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01.07.2021 13:55 Uhr | Quelle: dpa/Zeit Magazin

Altersdiskriminierung: Gräfe verklagt DFB und kritisiert Zwayer – „Sollte nicht pfeifen“

Grenze mit 47 erreicht 

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Quelle: imago images
Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe.

Der langjährige Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe geht juristisch gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) vor. „Ich verklage den DFB wegen Altersdiskriminierung“, kündigte Gräfe in einem Interview des „Zeit Magazin“ an. „Der DFB nimmt mir das, was mir Freude macht. Natürlich gibt es auch finanzielle Verluste, ich werde versuchen, wenigstens diese geltend zu machen.“ Gräfe musste seine Karriere am Ende der vergangenen Saison trotz sehr guter Leistungen beenden, weil er die vom DFB festgesetzte Altersgrenze von 47 Jahren erreicht hat. „Ich hätte gerne weitergemacht. Meinen Füßen, Knien und der Hüfte geht es gut. Aber der DFB pocht auf eine uralte Richtlinie“, beklagte der Berliner und betonte: „Ich fühle mich, als könnte ich bis 50 pfeifen oder länger.“

Vor Gericht wolle er für die gesamte Schiedsrichtergilde kämpfen, da die Regel auch andere Kollegen betreffe und sogar für die unteren Spielklassen gravierende Folgen habe. Gräfe, der von vielen Trainern und Spielern mit Lob verabschiedet worden war, stellte aber klar: „Ich selbst werde nicht mehr pfeifen, auch wenn ich mit meiner Klage Erfolg haben sollte.“

Gräfe kritisiert Zwayer scharf: „Sollte keinen Profifußball pfeifen“

Darüber hinaus übte Gräfe scharfe Kritik an Schiedsrichterkollege Felix Zwayer. Mit Blick auf sein Verhältnis zum 40-Jährigen sagte er: „Es gibt keins. Wer einmal Geld angenommen und Hoyzers Manipulation (rund um den Wettskandal; d. Red.) ein halbes Jahr verschwiegen hat, sollte keinen Profifußball pfeifen.“ Zwayer leitet Spiele auf nationaler wie internationaler Ebene, zum Beispiel in der Champions League. „Da sind wir wieder beim DFB. Der befördert Zwayer auch noch, trotz durchschnittlicher Leistungen. Mir bleibt es nun immerhin erspart, mich mit diesen Themen rumzuschlagen“, meinte Gräfe.

Der langjährige Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe geht juristisch gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) vor. „Ich verklage den DFB wegen Altersdiskriminierung“, kündigte Gräfe in einem Interview des „Zeit Magazin“ an. „Der DFB nimmt mir das, was mir Freude macht. Natürlich gibt es auch finanzielle Verluste, ich werde versuchen, wenigstens diese geltend zu machen.“ Gräfe musste seine Karriere am Ende der vergangenen Saison trotz sehr guter Leistungen beenden, weil er die vom DFB festgesetzte Altersgrenze von 47 Jahren erreicht hat. „Ich hätte gerne weitergemacht. Meinen Füßen, Knien und der Hüfte geht es gut. Aber der DFB pocht auf eine uralte Richtlinie“, beklagte der Berliner und betonte: „Ich fühle mich, als könnte ich bis 50 pfeifen oder länger.“

Vor Gericht wolle er für die gesamte Schiedsrichtergilde kämpfen, da die Regel auch andere Kollegen betreffe und sogar für die unteren Spielklassen gravierende Folgen habe. Gräfe, der von vielen Trainern und Spielern mit Lob verabschiedet worden war, stellte aber klar: „Ich selbst werde nicht mehr pfeifen, auch wenn ich mit meiner Klage Erfolg haben sollte.“

Gräfe kritisiert Zwayer scharf: „Sollte keinen Profifußball pfeifen“

Darüber hinaus übte Gräfe scharfe Kritik an Schiedsrichterkollege Felix Zwayer. Mit Blick auf sein Verhältnis zum 40-Jährigen sagte er: „Es gibt keins. Wer einmal Geld angenommen und Hoyzers Manipulation (rund um den Wettskandal; d. Red.) ein halbes Jahr verschwiegen hat, sollte keinen Profifußball pfeifen.“ Zwayer leitet Spiele auf nationaler wie internationaler Ebene, zum Beispiel in der Champions League. „Da sind wir wieder beim DFB. Der befördert Zwayer auch noch, trotz durchschnittlicher Leistungen. Mir bleibt es nun immerhin erspart, mich mit diesen Themen rumzuschlagen“, meinte Gräfe.

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Manuel Gräfe Name : Manuel Gräfe
Geburtsdatum: 21.09.1973
Ort: Berlin

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Manuel Gräfe
Name : Manuel Gräfe
Geburtsdatum: 21.09.1973
Ort: Berlin

19.08.2021 17:28


Jadon


Bayern München-FanBayern München-Fan


Mitglied seit: 19.12.2019

Aktivität:
Beiträge: 923

Gräfe im Interview / Podcast

Ich empfehle Inhalte der Zeitung mit den 4 Buchstaben extrem ungern, aber im Fußball-Podcast "Phasenmäher" gibt es zwei tolle Gespräche mit Gräfe, die einige Einblicke in seine Karriere geben und auch ein bisschen aufzeigen was sowohl auf als auch neben dem Platz abgeht.

Zu finden beispielsweise bei Spotify:
Teil 1:https://open.spotify.com/episode/0PXRhM8pZIiAHAYXSFPSnr
Teil 2:https://open.spotify.com/episode/7cxsUkbqur11Vi2Z8Zqczm


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06.07.2021 16:15


Stern des Südens


Bayern München-FanBayern München-Fan


Mitglied seit: 19.12.2019

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Beiträge: 456


@ Jadon:

ich muss hier die Gründe nicht erörtern - das haben wir bereits ausführlich in einem anderen Thread getan, unter anderem bringt hier Stesspela Seminaisär nochmals das Gesundheitsrisiko ins Spiel, ein anderes Problem liegt in der Abnahme der Sprintgeschwindigkeit mit zunehmenden Alter.
Und eines kann man nicht abstreiten: Gräfe war nicht mehr der Schnellste in der letzten Saison.

Es mag auch Gründe für die Heraufsetzung bzw. Abschaffung der Altersgrenze geben - ok where´s the problem?
Ich bin dagegen - du dafür - na und??

Wie du aber jetzt aber persönlich wirst und darauf kommst wie ich "klingen mag"  und wie sich das auf irgendwelche politischen Ansichten dann ableiten lässt ist mir schleierhaft und es zeigt mir, dass das Sommerloch seine Wirkung nicht verfehlt.

Sorry aber wenn du jetzt das Fallen einer Altersgrenze im SR - Profibereich als große Innovation und das Gegenteil einer "erzkonservativen" Weltanschauung verkaufen willst, dann ist das deine Sache.




 


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06.07.2021 10:55


Stesspela Seminaisär
Stesspela Seminaisär

Bayern München-FanBayern München-Fan


Mitglied seit: 20.04.2016

Aktivität:
Beiträge: 3133

@Jadon

Zitat von Jadon
 


Ob die Altersgrenze mit 47 Sinnvoll ist. Darüber kann man sich streiten. Doch sie ist per se erstmal nicht diskriminierend. Ich bleibe dabei das ab einen gewissen Alter halt auch gesundheitliche Risiken größer werden, denn wir erleben oft genug das Leistungsportler in einen gewissen alter mit Nachfolgen ihrer aktiven Zeit zu kämpfen haben. Warum sollte es für Referees die genau soviel laufen anders sein?
Deswegen halte ich eine Altergrenze an sich nicht für falsch. Die Frage ist halt nur ob sie bei 47 sein soll oder ob 2 3 Jahre mehr bei einen fitten Shiri noch okay sind.

 


Sollte sich irgendwann auch mal fürs kt bewerben;)


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