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12.07.2016 11:44 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Die Schiedsrichter und ich (10)…Hansi Müller

Europameister exklusiv: Geburtstagsparty mit WM-Referee.

Hansi Müller
Quelle: Imago Sportfoto
Hansi Müller bei der Neuauflage des WM-Finales von 1982 in seiner Heimatstadt Stuttgart - und zu seinem 50. Geburtstag am 27. Juli 2007.

42 Länderspiele für Deutschland, Europameister 1980, Vize-Weltmeister 1982 und Idol des VfB Stuttgart mit 65 Toren in 165 Liga-Spielen: Hans-Peter „Hansi“ Müller (58) gehört zu den profiliertesten deutschen Fußballern der Achtzigerjahre.

Mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann sprach der frühere Mittelfeldspieler, der 1982 zu Inter Mailand in die italienische Serie A wechselte und später als Marketingdirektor, WM-Botschafter Stuttgarts 2006 sowie bis 2015 als Aufsichtsratsmitglied beim VfB tätig war, über seine Zeit als Profi – und über die Schiedsrichter.

„Mein Verhältnis zu den Schiris war sehr unterschiedlich“, erklärt Hansi Müller bei WahreTabelle, „am besten kam ich mit den Referees zurecht, die mit dem Spieler kommunizierten, in einem moderaten Umgangston. Das tat dem Spiel gut und sorgte für weniger Aggressionen.“

Das Erreichen des UEFA-Pokal-Halbfinales mit dem österreichischen Außenseiter FC Swarovski Tirol, wo Müller ab 1985 fünf Jahre unter Vertrag stand, sieht er „auf einer Stufe mit dem EM-Titel von 1980“. Die Innsbrucker scheiterten damals in der Runde der letzten Vier am späteren Sieger IFK Göteborg. „In dieser Saison stellte ich in Innsbruck einen nicht gerade schönen Rekord auf“, erzählt Hansi Müller, „ich bekam vier Rote Karten in einer Saison, war das erste Mal in meiner Karriere Kapitän und spielte den Gerechtigkeitsfanatiker für meine Mitspieler und legte mich dabei mehrfach mit den Schiris an.“ Müller weiter: „Dazu kamen auch Aktionen, in denen ich mit Revanchefouls reagierte, bei harten Attacken meines Gegenspielers.“ Was ihn bis heute wundert: „Ich sah vier Mal Rot, wurde aber insgesamt nur für fünf Spiele gesperrt, zwei Mal freigesprochen.“ Die Sperren für den Mittelfeldstar der Tiroler betrug zwei, später nochmals auf drei Spiele.

Unglücklich verlief die Begegnung mit Müller für den Hamburger Bundesliga-Referee Klaus Ohmsen († 2012). Er prallte bei einem BL-Spiel in Stuttgart mit dem VfB-Regisseur zusammen und brach sich bei diesem Sturz den Unterarm.

Zu seinem 50.Geburtstag organisierte Hansi Müller am 27. Juli 2007 im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion die „Revanche“ für das WM-Finale von 1982 gegen Italien.

Exakt 25 Jahre später standen die deutschen Stars wie Horst Hrubesch, Karl-Heinz Rummenigge, Hans-Peter Briegel, Bernd und Karlheinz Förster, aber auch die italienischen Weltmeister um Claudio Gentile und Paolo Rossi noch einmal gemeinsam auf dem Rasen, der italienische Sänger Eros Ramazzotti und Formel-1-Rekord-Weltmeister Michael Schumacher kickten als Ehrengäste mit. „Auch den brasilianischen Final-Schiedsrichter von damals, Arnaldo Cohelo (im Sommer 2007 bereits 64 Jahre alt, d. Red.), habe ich in Rio de Janeiro ausfindig gemacht und ihn gefragt ob er sich vorstellen könne dieses Revivalspiel zu leiten. Er sagte sehr gerne zu, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Spieler den Spielball vom Finale signieren. Er hatte den Tango von Adidas tatsächlich dabei und wir haben natürlich alle darauf unterschrieben.“ (cge).

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Mit WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann sprach der frühere Mittelfeldspieler, der 1982 zu Inter Mailand in die italienische Serie A wechselte und später als Marketingdirektor, WM-Botschafter Stuttgarts 2006 sowie bis 2015 als Aufsichtsratsmitglied beim VfB tätig war, über seine Zeit als Profi – und über die Schiedsrichter.

„Mein Verhältnis zu den Schiris war sehr unterschiedlich“, erklärt Hansi Müller bei WahreTabelle, „am besten kam ich mit den Referees zurecht, die mit dem Spieler kommunizierten, in einem moderaten Umgangston. Das tat dem Spiel gut und sorgte für weniger Aggressionen.“

Das Erreichen des UEFA-Pokal-Halbfinales mit dem österreichischen Außenseiter FC Swarovski Tirol, wo Müller ab 1985 fünf Jahre unter Vertrag stand, sieht er „auf einer Stufe mit dem EM-Titel von 1980“. Die Innsbrucker scheiterten damals in der Runde der letzten Vier am späteren Sieger IFK Göteborg. „In dieser Saison stellte ich in Innsbruck einen nicht gerade schönen Rekord auf“, erzählt Hansi Müller, „ich bekam vier Rote Karten in einer Saison, war das erste Mal in meiner Karriere Kapitän und spielte den Gerechtigkeitsfanatiker für meine Mitspieler und legte mich dabei mehrfach mit den Schiris an.“ Müller weiter: „Dazu kamen auch Aktionen, in denen ich mit Revanchefouls reagierte, bei harten Attacken meines Gegenspielers.“ Was ihn bis heute wundert: „Ich sah vier Mal Rot, wurde aber insgesamt nur für fünf Spiele gesperrt, zwei Mal freigesprochen.“ Die Sperren für den Mittelfeldstar der Tiroler betrug zwei, später nochmals auf drei Spiele.

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Exakt 25 Jahre später standen die deutschen Stars wie Horst Hrubesch, Karl-Heinz Rummenigge, Hans-Peter Briegel, Bernd und Karlheinz Förster, aber auch die italienischen Weltmeister um Claudio Gentile und Paolo Rossi noch einmal gemeinsam auf dem Rasen, der italienische Sänger Eros Ramazzotti und Formel-1-Rekord-Weltmeister Michael Schumacher kickten als Ehrengäste mit. „Auch den brasilianischen Final-Schiedsrichter von damals, Arnaldo Cohelo (im Sommer 2007 bereits 64 Jahre alt, d. Red.), habe ich in Rio de Janeiro ausfindig gemacht und ihn gefragt ob er sich vorstellen könne dieses Revivalspiel zu leiten. Er sagte sehr gerne zu, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Spieler den Spielball vom Finale signieren. Er hatte den Tango von Adidas tatsächlich dabei und wir haben natürlich alle darauf unterschrieben.“ (cge).

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24.07.2022 13:01 Uhr | Quelle: dpa Zwayer über Handelfmeter in Hannover: Fehlentscheidung „nicht komplett bestätigt“

Schiedsrichter äußert sich

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Schiedsrichter Felix Zwayer sieht in seinem umstrittenen Handelfmeterpfiff in der Zweitliga-Partie zwischen Hannover 96 und dem FC St. Pauli keine eindeutige Fehlentscheidung. „Anhand der Bilder, die wir jetzt haben, sehe ich meine Feldentscheidung nicht komplett bestätigt, sie weisen aber auch nicht zu 100 Prozent in die andere Richtung“, sagte der 41 Jahre alte Referee nach dem 2:2 bei „Sport1“. „Meine Wahrnehmung auf dem Platz, auf die ich mich letztendlich verlassen musste, war, dass der linke Arm zum Zeitpunkt des Abspiels eine leichte Bewegung nach außen macht und damit in die Flugbahn geht und den Ball ablenkt.“

14.07.2022 14:20 Uhr | Quelle: dpa DFB ehrt Aytekin und Rafalski als beste Unparteiische 2022

Je zweite Auszeichnung

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Deniz Aytekin und Katrin Rafalski sind die besten deutschen Unparteiischen 2022. Der 43 Jahre alte Aytekin wurde vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zum zweiten Mal nach 2019 als „Schiedsrichter des Jahres“ ausgezeichnet. Die 40-jährige Rafalski erhielt die Ehrung als „Schiedsrichterin des Jahres“ nach 2015 ebenfalls zum zweiten Mal. Nach Ansicht von DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich sei Aytekin aufgrund seines Auftretens auf und abseits des Spielfeldes „ein ausgezeichneter Botschafter für die Schiedsrichter. Er ist in seiner Kommunikation modern ausgerichtet und dabei auch vielfältig unterwegs. Alles aber mit einer positiven Darstellung für den Schiedsrichterjob und dem erforderlichen Fokus für seine...