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08.02.2019 18:07 Uhr | Quelle: WahreTabelle

Bundesliga: Was nützt der Video-Beweis beim Abseits?

Streitfrage vor dem 21. Spieltag: Kalibrierte Linien und die berühmten Zentimeter...

Lewandowski_Robert_LEVFCBayern
Quelle: Imago Sportfoto
Wie knapp war diese Abseitsentscheidung gegen Bayern Münchens Stürmer Robert Lewandowski im Spiel bei Bayer Leverkusen wirklich?

Der 20. Spieltag brachte mit dem Abseitstreffer von Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski (30) in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit der Partie bei Bayer 04 Leverkusen (1:3) eine Abseitsentscheidung, die sich auf den weiteren Spielverlauf auswirkte und die nur mit Hilfe des Video-Assistenten Tobias Welz in Köln und mittels der kalibrierten Abseitslinien aufzulösen war. Hätte der Treffer gezählt, wäre es das 0:2 aus Sicht der Leverkusener gewesen, die die Partie nach dem Seitenwechsel noch in ein 3:1 umdrehten.

Die Frage, die auch die Zeitschrift SPORT BILD in ihrer aktuellen Ausgabe aufmacht, und die auch bei der Fußball-Community WahreTabelle diskutiert wurde: „Was taugt der Video-Beweis beim Abseits?“

„Wie lege ich das Lot? Da muss ich eine Drohne haben“, wollte Bayern-Trainer Niko Kovac (47) nach dem Spiel in Leverkusen gar nicht erst diese Entscheidung treffen, „so von der Seite her ist es für mich schwierig.“ Duisburg-Fan 4KNADO schrieb bei WahreTabelle dazu: „Die können mir noch viel von den kalibrierten Linien erzählen, aber jetzt mal ehrlich. Bei dieser Millimeterentscheidung geht es um Millimeter und Millisekunden. Man wird bei sowas nie 100%ig sagen können, wann der Ball genau den Fuß verlässt. Außerdem darf es dann trotzdem mit kalibrierten Linien nicht so lange dauern.“

Eine 100-prozentige Sicherheit kann es nicht geben – das sieht auch DFB-Video-Beweis-Chef und Ex-Bundesligaschiedsrichter Dr. Jochen Drees (48, Münster-Sarmsheim) so. „Die Tatsache, dass eine ungenaue Handhabung der Abseitslinien bei Athleten im Vollsprint zu verfälschten Ergebnissen führen kann, ist uns bewusst und wird jedem Video-Assistenten in Erinnerung gerufen“, erklärt der ehemalige Referee aus Rheinland-Pfalz.

Der Video-Beweis legt händisch fest, wann der für die Abseitsposition relevante Pass gespielt wird. Seit dieser Saison gibt es in der Regel 11 den Zusatz „Maßgebend ist der erste Kontakt beim Spielen oder Berühren des Balles.“ Dann, so heißt es am Mittwoch in SPORT BILD, „stoppt der Video-Assistent die Aufzeichnung, markiert beim Stürmer und Verteidiger jeweils den Körperteil, der der Torlinie am nächsten ist. Danach wird vom Computer die Abseitslinie erstellt.“ Bei der hohen Sprint-Geschwindigkeit, die führende Bundesliga-Spieler mittlerweile erreichen können, ein gewagtes Spiel. Wird das Bild nur minimal früher oder später gestoppt, könnte dies möglicherweise die entscheidenden Zentimeter ausmachen.

Es gibt jedoch auch eine Vergleichsmöglichkeit. „Falls der Moment der ersten Ballberührung und der möglicherweise im Abseits stehende Spieler nicht auf jedem Bild gleichzeitig zu sehen ist, kann der Video-Assistent auch zwei Videos synchron abspielen lassen“, schreibt SPORT BILD, „erst wird bei einem Video der Moment des Abspiels festgelegt, dann kann der Video-Assistent das andere Video genau zu diesem Zeitpunkt überprüfen und dort die Abseitslinie einziehen.“ (cge)

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Der Video-Beweis legt händisch fest, wann der für die Abseitsposition relevante Pass gespielt wird. Seit dieser Saison gibt es in der Regel 11 den Zusatz „Maßgebend ist der erste Kontakt beim Spielen oder Berühren des Balles.“ Dann, so heißt es am Mittwoch in SPORT BILD, „stoppt der Video-Assistent die Aufzeichnung, markiert beim Stürmer und Verteidiger jeweils den Körperteil, der der Torlinie am nächsten ist. Danach wird vom Computer die Abseitslinie erstellt.“ Bei der hohen Sprint-Geschwindigkeit, die führende Bundesliga-Spieler mittlerweile erreichen können, ein gewagtes Spiel. Wird das Bild nur minimal früher oder später gestoppt, könnte dies möglicherweise die entscheidenden Zentimeter ausmachen.

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Die Bundesliga-Saison 2020/21 hat nach dem Rückspiel in der Relegation zwischen Holstein Kiel und dem 1. FC Köln ihr Ende gefunden. Dank eines 5:1-Auswärtssieges drehte der „Effzeh“ das 0:1 aus der ersten Partie und feierte den Klassenerhalt – ein Blick auf die Wahre Tabelle zeigt jedoch, dass die Kölner nach Bewertung der Schiedsrichterentscheidungen über die gesamte Spielzeit auf Platz 17 direkt abgestiegen wären. Demnach hätte der SV Werder Bremen den Gang in die Relegation antreten müssen und wäre dort nicht auf Kiel, sondern Fortuna Düsseldorf getroffen (Wahre Tabelle 2. Bundesliga).

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Korrektur in Gräfes Abschiedsspiel

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Der letzte Bundesliga-Spieltag ist vorbei und die Saison für die meisten Schiedsrichter beendet, einzig die Relegationsspiele stehen noch aus. In der abschließenden Runde wurde ausgerechnet im Abschiedsspiel von Manuel Gräfe eine Korrektur vorgenommen, der Sieg des BVB gegen Bayer 04 Leverkusen fiel zu hoch aus. Marco Reus verwandelte in der 51. Minute einen Freistoß, aus Sicht des Kompetenzteams und der Community hat jedoch zuvor kein Foulspiel vorgelegen. „Der Treffer ist da, aber für mich ist das nur ein leichter Kontakt und kein Foul“, schrieb „Taru“. Fünf zu drei Stimmen votierten für eine Fehlentscheidung, 58,3 Prozent der User waren derselben Meinung.

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Elfmeter-Diskussionen im Vordergrund

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Der vorletzte Bundesliga-Spieltag hat nicht nur für Spannung im Abstiegskampf sowie im Europapokal-Rennen gesorgt, sondern auch mehrere strittige Szenen hervorgebracht. Im Topspiel zwischen RB Leipzig und VfL Wolfsburg kam es in der Schlussphase zu einem diskussionswürdigen Zweikampf, der zu einer Ergebniskorrektur führte. Demnach hätten die „Wölfe“ mit 2:1 gewinnen müssen. In der 78. Minute entschied Schiedsrichter Felix Zwayer nach Ansicht der Bilder auf einen Strafstoß für die Hausherren. Das Kompetenzteam sowie die Community waren geteilter Meinung, denn sieben zu sechs KT-Mitglieder votierten für eine Fehlentscheidung und 53,3 Prozent der User waren auf Seiten Zwayers. „Der Leipziger spielt den Ball und wird danach ...