhrmann (65) aus Hamburg arbeitet seit fast einem Vierteljahrhundert für den Bundesliga-Pay-TV Sender Sky und dessen Vorgänger premiere – und kennt neben Stars und Sternchen der deutschen Fußball-Eliteliga auch die Schiedsrichter. „Ich verstehe mich gut mit den Schiedsrichtern und habe großen Respekt vor ihrer Leistung“, sagt Rolf Fuhrmann im Gespräch mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann. Wenn es um sein herausragendes Erlebnis mit den Referees geht, wird Fuhrmann nachdenklich. „Vor vier Jahren“, erklärt er, „musste ich in Köln vor dem Spiel gegen Mainz 05 unseren Zuschauern ...

weiterlesen ...
06.07.2015 09:48 Uhr | Quelle: WahreTabelle

„Herr Toni, hier schreie nur ich!“

WT-Serie Die Schiedsrichter und ich (2): Schumacher kontra Referee Dieter Pauly.

Schumacher / Dieter Pauly
Quelle: Imago Sportfoto

Die Saison 1980/81 ist nicht die Spielzeit des 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga. Der Tabellenfünfte der Vorsaison geht als Titelkandidat ins Rennen, muss sich aber schon im Oktober 1980 von dem intern als unbeliebt geltenden Coach Karl-Heinz Heddergott trennen. Nachfolger wird Hollands ehemaliger Bondscoach Rinus Michels. Der Niederländer gilt - ähnlich wie sein Vorgänger - ebenfalls nicht als großer „Spielerversteher“ und kommt in seinem ersten Jahr beim FC nicht über Rang acht hinaus. Wie blank die Nerven in Köln lagen, zeigte eine Szene aus dem Spiel bei Borussia Dortmund (2:2). Nationaltorhüter Harald „Toni“ Schumacher (27) und Referee Dieter Pauly aus Rheydt gerieten aneinander, lieferten ...

weiterlesen ...
23.06.2015 22:45 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Abschieds-Frust für Charly Körbel

Neue WahreTabelle-Serie: „Die Schiedsrichter und ich“ – Fußballpromis erzählen.

Charly Körbel / FC Bayern
Quelle: Imago Sportfoto

Eine lange Bundesliga-Saison mit vielen Episoden rund um die Schiedsrichter ist zu Ende. In der neuen redaktionellen Serie blickt WahreTabelle auf kuriose Geschichten – Gelbsperren, Wortgefechte, Späße – mit Referees und Fußballpromis aus mehr als 52 Jahren Fußball-Oberhaus. In Folge eins erzählt Eintracht Frankfurts Legende Karl-Heinz „Charly“ Körbel (60), Rekordspieler der Fußball-Bundesliga mit 602 Einsätzen, im Gespräch mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann von seinem verpatzten Bundesliga-Abschied im Juni 1991 nach Gelbsperre. Eine Verwarnungskarte, die den „treuen Charly“ bis heute wurmt. Eigentlich hatte sich „Charly“ Körbel seinen ...

weiterlesen ...
04.04.2020 15:50 Uhr Regelmythen: In der Bundesliga ist fast jeder Einwurf falsch ausgeführt

Im Amateurfußball geahndet, in der Bundesliga ignoriert

Davies.jpg_1586008368.jpg

Jeder Spieler in den unteren Ligen Deutschlands kennt das Gefühl, wenn der Schiedsrichter zum wiederholten Mal einen falschen Einwurf pfeift. Der Gegner bekommt den Ball und die Aufregung ist groß. Nach der Partie wird sich dann mit den Mannschaftskollegen über die Profis in der Bundesliga aufgeregt, die angeblich jeden Einwurf falsch ausführen und nie zurückgepfiffen werden. Aber stimmt das?

Laut Regel 15 des DFB-Regelwerks müssen bei einem richtigen Einwurf drei Kriterien erfüllt werden:

1.   Der Spieler muss stehen und das Gesicht in Richtung des Spielfeldes richten

2.   Beide Füße müssen zumindest teilweise den Boden außerhalb des Spielfeldes oder auf der Seitenlinie ...

02.04.2020 19:23 Uhr Regelhistorie: Das seltsamste Fußballspiel aller Zeiten

Bei der Qualifikation zur Karibikmeisterschaft schoss Barbados ein absichtliches Eigentor

Tor.jpg_1585848381.jpg

Im Jahr 1994 kam der FIFA eine Idee, um Gruppenspiele bei Turnieren wie zum Beispiel Weltmeisterschaften spannender zu gestalten: Bei Unentschieden sollte es zweimal 15 Minuten Verlängerung inklusive eines möglichen Golden Goals geben. Das erste Tor in der Verlängerung sollte also zum Sieg führen und noch dazu doppelt zählen. Hätte es nach 30 Minuten immer noch keinen Sieger gegeben, wäre ein Elfmeterschießen entscheidend gewesen.

Diese neue Regel sollte bei der Qualifikation zur Karibikmeisterschaft 1994 getestet werden. In einer Gruppe mit Barbados, Grenada und Puerto Rico sollten alle drei Teams je einmal aufeinandertreffen und der Sieger sich für das Turnier in Trinidad und Tobago qualifizieren. Barbados verlor das erste Spiel ...

31.03.2020 15:01 Uhr Rekordschiedsrichter: Keiner war bisher jünger als Kempter

Auch Miterfinder der Karten Kreitlein hält einen Rekord in der Bundesliga

Kempter.jpg_1585659966.jpg

Schiedsrichter Michael Kempter stellte am 26. August 2006 in der Partie VfL Bochum gegen Energie Cottbus einen Rekord in der Bundesliga auf. Mit 23 Jahren, 6 Monaten und 29 Tagen ist er bis heute der jüngste Schiedsrichter im deutschen Oberhaus. Im September 2004 stieg er mit 21 Jahren, 7 Monaten, und 25 Tagen bereits zum jüngsten der 2. Bundesliga auf, dieser Rekord wurde 2008 aber gebrochen. Mit 20 Jahren, 5 Monaten, und 17 Tagen war ausgerechnet Kempters Bruder Robert rund ein Jahr jünger bei seinem Debüt.

Während diese Rekorde in Zukunft noch von jüngeren Schiedsrichtern gebrochen werden könnten, ist der des ehemaligen Schiedsrichters Rudolf Kreitlein bis auf weiteres in Stein gemeißelt.

Als angeblicher Miterfinder der ...

30.03.2020 17:37 Uhr Phantomtore in der Bundesliga

Økland erhielt für seine Ehrlichkeit sogar eine Fair-Play-Plakette

Helmer.jpg_1585582784.jpg

In der Bundesligahistorie gab es bis heute vier Phantomtore – also Tore, die vom Schiedsrichter fälschlicherweise anerkannt wurden, obwohl der Ball nicht im Tor war.

Das erste Phantomtor „erzielte“ der Dortmunder Reinhold Wosab am 27. März 1965. Im Spiel von Borussia Dortmund gegen den Karlsruher SC gelang der Ball durch das Außennetz ins Tor zum 4:1 für Dortmund. Am Ende gewann der BVB mit 5:1 und das Tor blieb bestehen, auch eine Wiederholung des Spiels gab es nicht. Ebenfalls ohne Folgen blieb das Phantomtor von Leverkusens Stefan Kießling in der Partie am 18. Oktober 2013 gegen 1899 Hoffenheim. Dabei flog ein Kopfball des Stürmers durch ein Loch in der Seite des Netzes und landete zum 2:0 im Tor. Schiedsrichter Dr. Felix ...

29.03.2020 16:18 Uhr Regelmythen: Der Torwart darf den Ball nur sechs Sekunden festhalten

Ursprünglich kommt die Bestimmung aus den 1980er-Jahren

Neuer2.jpg_1585493574.jpg

Im Regelwerk des International Football Association Board (IFAB) steht geschrieben, dass es einen indirekten Freistoß gibt, wenn der Torhüter den Ball „mehr als sechs Sekunden lang mit der Hand/dem Arm kontrolliert, bevor er ihn freigibt“: Aber warum hält sich kaum ein Torwart an diese Regel?

Das liegt am Ursprung der Regelung. Während der Weltmeisterschaft 1982 durften die Torhüter den Ball zum Teil sehr lang in der Hand behalten und sogar ablegen, nur um ihn danach erneut in die Hand zu nehmen. Das IFAB beschloss in den Jahren darauf, das Spiel zu beschleunigen und legte dafür die Sechs-Sekunden-Regel fest. Ohne feste Zeit, hätte sich vermutlich nichts an der Spielweise geändert. Heute wird den Schiedsrichtern ...