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04.04.2022 14:40 Uhr | Quelle: dpa/SWR/Spox

Münchner Wechselfehler: Kircher sieht „Fauxpas“ beim Gespann – Wagner kritisiert Dingert

DFB-Funktionäre äußern sich

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Quelle: imago images
Schiedsrichter Christian Dingert (r.) nach dem Münchner Wechselfehler.

Nach dem Wechselfehler des FC Bayern München beim 4:1 in Freiburg hat Knut Kircher als Schiedsrichter-Beobachter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) das Gespann um Christian Dingert in die Pflicht genommen. „Das ist ein Fauxpas des Schiedsrichterteams, der so nicht passieren darf, wenn man die Spielleitung bis zum Ende konzentriert durchbringen will“, sagte Kircher bei „SWR Sport“. Eine ähnliche Meinung teilte Lutz Wagner, Schiedsrichter-Lehrwart des DFB. „Normalerweise hätte er (Christian Dingert; d. Red.) oder jemand aus seinem Team sich vor der Spielfortsetzung vergewissern müssen, dass die Anzahl der Spieler stimmt. Das hat er nicht gemacht und somit ist es ein Fehler des Schiedsrichters“, sagte Wagner im Interview von „Spox“ und „Goal“.

Community: Hier über den Münchner Wechselfehler mitdiskutieren

Bei einem Doppelwechsel hatte der Münchner Kingsley Coman wohl wegen der Anzeige einer falschen Trikotnummer das Feld nicht verlassen. Gleichzeitig waren aber zwei Profis des Bundesliga-Tabellenführers auf das Feld gelaufen. „Die Tafel ist eine Unterstützung und damit ein Hilfsmittel. So etwas kann immer passieren“, zeigte Wagner Verständnis. Erst fast 20 Sekunden später kam es zur Unterbrechung und Klärung der Verwirrung. „Die Auswechselvorgänge lagen nicht in der Zuständigkeit des FC Bayern, sondern das ist ein Auswechselvorgang, den das Schiedsrichtergespann zu überwachen hat“, erklärte Kircher. „Das ist einfache Mathematik, und da gilt es dementsprechend konzentriert zu Werke zu gehen. Das ist aber dann nicht nur dem vierten Offiziellen ins Hausaufgabenheftchen zu schreiben, sondern da hat ein Assistent auch mitzuschauen.“ Laut Wagner könne Dingert diese Aufgabe zwar delegieren, „aber es liegt in seiner Verantwortung, dass das Spiel mit der richtigen Anzahl an Spielern auf beiden Seiten fortgesetzt wird“. Kircher zufolge sei es letztendlich eine Teamleistung oder eine Fehlleistung, die zum Chaos geführt habe.

3,0 bis 4,3: Die Noten der Bundesliga-Schiedsrichter 2021/22

Die Verantwortlichen des SC Freiburg prüfen einen Einspruch, der bis diesen Montag um Mitternacht eingelegt werden müsste. Sollten die Freiburger davon absehen, wird auch der DFB nicht tätig werden. Kircher glaubt aber, dass auch ein Protest wenig erfolgversprechend wäre, „weil in diesen knapp 20 Sekunden, in denen der Spieler Coman auf dem Feld war, er zwar den Ball berührt hat. Er hat aber kein Tor verhindert und auch kein Tor geschossen“, sagte der frühere FIFA-Schiedsrichter. Somit habe der Franzose beim Stand von 3:1 nicht wirklich ins Spiel eingegriffen. „Deshalb glaube ich, dass ein Einspruch nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Dass jedoch der SC Freiburg erwägt, einen Protest einzulegen, könnte ich verstehen“, sagte Kircher. Nach Informationen der „dpa“ hat es sich aus Sicht des Verbandes bei dem Vorfall nicht um eine Regelwidrigkeit, sondern um einen Irrtum gehandelt. „Wenn der SC Freiburg Protest einlegt, muss der Fehler ermittelt werden. Dass es einen Fehler gab, ist unzweifelhaft. Dann muss das DFB-Sportgericht ermitteln, ob es eine Spielrelevanz hatte“, sagte Wagner.

Nach dem Wechselfehler des FC Bayern München beim 4:1 in Freiburg hat Knut Kircher als Schiedsrichter-Beobachter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) das Gespann um Christian Dingert in die Pflicht genommen. „Das ist ein Fauxpas des Schiedsrichterteams, der so nicht passieren darf, wenn man die Spielleitung bis zum Ende konzentriert durchbringen will“, sagte Kircher bei „SWR Sport“. Eine ähnliche Meinung teilte Lutz Wagner, Schiedsrichter-Lehrwart des DFB. „Normalerweise hätte er (Christian Dingert; d. Red.) oder jemand aus seinem Team sich vor der Spielfortsetzung vergewissern müssen, dass die Anzahl der Spieler stimmt. Das hat er nicht gemacht und somit ist es ein Fehler des Schiedsrichters“, sagte Wagner im Interview von „Spox“ und „Goal“.

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Bei einem Doppelwechsel hatte der Münchner Kingsley Coman wohl wegen der Anzeige einer falschen Trikotnummer das Feld nicht verlassen. Gleichzeitig waren aber zwei Profis des Bundesliga-Tabellenführers auf das Feld gelaufen. „Die Tafel ist eine Unterstützung und damit ein Hilfsmittel. So etwas kann immer passieren“, zeigte Wagner Verständnis. Erst fast 20 Sekunden später kam es zur Unterbrechung und Klärung der Verwirrung. „Die Auswechselvorgänge lagen nicht in der Zuständigkeit des FC Bayern, sondern das ist ein Auswechselvorgang, den das Schiedsrichtergespann zu überwachen hat“, erklärte Kircher. „Das ist einfache Mathematik, und da gilt es dementsprechend konzentriert zu Werke zu gehen. Das ist aber dann nicht nur dem vierten Offiziellen ins Hausaufgabenheftchen zu schreiben, sondern da hat ein Assistent auch mitzuschauen.“ Laut Wagner könne Dingert diese Aufgabe zwar delegieren, „aber es liegt in seiner Verantwortung, dass das Spiel mit der richtigen Anzahl an Spielern auf beiden Seiten fortgesetzt wird“. Kircher zufolge sei es letztendlich eine Teamleistung oder eine Fehlleistung, die zum Chaos geführt habe.

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Die Verantwortlichen des SC Freiburg prüfen einen Einspruch, der bis diesen Montag um Mitternacht eingelegt werden müsste. Sollten die Freiburger davon absehen, wird auch der DFB nicht tätig werden. Kircher glaubt aber, dass auch ein Protest wenig erfolgversprechend wäre, „weil in diesen knapp 20 Sekunden, in denen der Spieler Coman auf dem Feld war, er zwar den Ball berührt hat. Er hat aber kein Tor verhindert und auch kein Tor geschossen“, sagte der frühere FIFA-Schiedsrichter. Somit habe der Franzose beim Stand von 3:1 nicht wirklich ins Spiel eingegriffen. „Deshalb glaube ich, dass ein Einspruch nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Dass jedoch der SC Freiburg erwägt, einen Protest einzulegen, könnte ich verstehen“, sagte Kircher. Nach Informationen der „dpa“ hat es sich aus Sicht des Verbandes bei dem Vorfall nicht um eine Regelwidrigkeit, sondern um einen Irrtum gehandelt. „Wenn der SC Freiburg Protest einlegt, muss der Fehler ermittelt werden. Dass es einen Fehler gab, ist unzweifelhaft. Dann muss das DFB-Sportgericht ermitteln, ob es eine Spielrelevanz hatte“, sagte Wagner.

Diese News betrifft folgende Spiele:




Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Christian Dingert Name : Christian Dingert
Geburtsdatum: 14.07.1980
Ort: Lebecksmühle

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Christian Dingert
Name : Christian Dingert
Geburtsdatum: 14.07.1980
Ort: Lebecksmühle

06.04.2022 08:17


toni21


Eintr. Frankfurt-FanEintr. Frankfurt-Fan


Mitglied seit: 14.12.2009

Aktivität:
Beiträge: 1296

@Jadon42

Zitat von Jadon42
4. setzt 3. voraus. Wenn der Schiedsrichter einem Spieler erlaubt den Platz zu betreten, darf dieser davon ausgehen, dass der andere Spieler den Platz verlassen hat. Kann er auch schlecht überprüfen (zumindest nicht unmittelbar bei betreten des Platzes), da ein Auswechselpieler mittlerweile eben nicht mehr über die Wechselzone das Feld verlassen muss. Du würdest ihn also für etwas bestrafen, das er eindeutig nicht zu verantworten hat.

Aber glaub gerne das, was dir am besten passt. Macht es aber regeltechnisch und sportrechtlich trotzdem nicht richtig.


"Ein Auswechselspieler betritt das Spielfeld ausschließlich:" steht in der Regel. Dann kommen die 4 Punkte, die einzuhalten sind. Wo steht, wer für was verantwortlich ist?
Außerdem ist immer noch die Frage, ob der SR Sabitzer signalisiert hat das Feld zu betreten. Blickkontakt gibt es erst, als Süle aufs Feld geht. Vorher unterhält sich der SR mit einem Freiburger und steht danach seitlich/mit dem Rücken zu der Szene.


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04.04.2022 23:24


ChrisU


Greuther Fürth-FanGreuther Fürth-Fan


Mitglied seit: 15.06.2014

Aktivität:
Beiträge: 42

@Jadon42

Zitat von Jadon42
Kann er auch schlecht überprüfen (zumindest nicht unmittelbar bei betreten des Platzes), da ein Auswechselpieler mittlerweile eben nicht mehr über die Wechselzone das Feld verlassen muss.

"Hmm, der Schiri muss es überprüfen...." hab ich jetzt schon zig Mal gehört.
Warum kann ein normaler Spieler, der genau weiß, für wen er eingewechselt werden soll, nicht selber die Augen aufmachen und schauen, wann er über die Linie gegangen ist? Ist das zu viel?
Aber der 4. Offizielle wird angefeindet, der steht gleich weit entfernt und muss 2 Spieler beobachten, bei einem Doppelwechsel.
Doppelmoral?


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04.04.2022 19:49


jugtu


Eintr. Frankfurt-FanEintr. Frankfurt-Fan


Mitglied seit: 12.09.2021

Aktivität:
Beiträge: 1333

So gern ich Freiburg mag, die Begründung für diesen Einspruch ist hanebüchen und völlig an den Haaren herbeigezogen.
Da wird so getan als müsse unbedingt etwas geregelt werden, was im deutschen Profifußball in abertausenden von Spielen ständig vorkommt. Aber das Gegenteil ist der Fall. 

Des weiteren hat niemand einen Schaden davon. Es geschah versehentlich und hatte null Komma null Einfluss. Was soll das ganze also? Und da auf jeden Fall eine Mitschuld beim SR lag, würde ich zukünftig bei jeder Fehlentscheidung Einspruch einlegen. Denn das hier ist nichts anderes. 

Und on top ist es natürlich mal wieder ein ausschließliches Problem des Elfenbeinturms Profifußball. Denn im Amateurfußball geschieht sowas schon eher (und auch schon mal absichtlich) was dort aber mangels TV Bilder und somit Beweisbarkeit niemanden juckt.
Aber da hat sich der Profifußball ja schon längst von verabschiedet. Das Gelaber von "überall der gleiche Sport und gleiche Regeln" ist nur noch lächerlich. 


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