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28.11.2019 19:03 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Schiedsrichterball: Keine Luft mehr?

Warum Stenderas Tor zu recht nicht gezählt hat

Johannes Gründel
Johannes Gründel
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Quelle: imago images
Stendera konnte überhaupt nicht verstehen, weshalb sein Traumtor wieder zurückgenommen wurde

Johannes Gründel
Johannes Gründel

Am vergangenen Montag kam es im Zweitliga-Spiel zwischen Hannover 96 und dem SV Darmstadt 98 zu einer kuriosen Szene. Kurz vor Schluss traf der eingewechselte Marc Stendera traumhaft zum 2:2-Ausgleich – dachte er zumindest. Doch Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen bekam aus dem Video Operation Center (VOC) in Köln die Empfehlung, sich die Situation noch einmal in der Review Area anzuschauen. Nach Sichtung der Bilder nahm Thomsen den Treffer tatsächlich zurück – sehr zum Unmut des Traumtorschützen, der sich für Meckerns die Gelbe Karte abholte und seinen Kurzeinsatz noch kürzer machte, als er wenige Minuten später aufgrund eines Frust-Tritts gegen die Eckfahne Gelb-Rot sah. Kurioser Grund für die Rücknahme des Treffers war, dass der Ball unmittelbar vor dem Tor von Schiedsrichter Thomsen abgefälscht wurde.

Im Zusammenhang mit dieser Szene musste man in den Medien häufig lesen, der Schiedsrichter sei jetzt keine Luft mehr, deshalb sei die Entscheidung korrekt gewesen. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht: Abgesehen davon, dass der Schiedsrichter natürlich niemals Luft war, sondern stets ein Mensch aus Fleisch und Blut, gilt er auch weiterhin grundsätzlich noch als Luft bzw. zieht eine Ballberührung grundsätzlich keine Konsequenzen nach sich. Das Regelwerk statuiert hierfür allerdings in Regel 9, Ball im und aus dem Spiel, seit dieser Saison ein paar Ausnahmen. Demnach ist der Ball „aus dem Spiel, wenn (…)

er einen Spieloffiziellen berührt, aber auf dem Spielfeld bleibt und:

- ein Team einen aussichtsreichen Angriff auslöst

- der Ball direkt ins Tor geht oder

- der Ballbesitz wechselt“

Mit „Spieloffizielle“ sind hierbei alle Teile des Schiedsrichterteams gemeint, wobei eine Ballberührung durch den Videoassistenten wohl auszuschließen ist. Erste Voraussetzung dafür, dass der Ball aus dem Spiel ist, ist also eine Ballberührung durch einen Teil des Schiedsrichterteams. Außerdem muss der Ball auf dem Spielfeld bleiben, also gibt es keinen Schiedsrichterball, sondern Einwurf, wenn der Ball vom Schiedsrichter ins Aus springt.

Pikant hieran: Den Schiedsrichterball hätte die Mannschaft bekommen, die den Ball zuletzt berührt hat (außer im Strafraum, dort bekommt diesen immer der Torwart), während beim Ausball immer das andere Team das Spielgerät bekommt. Warum das IFAB diese Form des Ballbesitzwechsels nicht ahndet, ist unklar, hängt aber vielleicht damit zusammen, dass man Situationen nicht erfassen wollte, in denen Schiedsrichterassistenten knapp hinter der Linie stehen und den Ball dadurch noch knapp vor vollständigem Überschreiten der Auslinie berühren. Am vergangenen Montag blieb der Ball aber danach auf dem Spielfeld, sodass dieses Kriterium kein Problem darstellt.

Zusätzlich zur Ballberührung durch einen Schiedsrichter(-assistenten) und dem Verbleib des Leders auf dem Spielfeld, muss aber auch eine der nächsten drei Voraussetzungen gegeben sein: Entweder muss der Ball direkt ins Tor gehen, der Ballbesitz wechseln oder ein Team einen aussichtsreichen Angriff auslösen. Ersteres ist auszuschließen, beim zweiten Punkt muss allerdings näher hingeschaut werden.

Angesichts der Bilder im On-Field-Review dürfte sich das Gespann wohl auf den Wechsel des Ballbesitzes gestützt haben, da Dr. Thomsen sich die Bilder ansah, wie ein Darmstädter Spieler den Ball abfälschte, was er im laufenden Spiel gar nicht wahrnehmen konnte. Ob ein solches Abfälschen aber wirklich für einen Darmstädter Ballbesitz genügt, darf durchaus bezweifelt werden, da der Bestandteil „Besitz“ eine gewisse Kontrolle verlangt.

Es gibt am Ende des Regelwerks ein Glossar, bei dem die wichtigsten Fußballbegriffe definiert sind. So werden banale Begriffe wie „Schnell ausgeführter Freistoß“, „Spielfeld (Platz)“, „Tackling“, „Tätlichkeit“ oder „übermäßig hart“ erklärt. Der Begriff des „Ballbesitzes“ ist dagegen an dieser Stelle nicht definiert, obwohl er in der offiziellen PDF des IFAB-Regelwerks 14-mal vorkommt. Daher kann man nicht klar sagen, ob das IFAB hierfür einen Ballbesitzwechsel sehen möchte oder nicht. Man kann aber davon ausgehen, dass der DFB diese Szene zum IFAB schicken und eine entsprechende Antwort erhalten wird. Solange wir diese Auslegungshinweise noch nicht haben, können wir auch nicht bewerten, wie die Situation gelöst werden soll.

Aber es gibt ja noch einen dritten Fall. Demnach ist der Ball auch aus dem Spiel, wenn nach der Berührung ein Team einen aussichtsreichen Angriff auslöst. Wenn der Ball vom unmittelbar nächsten Spieler ins Tor geschossen wird, ist der Angriff wohl ohne Frage aussichtsreich (im Englischen „promising“, also vielleicht besser zu übersetzen mit „vielversprechend“). Dass möglicherweise bereits zuvor ein aussichtsreicher Angriff bestand, ändert nichts daran, dass dieser aussichtsreiche Angriff infolge der Ballberührung durch den Schiedsrichter entstand. Denn erst durch das Abfälschen kam der Ball so zu Stendera, dass dieser die Schussposition für das Traumtor hat.

Das wird auch durch die Beweggründe des IFAB gestützt. Als Erklärung für die Neuregelung gibt das Board an, es könne sehr unfair sein, dass ein Team einen Vorteil erlangt oder gar ein Tor erzielt, nachdem der Ball versehentlich von einem Spieloffiziellen berührt wurde (S. 172). Gerät der Ball zu einem Spieler, der ihn nur durch die Ballberührung des Schiedsrichters in einer guten/besseren Schussposition hat, ist das aus Sicht der anderen Mannschaft unfair. In der Praxis führt das dann dazu, dass Schiedsrichter abpfeifen sollen, wenn nach ihrer Ballberührung ein aussichtsreicher Angriff besteht.

Die Szene führte zur teils recht lauter Kritik an der Neuregelung. Diese war aber ausdrücklicher Wunsch der Schiedsrichter. Denn es gibt kaum etwas Ärgerlicheres für Schiedsrichter als ein Tor, das nach einem eigenen Eingriff in Form einer Ballberührung geschieht. Da fühlt sich die verteidigende Mannschaft zu Recht verschaukelt, da sie ungewollt tatsächlich auf einmal gegen zwölf Mann spielt. Deshalb ist die dahingehende Neuregelung sehr gut – auch wenn sie uns ein Traumtor wie von Marc Stendera vereitelt.

Am vergangenen Montag kam es im Zweitliga-Spiel zwischen Hannover 96 und dem SV Darmstadt 98 zu einer kuriosen Szene. Kurz vor Schluss traf der eingewechselte Marc Stendera traumhaft zum 2:2-Ausgleich – dachte er zumindest. Doch Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen bekam aus dem Video Operation Center (VOC) in Köln die Empfehlung, sich die Situation noch einmal in der Review Area anzuschauen. Nach Sichtung der Bilder nahm Thomsen den Treffer tatsächlich zurück – sehr zum Unmut des Traumtorschützen, der sich für Meckerns die Gelbe Karte abholte und seinen Kurzeinsatz noch kürzer machte, als er wenige Minuten später aufgrund eines Frust-Tritts gegen die Eckfahne Gelb-Rot sah. Kurioser Grund für die Rücknahme des Treffers war, dass der Ball unmittelbar vor dem Tor von Schiedsrichter Thomsen abgefälscht wurde.

Im Zusammenhang mit dieser Szene musste man in den Medien häufig lesen, der Schiedsrichter sei jetzt keine Luft mehr, deshalb sei die Entscheidung korrekt gewesen. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht: Abgesehen davon, dass der Schiedsrichter natürlich niemals Luft war, sondern stets ein Mensch aus Fleisch und Blut, gilt er auch weiterhin grundsätzlich noch als Luft bzw. zieht eine Ballberührung grundsätzlich keine Konsequenzen nach sich. Das Regelwerk statuiert hierfür allerdings in Regel 9, Ball im und aus dem Spiel, seit dieser Saison ein paar Ausnahmen. Demnach ist der Ball „aus dem Spiel, wenn (…)

er einen Spieloffiziellen berührt, aber auf dem Spielfeld bleibt und:

- ein Team einen aussichtsreichen Angriff auslöst

- der Ball direkt ins Tor geht oder

- der Ballbesitz wechselt“

Mit „Spieloffizielle“ sind hierbei alle Teile des Schiedsrichterteams gemeint, wobei eine Ballberührung durch den Videoassistenten wohl auszuschließen ist. Erste Voraussetzung dafür, dass der Ball aus dem Spiel ist, ist also eine Ballberührung durch einen Teil des Schiedsrichterteams. Außerdem muss der Ball auf dem Spielfeld bleiben, also gibt es keinen Schiedsrichterball, sondern Einwurf, wenn der Ball vom Schiedsrichter ins Aus springt.

Pikant hieran: Den Schiedsrichterball hätte die Mannschaft bekommen, die den Ball zuletzt berührt hat (außer im Strafraum, dort bekommt diesen immer der Torwart), während beim Ausball immer das andere Team das Spielgerät bekommt. Warum das IFAB diese Form des Ballbesitzwechsels nicht ahndet, ist unklar, hängt aber vielleicht damit zusammen, dass man Situationen nicht erfassen wollte, in denen Schiedsrichterassistenten knapp hinter der Linie stehen und den Ball dadurch noch knapp vor vollständigem Überschreiten der Auslinie berühren. Am vergangenen Montag blieb der Ball aber danach auf dem Spielfeld, sodass dieses Kriterium kein Problem darstellt.

Zusätzlich zur Ballberührung durch einen Schiedsrichter(-assistenten) und dem Verbleib des Leders auf dem Spielfeld, muss aber auch eine der nächsten drei Voraussetzungen gegeben sein: Entweder muss der Ball direkt ins Tor gehen, der Ballbesitz wechseln oder ein Team einen aussichtsreichen Angriff auslösen. Ersteres ist auszuschließen, beim zweiten Punkt muss allerdings näher hingeschaut werden.

Angesichts der Bilder im On-Field-Review dürfte sich das Gespann wohl auf den Wechsel des Ballbesitzes gestützt haben, da Dr. Thomsen sich die Bilder ansah, wie ein Darmstädter Spieler den Ball abfälschte, was er im laufenden Spiel gar nicht wahrnehmen konnte. Ob ein solches Abfälschen aber wirklich für einen Darmstädter Ballbesitz genügt, darf durchaus bezweifelt werden, da der Bestandteil „Besitz“ eine gewisse Kontrolle verlangt.

Es gibt am Ende des Regelwerks ein Glossar, bei dem die wichtigsten Fußballbegriffe definiert sind. So werden banale Begriffe wie „Schnell ausgeführter Freistoß“, „Spielfeld (Platz)“, „Tackling“, „Tätlichkeit“ oder „übermäßig hart“ erklärt. Der Begriff des „Ballbesitzes“ ist dagegen an dieser Stelle nicht definiert, obwohl er in der offiziellen PDF des IFAB-Regelwerks 14-mal vorkommt. Daher kann man nicht klar sagen, ob das IFAB hierfür einen Ballbesitzwechsel sehen möchte oder nicht. Man kann aber davon ausgehen, dass der DFB diese Szene zum IFAB schicken und eine entsprechende Antwort erhalten wird. Solange wir diese Auslegungshinweise noch nicht haben, können wir auch nicht bewerten, wie die Situation gelöst werden soll.

Aber es gibt ja noch einen dritten Fall. Demnach ist der Ball auch aus dem Spiel, wenn nach der Berührung ein Team einen aussichtsreichen Angriff auslöst. Wenn der Ball vom unmittelbar nächsten Spieler ins Tor geschossen wird, ist der Angriff wohl ohne Frage aussichtsreich (im Englischen „promising“, also vielleicht besser zu übersetzen mit „vielversprechend“). Dass möglicherweise bereits zuvor ein aussichtsreicher Angriff bestand, ändert nichts daran, dass dieser aussichtsreiche Angriff infolge der Ballberührung durch den Schiedsrichter entstand. Denn erst durch das Abfälschen kam der Ball so zu Stendera, dass dieser die Schussposition für das Traumtor hat.

Das wird auch durch die Beweggründe des IFAB gestützt. Als Erklärung für die Neuregelung gibt das Board an, es könne sehr unfair sein, dass ein Team einen Vorteil erlangt oder gar ein Tor erzielt, nachdem der Ball versehentlich von einem Spieloffiziellen berührt wurde (S. 172). Gerät der Ball zu einem Spieler, der ihn nur durch die Ballberührung des Schiedsrichters in einer guten/besseren Schussposition hat, ist das aus Sicht der anderen Mannschaft unfair. In der Praxis führt das dann dazu, dass Schiedsrichter abpfeifen sollen, wenn nach ihrer Ballberührung ein aussichtsreicher Angriff besteht.

Die Szene führte zur teils recht lauter Kritik an der Neuregelung. Diese war aber ausdrücklicher Wunsch der Schiedsrichter. Denn es gibt kaum etwas Ärgerlicheres für Schiedsrichter als ein Tor, das nach einem eigenen Eingriff in Form einer Ballberührung geschieht. Da fühlt sich die verteidigende Mannschaft zu Recht verschaukelt, da sie ungewollt tatsächlich auf einmal gegen zwölf Mann spielt. Deshalb ist die dahingehende Neuregelung sehr gut – auch wenn sie uns ein Traumtor wie von Marc Stendera vereitelt.

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Dr. Martin Thomsen Name : Dr. Martin Thomsen
Geburtsdatum: 01.10.1985
Ort: Kleve

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Dr. Martin Thomsen
Name : Dr. Martin Thomsen
Geburtsdatum: 01.10.1985
Ort: Kleve

29.11.2019 01:56


AllesZufall


Eintr. Frankfurt-FanEintr. Frankfurt-Fan


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@GladbacherFohlen

Meinst du mich oder doch eher das KT-Mitglied, dass hinsichtlich der Blickrichtung genauso absolut ist in seinen Aussagen ("schaut wo ganz anders hin"), wie übrigens der Kommentar auch ("konnte es gar nicht wahrnehmen" - aha, weil?).
Im Gegensatz zu mir halt noch garniert mit ein paar Nettigkeiten, die eigentlich nichts anderes aussagen, als dass ich frech lügen würde. Das sollte sich mal jemand außerhalb des KT erlauben.

Ja, wir sehen die Augen nicht. Aber es wäre bedenklich, wenn ein SR nicht die Szene verfolgt, die sich die ganze Zeit neben ihm abspielt und der er auch das Gesicht zuwendet. Zumal dort nichts anderes passiert.
Aber gut, der SR meint ja auch Darmstadt sei im Ballbesitz gewesen. 


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29.11.2019 01:02


GladbacherFohlen
GladbacherFohlen

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GladbacherFohlen
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@AllesZufall

Zitat von AllesZufall
Zitat von Hagi01
Zitat von AllesZufall
 Zu du Szene selbst ist genug gesagt. Aber zu behaupten, dass "er im laufenden Spiel gar nicht wahrnehmen konnte", dass der Darmstädter den Ball berührte, ist ein schlechter Scherz. Das hat jeder gesehen, auch der SR, der fünf Meter daneben stand und nur da hinguckt.

Wird nur getoppt durch die Behauptung, die neue Regel sei "sehr gut".

Dass Du aber die Tatsachen frech verdrehst, kenne ich so von Dir noch nicht. Thomsen hat das nicht gesehen, weil er da schon in der Wegdrehbewegung ist. Er schaut wo ganz anderes hin.


Also du darfst dir aussuchen, ob du die Zusammenfassung auf YouTube bei 2:10, 2:32 oder 2:34 stoppst. Ich lasse dir da die freie Wahl. Im Zeitpunkt der Ballberührung durch den Darmstädter, hat der SR nicht mal ansatzweise begonnen sich zu drehen und guckt ausschließlich auf den Ball. Also kannst du entweder frech weiter Tatsachen verdrehen oder einsehen wie es wirklich war. Mit Meinungen hat das nämlich in dem Fall nicht viel zu tun.
Wer hier was anderes behauptet ist an der Realität nicht sonderlich interessiert.


Man sieht eben nicht die Augen des Schiris. Es ist also möglich in der Szenen Vermutungen in beide Richtungen anzustellen. Ich sehe weder klare Beweise für noch gegen deine Behauptung. Fest steht aber, dass deine Art der Diskussionsführung nicht das Gelbe vom Ei ist


"Das ist der ganz normale Wahnsinn hier im Borussia-Park!" - 100,5-Kommentator Andreas Küppers nach Igor de Camargos Last-Minute-Tor in der Relegation 2011 gegen Bochum


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28.11.2019 23:38


AllesZufall


Eintr. Frankfurt-FanEintr. Frankfurt-Fan


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@Hagi01

Zitat von Hagi01
Zitat von AllesZufall
 Zu du Szene selbst ist genug gesagt. Aber zu behaupten, dass "er im laufenden Spiel gar nicht wahrnehmen konnte", dass der Darmstädter den Ball berührte, ist ein schlechter Scherz. Das hat jeder gesehen, auch der SR, der fünf Meter daneben stand und nur da hinguckt.

Wird nur getoppt durch die Behauptung, die neue Regel sei "sehr gut".

Dass Du aber die Tatsachen frech verdrehst, kenne ich so von Dir noch nicht. Thomsen hat das nicht gesehen, weil er da schon in der Wegdrehbewegung ist. Er schaut wo ganz anderes hin.


Also du darfst dir aussuchen, ob du die Zusammenfassung auf YouTube bei 2:10, 2:32 oder 2:34 stoppst. Ich lasse dir da die freie Wahl. Im Zeitpunkt der Ballberührung durch den Darmstädter, hat der SR nicht mal ansatzweise begonnen sich zu drehen und guckt ausschließlich auf den Ball. Also kannst du entweder frech weiter Tatsachen verdrehen oder einsehen wie es wirklich war. Mit Meinungen hat das nämlich in dem Fall nicht viel zu tun.
Wer hier was anderes behauptet ist an der Realität nicht sonderlich interessiert.


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