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04.10.2013 12:29 Uhr | Quelle: WahreTabelle.de

,,In der Bundesliga müssen Sie mutig sein!"

WahreTabelle.de exklusiv: Interview mit Top-Schiedsrichter Dr. Jochen Drees.

Dr. Drees / Dortmund
Quelle: GettyImages
Die dramatische Schlusszene der Saison 2012/2013: Schiedsrichter Dr. Jochen Drees (l.) nimmt nach Rücksprache mit seinem Assistenten Benjamin Brand den Dortmunder Ausgleich gegen Hoffenheim zurück.

Er gehört zu den besten Referees in Deutschland. Dr. Jochen Drees (43) aus Münster-Sarmsheim in Rheinland-Pfalz pfeift seit 2005 in der Fußball-Bundesliga. Seinen ersten ganz großen Einsatz hatte er im DFB-Pokal-Finale 2006 zwischen dem FC Bayern München und Eintracht Frankfurt (1:0) als Vierter Offizieller im Gespann von Herbert Fandel.

Kurios: Am 11. April 2008 brach Drees die Partie 1. FC Nürnberg - VfL Wolfsburg wegen starken Regens ab. Es war der erste Spielabbruch in der Bundesliga seit 1976 und der erste wegen Regens überhaupt. Im Fokus stand Drees auch am letzten Spieltag der Saison 2012/2013, als er in der Nachspielzeit der Partie Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim (1:2) einen Treffer von BVB-Torjäger Robert Lewandowski zum möglichen Ausgleich nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurücknahm und den Hoffenheimern so den Platz in der Bundesliga-Relegation rettete (WahreTabelle.de berichtete mehrfach).

Im Interview mit WahreTabelle.de spricht der Mediziner über diese saisonentscheidende Szene, die bis heute in Fußball-Deutschland heiß diskutiert wird und über Chancen und Perspektiven der deutschen Schiedsrichter.

WahreTabelle.de: Herr Doktor Drees, für die Nutzer von WahreTabelle.de war das nicht gegebene Ausgleichstor für Borussia Dortmund in der Nachspielzeit gegen 1899 Hoffenheim (1:2) die Szene der Saison. Wie haben Sie als Spielleiter diesen entscheidenden Moment erlebt?
Dr. Jochen Drees: Es war eine sehr aufregende Situation, im Nachhinein war sie sogar noch aufregender als im Spiel. Ich habe mir immer wieder gesagt: ,Das fehlende Bewusstsein über die Konsequenz war der Schlüssel dazu, richtig zu entscheiden.‘“

WahreTabelle.de: Können Sie das konkretisieren?
Dr. Drees: Typisch für diese Szene war, dass die Wahrnehmung von mir als Schiedsrichter und die des Assistenten Benjamin Brand für sich alleine nicht ausgereicht hat. Es war nur lösbar durch die Vereinbarung beider Meinungen. Benjamin Brand hat mich via Headset um Rücksprache gebeten. Für mich war das Tor durch die Wahrnehmung auf dem Platz korrekt, ich konnte nicht sehen, ob Robert Lewandowski im Abseits stand und war auf ein Zeichen vom Assistenten angewiesen.

Viele Experten, auch in der Community von WahreTabelle.de, lobten Ihre mutige Entscheidung im Dortmunder Hexenkessel. Fehlt es den deutschen Schiedsrichtern manchmal an Mut zu unpopulären, weil einfach nur regelkonformen Entscheidungen?
In der Bundesliga müssen Sie einfach mutig sein, es darf keinen Grund dafür geben, für die Mannschaft A oder für die Mannschaft B zu pfeifen. Das ist keine Frage von fehlendem Mut, sondern das liegt häufig an eigenen Fehleinschätzungen und hat nichts mit den Heim- oder den Gastmannschaften zu tun.

Wie verfolgen Sie WahreTabelle.de?
Ich schaue immer wieder gerne bei WahreTabelle.de rein, weil es einem als Schiedsrichter doch schon sehr interessiert, wie die Szenen vom vorangegangenen Wochenende wahrgenommen werden. Für uns Schiedsrichter ist es wichtig, ein Feedback zu bekommen. Es ist ganz spannend, wie das von den Nutzern oder den Fans wahrgenommen wird. Ganz interessant ist dabei manchmal die Diskussion bei „Entscheidungen in der Grauzone", das ist schön zu lesen, wie Andere diese Entscheidungen interpretieren.

Was genau sind für Sie „Entscheidungen in der Grauzone“?
Es gibt immer wieder Situationen, die eine durchaus legitime Diskussion auslösen und einem Schiedsrichter einen Spielraum lassen. So können u. a. die Persönlichkeit des Schiedsrichters, aber auch der Spielverlauf einzelne Entscheidungen beeinflussen. Wir reden dabei von „Kann-Entscheidungen“. In Hoffenheim war der Ball am ersten Spieltag (2:2 gegen den 1. FC Nürnberg, d. Red.) klar hinter der Linie und es gab doch kein Tor. Das ist jedoch eine Schwarz-Weiß-Entscheidung! Entweder ist der Ball drin oder nicht.

Höhere Gehälter, mehr Professionalität - auf welchem Weg sehen Sie die Bundesliga-Schiedsrichter?
Ich finde, dass die deutschen Schiedsrichter auf einem sehr guten Weg sind. Es ist nur die Frage, dass sich dadurch auch Konsequenzen ergeben...

..führt das professionellere Schiedsrichterwesen automatisch zu besseren Schiedsrichterleistungen?
Schwer zu sagen! Es schafft in jedem Fall eine bessere Absicherung, weil der Aufwand für einen Schiedsrichter nach wie vor sehr hoch ist. Viele Schiedsrichter müssen entscheiden, was sie mit ihrem regulären Beruf machen. Ich denke, dass irgendwann auch der Profi-Schiedsrichter kommen wird. 

Welchem deutschen Referee trauen Sie in dieser Bundesliga-Saison den Durchbruch zu?
Grundsätzlich muss man sagen, dass die Qualität der Schiedsrichter in der Bundesliga sehr hoch ist. Für einen Zweitliga-Referee ist es schwierig, in diese Phalanx einzubrechen. Wir haben viele talentierte Schiedsrichter in der 2. Liga, aber es ist schwierig zu sagen, wer den Sprung schafft. Christian Dietz ist auf einem sehr guten Weg, seine Entwicklung muss man weiter beobachten, ebenso wie die von Sascha Stegemann. Aber, und da wiederhole ich mich gern: Alle deutschen Schiedsrichter sind insgesamt auf einem sehr hohen Niveau. In zwei Jahren wird in der Bundesliga ein großer personeller Umbruch beginnen. Dann werden nach und nach acht Schiedsrichter aus Altersgründen ausscheiden und dann brauchen wir gute Leute, die in ihre Fußstapfen treten.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist für die WM 2014 so gut wie qualifiziert und kann gegen Irland vor heimischem Publikum schon alles klar machen. Sehen wir in Brasilien auch einen deutschen Referee?
Natürlich! Bei der Stärke der Liga wäre es sehr schade, wenn man von Seiten der FIFA auf einen deutschen Schiedsrichter verzichten würden. Es wird zwischen Felix Brych und Wolfgang Stark ausgehen, beide hätten diese Chance verdient.

Interview: Carsten Germann, Redaktion WahreTabelle.de.

 

Er gehört zu den besten Referees in Deutschland. Dr. Jochen Drees (43) aus Münster-Sarmsheim in Rheinland-Pfalz pfeift seit 2005 in der Fußball-Bundesliga. Seinen ersten ganz großen Einsatz hatte er im DFB-Pokal-Finale 2006 zwischen dem FC Bayern München und Eintracht Frankfurt (1:0) als Vierter Offizieller im Gespann von Herbert Fandel.

Kurios: Am 11. April 2008 brach Drees die Partie 1. FC Nürnberg - VfL Wolfsburg wegen starken Regens ab. Es war der erste Spielabbruch in der Bundesliga seit 1976 und der erste wegen Regens überhaupt. Im Fokus stand Drees auch am letzten Spieltag der Saison 2012/2013, als er in der Nachspielzeit der Partie Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim (1:2) einen Treffer von BVB-Torjäger Robert Lewandowski zum möglichen Ausgleich nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurücknahm und den Hoffenheimern so den Platz in der Bundesliga-Relegation rettete (WahreTabelle.de berichtete mehrfach).

Im Interview mit WahreTabelle.de spricht der Mediziner über diese saisonentscheidende Szene, die bis heute in Fußball-Deutschland heiß diskutiert wird und über Chancen und Perspektiven der deutschen Schiedsrichter.

WahreTabelle.de: Herr Doktor Drees, für die Nutzer von WahreTabelle.de war das nicht gegebene Ausgleichstor für Borussia Dortmund in der Nachspielzeit gegen 1899 Hoffenheim (1:2) die Szene der Saison. Wie haben Sie als Spielleiter diesen entscheidenden Moment erlebt?
Dr. Jochen Drees: Es war eine sehr aufregende Situation, im Nachhinein war sie sogar noch aufregender als im Spiel. Ich habe mir immer wieder gesagt: ,Das fehlende Bewusstsein über die Konsequenz war der Schlüssel dazu, richtig zu entscheiden.‘“

WahreTabelle.de: Können Sie das konkretisieren?
Dr. Drees: Typisch für diese Szene war, dass die Wahrnehmung von mir als Schiedsrichter und die des Assistenten Benjamin Brand für sich alleine nicht ausgereicht hat. Es war nur lösbar durch die Vereinbarung beider Meinungen. Benjamin Brand hat mich via Headset um Rücksprache gebeten. Für mich war das Tor durch die Wahrnehmung auf dem Platz korrekt, ich konnte nicht sehen, ob Robert Lewandowski im Abseits stand und war auf ein Zeichen vom Assistenten angewiesen.

Viele Experten, auch in der Community von WahreTabelle.de, lobten Ihre mutige Entscheidung im Dortmunder Hexenkessel. Fehlt es den deutschen Schiedsrichtern manchmal an Mut zu unpopulären, weil einfach nur regelkonformen Entscheidungen?
In der Bundesliga müssen Sie einfach mutig sein, es darf keinen Grund dafür geben, für die Mannschaft A oder für die Mannschaft B zu pfeifen. Das ist keine Frage von fehlendem Mut, sondern das liegt häufig an eigenen Fehleinschätzungen und hat nichts mit den Heim- oder den Gastmannschaften zu tun.

Wie verfolgen Sie WahreTabelle.de?
Ich schaue immer wieder gerne bei WahreTabelle.de rein, weil es einem als Schiedsrichter doch schon sehr interessiert, wie die Szenen vom vorangegangenen Wochenende wahrgenommen werden. Für uns Schiedsrichter ist es wichtig, ein Feedback zu bekommen. Es ist ganz spannend, wie das von den Nutzern oder den Fans wahrgenommen wird. Ganz interessant ist dabei manchmal die Diskussion bei „Entscheidungen in der Grauzone", das ist schön zu lesen, wie Andere diese Entscheidungen interpretieren.

Was genau sind für Sie „Entscheidungen in der Grauzone“?
Es gibt immer wieder Situationen, die eine durchaus legitime Diskussion auslösen und einem Schiedsrichter einen Spielraum lassen. So können u. a. die Persönlichkeit des Schiedsrichters, aber auch der Spielverlauf einzelne Entscheidungen beeinflussen. Wir reden dabei von „Kann-Entscheidungen“. In Hoffenheim war der Ball am ersten Spieltag (2:2 gegen den 1. FC Nürnberg, d. Red.) klar hinter der Linie und es gab doch kein Tor. Das ist jedoch eine Schwarz-Weiß-Entscheidung! Entweder ist der Ball drin oder nicht.

Höhere Gehälter, mehr Professionalität - auf welchem Weg sehen Sie die Bundesliga-Schiedsrichter?
Ich finde, dass die deutschen Schiedsrichter auf einem sehr guten Weg sind. Es ist nur die Frage, dass sich dadurch auch Konsequenzen ergeben...

..führt das professionellere Schiedsrichterwesen automatisch zu besseren Schiedsrichterleistungen?
Schwer zu sagen! Es schafft in jedem Fall eine bessere Absicherung, weil der Aufwand für einen Schiedsrichter nach wie vor sehr hoch ist. Viele Schiedsrichter müssen entscheiden, was sie mit ihrem regulären Beruf machen. Ich denke, dass irgendwann auch der Profi-Schiedsrichter kommen wird. 

Welchem deutschen Referee trauen Sie in dieser Bundesliga-Saison den Durchbruch zu?
Grundsätzlich muss man sagen, dass die Qualität der Schiedsrichter in der Bundesliga sehr hoch ist. Für einen Zweitliga-Referee ist es schwierig, in diese Phalanx einzubrechen. Wir haben viele talentierte Schiedsrichter in der 2. Liga, aber es ist schwierig zu sagen, wer den Sprung schafft. Christian Dietz ist auf einem sehr guten Weg, seine Entwicklung muss man weiter beobachten, ebenso wie die von Sascha Stegemann. Aber, und da wiederhole ich mich gern: Alle deutschen Schiedsrichter sind insgesamt auf einem sehr hohen Niveau. In zwei Jahren wird in der Bundesliga ein großer personeller Umbruch beginnen. Dann werden nach und nach acht Schiedsrichter aus Altersgründen ausscheiden und dann brauchen wir gute Leute, die in ihre Fußstapfen treten.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist für die WM 2014 so gut wie qualifiziert und kann gegen Irland vor heimischem Publikum schon alles klar machen. Sehen wir in Brasilien auch einen deutschen Referee?
Natürlich! Bei der Stärke der Liga wäre es sehr schade, wenn man von Seiten der FIFA auf einen deutschen Schiedsrichter verzichten würden. Es wird zwischen Felix Brych und Wolfgang Stark ausgehen, beide hätten diese Chance verdient.

Interview: Carsten Germann, Redaktion WahreTabelle.de.

 

06.10.2013 22:25


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Interessantes Interview, Dank an Carsten!


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