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21.04.2020 15:20 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Von der Theorie in die Praxis: Wenn Spieler verletzt das Feld verlassen

Ein Tor von van Nistelrooy bei der EM 2008 als Paradebeispiel für jede Schiedsrichterprüfung

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Quelle: imago images
Van Nistelrooy jubelt über sein Tor zum 1:0, während sich die Italiener über seine angebliche Abseitssituation beschweren

Die schwersten Fragen in Schiedsrichterlehrgängen sind meistens rein theoretischer Natur. Was passiert, wenn ein Ersatzspieler durch einen Eingriff ins Spiel ein sicheres Tor verhindert? Und wie verhält es sich mit Spielern, die verletzt neben dem eigenen Tor liegen und gegebenenfalls das Abseits aufheben?

Bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz wurde eine dieser theoretischen Fragen plötzlich zur Praxis. Im Gruppenspiel zwischen Italien und Niederlande (0:3) erzielte Ruud van Nistelrooy in der 28. Minute das 1:0 für die „Oranje“. Auf den ersten Blick stand er mehr als einen Meter im Abseits, dennoch gab der schwedische Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt den Treffer – sehr zur Verwunderung der Zuschauer, Kommentatoren und auch einiger Spieler. Das Tor war nämlich tatsächlich regelkonform, da Italiens Verteidiger Christian Panucci kurz vor dem Treffer mit seinem Torwart Gianluigi Buffon zusammenstieß und neben dem Tor, außerhalb des Feldes, liegen blieb.

Laut Regeln bleibt ein Spieler allerdings aktiv, wenn er ohne Erlaubnis des Schiedsrichters das Spielfeld verlässt. Dabei spielt es keine Rolle, ob absichtlich oder aus Versehen (wie im Fall von Panucci). Fröjdfeldt und sein Assistent erkannten das und gaben den Treffer zurecht.

Nach weiteren Treffern von Wesely Sneijder (31. Minute) und Giovanni van Bronckhorst (78.) gewann die Niederlande mit 3:0 und zog am Ende als Gruppensieger in das Viertelfinale ein. Dort schied man dann nach einem 1:1 im Elfmeterschießen gegen Russland aus (1:3). (yk)

Die schwersten Fragen in Schiedsrichterlehrgängen sind meistens rein theoretischer Natur. Was passiert, wenn ein Ersatzspieler durch einen Eingriff ins Spiel ein sicheres Tor verhindert? Und wie verhält es sich mit Spielern, die verletzt neben dem eigenen Tor liegen und gegebenenfalls das Abseits aufheben?

Bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz wurde eine dieser theoretischen Fragen plötzlich zur Praxis. Im Gruppenspiel zwischen Italien und Niederlande (0:3) erzielte Ruud van Nistelrooy in der 28. Minute das 1:0 für die „Oranje“. Auf den ersten Blick stand er mehr als einen Meter im Abseits, dennoch gab der schwedische Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt den Treffer – sehr zur Verwunderung der Zuschauer, Kommentatoren und auch einiger Spieler. Das Tor war nämlich tatsächlich regelkonform, da Italiens Verteidiger Christian Panucci kurz vor dem Treffer mit seinem Torwart Gianluigi Buffon zusammenstieß und neben dem Tor, außerhalb des Feldes, liegen blieb.

Laut Regeln bleibt ein Spieler allerdings aktiv, wenn er ohne Erlaubnis des Schiedsrichters das Spielfeld verlässt. Dabei spielt es keine Rolle, ob absichtlich oder aus Versehen (wie im Fall von Panucci). Fröjdfeldt und sein Assistent erkannten das und gaben den Treffer zurecht.

Nach weiteren Treffern von Wesely Sneijder (31. Minute) und Giovanni van Bronckhorst (78.) gewann die Niederlande mit 3:0 und zog am Ende als Gruppensieger in das Viertelfinale ein. Dort schied man dann nach einem 1:1 im Elfmeterschießen gegen Russland aus (1:3). (yk)

21.04.2020 19:47


Hagi01
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Hagi01
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Eine Ergänzung dazu: Mittlerweile wurde die Regel etwas geändert. Wenn ein Verteidiger hinter die Grundlinie gerät und dort verletzt liegen/stehen/wasauchimmer bleibt, gilt er nur so lange als auf der Grundlinie, bis die verteidigende Mannschaft den Ball außerhalb des eigenen Strafraums kontrolliert in Richtung der Mittellinie (also vom eigenen Tor weg) gespielt hat. Danach tut man (vorübergehend) so, als gäbe es den Spieler nicht mehr.


Fußballzerstörer (Zitat von em-ti auf Transfermarkt.de)


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