Newsansicht

WahreTabelle 1.Bundesliga >> WahreTabelle 2.Bundesliga >>
03.02.2021 09:40 Uhr | Quelle: Wahre Tabelle / ARD

Baumgart über Stieler: „Respekt bedeutet auch, sich den Scheiß anzugucken“

DFB begründet zweifelhafte Entscheidung 

imago1000600593h_1612341789.jpg
Quelle: imago images
Steffen Baumgart quittierte die Entscheidung des Schiedsrichter-Teams mit deutlichen Worten

Es lief die 95. Spielminute zwischen Borussia Dortmund und dem SC Paderborn, als Schiedsrichter Tobias Stieler eine höchst diskutable Entscheidung traf. BVB-Mittelfeldmann Thomas Delaney spielte einen weiten Pass auf Erling Haaland. Gäste-Akteur Svante Ingelsson versuchte, das Zuspiel per Grätsche abzufangen – vergeblich. Der Ball landete ohne Richtungsveränderung beim 20-jährigen Norweger, der frei auf das SCP-Gehäuse zulief und einschob.

Baumgart: „Das ist eine absolute Frechheit“

Der Dortmunder Stürmer stand jedoch während des Passes seines Teamkollegen einen halben Schritt im Abseits. Da bereits im Achtelfinale die Videoassistenten zum Einsatz kommen, sollte es normalerweise eine kurze Kontrolle und anschließende Intervention aus Köln geben, ehe das Tor aberkannt wird. Aus einem Check entpuppte sich eine fünfminütige Unterbrechung, in der VAR Dr. Matthias Jöllenbeck nicht die offensichtliche Abseitsposition, sondern ein „bewusstes Berühren des Balles“ (DFB) prüfte.

„Der Schiedsrichter hat mir gesagt, dass er und sein Linienrichter die Wahrnehmung hatten, dass unser Spieler Svante Ingelsson den Ball berührte, erklärte Baumgart im Interview gegenüber der ARD. Ich habe zumindest erwartet, dass er sich das anschaut. Es ist keine Veränderung oder Berührung des Balles – es ist nur eine Vermutung. Das ist eine Frechheit, eine absolute Frechheit.“

Stellungnahme des DFB – Unvollständige Regelauslegung

Der DFB äußerte sich noch am Abend via Twitter zur strittigen Szene: „Die Wahrnehmung des Schiedsrichter-Teams auf dem Platz war, dass der Paderborn-Spieler Ingelsson durch ein bewusstes Berühren des Balles die vermeintliche Abseitsposition des BVB-Spielers Haaland aufgehoben hat. Diese konnte durch die TV-Bilder, die dem VAR vorliegen, nicht zweifelsfrei widerlegt werden. Aus diesem Grund blieb die Feld-Entscheidung bestehen.“

Laut des DFB-Regelwerks heißt es jedoch: „Ein Spieler verschafft sich keinen Vorteil aus einer Abseitsstellung, wenn er den Ball von einem gegnerischen Spieler erhält, der den Ball absichtlich spielt (mit Ausnahme einer absichtlichen Abwehraktion des Gegners).“

Das Verhalten des Paderborner Spielers sollte zweifelsfrei als absichtliche Abwehraktion gewertet werden, der DFB ignorierte dies aber in seiner Begründung.

Baumgart: „Finde ich arrogant“

SCP-Trainer Baumgart reagierte am ARD-Mikro mit Unverständnis auf die getroffene Entscheidung: „Wir haben doch die Bilder, die kann er sich 20-mal angucken. Langsam wird es lächerlich. Nicht an den Monitor zu gehen und sich das anzugucken, das hat keiner verdient. Respekt bedeutet auch, sich den Scheiß anzugucken und dann eine Entscheidung zu treffen. Das ging hier heute für uns um 2 Millionen Euro. Wir sind keine Aktiengesellschaft, wir kämpfen um jede müde Mark. Und dann kommt mir so einer so entgegen? Finde ich arrogant, das muss ich ganz ehrlich sagen.“

Der Unparteiische Tobias Stieler wollte sich im Anschluss der Partie nicht äußern.

PH

Es lief die 95. Spielminute zwischen Borussia Dortmund und dem SC Paderborn, als Schiedsrichter Tobias Stieler eine höchst diskutable Entscheidung traf. BVB-Mittelfeldmann Thomas Delaney spielte einen weiten Pass auf Erling Haaland. Gäste-Akteur Svante Ingelsson versuchte, das Zuspiel per Grätsche abzufangen – vergeblich. Der Ball landete ohne Richtungsveränderung beim 20-jährigen Norweger, der frei auf das SCP-Gehäuse zulief und einschob.

Baumgart: „Das ist eine absolute Frechheit“

Der Dortmunder Stürmer stand jedoch während des Passes seines Teamkollegen einen halben Schritt im Abseits. Da bereits im Achtelfinale die Videoassistenten zum Einsatz kommen, sollte es normalerweise eine kurze Kontrolle und anschließende Intervention aus Köln geben, ehe das Tor aberkannt wird. Aus einem Check entpuppte sich eine fünfminütige Unterbrechung, in der VAR Dr. Matthias Jöllenbeck nicht die offensichtliche Abseitsposition, sondern ein „bewusstes Berühren des Balles“ (DFB) prüfte.

„Der Schiedsrichter hat mir gesagt, dass er und sein Linienrichter die Wahrnehmung hatten, dass unser Spieler Svante Ingelsson den Ball berührte, erklärte Baumgart im Interview gegenüber der ARD. Ich habe zumindest erwartet, dass er sich das anschaut. Es ist keine Veränderung oder Berührung des Balles – es ist nur eine Vermutung. Das ist eine Frechheit, eine absolute Frechheit.“

Stellungnahme des DFB – Unvollständige Regelauslegung

Der DFB äußerte sich noch am Abend via Twitter zur strittigen Szene: „Die Wahrnehmung des Schiedsrichter-Teams auf dem Platz war, dass der Paderborn-Spieler Ingelsson durch ein bewusstes Berühren des Balles die vermeintliche Abseitsposition des BVB-Spielers Haaland aufgehoben hat. Diese konnte durch die TV-Bilder, die dem VAR vorliegen, nicht zweifelsfrei widerlegt werden. Aus diesem Grund blieb die Feld-Entscheidung bestehen.“

Laut des DFB-Regelwerks heißt es jedoch: „Ein Spieler verschafft sich keinen Vorteil aus einer Abseitsstellung, wenn er den Ball von einem gegnerischen Spieler erhält, der den Ball absichtlich spielt (mit Ausnahme einer absichtlichen Abwehraktion des Gegners).“

Das Verhalten des Paderborner Spielers sollte zweifelsfrei als absichtliche Abwehraktion gewertet werden, der DFB ignorierte dies aber in seiner Begründung.

Baumgart: „Finde ich arrogant“

SCP-Trainer Baumgart reagierte am ARD-Mikro mit Unverständnis auf die getroffene Entscheidung: „Wir haben doch die Bilder, die kann er sich 20-mal angucken. Langsam wird es lächerlich. Nicht an den Monitor zu gehen und sich das anzugucken, das hat keiner verdient. Respekt bedeutet auch, sich den Scheiß anzugucken und dann eine Entscheidung zu treffen. Das ging hier heute für uns um 2 Millionen Euro. Wir sind keine Aktiengesellschaft, wir kämpfen um jede müde Mark. Und dann kommt mir so einer so entgegen? Finde ich arrogant, das muss ich ganz ehrlich sagen.“

Der Unparteiische Tobias Stieler wollte sich im Anschluss der Partie nicht äußern.

PH

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Dr. Matthias Jöllenbeck Name : Dr. Matthias Jöllenbeck
Geburtsdatum: 16.02.1987
Ort: Freiburg
Tobias Stieler Name : Tobias Stieler
Geburtsdatum: 02.07.1981
Ort: Hamburg

Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Dr. Matthias Jöllenbeck
Name : Dr. Matthias Jöllenbeck
Geburtsdatum: 16.02.1987
Ort: Freiburg
Tobias Stieler
Name : Tobias Stieler
Geburtsdatum: 02.07.1981
Ort: Hamburg

09.02.2021 13:15


rorih


1. FC Nürnberg-Fan1. FC Nürnberg-Fan


Mitglied seit: 02.09.2013

Aktivität:
Beiträge: 18

Wenn der VAR sagt, die Bilder sind scheiße, ich erkenn da nix -
dann braucht der SR sich das auch nicht anschauen.


 Beitrag melden  Zitieren  Antworten


06.02.2021 12:47


Esox


Bor. Dortmund-FanBor. Dortmund-Fan


Mitglied seit: 20.11.2010

Aktivität:
Beiträge: 2351

@Stern des Südens

Zitat von Stern des Südens
Das sehe ich anders.
Selbst wenn es das Regelwerk hergibt.
Ich kenne keine einzige Szene in der so entschieden wurde. Weder national noch international und falls jemand eine ähnliche Szene seit Einführung des VAR hat, dann möge er diese bitte hier drin verlinken oder einstellen.

In den allermeisten Abseitsentscheidungen könnte doch argumentiert werden, dass ein Abwehrspieler den Ball noch zu spielen oder abzufangen versucht, zumindest aber versucht auf den Ball zu gehen.

Wurde das aber bisher so interpretiert??
Meines Wissens nein!

Ausgerechnet Stieler soll nun der Hüter des heiligen Grals sein und als einziger diese krumme Formulierung im Regelwerk richtig ausgelegt haben?

Ich habe da meine Zweifel.

Mal auf die Schnelle:
https://youtu.be/8WY_anMHmmg?t=112
https://www.youtube.com/watch?v=5nlRaR8yeaU&feature=youtu.be
https://www.youtube.com/watch?v=0IhCC171IcY&feature=youtu.be
 


 Beitrag melden  Zitieren  Antworten


06.02.2021 10:43


Stern des Südens


Bayern München-FanBayern München-Fan


Mitglied seit: 19.12.2019

Aktivität:
Beiträge: 273

Das sehe ich anders.
Selbst wenn es das Regelwerk hergibt.
Ich kenne keine einzige Szene in der so entschieden wurde. Weder national noch international und falls jemand eine ähnliche Szene seit Einführung des VAR hat, dann möge er diese bitte hier drin verlinken oder einstellen.

In den allermeisten Abseitsentscheidungen könnte doch argumentiert werden, dass ein Abwehrspieler den Ball noch zu spielen oder abzufangen versucht, zumindest aber versucht auf den Ball zu gehen.

Wurde das aber bisher so interpretiert??
Meines Wissens nein!

Ausgerechnet Stieler soll nun der Hüter des heiligen Grals sein und als einziger diese krumme Formulierung im Regelwerk richtig ausgelegt haben?

Ich habe da meine Zweifel.


 Beitrag melden  Zitieren  Antworten


01.03.2021 19:08 Uhr | Quelle: WahreTabelle Verletzungscomeback nach 8 Monaten: Deniz Aytekin leitet das Hamburg-Derby

Deniz Aytekin

Im August 2020 verletzte sich Schiedsrichter Deniz Aytekin (Foto) in der Saisonvorbereitung an der Achillessehne. Für den 42-jährigen Betriebswirt aus Nürnberg war der Saisonstart damit gelaufen, denn die Verletzung musste operativ behandelt werden. „Als Sportler muss man hin und wieder mal mit Verletzungen leben und umgehen können. In der nächsten Zeit fokussiere ich mich voll auf die Maßnahmen zur Wiedergenesung“, erklärte Aytekin damals in einer Mitteilung des DFB und kündigte an: „Ich bin zuversichtlich, dass ich in der Rückrunde wieder auf den Platz zurückkehren kann."  Diese Zuversicht sollte sich für den Schiedsrichter des Jahres 2019 bewahrheiten. Rund 8 Monate nach...

23.02.2021 09:10 Uhr | Quelle: Wahre Tabelle Bundesliga-Auswertung: Elfmeter für die Eintracht – Zwei Platzverweise in Freiburg

imago1000881112h_1614068078.jpg

Am 22. Bundesliga-Spieltag ergaben sich in Folge der Abstimmungen des Kompetenzteams und der Community insgesamt vier Korrekturen. Die ersten beiden Fehlentscheidungen fällte laut der User Schiedsrichter Sören Storks im Spiel zwischen dem SC Freiburg und Union Berlin. In der 50. Minute versprang Lucas Höler die Kugel aufgrund eines schlechten ersten Kontakts, woraufhin sich der Stürmer um Schadensbegrenzung bemühte. Beim Versuch den Ball zurückzuerobern, landete Höler allerdings mit gestrecktem Bein auf dem Knöchel seines Gegenspielers Nico Schlotterbeck. Für die WT-Community hätte das Einsteigen des Freiburgers mit glatt Ro...

17.02.2021 09:36 Uhr | Quelle: Wahre Tabelle Bundesliga-Auswertung: Schlager verpasst drei Elfmeterpfiffe – Rot für Haaland

Acht Korrekturen am 21. Spieltag 

imago1000768551h_1613551207.jpg

Am 21. Bundesliga-Spieltag ergaben sich in Folge der Abstimmungen des Kompetenzteams und der Community insgesamt acht Korrekturen. Die erste Fehlentscheidung fällte laut der User Schiedsrichter Felix Zwayer im Freitagsspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Augsburg. Es lief die 33. Minute, als FCA-Verteidiger Reece Oxford einen Abpraller aus dem Augsburger Strafraum bugsieren wollte, dabei aber laut Zwayer Nordi Mukiele am Knie traf. Der Unparteiische zeigte auf den Punkt, Dani Olmo verwandelte im zweiten Versuch zum zwischenzeitlichen 2:0. Für die WT-User handelte das Schiedsrichtergespann jedoch falsch. KT-Mitglied „lexhg98“ schrieb etwa: „Ich kan...

11.02.2021 12:42 Uhr | Quelle: dpa Magath kritisiert Videobeweis: „In der jetzigen Umsetzung eine Katastrophe“

imago0047970934h_1613044517.jpg

Felix Magath hat den Videobeweis scharf kritisiert. „Der VAR in der jetzigen Umsetzung ist eine Katastrophe und muss in dieser Form weg“, sagte der frühere Bayern-Trainer dem „Kicker“. „Ich war stets für den Videobeweis, hatte mir aber nie vorgestellt, dass der Referee damit vorgeführt wird. Ich dachte, dass da einer als Helfer im Stadion vor einem Bildschirm sitzt und nur bei einer eindeutigen Fehlentscheidung dem Schiedsrichter einen Impuls gibt. Und dann muss dieser entscheiden.“ Magath sagte weiter: „Beim Handspiel muss natürlich die Absicht den Ausschlag geben – und ob damit ein Tor verhindert wurde. Aber wie kann ich Elfmeter pfeifen, wenn bei einer Flanke kurz vor der Torauslinie der A...

10.02.2021 15:48 Uhr | Quelle: dpa Drees: „Intensive, persönliche Nachbereitung“ bei groben Fehlentscheidungen

Videobeweis-Projektleiter spricht sich gegen Schiedsrichter-Sperren aus 

imago0041557322h_1612968591.jpg

Videobeweis-Projektleiter Dr. Jochen Drees ist überzeugt davon, Schiedsrichter nach groben Fehlentscheidungen nicht pausieren zu lassen. „Gegenfrage: Setzt ein Verein einen sehr guten Spieler nach einem verschossenen Strafstoß für die nächsten Spiele auf die Bank? Solche Schlussfolgerungen würden überhaupt keinen Sinn ergeben – weder bei Spielern, Schiedsrichtern noch Video-Assistenten“, sagte Drees dem „Kicker". Konkret wurde er auf eine Elfmetersituation im Zweitliga-Spiel zwischen Greuther Fürth und den Würzburger Kickers angesprochen, die trotz Sichtung der Video-Bilder nicht korrigiert wurde.  ...