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15.02.2013 15:19 Uhr | Quelle: wahretabelle.de 22. Spieltag: FIFA-Referees in den Topspielen

Die erfahrenen Schiedsrichter Zwayer und Dr. Brych leiten die Bundesligapartien in Wolfsburg und Dortmund.

Felix Zwayer
Quelle: Getty

Auftakt beim Lieblingsgegner - Tabellenführer Bayern München startet am Freitag (20.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg in den 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga. Die Münchner sind gegen die "Wölfe" seit sieben Spielen ungeschlagen, gewannen dabei sechs Vergleiche. Auch in der letzen Saison gewann der FC Bayern durch ein Last-Minute-Tor von Luiz Gustavo in der Volkswagen Arena (1:0). Im Hinspiel gab es im September 2012 ein klares 3:0 für den Deutschen Rekordmeister. Schiedsrichter im Freitagsspiel ist FIFA-Referee Felix Zwayer aus Berlin. "Wolfsburg ist nicht zu unterschätzen", warnte Bayern-Trainer Jupp Heynckes dennoch vor den Niedersachsen, "die Mannschaft befindet sich nach zwei Trainerwechseln in einer besonderen Situation."

Auch die zweite Spitzenbegegnung wird von einem FIFA-Schiedsrichter geleitet. Dr. Felix Brych (37) aus München, am Mittwoch noch im Einsatz im Champions-League-Hit Real Madrid - Manchester United (1:1), ist für die Partie Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 18.30 Uhr) nominiert. Für diese Partie braucht es wohl auch einen erfahrenen Refereee, denn beim 3:3 im Hinspiel war eine Menge drin. BVB-Coach Jürgen Klopp musste nach einem Wortgefecht mit dem vierten Offiziellen in der Nachspielzeit auf die Tribüne. Mit Eintracht Frankfurt empfängt die Borussia historisch gesehen ihren Lieblingsgegner. Gegen kein Team gewannen die Dortmunder in ihrer Liga-Historie häufiger als gegen die Hessen (36 Siege). Borussia wird in jedem Fall auf Torjäger Robert Lewandowski verzichten müssen. Der Pole hatte beim 1:4 gegen Hamburg nach grobem Foulspiel gegen Per Skjelbred die Rote Karte von Schiedsrichter Manuel Gräfe gesehen und wurde für drei Spiele gesperrt.

Am Samstag, ab 15.30 Uhr, will Werder Bremen im Heimspiel gegen den SC Freiburg seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Die Bremer gewannen die letzten beiden Spiele. Freiburg ist seit mehr als zehn Jahren ohne Sieg gegen die Hanseaten. Den letzten Erfolg gab es am 28. Juli 2001, bei einem 3:0-Heimsieg. Bremen gewann auch das Hinspiel gegen die Breisgauer - 2:1. Referee im Weserstadion ist Peter Sippel aus München.

Schiedsrichter Sergej Karassew aus Russland sprach Borussia Mönchengladbach am Donnerstagabend in der Europa League gegen Lazio Rom drei Elfmeter zu. Dennoch reichte es in der turbulenten Partie für die "Fohlen" nur zu einem 3:3. Beim Hamburger SV wollen die Gladbacher unter der Leitung von Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen/Allgäu) am Samstag eine Trotzreaktion zeigen. Immerhin egalisierten sie im Hinspiel beim 2:2 zwei Mal eine HSV-Führung. Beim Hamburger SV wird Abwehrspieler Jeffrey Bruma nach seiner Roten Karte aus dem Spiel in Dortmund fehlen. Auch Torhüter René Adler (Bauchmuskelzerrung), laut wahretabelle.de bei 223 Torschüssen in der Liga am häufigsten gefordert, muss passen. "Wir wollen kein Risiko eingehen, wenn sich die Verletzung verschlimmert, könnte uns René noch länger fehlen", begründete HSV-Coach Thorsten Fink die Vorsichtsmaßnahme.

Neben den Gladbachern gehörte auch Bayer Leverkusen in der Europa League zu den großen Verlierern. Die Bayer-Elf verlor mit 0:1 gegen Benfica Lissabon, trifft nun aber mit dem FC Augsburg auf ein Team, gegen das man in der Bundesliga noch nie einen Punkt abgab. Im Hinspiel gewann Bayer 4:1. Stürmer Stefan Kießling, der am letzten Samstag beim hektischen 3:3 in Mönchengladbach sein 100. Bundesliga-Tor erzielte, traf dabei drei Mal. Schiedsrichter dieser Partie ist Markus Schmidt (Stuttgart).

Fortuna Düsseldorf empfängt unter der Leitung von Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) erstmals in der Bundesliga die SpVgg Greuther Fürth. Die Rheinländer gewannen das Hinspiel mit 2:0, müssen vor heimischer Kulisse aber auf die gesperrten Adam Bodzek und Andreas Lambertz verzichten. Bei Fürth fehlt Milorad Pekovic nach einer Sperre.

Mit großen Sorgen reist der FC Schalke 04 zum FSV Mainz 05. Die "Knappen" gewannen nur eines der letzten elf Spiele, rutschten auf Rang zehn ab und kassierten zuletzt eine vernichtende 0:4-Pleite beim FC Bayern. Auch Torjäger Klaas Jan Huntelaar wird nach einer Augenverletzung weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Unter der Woche hatte es herbe Kritik an den Gelsenkirchenern gegeben. "So kaputt ist Schalke", titelte BILD. Routinier Christoph Metzelder stellte sich im Kicker (Donnerstagsausgabe) der Situation: "Ich habe Verständnis, dass Fans und Öffentlichkeit Antworten erwarten, aber auch wir sind ratlos. Wir trainieren hart, können diese Intensität aber nicht umsetzen." Komplett verulkt dürfen sich die Schalker zudem fühlen, seitdem es auf einer Fanseite im Internet ein "Bullshit-Bingo" mit den schlimmsten, vom Verein zuletzt ständig verwendeten Fußball-Phrasen ("Wir müssen noch enger zusammenrücken") gibt. Bei den Mainzern fehlt der rotgesperrte Shawn Parker. Schiedsrichter in der Coface Arena: Wolfgang Stark aus Ergolding.

Am Sonntag (15.30 Uhr) empfängt der 1. FC Nürnberg den Europa-League-Teilnehmer Hannover 96. Die "Roten" kassierten am Donnerstagabend in Moskau eine empfindliche 1:3-Hinspielschlappe gegen Anschi Machatschkala und stehen vor dem frühen "Aus" in Europa. In der Bundesliga gewannen die Hannoveraner, bei denen Neuzugang Sébastian Pocognoli weiterhin gesperrt fehlt, zuletzt vier Mal in Folge gegen den 1. FCN. FIFA-Referee Thorsten Kinhöfer aus Herne wird die Partie leiten.

Den Krisengipfel des Spieltages gibt es am Sonntag (17.30 Uhr) in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim. Der Tabellensechzehnte 1899 Hoffenheim empfängt den in der Rückrunde noch punktlosen VfB Stuttgart. Schiedsrichter der Begegnung ist Guido Winkmann (Kerken). Die Kraichgauer, bei denen Firmino nach Sperre nicht dabei sein wird, gewannen im Hinspiel (3:0) erstmals im neunten Anlauf gegen Stuttgart. "Natürlich kommen die Stuttgarter nicht mit einem Selbstbewusstsein wie nach fünf Siegen, aber wir tun gut daran, sie nicht zu unterschätzen, der VfB hat weiterhin eine gefährliche Truppe", erklärte 1899-Trainer Marco Kurz. (cge). 

 

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