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24.08.2017 18:07 Uhr | Quelle: WahreTabelle

„Pro und Contra“: Video-Beweis

WahreTabelle-User diskutieren die Bundesliga-Premiere.

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Quelle: Imago Sportfoto
Video-Beweis: Wird diese Anzeige in den Bundesliga-Stadien wirklich bald zum Alltag gehören?

Die Premiere des Video-Beweises in der Fußball-Bundesliga verlief bei weitem nicht reibungslos. Technische Pannen in vielen Stadien verhinderten einen makellosen Einstand, der nach dem Freitagabendspiel mit dem FC Bayern München und Bayer 04 Leverkusen (3:1) und der ersten, mithilfe des Video-Assistant-Referee (VAR) getroffenen Schiedsrichterentscheidung von Tobias Stieler (Hamburg) so vielversprechend begonnen hatte. DFL-Schiedsrichter-Instruktor Hellmut Krug bezeichnete die Pannen bei der Premiere des VAR als „unzumutbar für die Schiedsrichter“. Sogar einen Abbruch der gerade erst gestarteten Testphase stellte der ehemalige Referee in den Raum.

Bei WahreTabelle war der erste Spieltag mit dem Video-Assistenten ein Fall für eine „Pro und Contra“-Diskussion. Lest selbst!

Pro Video-Beweis argumentiert Kompetenzteam-Mitglied GladbacherFohlen: „Der VAR hätte sicherlich einen besseren Einstand haben können, aber noch ist nicht aller Tage Abend. Während am letzten Samstag nicht alles glatt lief, zeigte sich grade im ersten Spiel des Sonntags, dass der VAR durchaus einen positiven Einfluss auf das Spiel hatte. Indem er das Abseitstor der Freiburger gegen Frankfurt aufdeckte und so ein unzulässiges Gegentor verhinderte sorgte der VAR nicht nur für Fairness. Ich behaupte einfach mal, dass der Linienrichter das knappe Abseits höchstens mit großer Schwierigkeit als solches hätte erkennen können. Dem Team um Schiedsrichter Manuel Gräfe https://www.wahretabelle.de/news/manuel-grafe-attackiert-die-schiedsrichter-bosse/7069wurde so die Last der eventuellen Fehlentscheidung von den Schultern genommen.

Bemerkenswert finde ich auch, dass der VAR den Spielverlauf nicht unnötig lange beeinträchtigt. Im Vorfeld dachte ich, dass es deutlich mehr vom Spiel schluckt, als es die Prozedur letztendlich tut.

Ich bin außerdem davon überzeugt, dass auch die technischen Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können. Und sind wir doch mal ehrlich: Von fehlenden Emotionen habe ich beim Einsatz des VAR nichts bemerkt. Gefühlt waren die Diskussionen am Stammtisch deutlich emotionaler und heftiger als ohnehin schon.

WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann (Thanner) vertritt die Gegenposition: „Die Premiere des Video-Assistenten war enttäuschend. Am ersten Bundesliga-Samstag wurden in den Live-Übertragungen bei Sky bereits nach wenigen Minuten aus mehreren Stadien die ersten technischen Probleme mit dem Video-Schiedsrichter gemeldet. Diese Pannen ließen mich, aber auch viele andere Fußballfans in den Sportsbars kopfschüttelnd zurück. Mal waren es die fehlenden Skalierungslinien bei Abseitsentscheidungen, mal stand die Technik entweder über eine Halbzeit lang oder über die kompletten 90 Minuten (wie in Berlin) gar nicht zur Verfügung. Vielleicht auch irgendwo besser so, denn damit konnte die z. B. im Supercup-Finale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern (6:7 n. E.) spürbare Verunsicherung des Schiedsrichters, aber auch der Zuschauer im Stadion und vor den Fernsehgeräten, irgendwann vermindert werden. Das Zusammenspiel zwischen dem VAR und dem Schiedsrichter auf dem Feld klappte allenfalls bedingt – und mit meiner Meinung nach zu viel Sand im Getriebe.

Das von den DFL-Oberen unter der Woche mit Blick auf diese Schwierigkeiten in Betracht gezogene Ende der Testphase des Video-Beweises, also ein Abbruch des Experiments, wäre eine totale Blamage für die Verantwortlichen. Andererseits nützt die Fortsetzung den Schiedsrichtern, Spielern und Fans nur dann etwas, wenn der VAR zuverlässig und vor allem in allen Stadien eingesetzt wird. Eine Pannen-Show wie am ersten Spieltag kann sich die Deutsche Fußball-Liga nicht noch einmal leisten.“

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Wie ist eure Einschätzung zum Testlauf des Video-Schiedsrichters beim Confed Cup? 

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Bei WahreTabelle war der erste Spieltag mit dem Video-Assistenten ein Fall für eine „Pro und Contra“-Diskussion. Lest selbst!

Pro Video-Beweis argumentiert Kompetenzteam-Mitglied GladbacherFohlen: „Der VAR hätte sicherlich einen besseren Einstand haben können, aber noch ist nicht aller Tage Abend. Während am letzten Samstag nicht alles glatt lief, zeigte sich grade im ersten Spiel des Sonntags, dass der VAR durchaus einen positiven Einfluss auf das Spiel hatte. Indem er das Abseitstor der Freiburger gegen Frankfurt aufdeckte und so ein unzulässiges Gegentor verhinderte sorgte der VAR nicht nur für Fairness. Ich behaupte einfach mal, dass der Linienrichter das knappe Abseits höchstens mit großer Schwierigkeit als solches hätte erkennen können. Dem Team um Schiedsrichter Manuel Gräfe https://www.wahretabelle.de/news/manuel-grafe-attackiert-die-schiedsrichter-bosse/7069wurde so die Last der eventuellen Fehlentscheidung von den Schultern genommen.

Bemerkenswert finde ich auch, dass der VAR den Spielverlauf nicht unnötig lange beeinträchtigt. Im Vorfeld dachte ich, dass es deutlich mehr vom Spiel schluckt, als es die Prozedur letztendlich tut.

Ich bin außerdem davon überzeugt, dass auch die technischen Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können. Und sind wir doch mal ehrlich: Von fehlenden Emotionen habe ich beim Einsatz des VAR nichts bemerkt. Gefühlt waren die Diskussionen am Stammtisch deutlich emotionaler und heftiger als ohnehin schon.

WahreTabelle-Redakteur Carsten Germann (Thanner) vertritt die Gegenposition: „Die Premiere des Video-Assistenten war enttäuschend. Am ersten Bundesliga-Samstag wurden in den Live-Übertragungen bei Sky bereits nach wenigen Minuten aus mehreren Stadien die ersten technischen Probleme mit dem Video-Schiedsrichter gemeldet. Diese Pannen ließen mich, aber auch viele andere Fußballfans in den Sportsbars kopfschüttelnd zurück. Mal waren es die fehlenden Skalierungslinien bei Abseitsentscheidungen, mal stand die Technik entweder über eine Halbzeit lang oder über die kompletten 90 Minuten (wie in Berlin) gar nicht zur Verfügung. Vielleicht auch irgendwo besser so, denn damit konnte die z. B. im Supercup-Finale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern (6:7 n. E.) spürbare Verunsicherung des Schiedsrichters, aber auch der Zuschauer im Stadion und vor den Fernsehgeräten, irgendwann vermindert werden. Das Zusammenspiel zwischen dem VAR und dem Schiedsrichter auf dem Feld klappte allenfalls bedingt – und mit meiner Meinung nach zu viel Sand im Getriebe.

Das von den DFL-Oberen unter der Woche mit Blick auf diese Schwierigkeiten in Betracht gezogene Ende der Testphase des Video-Beweises, also ein Abbruch des Experiments, wäre eine totale Blamage für die Verantwortlichen. Andererseits nützt die Fortsetzung den Schiedsrichtern, Spielern und Fans nur dann etwas, wenn der VAR zuverlässig und vor allem in allen Stadien eingesetzt wird. Eine Pannen-Show wie am ersten Spieltag kann sich die Deutsche Fußball-Liga nicht noch einmal leisten.“

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Diese News betrifft folgende Schiedsrichter:

Deniz Aytekin Name : Deniz Aytekin
Geburtsdatum: 21.07.1978
Ort: Oberasbach
Tobias Stieler Name : Tobias Stieler
Geburtsdatum: 02.07.1981
Ort: Hamburg

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20.09.2019 16:47 Uhr | Quelle: WahreTabelle Griechenland statt Bundesliga: Stegemann pfeift Derby in Athen

Schiri-Ansetzungen im deutschen Oberhaus

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Für Sascha Stegemann steht in dieser Woche ein Ausflug raus aus dem Bundesligaalltag an. Der 34-Jährige leitet am Sonntagabend die Partie zwischen Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus. Meistens sind die Begegnungen der Rivalen sehr hitzig und es kommt nicht selten zu Ausschreitungen. Erst im März durfte Marco Fritz das Spiel der beiden Klubs leiten und musste es nach 70 Minuten abbrechen. Außerhalb des Stadions hatte die Polizei Tränengas gegen Hooligans eingesetzt, welches dann durch den Wind ins Stadion getragen wurde. Nach einer einstündigen Unterbrechung beendete Fritz die Partie. Bereits in der ersten Halbzeit stürmten Fans auf das Spielfeld und attackierten Teammitglieder auf der Bank von Piräus. In Griechen...

19.09.2019 15:56 Uhr | Quelle: WahreTabelle Schiedsrichterball: Die trügerische Selbstbestätigung

Warum Welz auf den VAR hätte hören sollen

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Es war ein Samstagnachmittag, den Tobias Welz wohl nicht so schnell vergessen wird. Der 42-jährige Polizist war mit der Leitung des Spiels zwischen Union Berlin und Werder Bremen betraut und verhängte in dieser Partie drei Strafstöße und zwei Platzverweise. Bereits nach 70 Sekunden zeigte er das erste Mal auf den Punkt. Zwei Minuten später lief er dann in die Review Area und blieb – zur Überraschung der TV-Zuschauer – bei seiner Strafstoßentscheidung, die der DFB im Nachgang auch als regeltechnisch „falsch“ bezeichnete. Was war passiert? Der Bremer Davy Klaassen kam im Strafraum zu Fall, nachdem er von Unions Torhüter Rafal Gikiewicz leicht berührt worden war. Im Sturz wurde er zudem noch vom Verteidiger...

18.09.2019 16:22 Uhr | Quelle: WahreTabelle 2. Liga: HSV-Ausgleich hätte zählen müssen

Drei Korrekturen – Keine Änderung der Punkteverteilung

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Am 6. Spieltag der 2. Bundesliga wurden drei Ergebnisse von der WT-Community korrigiert. Besonders diskutiert wurde dabei der zurückgepfiffene Ausgleichstreffer vom HSV im Derby gegen den FC St. Pauli. Nach einer Flanke von Bakery Jatta traf Lukas Hinterseer zum vermeintlichen 1:1 für den HSV. Allerdings hob der Linienrichter die Fahne und Schiedsrichter Sven Jablonski entschied auf Abstoß für St. Pauli. Die TV-Bilder gaben keinen Aufschluss darüber, ob der Ball tatsächlich zu 100 Prozent im Aus war. WT-User „1860forever“ meint: „Der Ball muss mit vollem Umfang die volle Linie überschreiten, das war hier ziemlich sicher nicht der Fall. Somit regulärer Treffer.“ 79 Prozent der Nutzer stimmen am Ende dafür,...

17.09.2019 17:11 Uhr | Quelle: WahreTabelle Bremen zweimal betroffen - in Mainz fliegt der Siegtorschütze

Vier Korrekturen am vierten Spieltag

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Am 4. Spieltag der Bundesliga hat das Kompetenzteam vier Entscheidungen der Schiedsrichter korrigiert. In der Partie Union Berlin – Werder Bremen (1:2) gab es gleich 6 strittige Szenen und zwei Änderungen, die allerdings das Endergebnis nicht betreffen. +++Diskussion zum Elfmeter für Klaassen +++ In der 5. Spielminute kommt Werders Davy Klaassen im Zweikampf gegen Rafal Gikiewicz zu Fall und Tobias Welz zeigt auf den Punkt. Nach einem Hinweis vom VAR sieht er sich die Szene an und bleibt am Ende bei seiner Entscheidung. WT-User „foebis04“ sagt: „Gikiewicz berührt Klaassen nicht, dieser hebt für mich ab und ...

16.09.2019 14:51 Uhr | Quelle: dpa 5000-Euro-Geldstrafe für VfB-Trainer Tim Walter

„Ich dachte, meine Frau pfeift heute.“

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Trainer Tim Walter vom VfB Stuttgart ist für seine öffentliche Schiedsrichter-Kritik nach dem 0:0 bei Erzgebirge Aue mit einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro belegt worden. Der Grund sei unsportliches Verhalten, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Im Anschluss an die Partie am 23. August hatte Walter in Richtung Schiedsrichter Felix Zwayer gesagt: „Ich dachte, meine Frau pfeift heute. Die pfeift auch immer für die mit den schönsten Trikots.“ Auch den Video-Assistenten hatte der 43-Jährige kritisiert. Walter und der VfB stimmten dem Urteil zu, es ist damit rechtskräftig.