Newsarchiv

22.05.2020 12:57 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Schiedsrichterball: Geisterhaft – aber souverän

Der Bundesligarestart aus Schiedsrichtersicht

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Es ist tatsächlich passiert: der erste Geisterspieltag der Bundesligen wurde beinahe vollständig durchgeführt. Es war allerorts ein denk- und merkwürdiger Spieltag, zum einen wegen der überall zu erkennenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie (Mund-Nasen-Schutz abseits des Feldes, Abstände, Spieler müssen Ersatzbälle selbst holen etc.), zum anderen und vor allem aber aufgrund der leeren Stadien. Darüber, wie der Fußball am ersten Spieltag nach der Corona-Pause aussehen würde, wurde im Vorfeld viel spekuliert. Große Überraschungen blieben im Oberhaus aber aus, einzig der SC Freiburg war nur wenige Zentimeter Abseits von der Sensation bei RB Leipzig entfernt, im ausgeglicheneren Unterhaus dagegen kam es zu einigen ...

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20.05.2020 18:31 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Bundesliga: Drei Korrekturen ohne Einfluss auf die Wahre Tabelle

Gleich zwei nachträgliche Platzverweise am 26. Spieltag

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Zum Restart der Bundesliga gab es in der Wahren Tabelle keine Veränderungen der Punkteverteilung. Trotzdem gab es drei Korrekturen: Gladbach wird ein Tor aberkannt und Bremens Kevin Vogt sowie Kölns Ellyse Skhiri bekommen nachträglich eine Rote Karte. Beim 3:1-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Frankfurt erhielt Gladbach zu Unrecht einen Elfmeter von Schiedsrichter Felix Zwayer. Das Kompetenzteam entschied mit 11 zu 6 Stimmen, dass Frankfurts Evan N’Dicka kein Foul an Breel Embolo begangen hatte. Gladbach gewinnt in der Wahren Tabelle trotzdem mit 2:1. +++ Artikel zur Szene in Frankfurt ...

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19.05.2020 13:30 Uhr | Quelle: WahreTabelle

2. Bundesliga: Kiel siegt in der Wahren Tabelle – Keine Korrektur beim VfB

DFB kritisiert Eingriff des VAR in Stuttgart

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Am 26. Spieltag der 2. Bundesliga gab es in der Wahren Tabelle lediglich eine Korrektur. Jahn Regensburg bekam im Spiel gegen Holstein Kiel (2:2) in der Nachspielzeit einen unberechtigten Strafstoß. Regensburgs Marc Lais wurde im Strafraum von Verteidiger Phil Neumann bei einem Klärungsversuch am Fuß getroffen. Lais war dabei einen Moment schneller am Ball als der Kieler und Schiedsrichter Martin Petersen entschied auf Strafstoß. Für Wahre-Tabelle-User „yannick811“ der falsche Entschluss: „Nach Ansicht der Bilder sehe ich eher ein gefährliches Spiel vom Regensburger.“ 60 Prozent der Nutzer schlossen sich dieser Meinung an und entschieden sich gegen einen Elfmeter. Für die Kieler bedeutet die Korrektur drei Punkte ...

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17.05.2020 15:13 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Bundesliga: Machen Schiedsrichter weniger Fehler ohne Fans?

Nur eine strittige Szene am Samstag

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Nachdem der Sportpsychologe Georg Froese bereits am Mittwoch mutmaßte, dass Schiedsrichter bei Geisterspielen weniger Fehler machen, scheint sich die Theorie am ersten Spieltag nach der Corona-Pause zu bewahrheiten. In der Bundesliga gab es am Samstag in sechs Spielen lediglich eine strittige Szene. +++ Zur Diskussion um den Elfmeter für Embolo +++ Im Topspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach (1:3) entschied Schiedsrichter Felix Zwayer in der 73. Minute auf Elfmeter für Gladbach. Breel Embolo kam im Zweikampf mit Frankfurts Evan N’Dicka zu Fall. „Aus der Totalen ...

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15.05.2020 20:00 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Bundesligarestart: Die Hygieneregeln für die Spieler im Überblick

Was auf und neben dem Platz erlaubt ist und was nicht

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Nach neun Wochen Pause startet die Bundesliga an diesem Wochenende wieder ihren Spielbetrieb. Allerdings ohne Zuschauer und mit einem von der DFL ausgearbeiteten Hygienekonzept, das einen reibungslosen Ablauf der Spiele sicherstellen soll. Nicht nur im Alltag der Spieler ändert sich einiges, sondern auch auf dem Platz wird es ungewohnte Bilder geben. Das Beginnt schon vor dem Anpfiff: Die Teams sollen nicht wie gewohnt mit Einlaufkindern und gleichzeitig den Platz betreten, sondern möglichst getrennt und allein. Außerdem wird es kein Handshake vor dem Spiel geben. Ebenfalls verboten sind Rudelbildungen während des Spiels, sowie das Umarmen und Abklatschen bei Auswechslungen oder Toren. Ein kurzer Kontakt mit den Ellbogen oder Füßen ist beim ...

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11.05.2020 18:50 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Das IFAB: Wer sind eigentlich die Regelhüter des Fußballs?

Gegründet wurde das Gremium bereits 1882

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Einmal im Jahr trifft sich das International Football Assciation Board (IFAB), um über Regeländerungen im Fußball abzustimmen. Aber wer sind eigentlich die Mitglieder des IFAB? Ins Leben gerufen wurde das Gremium 1882, als die Verbände der „Home Nations“ im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland – England, Schottland, Wales und Irland (seit 1950 nur noch auf Nordirland beschränkt) – beschlossen, ein gemeinsames Turnier ihrer Nationalmannschaften zu veranstalten. Die British Home Championship wurde 1884 zum ersten Mal ausgetragen und fand bis 1984 jährlich statt. Als die FIFA 1904 gegründet wurde, erkannte sie das IFAB als Regelhüter an und entsendet seit 1913 ebenfalls Vertreter zu den ...

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06.05.2020 14:04 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Tabelle ohne VAR: Augsburg stürzt ab, Hertha macht den größten Sprung

Wolfsburg hätte fünf Punkte mehr geholt

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Nachdem Schalke 04 in der Hinrunde am meisten von einer Bundesliga ohne VAR profitiert hätte, stehen die „Knappen“ nach dem 25. Spieltag sogar schlechter da als in der Tabelle der DFL. Zwar hätte S04 mit 40 Punkten immer noch drei mehr als jetzt, allerdings würde der VfL Wolfsburg in der Tabelle vorbeiziehen. Ohne VAR hätten die „Wölfe“ satte fünf Zähler mehr auf dem Konto. Die größten tabellarischen Veränderungen würde es dagegen im Abstiegskampf geben. Hertha BSC wäre mit vier Punkten mehr zwei Plätze weiter oben. Konkurrent FC Augsburg ereilt dagegen das gegenteilige Schicksal: Drei Punkte weniger würden einen Absturz von Platz 14 auf den Relegationsplatz 16 ...

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01.05.2020 16:37 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Das Elfmeterschießen: Eine deutsche Erfindung gegen den Losentscheid

Schiedsrichter Karl Wald entwickelte 1970 die Idee des Elfmeterschießens

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Im Jahr 1970 war der damalige Schiedsrichter Karl Wald verärgert darüber, dass immer noch Spiele per Losentscheid entschieden wurden, wenn nach einem Wiederholungsspiel kein Sieger feststand. Bei der Schiedsrichtertagung des bayrischen Fußballverbandes stellte er daher seine Idee des modernen Elfmeterschießens vor. Je fünf Schützen beider Teams sollten vom Elfmeterpunkt eine Entscheidung herbeiführen. Trotz einigen Widerstandes nahm der Verband die Idee ins Regelwerk auf. Kurze Zeit später schloss sich auch der DFB dem Vorschlag an und bereits in der Saison 1970/ 71 gab es das Elfmeterschießen im DFB-Pokal. Anders als heute allerdings erst dann, wenn auch das Wiederholungsspiel nach 120 Minuten noch keinen Sieger hervorgebracht ...

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29.04.2020 16:12 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Die heutige Rolle des Schiedsrichters: Eine irische Idee

Zunächst war der Unparteiische nur Streitschlichter und Zeitnehmer

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Im ersten Regelwerk des Fußballs fehlen nicht nur die Strafstöße, sondern auch die Schiedsrichter. In der Anfangszeit wurden Streitigkeiten auf dem Platz noch in „Gentleman-Manier“ von den Mannschaftskapitänen geklärt. Doch als es dann im ersten FA Cup 1871 und auch in den ersten Länderspielen um mehr ging, musste eine andere Lösung her. Zunächst bestimmten beide Mannschaften vor dem Spiel jeweils einen Unterschiedsrichter, die im Zweifelsfall zusammen eine Lösung finden mussten. Da sie sich aber abstimmen mussten, wurde eine Entscheidung oft erst nach langer Verzögerung getroffen. Als Streitschlichter wurde dann ein Schiedsrichter eingeführt, der zunächst nur neben dem Feld stand, die Zeit stoppte und ...

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27.04.2020 15:11 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Bundesliga ohne VAR: Viele Teams wie Schalke 04 profitieren

Leipzig an der Spitze, Union verliert die meisten Plätze

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Seit der Saison 2017/ 18 gibt es in der Bundesliga den Videobeweis. Immer wieder wird der VAR seitdem von Fans und Experten kritisiert. Aber wie würde die Tabelle eigentlich aussehen, wenn der Schiedsrichter die Hilfe nicht zur Verfügung hätte? RB Leipzig wäre auch ohne VAR Herbstmeister geworden, allerdings nicht gefolgt vom FC Bayern, sondern von Schalke 04, die die Hinrunde auf dem fünften Platz abgeschlossen hatten. Die größten Verlierer wären der SC Paderborn und Union Berlin. Paderborn wäre auch ohne VAR Letzter, hätte statt zwölf aber nur acht Punkte aus den ersten 17 Spielen gesammelt. Anders sieht es dagegen bei Union aus. Weil zahlreiche Teams ohne Unterstützung aus dem Kölner Keller mehr Punkte ...

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26.04.2020 15:55 Uhr | Quelle: WahreTabelle

„Kick of death“: Die Einführung des Elfmeters

Knapp 30 Jahre wurde Fußball ohne Strafstöße gespielt

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Elfmeter gab es im Fußball nicht von Beginn an. Mit der Gründung des englischen Fußballverbands (FA) im Jahr 1863 wurden zwar auch die ersten Fußballregeln festgelegt. Dabei waren Strafstöße allerdings nicht vorgesehen, da man nicht davon ausging, dass ein echter Gentleman absichtlich ein Foul begehen würde. Mit steigender Intensität und mehr Wettbewerb, musste man aber einsehen, dass diese Annahme falsch war. So wurde 1891 der „Kick of Death“ eingeführt. Statt von einem Elfmeterpunkt wurde diese Form des Strafstoßes allerdings von einem beliebigen Punkt auf einer Linie in elf Meter Entfernung zum Tor ausgeführt. Einen festen Punkt zur Ausführung gibt es erst seit 1902. (yk)

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23.04.2020 18:31 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Gelbfalle Torjubel: Einer der kuriosesten Platzverweise in der Bundesliga

Hannovers Huszti musste 2012 nach seinem Torjubel vom Feld

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Das kleine Nordderby vom 15. September 2012 zwischen Hannover 96 und Werder Bremen (3:2) hatte neben dem spannenden Spielverlauf auch einen der kuriosesten Platzverweise der Bundesligageschichte zu bieten. Bereits nach zehn Minuten führte Hannover nach Toren von Szbaolcs Huszti (6.) und Leon Andreasen (10.) mit 2:0. Werder kam allerdings zurück. In der 26. Minute erzielte Aaron Hunt das 1:2 und Kevin de Bruyne konnte nach 76 Minuten den Ausgleich für Werder herstellen. In der Nachspielzeit deutete alles auf eine Punkteteilung hin, doch Hannovers Huszti hatte etwas dagegen. Mit einem traumhaften Seitfallzieher erzielte er in der 93. Minute das 3:2 für 96. Völlig losgelöst stürmte er Richtung Tribüne, zog sich das Trikot aus und kletterte ...

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21.04.2020 15:20 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Von der Theorie in die Praxis: Wenn Spieler verletzt das Feld verlassen

Ein Tor von van Nistelrooy bei der EM 2008 als Paradebeispiel für jede Schiedsrichterprüfung

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Die schwersten Fragen in Schiedsrichterlehrgängen sind meistens rein theoretischer Natur. Was passiert, wenn ein Ersatzspieler durch einen Eingriff ins Spiel ein sicheres Tor verhindert? Und wie verhält es sich mit Spielern, die verletzt neben dem eigenen Tor liegen und gegebenenfalls das Abseits aufheben? Bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz wurde eine dieser theoretischen Fragen plötzlich zur Praxis. Im Gruppenspiel zwischen Italien und Niederlande (0:3) erzielte Ruud van Nistelrooy in der 28. Minute das 1:0 für die „Oranje“. Auf den ersten Blick stand er mehr als einen Meter im Abseits, dennoch gab der schwedische Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt den Treffer – sehr zur Verwunderung der Zuschauer, Kommentatoren und ...

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19.04.2020 17:54 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Spielfeldgröße: Wie groß darf ein Fußballfeld sein?

Nahezu quadratisches Feld theoretisch erlaubt

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Fußballfelder sehen auf den ersten Blick immer gleich aus: Zwei Strafräume, eine Mittellinie mit Mittelkreis und vier Eckfahnen mit Markierung. Aber auf den zweiten Blick können sie massive Unterschiede aufweisen. Laut DFB-Regelwerk muss die Torauslinie zwischen 45 und 90 Meter lang sein, während die Seitenlinie eine Länge von 90 bis 120 Metern aufweisen muss. Einzige Vorgabe: Die Seitenlinie muss länger sein als die Torauslinie. Theoretisch wäre also ein fast quadratisches Feld mit einer Größe von 90x89 Metern erlaubt. In der Praxis umgesetzt wurde die Variante bis jetzt aber noch nicht, genauso wie ein Platz mit 120x45 Metern. In der Bundesliga hat sich eine Spielfeldgröße von 105x68 Metern etabliert, da so ...

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17.04.2020 15:57 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Regelhistorie: Rückpässe zum Torwart

Um Zeitspiel zu unterbinden wurde die Regel 1992 eingeführt

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Dass der Torwart den Ball in die Hand nehmen darf, gehörte schon immer zum Fußball. Wo genau, veränderte sich aber über die Jahrzehnte immer wieder. 1871 durfte der Torhüter noch überall auf dem Feld zum Schutz des eigenen Tores den Ball mit der Hand berühren. Diese Regel wurde 1887 geändert, sodass die Hand nur noch in der eigenen Hälfte benutzt werden durfte und seit 1912 nur noch im Strafraum. Dabei wurde in den Regeln nie unterschieden, wer den Ball zum Torhüter spielte, sodass auch Rückpässe von eigenen Spielern erlaubt waren und häufig auch für Zeitspiel genutzt wurden. Den Höhepunkt erreichte dieses Zeitspiel bei der dänischen Nationalmannschaft während der Europameisterschaft 1992. ...

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15.04.2020 13:13 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Zwischen Genie und Wahnsinn: Maradona und die Hand Gottes

Das legendäre Handspiel bei der WM 1986

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Diego Maradona zählt auch heute noch zu den besten Fußballern aller Zeiten. Unsterblich machte ihn vor allem ein Spiel: Das Viertelfinale der WM 1986 im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt gegen England. 114.580 Zuschauer verfolgten im Stadion wie Maradona gleich zwei Tore für die Ewigkeit erzielte. Das erste allerdings mit einem faden Beigeschmack. In der 51. Minute missglückte ein Doppelpassversuch zwischen Maradona und seinem Mitspieler Jorge Valdano. Englands Steve Hodge versuchte den Ball zu klären, spielte ihn aber stattdessen hoch vor das eigene Tor, wo Maradona scheinbar höher sprang als der 20 Zentimeter größere englische Torwart Peter Shilton und zum 1:0 für Argentinien einköpfte. Trotz Protesten der Engländer gab ...

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14.04.2020 20:53 Uhr | Quelle: WahreTabelle

25 Jahre Jahrhundertschwalbe: Als Möller gegen den KSC abhob

Der ehemalige BVB-Spieler wurde als erster nachträglich für eine Schwalbe bestraft

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Am 13. April 1995 lag Borussia Dortmund im Heimspiel gegen den Karlsruher SC mit 0:1 hinten. In der 76. Minute kam Andreas Möller im Strafraum des KSC an den Ball und kurz darauf im Zweikampf mit Dirk Schuster zu Fall. Obwohl zwischen beiden Spielern kein Körperkontakt bestand, pfiff Schiedsrichter Günther Habermann Elfmeter für den BVB. Michael Zorc verwandelte zum Ausgleich und kurz vor Schluss traf auch noch Matthias Sammer für die Borussia und der Tabellenführer gewann mit 2:1. Während der BVB auch dank Möllers Schwalbe am Saisonende mit einem Punkt Vorsprung Deutscher Meister wurde, verpasste der KSC die direkte Qualifikation für den UEFA-Cup, konnte sich später aber über den UI-Cup doch noch einen Startplatz ...

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11.04.2020 13:14 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Wie ein Balljunge in Brasilien zum Torschützen wurde

Das Spiel in der dritten Liga hätte eigentlich wiederholt werden müssen

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2006 kam es im Spitzenspiel der dritten brasilianischen Liga zwischen Santacruzense und Atlético Sorocabana zu einem echten Skandal. Santacruzense-Stürmer Samuel verfehlte mit einem Schuss in der 89. Minute das Tor und der Torwart von Atlético wollte sich den Ball zum Abstoß holen. Der Balljunge neben dem Tor hatte allerdings eine andere Idee. Er nahm den Ball, dribbelte damit auf das Feld und ließ den Ball in das Tor rollen. Schiedsrichterin Silvia Regina de Oliveira sah die Szene nicht, da sie gerade zurück in Richtung der Mittellinie lief. Als sie sich wieder umdrehte, bemerkte sie nur, wie der Torwart den Ball aus seinem Tor holte, um den Abstoß auszuführen. Nach kurzer Diskussion gab Oliveira das Tor zum 1:1-Ausgleich ...

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08.04.2020 15:38 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Die Geschichte der Abseitsregel

Bereits im ersten Regelwerk von 1863 war das Abseits strafbar

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Im modernen Fußball sorgt wahrscheinlich nur die Handspielregel für mehr Diskussionen als die Frage nach Abseits oder gleicher Höhe. Im Gegensatz zum Handspiel findet sich die Abseitsregel allerdings schon im ersten Fußballregelwerk aus dem Jahr 1863. Damals stand ein Spieler im Abseits, wenn er näher zum Tor stand als der Ball. Aufgrund dieser Regel traten Mannschaften damals mit bis zu acht Stürmern an, da der Ball nur durch Dribblings und Zweikämpfe nach vorne gebracht werden konnte. Das Passspiel entwickelte sich erst durch eine Veränderung der Abseitsregel 1866. Ein Spieler befand sich fortan nur noch dann im Abseits, wenn weniger als drei Gegenspieler näher zum Tor standen. Die Reform funktionierte und so gab es in den ...

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06.04.2020 14:07 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Auswechslungen im Fußball: Erst seit 1995 sind drei Ersatzspieler erlaubt

Bis 1967 durften verletzte Spieler nicht ersetzt werden

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Die Möglichkeit, Spieler während einer Partie auszuwechseln, gibt es im Fußball noch gar nicht so lange wie man denken könnte. Bis 1967 mussten Mannschaften in Unterzahl weiterspielen, wenn ein Spieler aufgrund einer Verletzung nicht mehr mitmachen konnte. Lediglich in England durfte bereits seit 1965 ein verletzter Akteur pro Partie aus dem Spiel genommen werden. Ab der Saison 1967/ 68 galt diese Regel für alle Verbände und wurde bereits in der darauffolgenden Saison auf zwei Auswechslungen pro Team erhöht. Diese Regel galt bis 1994. Zur Weltmeisterschaft in den USA durfte zusätzlich zu den zwei Spielern ein Torwart ausgewechselt werden. Die heutige Regelung gibt es seit der Saison 1995/ 96. Seitdem dürfen Trainer bis ...

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04.04.2020 15:50 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Regelmythen: In der Bundesliga ist fast jeder Einwurf falsch ausgeführt

Im Amateurfußball geahndet, in der Bundesliga ignoriert

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Jeder Spieler in den unteren Ligen Deutschlands kennt das Gefühl, wenn der Schiedsrichter zum wiederholten Mal einen falschen Einwurf pfeift. Der Gegner bekommt den Ball und die Aufregung ist groß. Nach der Partie wird sich dann mit den Mannschaftskollegen über die Profis in der Bundesliga aufgeregt, die angeblich jeden Einwurf falsch ausführen und nie zurückgepfiffen werden. Aber stimmt das? Laut Regel 15 des DFB-Regelwerks müssen bei einem richtigen Einwurf drei Kriterien erfüllt werden: 1.   Der Spieler muss stehen und das Gesicht in Richtung des Spielfeldes richten 2.   Beide Füße müssen zumindest teilweise den Boden außerhalb des Spielfeldes oder auf der Seitenlinie ...

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02.04.2020 19:23 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Regelhistorie: Das seltsamste Fußballspiel aller Zeiten

Bei der Qualifikation zur Karibikmeisterschaft schoss Barbados ein absichtliches Eigentor

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Im Jahr 1994 kam der FIFA eine Idee, um Gruppenspiele bei Turnieren wie zum Beispiel Weltmeisterschaften spannender zu gestalten: Bei Unentschieden sollte es zweimal 15 Minuten Verlängerung inklusive eines möglichen Golden Goals geben. Das erste Tor in der Verlängerung sollte also zum Sieg führen und noch dazu doppelt zählen. Hätte es nach 30 Minuten immer noch keinen Sieger gegeben, wäre ein Elfmeterschießen entscheidend gewesen. Diese neue Regel sollte bei der Qualifikation zur Karibikmeisterschaft 1994 getestet werden. In einer Gruppe mit Barbados, Grenada und Puerto Rico sollten alle drei Teams je einmal aufeinandertreffen und der Sieger sich für das Turnier in Trinidad und Tobago qualifizieren. Barbados verlor das erste Spiel ...

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31.03.2020 15:01 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Rekordschiedsrichter: Keiner war bisher jünger als Kempter

Auch Miterfinder der Karten Kreitlein hält einen Rekord in der Bundesliga

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Schiedsrichter Michael Kempter stellte am 26. August 2006 in der Partie VfL Bochum gegen Energie Cottbus einen Rekord in der Bundesliga auf. Mit 23 Jahren, 6 Monaten und 29 Tagen ist er bis heute der jüngste Schiedsrichter im deutschen Oberhaus. Im September 2004 stieg er mit 21 Jahren, 7 Monaten, und 25 Tagen bereits zum jüngsten der 2. Bundesliga auf, dieser Rekord wurde 2008 aber gebrochen. Mit 20 Jahren, 5 Monaten, und 17 Tagen war ausgerechnet Kempters Bruder Robert rund ein Jahr jünger bei seinem Debüt. Während diese Rekorde in Zukunft noch von jüngeren Schiedsrichtern gebrochen werden könnten, ist der des ehemaligen Schiedsrichters Rudolf Kreitlein bis auf weiteres in Stein gemeißelt. Als angeblicher Miterfinder der ...

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30.03.2020 17:37 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Phantomtore in der Bundesliga

Økland erhielt für seine Ehrlichkeit sogar eine Fair-Play-Plakette

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In der Bundesligahistorie gab es bis heute vier Phantomtore – also Tore, die vom Schiedsrichter fälschlicherweise anerkannt wurden, obwohl der Ball nicht im Tor war. Das erste Phantomtor „erzielte“ der Dortmunder Reinhold Wosab am 27. März 1965. Im Spiel von Borussia Dortmund gegen den Karlsruher SC gelang der Ball durch das Außennetz ins Tor zum 4:1 für Dortmund. Am Ende gewann der BVB mit 5:1 und das Tor blieb bestehen, auch eine Wiederholung des Spiels gab es nicht. Ebenfalls ohne Folgen blieb das Phantomtor von Leverkusens Stefan Kießling in der Partie am 18. Oktober 2013 gegen 1899 Hoffenheim. Dabei flog ein Kopfball des Stürmers durch ein Loch in der Seite des Netzes und landete zum 2:0 im Tor. Schiedsrichter Dr. Felix ...

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29.03.2020 16:18 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Regelmythen: Der Torwart darf den Ball nur sechs Sekunden festhalten

Ursprünglich kommt die Bestimmung aus den 1980er-Jahren

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Im Regelwerk des International Football Association Board (IFAB) steht geschrieben, dass es einen indirekten Freistoß gibt, wenn der Torhüter den Ball „mehr als sechs Sekunden lang mit der Hand/dem Arm kontrolliert, bevor er ihn freigibt“: Aber warum hält sich kaum ein Torwart an diese Regel? Das liegt am Ursprung der Regelung. Während der Weltmeisterschaft 1982 durften die Torhüter den Ball zum Teil sehr lang in der Hand behalten und sogar ablegen, nur um ihn danach erneut in die Hand zu nehmen. Das IFAB beschloss in den Jahren darauf, das Spiel zu beschleunigen und legte dafür die Sechs-Sekunden-Regel fest. Ohne feste Zeit, hätte sich vermutlich nichts an der Spielweise geändert. Heute wird den Schiedsrichtern ...

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